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Apple AirPods 5 oder AirPods 4: Lohnt sich der Wechsel?




Redaktion









Technik




14 Min. Lesezeit

Transparenzhinweis: Affiliate-Links enthalten – Details am Artikelende.

Apple AirPods 5 oder AirPods 4 – die wichtigste Veränderung steckt diesmal nicht in einem neuen Chip oder einer sichtbar anderen Form. Apple macht die aktive Geräuschunterdrückung bei den AirPods 5 zur Serienausstattung, überarbeitet die Akustik und verbessert den Schutz gegen Staub und Wasser. Die teurere Ausführung ergänzt außerdem erstmals eine Lautstärkeregelung direkt am Stiel und hält mit eingeschaltetem ANC länger durch.

Für Besitzer der AirPods 4 mit aktiver Geräuschunterdrückung bleibt der Generationssprung trotzdem überschaubar. Beide Generationen verwenden den H2-Chip, sind gleich groß und schwer und beherrschen bereits viele der gleichen Apple-Funktionen. Besitzer der AirPods 4 ohne ANC erhalten dagegen einen deutlich größeren Funktionsgewinn. Für Neukäufer spricht vor allem die neue Preisstaffel für die AirPods 5: Sie starten wie der Vorgänger bei 149 Euro, enthalten nun aber bereits Geräuschunterdrückung.

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Das Kurzurteil

Besitzer der AirPods 4 mit aktiver Geräuschunterdrückung können die AirPods 5 normalerweise überspringen. Die stärkere Geräuschunterdrückung, die neue akustische Multiport-Architektur, IP57 und auf Wunsch eine Stunde mehr Laufzeit mit ANC sind echte Verbesserungen. Sie verändern das Nutzungserlebnis aber nicht grundlegend genug, um gut funktionierende, höchstens zwei Jahre alte Ohrhörer auszutauschen.

Anders sieht es bei den AirPods 4 ohne ANC aus. Wer inzwischen häufig im Zug, Flugzeug oder Großraumbüro hört, bekommt mit den AirPods 5 aktive Geräuschunterdrückung, Transparenzmodus, Adaptives Audio und Konversationserkennung. Ein Wechsel kann deshalb sinnvoll sein, wenn diese Funktionen tatsächlich fehlen – nicht allein wegen des neuen Modellnamens.

Für Neukäufer sind die AirPods 5 fast immer die bessere Wahl. Die AirPods 4 ohne ANC bleiben nur bei einem Preis von ungefähr 120 Euro oder weniger interessant, wenn Geräuschunterdrückung keine Rolle spielt. Die AirPods 4 mit ANC müssten rund 30 Euro weniger kosten als die AirPods 5 mit kabellosem Ladecase. Bei den zum Recherchezeitpunkt verfügbaren Preisen war dieser Abstand nicht gegeben.

