KOMPAKT
M6-MacBook-Pro mit 16 GB bleibt bei 153 GB/s – iMac mit schnellerem Ethernet
MacBook Pro M5 oder M6: Hinter dem Generationswechsel stecken mehr Rechenkerne und neue Funktechnik, während Bildschirm, Speicherobergrenze und beworbene Laufzeit vertraut bleiben. Bei der Auswahl des neuen Modells kommt allerdings eine weitere Unterscheidung hinzu. Die höhere Speicherbandbreite des M6 gilt beim MacBook Pro erst ab 24 GB Arbeitsspeicher; die Einstiegskonfiguration mit 16 GB erreicht weiterhin den bisherigen Wert.
Auch beim iMac lohnt sich der Blick auf die Ausstattung. Die bekannten sieben Farben bleiben erhalten, der kabelgebundene Netzwerkanschluss wird dagegen schneller und ist auch für das Basismodell verfügbar. Heute um 18:10 Uhr beginnen zudem die bestätigten Vorbestellungen für drei neue Geräte. Zwei weitere MacBook-Pro-Modelle mit OLED-Touchscreen werden noch erwartet.
MacBook Pro M5 oder M6: Mehr Rechenkerne, vertraute Grundausstattung
Der Vergleich betrifft das 14-Zoll-MacBook-Pro mit dem gewöhnlichen M5 beziehungsweise M6. Die zusätzlich angebotenen Pro- und Max-Chips gehören zu anderen Leistungsklassen. Beim M6 wachsen CPU und GPU von jeweils zehn auf zwölf Kerne. Die Neural Engine besteht nun aus zwei Einheiten mit jeweils 16 Kernen statt einer einzelnen 16-Kern-Einheit. Apple nennt gegenüber dem M5 bis zu 30 Prozent mehr Grafikleistung und bis zu 25 Prozent mehr Leistung bei bestimmten KI-Aufgaben. Diese Herstellervergleiche beschreiben ausgewählte Anwendungen, keine gleichmäßige Beschleunigung sämtlicher Arbeitsschritte.
Bei den Eigenschaften, die man ständig vor sich hat, fällt der Wechsel kleiner aus. Beide Generationen besitzen ein 14,2-Zoll-Liquid-Retina-XDR-Display mit ProMotion bis 120 Hertz. Apple nennt jeweils bis zu 24 Stunden Videostreaming und bietet höchstens 32 GB gemeinsamen Arbeitsspeicher an. Das neue M6-Einstiegsmodell bringt damit weder den erwarteten OLED-Touchscreen noch eine höhere Speicherobergrenze mit.
Neu ist der N1-Funkchip mit WLAN 7, Bluetooth 6 und Thread-Unterstützung; der M5 verwendet WLAN 6E und Bluetooth 5.3. Am Schreibtisch verändert sich außerdem eine konkrete Displaykombination: Zwei externe 4K-Monitore unterstützt das M6-Modell mit jeweils bis zu 165 statt 144 Hertz. Für gewöhnliche Büroarbeit dürfte dieser Unterschied weniger bedeuten als für einen entsprechend ausgestatteten Arbeitsplatz.
Beim Preisvergleich gehört die SSD-Kapazität dazu. Das M6-Modell beginnt mit 1 TB, während ältere M5-Konfigurationen auch mit 512 GB angeboten wurden. Ein günstigeres Angebot kann deshalb zugleich weniger Speicher enthalten. Wer bereits einen M5 besitzt, sollte den Wechsel an wiederkehrenden Wartezeiten oder einem konkreten Anschlussbedarf festmachen. Beim Neukauf zählen vergleichbare Ausstattung und Gesamtpreis. Die vollständige Vorstellung des neuen Rechners steht in unserem Artikel zum MacBook Pro mit M6.
Quellen
- Apple Newsroom: Neues 14-Zoll-MacBook-Pro mit M6 und Herstellervergleiche zum M5
- Apple Support: Technische Daten des 14-Zoll-MacBook-Pro mit M5
- Apple: Aktuelle MacBook-Pro-Spezifikationen einschließlich Funk- und Displayunterstützung
Das M6-MacBook-Pro mit 16 GB bleibt bei 153 GB/s
Apples Angabe von bis zu 170 GB/s Speicherbandbreite gilt beim M6-MacBook-Pro ausschließlich für die Ausführungen mit 24 oder 32 GB gemeinsamem Arbeitsspeicher. Die 16-GB-Konfiguration ist in den technischen Daten mit 153 GB/s ausgewiesen. Das entspricht dem Wert des M5-Modells. Zwischen den beiden Bandbreiten liegen rechnerisch rund elf Prozent.
Beim Schritt von 16 auf 24 GB ändern sich somit zwei Dinge gleichzeitig. Die Speicherkapazität wächst um 50 Prozent, während zusätzlich die höhere Bandbreitenstufe freigeschaltet wird. Daraus lässt sich aber weder eine um 50 Prozent noch eine pauschal um elf Prozent schnellere Maschine ableiten. Welche Veränderung hilft, hängt davon ab, woran die jeweilige Aufgabe bislang scheitert oder worauf sie wartet.
