CHECK
Apple HomePod mini 1 oder HomePod mini 2: Lohnt sich der Wechsel?
Der Apple HomePod mini 2 modernisiert nach sechs Jahren vor allem die Plattform im Inneren: Der S10-Chip, WLAN 6E, Bluetooth 6, Sound Glow und neue Einsatzmöglichkeiten am Mac und im Heimkino machen ihn vielseitiger als den ersten HomePod mini. Beim eigentlichen Lautsprecheraufbau bleibt Apple jedoch auffallend nah am Vorgänger. Für Besitzer eines funktionierenden HomePod mini 1 ist das deshalb kein automatischer Wechselgrund – zumal Siri AI beim Verkaufsstart noch fehlt und ein gemischtes Stereopaar aus beiden Generationen nicht möglich ist.
Das Kurzurteil
Die meisten Besitzer eines HomePod mini 1 können die zweite Generation überspringen. Beide Modelle sind gleich groß, verwenden einen Breitbandtreiber, zwei Passivmembranen und einen akustischen Wellenleiter für 360-Grad-Klang. Auch als Home-Zentrale, Thread-Border-Router, Temperatur- und Luftfeuchtigkeitssensor, Intercom-Gerät sowie Multiroom-Lautsprecher erfüllt der Vorgänger weiterhin die wesentlichen Aufgaben.
Ein Wechsel kann sich lohnen, wenn der HomePod mini als Standardlautsprecher für einen kompatiblen Mac dienen soll, wenn Sound Glow ausdrücklich gewünscht ist oder wenn ein neues Heimkino mit vier Lautsprechern und Apple TV 4K der vierten Generation geplant wird. Der S10 ist außerdem die Voraussetzung für die angekündigte Siri AI. Diese steht zum Marktstart am 30. Oktober 2026 aber noch nicht bereit; Apple nennt lediglich ein späteres Softwareupdate.
Für Neukäufer ist der HomePod mini 2 trotz seines Preises von 169 Euro die bessere Standardempfehlung. Neue Restbestände des ersten Modells beginnen zum Recherchezeitpunkt bei rund 129 Euro. Eine Ersparnis von etwa 40 Euro ist zu klein, um auf die modernere Funktechnik, die längere Perspektive und die neuen Einsatzmöglichkeiten zu verzichten. Attraktiv wird der Vorgänger vor allem als seriöses Gebrauchtangebot deutlich unter 100 Euro oder als gezielter Ergänzungskauf für ein bereits vorhandenes Stereopaar der ersten Generation.
Die wichtigsten Unterschiede im Überblick
| Bereich | Apple HomePod mini 1 | Apple HomePod mini 2 | Bedeutung im Alltag |
|---|---|---|---|
| Chip | S5 | S10 | Der neue Chip ermöglicht aufwendigeres Computational Audio und bildet die Basis für spätere Siri-AI-Funktionen. |
| Lautsprecheraufbau | Breitbandtreiber, zwei Passivmembranen, 360-Grad-Wellenleiter | Im Grundaufbau gleich | Ein großer akustischer Hardware-Sprung ist nicht belegt; unabhängige Hörvergleiche fehlen noch. |
| Mikrofone | Vier Mikrofone für Siri auf Distanz | Drei Mikrofone für Siri auf Distanz | Die geringere Zahl allein erlaubt kein Qualitätsurteil. Praxistests müssen die Spracherkennung vergleichen. |
| Siri | Bisherige Siri-Funktionen | Bisherige Siri-Funktionen; Siri AI angekündigt | Siri AI ist zum Verkaufsstart nicht verfügbar und daher noch kein belastbarer Kaufgrund. |
| Funk | WLAN 4 nach 802.11n, Bluetooth 5.0, Thread, Ultrabreitband | WLAN 6E, Bluetooth 6, Thread, Ultrabreitband | Die neue Generation besitzt deutlich modernere Funktechnik; beim normalen Musikstreaming muss daraus aber kein hörbarer Vorteil entstehen. |
| Mac-Nutzung | AirPlay-Wiedergabe vom Mac | Als Standardlautsprecher an Macs mit WLAN 6E oder neuer nutzbar | Relevant für Schreibtische, Videoanrufe, Filme und Spiele; ältere Macs bleiben außen vor. |