Die wichtigsten Unterschiede im Überblick

Bereich Apple AirPods 4 Apple AirPods 5 Bedeutung im Alltag
Aktive Geräuschunterdrückung Nur bei der teureren ANC-Ausführung Bei beiden Ausführungen serienmäßig Der größte Fortschritt betrifft das Basismodell.
ANC-Leistung Offenes ANC der ersten Apple-Generation Laut Apple bis zu 1,5-mal so wirksam In Verkehrsmitteln und Büros potenziell hörbar; unabhängige Tests fehlen noch.
Klang H2-Chip, Adaptiver EQ und AirPods-4-Akustik H2-Chip, neue Multiport-Architektur und Adaptiver EQ der nächsten Generation Apple verspricht mehr Tiefe und Details; die tatsächliche Klangverbesserung muss noch getestet werden.
Bedienung Drucksensor, keine Lautstärkegeste Drucksensor; Lautstärkeregelung per Streichen nur beim Modell mit kabellosem Ladecase Die teureren AirPods 5 lassen sich vollständiger bedienen, ohne das iPhone zu berühren.
Laufzeit mit ANC Bis zu 4 Stunden, mit Case bis zu 20 Stunden Basismodell ebenfalls 4 und 20 Stunden; kabellose Ausführung 5 und 22 Stunden Nur die teurere AirPods-5-Ausführung verbessert die dokumentierte ANC-Laufzeit.
Ladecase Standardmodell nur USB-C; ANC-Modell zusätzlich Qi, Apple-Watch-Ladegerät und Suchlautsprecher Gleiche Aufteilung zwischen beiden Varianten Beim Basismodell bleibt kabelloses Laden weiterhin außen vor.
Schutzklasse IP54 IP57 Die AirPods 5 sind besser gegen Wasser geschützt, aber nicht zum Schwimmen gedacht.
Chip und Funk H2 und Bluetooth 5.3 H2 und Bluetooth 5.3 Kein neuer Chip und kein erkennbarer Generationssprung bei der Funktechnik.
Größe und Gewicht 30,2 × 18,3 × 18,1 Millimeter, 4,3 Gramm je Ohrhörer Identische Angaben Wer mit der Passform der AirPods 4 Probleme hat, sollte keine grundlegende Veränderung erwarten.
Preis Einst 149 beziehungsweise 199 Euro; Restbestände zuletzt ab rund 120 beziehungsweise 155 Euro 149 beziehungsweise 169 Euro Die AirPods 4 mit ANC geraten zwischen die beiden neuen Modelle.

Form und Passgefühl bleiben praktisch unverändert

Die AirPods 5 bleiben offene Ohrhörer ohne Silikonaufsätze. Sie sitzen nicht abdichtend im Gehörgang, sondern liegen in der Ohrmuschel. Das kann angenehmer sein als ein klassischer In-Ear-Sitz und lässt die Umgebung natürlicher durch. Gleichzeitig hängt der Halt stärker von der individuellen Ohrform ab, weil sich die Größe nicht mit austauschbaren Aufsätzen anpassen lässt.

Apple nennt für AirPods 4 und AirPods 5 exakt dieselben Abmessungen und dasselbe Gewicht: Jeder Ohrhörer ist 30,2 Millimeter hoch, 18,3 Millimeter breit, 18,1 Millimeter tief und wiegt 4,3 Gramm. Auch die Ladecases stimmen bei den Außenmaßen überein. Äußerlich handelt es sich daher nicht um eine grundlegend neue Passform.

Das ist für Wechselwillige wichtiger als kleine Datenblattunterschiede. Wer die AirPods 4 bequem und sicher tragen kann, erhält voraussichtlich ein vertrautes Gefühl. Wer sie beim Gehen oder Sport regelmäßig neu einsetzen muss oder Druckstellen bekommt, sollte die AirPods 5 vor dem Kauf ausprobieren. Apples Hinweis, die neue Akustik arbeite bei mehr Ohrformen, ist keine Bestätigung für einen veränderten mechanischen Sitz.

Apple AirPods 5 oder AirPods 4: Geräuschunterdrückung wird zum Standard

Bei den AirPods 4 war aktive Geräuschunterdrückung ausschließlich der 199 Euro teuren Variante vorbehalten. Das Basismodell verzichtete zusätzlich auf Transparenzmodus, Adaptives Audio und Konversationserkennung. Bei den AirPods 5 gehören diese Funktionen zu beiden Ausführungen. Damit erhält das neue Modell für 149 Euro einen wesentlich größeren Funktionsumfang als der gleich teure Vorgänger zu dessen Marktstart.

Apple verspricht für die AirPods 5 eine bis zu 1,5-mal bessere aktive Geräuschunterdrückung als bei den AirPods 4 mit ANC. Anders formuliert sollen bis zu 50 Prozent mehr Außengeräusche entfernt werden. Grundlage ist ein Herstellertest nach IEC 60268-24 mit Vorserienhardware und Vorabsoftware. Das ist eine konkrete Messmethode, aber noch kein unabhängiger Praxistest.