Ein größeres lokales Sprachmodell oder ein umfangreiches Kreativprojekt kann vor allem zusätzlichen Platz im Arbeitsspeicher benötigen. Passt der benötigte Datenbestand nicht hinein, beantwortet ein höherer Übertragungswert diese Frage nicht. Umgekehrt braucht eine überschaubare Aufgabe nicht allein deshalb 24 GB, weil daneben die größere Bandbreitenzahl steht. Für die Konfiguration sollte zunächst feststehen, welche Programme und Projekte gleichzeitig laufen sollen.
Die Einschränkung betrifft außerdem genau diese Speicherangabe. Auch das 16-GB-Modell besitzt die zwölf CPU- und zwölf GPU-Kerne des M6. Aus der gleichen Bandbreite wie beim M5 wird deshalb kein insgesamt unveränderter Rechner. Für Käufer bedeutet die Aufteilung vor allem: Den beworbenen Höchstwert und die tatsächlich ausgewählte Speichervariante gemeinsam lesen, bevor ein Aufpreis allein mit einer einzelnen Zahl begründet wird.
Quellen
- Apple: 153 GB/s bei 16 GB sowie 170 GB/s bei 24 oder 32 GB im M6-MacBook-Pro
- Apple Support: 153 GB/s Speicherbandbreite beim M5-Vorgänger
iMac: Bekannte Farben, schnelleres Ethernet auch für das Basismodell
Der iMac mit M6 kommt erneut in Blau, Violett, Pink, Orange, Gelb, Grün und Silber. Damit bleibt es bei den sieben Farbvarianten, die bereits beim M4-Modell von 2024 angeboten wurden. Zusätzliche Farben gehören zur offiziellen Auswahl diesmal nicht. Die Auswahl knüpft an die Überarbeitung von 2024 an: Damals hatte Apple die bekannten Grundfarben ausdrücklich mit neuen Abstufungen aufgefrischt.
Zum Auftritt gehören weiterhin farblich abgestimmte Eingabegeräte. Für einen offen im Raum stehenden All-in-One-Rechner bleibt die Farbwahl deshalb sichtbar, auch wenn sie keine neue Chipfunktion beschreibt. Wer eine zusätzliche Farbe abgewartet hat, findet nun eine klare Antwort im tatsächlichen Angebot. Die technischen Neuerungen des M6 müssen unabhängig davon beurteilt werden; unsere Vorstellung des neuen iMac ordnet die übrige Ausstattung ein.
Eine weniger auffällige Änderung betrifft Ethernet. Der neue Anschluss unterstützt 2,5 Gbit/s statt bisher 1 Gbit/s und sitzt weiterhin im Netzteil. Beim M6-Modell mit zehn CPU- und zehn GPU-Kernen ist er optional, bei der Ausführung mit jeweils zwölf Kernen gehört er zur Ausstattung. Die schnellere Kabelverbindung ist somit auch beim günstigeren Rechner möglich und setzt keinen Wechsel zum stärkeren Chip voraus.
Die nominelle Datenrate steigt um den Faktor 2,5. Umgerechnet entsprechen 2,5 Gbit/s höchstens 312,5 Megabyte pro Sekunde vor Protokoll- und anderen Verlusten; bei Gigabit-Ethernet wären es 125 Megabyte. Das sind rechnerische Obergrenzen, keine gemessenen Kopiergeschwindigkeiten des iMac. Einen Vorteil kann die Verbindung etwa beim Übertragen großer Foto- und Videobestände zu einem passenden Netzwerkspeicher bringen.
Dafür müssen auch Gegenstelle und Netzwerkweg die höhere Geschwindigkeit unterstützen. Ein dazwischengeschalteter Gigabit-Port begrenzt die Verbindung weiterhin. Für den Internetzugang bleibt zusätzlich der gebuchte Anschluss maßgeblich. Bei der Bestellung des Basismodells sollte die Ethernet-Option deshalb zum vorhandenen oder geplanten Netzwerk passen. Das Kabel vom Netzteil zum iMac übernimmt nach Apples Beschreibung zugleich die Datenverbindung; ein zweites Netzwerkkabel bis zur Rechnerrückseite ist nicht nötig.
Quellen
- Apple: iMac-Spezifikationen mit sieben Farben und Ethernet-Ausstattung beider M6-Varianten
- Apple Newsroom: iMac mit M6 und farblich abgestimmtem Zubehör
- Apple Newsroom: 2024 überarbeitete iMac-Farben
- Apple Support: Ethernet im iMac-Netzteil und Verbindung zum Rechner
- Apple Support: Gigabit-Ethernet beim iMac von 2024
Heute ab 18:10 Uhr: Drei Vorbestellungen bestätigt, zwei OLED-Modelle erwartet
Für Mittwoch, den 28. Oktober, nennt Apple auf seinen deutschen Produktseiten einen gemeinsamen Vorbestellbeginn um 18:10 Uhr. Bestätigt sind das iPad mini mit A20 Pro und OLED-Display, der iMac mit M6 und das 14-Zoll-MacBook-Pro mit M6. Alle drei Geräte sollen ab Freitag, dem 6. November, erhältlich sein. Die bereits erklärte Vorbestellzeit gilt damit inzwischen ausdrücklich auch für die beiden angekündigten Macs.