| Heimkino | Einzelgerät oder Stereopaar als Apple-TV-Audioausgabe | Zusätzlich Vier-Lautsprecher-Surround mit Apple TV 4K der 4. Generation | Der neue Modus ist exklusiv, setzt aber vier geeignete Lautsprecher und das neue Apple TV voraus. |
| Lichtfunktion | Beleuchtete Touch-Oberfläche für Bedienung und Siri | Zusätzlich Sound Glow passend zu Musik und Klanglandschaften | Vor allem ein sichtbarer Komfort- und Designgewinn, kein klanglicher Muss-Grund. |
| Smart Home | Home-Zentrale, Thread, Matter, Intercom, Geräuscherkennung, Temperatur und Luftfeuchtigkeit | Gleiche Kernfunktionen, modernere Rechen- und Funkplattform | Für bestehende HomeKit- und Matter-Installationen bleibt der Vorgänger weitgehend ausreichend. |
| Größe und Gewicht | 84,3 × 97,9 Millimeter, 345 Gramm | 84,3 × 97,9 Millimeter, 335 Gramm | Identischer Platzbedarf; zehn Gramm weniger sind stationär bedeutungslos. |
| Preis | Start 2020 bei 96,50 Euro; neue Restbestände aktuell ab rund 129 Euro | 169 Euro | Bei nur rund 40 Euro Abstand ist der Nachfolger für Neukäufer das schlüssigere Langzeitpaket. |
Das Design bleibt nahezu unverändert
Apple bezeichnet das 2020 eingeführte Modell offiziell schlicht als HomePod mini. Zur eindeutigen Abgrenzung wird es in diesem Vergleich als HomePod mini 1 bezeichnet.
Apple behält die kompakte, annähernd kugelförmige Gestalt mit textilem Akustikgewebe und berührungsempfindlicher Oberseite bei. Beide Generationen sind 84,3 Millimeter hoch und 97,9 Millimeter breit. Der HomePod mini 2 wiegt mit 335 Gramm lediglich zehn Gramm weniger als sein 345 Gramm schwerer Vorgänger. Da beide Geräte dauerhaft an ihrem Platz und am Stromnetz bleiben, hat dieser Unterschied keinen praktischen Wert.
Auch die grundlegende Bedienung bleibt vertraut. Ein Tippen startet oder pausiert die Wiedergabe, zwei oder drei Berührungen springen vor oder zurück, längeres Berühren aktiviert Siri und die Plus- und Minusflächen regeln die Lautstärke. Das mitgelieferte 20-Watt-Netzteil bleibt ebenfalls erhalten. Weder der erste noch der zweite HomePod mini ist ein mobiler Akkulautsprecher.
Der sichtbare Fortschritt heißt Sound Glow. Beim HomePod mini 2 kann die Oberseite passend zum Albumcover leuchten, im Rhythmus der Musik pulsieren und Klanglandschaften mit Animationen begleiten. Das ist reizvoll, wenn der Lautsprecher gut sichtbar auf einem Schreibtisch oder Sideboard steht. Wer seinen HomePod vor allem per Sprache steuert oder die Beleuchtung kaum wahrnimmt, erhält daraus jedoch keinen funktionalen Grund zum Austausch.
Beim Klang verspricht der S10 mehr, die Akustik bleibt vertraut
Im ersten HomePod mini übernimmt der S5-Chip die Echtzeitberechnung des Audiosignals. Im Nachfolger arbeitet der wesentlich neuere S10. Apple zufolge analysiert das Computational Audio damit Musik in Echtzeit und optimiert Dynamikumfang, Lautstärke und akustische Leistung. Wie deutlich dieser Fortschritt hörbar ist, lässt sich vor dem Verkaufsstart nicht seriös beziffern.
Der Grund dafür ist der weitgehend unveränderte Lautsprecheraufbau. Apple nennt für beide Generationen einen Breitbandtreiber, zwei Passivmembranen für die Basswiedergabe und einen akustischen Wellenleiter, der den Schall rundum verteilen soll. Einen zusätzlichen Treiber, einen größeren Tieftöner oder eine ausgewiesene Raumerkennung wie beim großen HomePod führt das Unternehmen für den HomePod mini 2 nicht auf. Der neue Chip kann das vorhandene Konzept intelligenter ansteuern, ersetzt aber keine größere Membranfläche.