Bei einem offenen Ohrhörer bleibt die Ohrform besonders wichtig. Ohne abdichtenden Silikonaufsatz gelangt Schall weiterhin auf direktem Weg ins Ohr. Messungen und Tests der AirPods 4 mit ANC zeigen, dass Apple tieffrequente und gleichmäßige Geräusche für diese Bauform überraschend gut reduzieren kann. Gegen Stimmen, plötzliche Geräusche und höhere Frequenzen bleibt ein abgedichteter In-Ear-Hörer jedoch im Vorteil. RTINGS bezeichnete die AirPods 4 mit ANC deshalb als ungewöhnlich vielseitig für ein offenes Modell, verwies aber weiterhin auf die Grenzen des offenen Sitzes.

Für Besitzer der AirPods 4 ohne ANC kann diese Erweiterung den Wechsel rechtfertigen. Besitzer des ANC-Modells erhalten dagegen eine stärkere Ausführung einer bereits vorhandenen Funktion. Ob der Unterschied im Zug, Flugzeug oder Büro groß genug für einen Neukauf ist, lässt sich erst nach unabhängigen Vergleichsmessungen sicher beurteilen.

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Neue Akustik, aber weiterhin der H2-Chip

Die AirPods 5 verwenden eine neue akustische Multiport-Architektur und einen Adaptiven EQ der nächsten Generation. Apple verspricht dadurch satteren, detailreicheren Klang über eine größere Bandbreite unterschiedlicher Ohrformen. Personalisiertes 3D Audio mit dynamischer Kopferfassung bleibt ebenfalls erhalten.

Ein H3-Chip gehört entgegen früheren Spekulationen nicht zur Ausstattung. AirPods 4 und AirPods 5 verwenden den H2-Chip und Bluetooth 5.3. Damit bleiben viele grundlegende Funktionen gleich: Stimmisolation für Telefonate, Siri-Interaktionen per Kopfbewegung, automatische Trageerkennung und die enge Einbindung in Apples Geräteverbund sind keine exklusiven Gründe für den Wechsel.

Unabhängige Tests der AirPods 4 zeigen zugleich, wie subjektiv Klang und offener Sitz bewertet werden. CHIP lobte den insgesamt guten Klang, maß aber nur eine begrenzte Einzellaufzeit. RTINGS bescheinigte dem ANC-Modell eine konsistente Wiedergabe bei gutem Sitz. Für die AirPods 5 fehlen bislang vergleichbare Messungen von Frequenzgang, Verzerrungen, Mikrofonen und Geräuschunterdrückung. Der neue akustische Aufbau ist deshalb ein plausibler Vorteil, aber noch kein belegter Qualitätssprung.

Die vollständige Bedienung kostet weiterhin Aufpreis

Beide AirPods-5-Versionen besitzen Drucksensoren für Wiedergabe, Anrufe und den Wechsel des Hörmodus. Die Lautstärke lässt sich jedoch nur bei den AirPods 5 mit kabellosem Ladecase direkt am Stiel verändern. Eine Wischbewegung nach oben oder unten ersetzt dann den Griff zum iPhone, zur Apple Watch oder zu Siri. Bei den AirPods 4 fehlt diese Geste in beiden Varianten.

Der Aufpreis von 20 Euro betrifft deshalb mehr als das Laden. Das teurere AirPods-5-Modell besitzt ein Case, das außer USB-C auch Qi-Ladegeräte und das Ladegerät der Apple Watch unterstützt. Ein eingebauter Lautsprecher erleichtert das Wiederfinden über „Wo ist?“. Diese beiden Case-Funktionen waren bereits bei den AirPods 4 mit ANC vorhanden; neu hinzu kommen die Lautstärkegeste und die längere ausgewiesene ANC-Laufzeit.

Das AirPods-5-Basismodell lädt dagegen ausschließlich über USB-C und besitzt keinen Lautsprecher für die Case-Suche. Wer kabellos laden oder das geschlossene Case akustisch orten möchte, sollte die 20 Euro von Anfang an einplanen. Gemessen am Gesamtpreis ist die vollständigere Ausführung deutlich attraktiver als die frühere Differenz von 50 Euro zwischen den beiden AirPods-4-Modellen.

