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HomePod Mini 2 startet für 169 Euro – S10 und Surround-Sound, aber Siri AI fehlt




Redaktion









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5 Min. Lesezeit

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Apple hat den HomePod mini 2 offiziell vorgestellt. In Deutschland kann er ab sofort für 169 Euro vorbestellt werden, Verkaufsstart ist am 30. Oktober 2026. Äußerlich bleibt der kompakte Lautsprecher vertraut, technisch legt Apple mit S10, WLAN 6E, Bluetooth 6 und einem neuen Heimkino-Modus nach. Doch Siri AI ist zum Start in der EU nicht verfügbar.

Damit bestätigt Apple mehrere Angaben aus dem Apple-Daily-Ausblick vom 12. Oktober. Die damals ebenfalls diskutierte Unterstützung für WLAN 7 gehört allerdings nicht zu den offiziellen technischen Daten.

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Der S10 arbeitet in einem nahezu unveränderten Gehäuse

Beim Design setzt Apple auf Kontinuität. Der HomePod mini 2 misst 84,3 Millimeter in der Höhe und 97,9 Millimeter in der Breite. Mit 335 Gramm ist er zehn Gramm leichter als das Modell von 2020. Im Inneren bleibt es bei einem Breitbandtreiber, zwei Passivmembranen mit Kräfteausgleich und einem akustischen Wellenleiter, der den Klang rund um das Gerät verteilen soll.

Die wesentliche Neuerung ist der S10-Chip. Er analysiert die Musik in Echtzeit und passt laut Apple unter anderem Dynamikbereich, Lautstärke und Wiedergabe an. Ob daraus ein deutlich hörbarer Fortschritt entsteht, müssen unabhängige Messungen und Hörtests zeigen.

Auf der Oberseite führt Apple zudem „Sound Leuchten“ ein. Die berührungsempfindliche Fläche reagiert dabei mit einer zur Musik passenden Lichtbewegung und kann sich an der Darstellung des abgespielten Albums orientieren. Für die Sprachsteuerung dieser Funktion nennt Apple ein iPhone mit Apple Intelligence und aktueller Software als Voraussetzung.

Der HomePod mini 2 erscheint in Rosa, Grün, Blau, Weiß und Mitternacht. Ein 20-Watt-Netzteil gehört weiterhin zum Lieferumfang.

WLAN 6E und Bluetooth 6 ersetzen die ältere Funktechnik

Bei den Verbindungen fällt der Generationswechsel deutlicher aus. Der erste HomePod mini von 2020 arbeitet mit WLAN nach 802.11n und Bluetooth 5.0. In den technischen Daten des HomePod mini 2 nennt Apple nun WLAN 6E und Bluetooth 6. Thread für die Einbindung kompatibler Smart-Home-Geräte sowie Ultrabreitband für die Erkennung naher Apple-Geräte bleiben ebenfalls an Bord.

Für WLAN 6E ist ein entsprechendes Netzwerk erforderlich. Mit einem älteren Router bleibt der Lautsprecher nutzbar, die schnellere Funkverbindung steht dann aber nicht automatisch zur Verfügung.

Neu ist auch die Nutzung als Standardlautsprecher eines Macs mit WLAN 6E oder neuer. Sie funktioniert mit einem einzelnen Gerät oder einem Stereopaar; Stabilität und Verzögerung müssen sich im Praxistest zeigen.

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Vier Lautsprecher schaffen Surround-Sound – allerdings erst im November

Für Filmfans ist das angekündigte Surround-System die größte Erweiterung. Vier HomePod mini 2 oder HomePod der zweiten Generation lassen sich in zwei zusammengehörigen Paaren vor und hinter dem Sitzplatz anordnen. Das System soll die Positionen erkennen und Pegel sowie Laufzeiten automatisch auf den Raum abstimmen.

Die Funktion hat jedoch klare Voraussetzungen. Benötigt werden passende Lautsprecherpaare, aktuelle Software und ein Apple TV 4K der vierten Generation. Dieses Modell kommt in Deutschland erst am 13. November in den Handel. Zum Verkaufsstart des HomePod mini 2 am 30. Oktober lässt sich das komplette Vier-Lautsprecher-System daher noch nicht mit der benötigten neuen Streamingbox nutzen.