Der erste HomePod mini zeigte in unabhängigen Tests, wie viel Klang aus dem kleinen Gehäuse kommen kann. What Hi-Fi lobte die ausgewogene, saubere Wiedergabe und die für die Größe überraschende Lautstärke, verwies aber zugleich auf den tieferen Bass größerer Lautsprecher. Diese physikalische Grenze dürfte auch für den gleich großen Nachfolger relevant bleiben. Ob der S10 Stimmen, Basskontrolle und Dynamik hörbar verbessert, muss ein direkter Test beider Generationen unter gleichen Bedingungen zeigen.
Auffällig ist die Mikrofonzahl: Apple nennt beim ersten HomePod mini vier, beim HomePod mini 2 drei Mikrofone für Siri auf Distanz. Weniger Mikrofone bedeuten nicht automatisch eine schlechtere Erkennung, weil Anordnung, Signalverarbeitung und Software ebenso wichtig sind. Ohne unabhängige Messungen wäre sowohl ein Vorteil als auch ein Nachteil Spekulation.
Siri AI ist Zukunftsversprechen statt Startvorteil
Der S10 ist der strategisch wichtigste Unterschied. Der alte S5 wurde ursprünglich für die Apple Watch entwickelt und bildet seit 2020 die Rechenbasis des ersten HomePod mini. Der S10 soll dem Nachfolger genügend Reserven für die neue Siri AI geben. Apple beschreibt natürlichere Gespräche, umfangreicheres Wissen und Antworten, die auf persönlichen Kontext zurückgreifen können.
Zum Verkaufsstart ist dieses Paket jedoch nicht verfügbar. Auf der internationalen Produktseite kündigt Apple Siri AI erst für ein späteres Softwareupdate an und nennt keinen konkreten Termin. Für persönliche Kontextanfragen wird außerdem ein Apple-Intelligence-fähiges iPhone oder iPad benötigt. Käufer in Deutschland sollten ihre Entscheidung deshalb nicht auf eine Funktion stützen, deren genauer Start, regionaler Umfang und praktische Qualität noch offen sind.
Die bisherigen Siri-Funktionen bleiben auf beiden Generationen erhalten. Dazu gehören Musiksteuerung, Timer und Wecker, persönliche Anfragen, Intercom sowie die Bedienung kompatibler Smart-Home-Geräte. Wer mit diesen Aufgaben zufrieden ist, gewinnt durch den S10 heute noch keinen grundlegenden neuen Assistenten. Weitere bestätigte Details zum Nachfolger stehen in der Vorstellung des HomePod mini 2 bei GadgetChecks.
WLAN 6E und Bluetooth 6 schaffen eine modernere Basis
Beim Funk macht Apple einen deutlich größeren Sprung. Der HomePod mini 1 verwendet WLAN 4 nach 802.11n und Bluetooth 5.0, der HomePod mini 2 WLAN 6E und Bluetooth 6. Thread und Ultrabreitband für die Gerätenähe sind bei beiden vorhanden. Beide können als Home-Zentrale arbeiten und kompatibles Thread-Zubehör in Apple Home einbinden.
Für Musik allein ist WLAN 4 nicht automatisch zu langsam. Audiostreams benötigen deutlich weniger Bandbreite als moderne WLAN-Netze bereitstellen, und ein stabil eingebundener HomePod mini 1 wird durch die neue Funknummer nicht plötzlich schlecht. WLAN 6E kann aber in passenden Netzen mehr Reserven und eine modernere Verbindung bieten. Vor allem ist es Voraussetzung für eine der praktischsten Neuerungen: Der HomePod mini 2 lässt sich an Macs mit WLAN 6E oder neuer als Standardlautsprecher verwenden. Das funktioniert mit einem einzelnen Gerät oder einem Stereopaar.