Welche Funktionen Apple genau an das teurere Modell bindet, zeigt der GadgetChecks-Beitrag zu den beiden AirPods-5-Ausführungen im Detail.

Beim Akku verbessert nur die teurere Variante den ANC-Betrieb

Die AirPods 4 ohne Geräuschunterdrückung erreichen nach Apples Angaben bis zu fünf Stunden Wiedergabe mit einer Ladung und bis zu 30 Stunden zusammen mit dem Case. Bei den AirPods 4 mit ANC sinken die Werte mit eingeschalteter Geräuschkontrolle auf vier beziehungsweise 20 Stunden. Ohne Geräuschkontrolle nennt Apple auch für dieses Modell bis zu fünf und 30 Stunden.

Die regulären AirPods 5 erreichen mit aktivierter Geräuschunterdrückung ebenfalls bis zu vier Stunden pro Ladung und bis zu 20 Stunden mit dem Case. Beim Basismodell gibt es damit keinen dokumentierten Laufzeitfortschritt gegenüber den AirPods 4 mit ANC. Erst die AirPods 5 mit kabellosem Ladecase erhöhen die Werte auf fünf Stunden pro Ladung und insgesamt 22 Stunden.

CHIP maß bei den AirPods 4 mit ANC vier Stunden und 45 Minuten pro Ladung sowie 24 Stunden und 23 Minuten einschließlich Nachladen im Case. Solche Werte lassen sich nicht direkt auf die neue Generation übertragen, zeigen aber, dass Apples Angaben von Testablauf, Lautstärke und aktivierten Funktionen abhängen. Für lange Bahn- oder Flugreisen bleibt selbst die teurere fünfte Generation vergleichsweise knapp. Eine Stunde mehr Reserve ist angenehm, aber für Besitzer intakter AirPods 4 allein kein ausreichender Wechselgrund.

IP57 erhöht die Reserve bei Regen und Sport

AirPods 4 und ihre Ladecases sind nach IP54 gegen Staub, Schweiß und Wasser geschützt. Die AirPods 5 steigen auf IP57. Die höhere zweite Ziffer steht für einen stärkeren Schutz gegen Wasser unter den festgelegten Laborbedingungen. Bei schweißtreibendem Training, starkem Regen oder einem versehentlichen Kontakt mit Wasser schafft das mehr Reserve.

Aus IP57 werden dennoch keine Schwimmkopfhörer. Apple beschreibt den Schutz für Sportarten und Training außerhalb des Wassers. Die Widerstandsfähigkeit ist nicht dauerhaft und kann durch normale Abnutzung nachlassen. Nasse Ohrhörer oder Cases sollten vor dem Laden vollständig trocknen. Für die meisten Nutzer ist IP57 eine sinnvolle Sicherheitsverbesserung, aber kein Grund, funktionierende AirPods 4 vorsorglich auszutauschen.

Live-Übersetzung ist nicht vollständig neu

Beide AirPods-5-Varianten unterstützen Live-Übersetzung. Die Verarbeitung erfolgt dabei nicht allein in den Ohrhörern. Erforderlich sind ein kompatibles iPhone mit aktiviertem Apple Intelligence, aktuelle Software, die passende AirPods-Firmware und eine unterstützte Sprache. Deutsch gehört nach Apples aktueller Liste dazu.

Besitzer der AirPods 4 mit ANC müssen für diese Funktion nicht wechseln. Apple führt Live-Übersetzung auch für dieses Modell auf. Die regulären AirPods 4 ohne Geräuschunterdrückung gehören dagegen nicht zu den von Apple genannten kompatiblen AirPods-4-Ausführungen. Daneben funktionieren beide Generationen als gewöhnliche Bluetooth-Kopfhörer mit Geräten anderer Hersteller, verlieren dort aber Teile der Apple-spezifischen Einrichtung, räumlichen Funktionen und automatischen Geräteintegration.