Für zwei weitere Geräte ist der Status vor der heutigen Präsentation ein anderer. Bloomberg erwartet neue höher ausgestattete MacBook-Pro-Modelle mit 14 und 16 Zoll, OLED-Touchscreen und Dynamic Island. Der Bericht beschreibt sie als zusätzliche, teurere Optionen oberhalb der bestehenden Baureihen. Apple hat diese Modelle zum hier festgehaltenen Zeitpunkt noch nicht offiziell vorgestellt.
Ein Bestellstart für insgesamt fünf neue Modelle würde deshalb voraussetzen, dass die beiden erwarteten OLED-Ausführungen ebenfalls hinzukommen. Die drei bereits veröffentlichten Apple-Termine sind belastbarer als diese Erwartung. Verbindliche Angaben zu Bestellbarkeit, Ausstattung, deutschen Preisen und Lieferbeginn der OLED-Geräte müssen aus deren eigener Ankündigung hervorgehen.
Für Interessenten am 14-Zoll-MacBook-Pro ist die Unterscheidung besonders relevant. Das bereits angekündigte M6-Modell verwendet weiterhin sein Liquid-Retina-XDR-Display. Es ist nicht automatisch die OLED-Touchscreen-Ausführung, nur weil beide Geräte unter demselben Familiennamen auftauchen könnten. Wer gezielt auf die neue Display- und Eingabetechnik wartet, sollte vor einer Bestellung die konkrete Modellbeschreibung vergleichen. Der gemeinsame Verkaufsbeginn der drei bestätigten Produkte ist außerdem der geplante Marktstart; ein individueller Liefertermin hängt weiterhin von der bestellten Konfiguration und ihrer Verfügbarkeit ab.
Quellen
- Apple Deutschland: iPad-mini-Vorbestellung ab 18:10 Uhr und Verkaufsstart am 6. November
- Apple Deutschland: iMac-Vorbestellung und Verkaufsstart
- Apple Deutschland: Vorbestellbeginn des 14-Zoll-MacBook-Pro mit M6
- Bloomberg: Ursprünglicher Bericht zu den erwarteten OLED-Touchscreen-MacBooks, 27. Oktober 2026 (Paywall)
Apple Kompakt
Bei einem neuen Rechner entscheidet häufig die konkrete Zusammenstellung darüber, wie viel vom technischen Fortschritt tatsächlich nutzbar wird. Mehr Rechenkerne, eine höhere Speicherbandbreite und ein schnellerer Netzwerkanschluss helfen an unterschiedlichen Stellen. Ihr Wert lässt sich am besten an den Aufgaben erkennen, die regelmäßig Zeit kosten oder bisher nicht vernünftig möglich sind.
Ebenso hilfreich sind klare Modellgrenzen. Ein gemeinsamer Produktname ersetzt weder den Blick auf die Speichervariante noch die Unterscheidung zwischen angekündigter Hardware und erwarteten Neuheiten. Weitere Entwicklungen abseits der großen Tagesanalyse findest du in unserer Serie Apple Kompakt.
Stand: 28. Oktober 2026, vor der erwarteten OLED-MacBook-Präsentation und dem Vorbestellstart. Die beiden OLED-Touchscreen-Modelle sind zu diesem Zeitpunkt noch nicht offiziell angekündigt. Leistungs- und Laufzeitangaben stammen von Apple.
Hauptquellen
- Apple Newsroom: Vorstellung des 14-Zoll-MacBook-Pro mit M6
- Apple: Aktuelle MacBook-Pro-Spezifikationen mit Speicherstaffelung
- Apple Support: Technische Daten des M5-Vorgängers
- Apple: Technische Daten des iMac mit M6
- Apple Newsroom: Vorstellung des iMac mit M6
- Apple Newsroom: iMac-Farbüberarbeitung von 2024
- Apple Support: Ethernetanschluss im iMac-Netzteil
- Apple Support: Technische Daten des iMac mit M4 von 2024
- Apple Deutschland: iPad-mini-Termine
- Apple Deutschland: iMac-Termine
- Apple Deutschland: MacBook-Pro-Termine
- Bloomberg: Bericht über die erwarteten OLED-Touchscreen-Modelle (Paywall)
Transparenzhinweis: gadgetChecks hat die neuen M6-Rechner noch nicht selbst getestet. Die genannten Leistungsgewinne und maximalen Laufzeiten sind Herstellerangaben. Die umgerechneten Ethernet-Datenraten sind theoretische Obergrenzen und keine eigenen Messwerte. Die Angaben zu den noch unangekündigten OLED-MacBooks beruhen auf Bloombergs Berichterstattung.
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