Beim ersten HomePod mini kann ein Mac Audio per AirPlay übertragen. Die neue Standardlautsprecher-Funktion ist weitergehend und soll die Verbindung für Filme, Spiele, FaceTime und andere Systemtöne reaktionsschneller und zuverlässiger machen. Für Besitzer eines kompatiblen Macs kann das ein echter Alltagsvorteil sein. Wer einen älteren Mac nutzt oder den HomePod nicht am Schreibtisch einsetzen will, profitiert davon nicht.
Bluetooth 6 macht den HomePod mini 2 nicht zu einem universellen Bluetooth-Lautsprecher. Apple führt die Audiowiedergabe weiterhin über Dienste und AirPlay; ein klassischer Bluetooth-Audioeingang oder ein analoger Anschluss fehlt. Android-Nutzer und Haushalte außerhalb des Apple-Ökosystems erhalten damit auch beim neuen Modell ein eingeschränktes Gesamtpaket.
Viele Smart-Home-Kernfunktionen beherrscht der Vorgänger bereits
Als Smart-Home-Zentrale unterscheiden sich beide Generationen weniger, als der Altersabstand von sechs Jahren vermuten lässt. Der HomePod mini 1 unterstützt mit aktueller Software HomeKit, Matter-kompatibles Zubehör über Thread, Automationen, Fernzugriff und Intercom. Sein integrierter Temperatur- und Luftfeuchtigkeitssensor kann Messwerte für Abfragen und Automationen liefern. Außerdem kann die Geräuscherkennung auf Warnsignale von Rauch- und Kohlenmonoxidmeldern achten und Mitteilungen an iPhone, iPad oder Apple Watch senden.
Diese Funktionen stehen auch beim HomePod mini 2 bereit. Seine modernere Rechen- und Funkbasis kann langfristig wichtiger werden, wenn Apple neue lokale Funktionen stärker an aktuelle Hardware bindet. Eine feste zusätzliche Zahl von Supportjahren verspricht Apple jedoch nicht. Aus dem neueren Chip folgt deshalb eine bessere Perspektive, aber keine garantierte Laufzeit.
Für bestehende Installationen ist wichtig, dass beide Generationen gemeinsam in einem Multiroom-System spielen können. Wer bereits mehrere HomePod mini 1 in verschiedenen Zimmern nutzt, muss sie nicht komplett ersetzen. Der Nachfolger kann als weiterer Raumlautsprecher hinzukommen. Nur bei echten Stereopaaren gelten strengere Regeln.
Stereopaare lassen sich nicht aus beiden Generationen mischen
Für ein Stereopaar verlangt Apple zwei Lautsprecher desselben Modells und derselben Generation. Ein HomePod mini 1 und ein HomePod mini 2 können deshalb nicht gemeinsam den linken und rechten Kanal übernehmen. Das ist für bestehende Haushalte eine der wichtigsten Einschränkungen.
Wer heute einen einzelnen HomePod mini 1 zum Stereopaar erweitern will, hat zwei sinnvolle Wege: einen passenden Vorgänger gebraucht oder als Restbestand kaufen oder direkt zwei HomePod mini 2 anschaffen. Der zweite Weg kostet 338 Euro, während der vorhandene Lautsprecher anschließend nur in einem anderen Raum weitergenutzt oder verkauft werden kann. Ein einzelner Nachfolger für 169 Euro vervollständigt das alte Paar nicht.
Beim Apple TV bleibt der erste HomePod mini als einzelne Audioausgabe oder Stereopaar nutzbar. Exklusiv für die neue Generation ist das Vier-Lautsprecher-Surround-System mit Apple TV 4K der vierten Generation. Dafür sind vier HomePod mini 2 oder zwei identische Paare geeigneter HomePod-Modelle nötig. Die Geräte erkennen ihre Position und stimmen Timing sowie Pegel automatisch auf den Raum ab.
Das klingt nach dem größten Funktionssprung, ist aber kein günstiges Zusatzfeature. Vier HomePod mini 2 kosten zusammen 676 Euro. Das erforderliche Apple TV 4K der vierten Generation kostet weitere 349 Euro und erscheint erst am 13. November 2026. Wer beides neu anschafft, landet nach eigener Berechnung bei 1.025 Euro – noch ohne Fernseher. Vor unabhängigen Tests lässt sich zudem nicht beurteilen, wie dieses System gegenüber einer guten Soundbar oder einem klassischen Mehrkanal-Set abschneidet.