Besitzer der ersten HomePod-mini-Generation können ihre vorhandenen Geräte nicht einfach mit dem neuen Modell zu einem Stereopaar verbinden. Apple verlangt dafür zwei Lautsprecher desselben Modells und derselben Generation. Beim Multiroom-Betrieb ist eine gemischte Umgebung dagegen möglich, sofern alle verwendeten HomePods die erforderliche aktuelle Software besitzen.

Siri AI bleibt in Deutschland vorerst außen vor

Zwischen Apples deutscher und internationaler Kommunikation zeigt sich eine entscheidende Lücke. Die internationale Ankündigung stellt Siri AI als zentrale Neuerung heraus. Die Assistenz soll natürlichere Unterhaltungen führen, aktuelle Informationen aus dem Web einbeziehen und mit Zustimmung des Nutzers auf den persönlichen Kontext eines verbundenen iPhones oder iPads zugreifen können. In der deutschen Pressemitteilung fehlt dieser Abschnitt.

Die Erklärung liefert das Kleingedruckte auf der deutschen Produktseite. Siri AI soll zwar später über ein kostenloses Softwareupdate folgen, setzt aber ein Apple-Intelligence-fähiges iPhone oder iPad des Eigentümers, eine aktivierte Funktion und eine unterstützte Sprache voraus. Gleichzeitig weist Apple darauf hin, dass Siri AI auf iOS und iPadOS zunächst nicht in der EU verfügbar ist. Damit können Käuferinnen und Käufer in Deutschland die neuen KI-Funktionen zum Start nicht verwenden. Einen Termin für die Freigabe nennt das Unternehmen nicht.

Die bekannte Siri-Sprachsteuerung bleibt erhalten. Musik, Timer, Nachrichten, Intercom und kompatibles Smart-Home-Zubehör lassen sich weiterhin per Stimme bedienen. Nicht verfügbar ist vorerst die neue Ausbaustufe mit natürlicheren Gesprächen, umfassenderem Wissenszugriff und persönlichem Kontext.

Für wen sich der HomePod mini 2 lohnt

Auch als Home Hub bleibt der kleine Lautsprecher vielseitig. Er kann kompatibles HomeKit- und Matter-Zubehör aus der Ferne steuern, Temperatur und Luftfeuchtigkeit erfassen sowie auf Geräusche von Rauch- und Kohlenmonoxidmeldern reagieren. Diese Erkennung ist laut Apple ausdrücklich kein Ersatz für ein verlässliches Warnsystem. Unterstützte Kameras und Türklingeln lassen sich über HomeKit Secure Video einbinden. Ergänzend verweist Apple auf die neue Home Collection, die ab Dezember starten soll; einzelne Zubehörprodukte sind erst für Anfang 2027 angekündigt.

Für Neueinsteiger bietet der HomePod mini 2 die modernere Funkbasis. Ein Umstieg vom ersten Modell drängt sich wegen des vertrauten Designs und der nahezu unveränderten Lautsprecherkonstruktion dagegen nicht auf. Interessanter ist die zweite Generation für die Mac-Anbindung oder ein Heimkino mit vier Lautsprechern. Dafür entstehen allerdings zusätzliche Kosten, und das erforderliche Apple TV 4K erscheint später.

Der Preis von 169 Euro erkauft somit vor allem eine modernisierte Plattform, nicht eine komplette Neuentwicklung. Ob der S10 hörbar mehr Klang liefert und die automatische Surround-Abstimmung überzeugt, muss sich erst in unabhängigen Tests zeigen. Sicher ist bereits: Wer hauptsächlich auf die neue Siri AI wartet, erhält diese Funktion in Deutschland vorerst nicht.

Stand der Recherche: 13. Oktober 2026, 15:37 Uhr CEST.

Hauptquellen

Transparenzhinweis: gadgetChecks hat den HomePod mini 2 nicht selbst getestet. Aussagen zu Klang, automatischer Surround-Abstimmung und Verbindungsqualität beruhen auf Apples Produktangaben. Unabhängige Messungen und Praxistests lagen zum Recherchezeitpunkt noch nicht vor.

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