Preis und tatsächliche Wechselkosten
Der erste HomePod mini startete 2020 in Deutschland wegen der damals reduzierten Mehrwertsteuer bei 96,50 Euro und kostete später 99 Euro. Zum Recherchezeitpunkt beginnen neue Restbestände im Preisvergleich bei 128,99 Euro. Professionell aufbereitete Angebote mit Händlergarantie liegen bei Rebuy je nach Farbe und Zustand ungefähr zwischen 118 und 146 Euro. Der HomePod mini 2 kostet bei Apple 169 Euro.
Damit ist ein neuer oder professionell aufbereiteter Vorgänger derzeit häufig zu teuer. Bei nur 23 bis 51 Euro Ersparnis wiegen der sechs Jahre ältere Chip, WLAN 4 und die fehlenden neuen Funktionen schwerer als der niedrigere Kaufpreis. Anders sieht es bei einem verlässlichen Gebrauchtgerät deutlich unter 100 Euro aus, besonders wenn es ein vorhandenes Stereopaar vervollständigt.
Für Wechsler zählt nicht der alte Kaufpreis, sondern der Nettoaufwand. Wer einen einzelnen HomePod mini 1 verkauft, zieht den Erlös von den 169 Euro für den Nachfolger ab. Bei einem Stereopaar müssen wegen der fehlenden Mischbarkeit zwei neue Geräte finanziert werden. Zustand, Rechnung, Netzteil, sichtbare Verfärbungen oder Beschädigungen des Gewebes und eine sauber aufgehobene Verknüpfung mit dem bisherigen Zuhause beeinflussen den erzielbaren Preis.
Auch ohne Verkauf ist Weiterverwendung oft sinnvoller als Austausch. Ein intakter HomePod mini 1 kann in Küche, Schlafzimmer oder Flur weiterhin Musik, Intercom und Smart-Home-Steuerung übernehmen. So ergänzt ein neuer HomePod mini 2 das bestehende System, statt funktionsfähige Hardware nur wegen des neueren Chips zu verdrängen.
Was gilt für Neukäufer?
Für Neukäufer gewinnt der HomePod mini 2, solange der Preis des ersten Modells bei ungefähr 120 bis 140 Euro liegt. Der Aufpreis auf 169 Euro bringt den S10, WLAN 6E, Bluetooth 6, Sound Glow, die Mac-Standardausgabe, die Option auf Vier-Lautsprecher-Surround und die Grundlage für Siri AI. Selbst wenn nicht jede Funktion sofort gebraucht wird, ist die modernere Plattform bei einer mehrjährigen Nutzung den überschaubaren Mehrpreis wert.
Der HomePod mini 1 wird bei einem Preis von höchstens rund 90 Euro interessant. Für Musik, Timer, Intercom sowie HomeKit- und Matter-Steuerung bietet er weiterhin viel vom gleichen Alltagserlebnis. Zwischen 90 und 110 Euro hängt die Wahl vom Einsatzzweck ab: Als günstige Ergänzung zu bestehenden Geräten der ersten Generation kann er sinnvoll sein, als erster und einziger HomePod spricht mehr für den Nachfolger. Oberhalb von etwa 110 Euro ist die Ersparnis für einen sechs Jahre älteren Lautsprecher zu klein.
Bei Gebraucht- und Refurbished-Angeboten sollten Käufer prüfen, ob das 20-Watt-Netzteil enthalten ist, ob Gewebe und Touch-Oberfläche unbeschädigt sind und ob Rückgaberecht oder Garantie bestehen. Ebenso wichtig ist ein erfolgreicher Werksreset. Wer zwei Geräte als Stereopaar kaufen möchte, braucht zweimal dieselbe Generation. Ähnliche Farbbezeichnungen oder nahezu identische Gehäuse reichen nicht aus.
Wer nicht tief im Apple-Ökosystem steckt, sollte unabhängig von der Generation Alternativen vergleichen. Beide HomePod mini setzen für die Einrichtung ein aktuelles iPhone oder iPad voraus, priorisieren AirPlay und besitzen weder einen analogen Eingang noch eine gewöhnliche Bluetooth-Audiowiedergabe. Der HomePod mini 2 ist das bessere Apple-Gerät, aber nicht automatisch der flexibelste Smart Speaker für gemischte Haushalte.
Für wen sich der Wechsel lohnen kann
Mac-Nutzer mit kompatibler WLAN-Hardware
Wer den Lautsprecher täglich für Filme, Spiele, Musik und Videoanrufe am Schreibtisch einsetzen möchte, erhält mit der Standardlautsprecher-Funktion einen konkreten Mehrwert. Voraussetzung ist ein Mac mit WLAN 6E oder neuer. Für gelegentliches AirPlay reicht der vorhandene HomePod mini 1 weiterhin aus.
Heimkino-Nutzer mit geplantem Komplettsystem
Vier-Lautsprecher-Surround ist die deutlichste neue Einsatzmöglichkeit. Sie verlangt aber vier passende Lautsprecher und Apple TV 4K der vierten Generation. Wer diese Anschaffungen ohnehin plant, sollte den HomePod mini 2 wählen und unabhängige Tests abwarten. Für Besitzer eines älteren Apple TV oder eines bestehenden Mini-Stereopaars ist der Umbau teuer.
Haushalte, die auf Siri AI warten
Der HomePod mini 2 ist die zukunftsfähigere Wahl, weil Apple Siri AI für ihn angekündigt hat. Ein sofortiger Wechsel ist trotzdem verfrüht: Die Funktion fehlt zum Start, ein Termin für Deutschland steht nicht fest und persönliche Kontextfunktionen setzen zusätzliche kompatible Hardware voraus. Kaufen sollte man den Lautsprecher nach seinen heute verfügbaren Fähigkeiten.
Besitzer eines einzelnen HomePod mini 1
Wer lediglich einen zweiten Lautsprecher für Stereo sucht, sollte keinen einzelnen HomePod mini 2 kaufen. Beide Generationen bilden kein gemeinsames Stereopaar. Ein passender HomePod mini 1 zu einem guten Gebrauchtpreis ist die günstigere Ergänzung; alternativ müssen zwei Geräte der neuen Generation eingeplant werden.
Besitzer eines beschädigten oder unzuverlässigen Vorgängers
Bei Aussetzern, beschädigtem Gewebe, defekter Touch-Oberfläche oder ohnehin notwendigem Ersatz ist der HomePod mini 2 die logischere Neuanschaffung. Der geringe Abstand zu neuen Restbeständen des alten Modells spricht klar gegen einen erneuten Kauf zum derzeitigen Händlerpreis.
Die meisten Besitzer des HomePod mini 1
Für Musik, Siri-Basisfunktionen, Multiroom, Intercom und Smart-Home-Steuerung bleibt die erste Generation gut nutzbar. Gleiches Gehäuseformat, ähnlicher Lautsprecheraufbau und viele gemeinsame Funktionen begrenzen den unmittelbaren Mehrwert. Ohne konkreten Bedarf an Mac-Standardausgabe, Sound Glow, neuem Heimkino oder späterer Siri AI kann der Wechsel warten.
Generationencheck: Das Urteil
Der Apple HomePod mini 2 ist technisch der klare Sieger, aber eher eine neue Plattform als ein akustischer Neuanfang. S10, WLAN 6E, Bluetooth 6 und die zusätzlichen Einsatzmöglichkeiten beseitigen mehrere Alterserscheinungen des Vorgängers. Gleichzeitig bleiben Größe und grundlegender Lautsprecheraufbau nahezu gleich, viele Smart-Home-Funktionen sind bereits auf dem ersten Modell verfügbar und Siri AI kommt erst später.
Für Wechsler
Die meisten Besitzer eines HomePod mini 1 sollten nicht wechseln. Solange der vorhandene Lautsprecher zuverlässig funktioniert, liefert er weiterhin Musik, AirPlay, Multiroom, Intercom, Temperatur- und Feuchtigkeitswerte sowie die Steuerung von HomeKit- und Matter-Zubehör. Ein nicht belegter Klangvorteil und ein künftiges Siri-Versprechen rechtfertigen allein keine 169 Euro.
Sinnvoll ist der Wechsel für Besitzer eines kompatiblen Macs, die den HomePod täglich als Standardlautsprecher nutzen möchten, für gezielt geplante Vier-Lautsprecher-Heimkinos und bei einem ohnehin notwendigen Ersatz. Besitzer eines Stereopaars müssen besonders genau rechnen: Weil sich die Generationen nicht mischen lassen, kostet der Umstieg auf zwei HomePod mini 2 zunächst 338 Euro.
Für Neukäufer
Neukäufer sollten zum HomePod mini 2 greifen. Neue Restbestände des ersten Modells sind mit rund 129 Euro nicht weit genug vom Preis des Nachfolgers entfernt. Für etwa 40 Euro mehr gibt es die modernere Funkbasis, den deutlich jüngeren Chip, zusätzliche Einsatzmöglichkeiten und die bessere Ausgangslage für künftige Funktionen.
Der HomePod mini 1 bleibt eine gute Sparoption, wenn ein seriöses Gebrauchtgerät höchstens ungefähr 90 Euro kostet oder ein bestehendes System derselben Generation ergänzt werden soll. Professionell aufbereitete Angebote um 120 Euro oder mehr sind dagegen kaum attraktiv, solange der neue HomePod mini 2 für 169 Euro erhältlich ist.
Da der HomePod mini 2 erst am 30. Oktober 2026 regulär ausgeliefert wird, beruht dieses erste Urteil auf bestätigten technischen Daten und Herstellerangaben sowie unabhängigen Tests des ersten HomePod mini. Wie groß die Unterschiede bei Klang, Mikrofonerkennung, Verbindungsstabilität und Vier-Lautsprecher-Surround im Alltag tatsächlich ausfallen, müssen unabhängige Vergleichstests nach dem Verkaufsstart zeigen.
Stand der Recherche: 14. Oktober 2026, 14:42 Uhr, Europe/Berlin.
Hauptquellen
- Apple Newsroom Deutschland: Ankündigung des HomePod mini 2
- Apple Deutschland: Technische Daten des HomePod mini 2
- Apple Support Deutschland: Technische Daten des HomePod mini von 2020
- Apple Newsroom Deutschland: Vorstellung des ersten HomePod mini
- Apple Support Deutschland: HomePod-Stereopaare einrichten
- Apple Support: Temperatur und Luftfeuchtigkeit mit dem HomePod mini erfassen
- Apple Newsroom Deutschland: Apple TV 4K der vierten Generation
- Apple: HomePod mini 2 und der angekündigte spätere Start von Siri AI
- The Mac Observer: Keine gemischten Stereopaare aus HomePod mini 1 und HomePod mini 2
- What Hi-Fi: Unabhängiger Test des ersten HomePod mini
Transparenzhinweis: GadgetChecks hat den HomePod mini 1 und den HomePod mini 2 für diesen Vergleich nicht unter identischen Bedingungen selbst getestet. Der HomePod mini 2 war zum Recherchezeitpunkt noch nicht regulär erhältlich. Aussagen zu seinem Klang, zur Mikrofonleistung, zur Mac-Anbindung und zum Vier-Lautsprecher-Surround beruhen daher auf Apples Angaben und sind entsprechend vorsichtig eingeordnet. Preise können sich kurzfristig ändern.
Technik-Deals im Überblick
Ausgewählte Angebote und zeitlich begrenzte Preisaktionen rund um Technik und Gadgets.
Mehr auf gadgetChecks
Entdecke mehr bei gadgetChecks
Was sich für dich ändert
Regeln, Fristen, Kosten und Warnungen mit ihren konkreten Folgen für Verbraucher.
Alltag Aktuell öffnenGames, Plattformen und Deals
Aktuelle Meldungen zu Releases, Konsolen, PC Gaming, Mobile, Studios und Abos.
Gaming öffnenProdukte, Angebote und Ideen
Neues für Küche, Reinigung, Wohnen, Garten und Balkon – verständlich und praktisch eingeordnet.
Zuhause öffnen