Die AirPods 5 setzen für ihren vollständigen Funktionsumfang die aktuellen Betriebssystemversionen voraus. Das spricht bei mehrjähriger Nutzung für die neuere Generation, während der identische H2-Chip zugleich zeigt, dass viele Softwarefunktionen nicht zwingend neue Hardware benötigen.

Preis und tatsächliche Wechselkosten

Die AirPods 4 starteten in Deutschland bei 149 Euro. Die Variante mit aktiver Geräuschunterdrückung kostete 199 Euro. Nach der Vorstellung der fünften Generation leitet Apples bisherige AirPods-4-Kaufseite auf die AirPods 5 weiter. Die älteren Modelle bleiben daher vor allem als Restbestand bei anderen Händlern verfügbar.

Zum Recherchezeitpunkt begannen Angebote für die AirPods 4 ohne ANC bei ungefähr 120 Euro. Bei etablierten Händlern lagen sie häufig um 129 Euro. Die AirPods 4 mit ANC waren ab rund 155 Euro erhältlich. Dem stehen 149 Euro für die regulären AirPods 5 und 169 Euro für die AirPods 5 mit kabellosem Ladecase gegenüber.

Damit entsteht eine ungewöhnliche Situation. Die AirPods 5 ohne kabelloses Ladecase sind günstiger als viele Restbestände der AirPods 4 mit ANC und bieten die stärkere Geräuschunterdrückung sowie IP57. Dafür fehlen ihnen das kabellose Laden und der Lautsprecher im Case. Die vollständigeren AirPods 5 kosten nur ungefähr 14 Euro mehr als die günstigsten AirPods 4 mit ANC. Bei einem so kleinen Abstand ist der Vorgänger für Neukäufer kaum noch attraktiv.

Für Wechsler liegt die tatsächliche Belastung näher am vollen Kaufpreis. Apple nennt für AirPods keinen festen, allgemein beworbenen Eintauschwert wie für iPhone, iPad, Mac oder Apple Watch. Ein Privatverkauf ist möglich, wird bei gebrauchten Ohrhörern aber durch Akkualter, Hygiene, fehlende Garantie und das Fälschungsrisiko erschwert. Vor einem Austausch sollte deshalb geprüft werden, ob ein Batterie- oder Austauschservice für den vorhandenen Hörer wirtschaftlicher ist.

Was gilt für Neukäufer?

Die AirPods 4 ohne ANC bleiben eine vernünftige Sparoption, wenn sie ungefähr 120 Euro oder weniger kosten und Geräuschunterdrückung, Transparenzmodus sowie Adaptives Audio nicht benötigt werden. Sie bieten weiterhin den H2-Chip, personalisiertes 3D Audio, Stimmisolation und bis zu 30 Stunden angegebene Gesamtwiedergabe. Bei etwa 130 Euro schrumpft die Ersparnis gegenüber den AirPods 5 jedoch auf weniger als 20 Euro. Dann ist das neue Basismodell wegen ANC, neuer Akustik und IP57 die bessere Wahl.

Bei den Varianten mit Geräuschunterdrückung ist die Entscheidung klarer. Die AirPods 4 mit ANC müssten ungefähr 140 Euro oder weniger kosten, damit sich der Verzicht auf die Verbesserungen der fünften Generation wirklich lohnt. Bei den aktuellen Preisen um 155 Euro ist entweder das AirPods-5-Basismodell für 149 Euro oder die vollständige Ausführung für 169 Euro sinnvoller.

Die AirPods 5 mit kabellosem Ladecase sind für die meisten Neukäufer das ausgewogenste Modell. Für 20 Euro zusätzlich gibt es kabelloses Laden, den Lautsprecher im Case, Lautstärkeregelung am Stiel und eine Stunde mehr Laufzeit pro Ladung mit ANC. Wer diese Komfortmerkmale nicht benötigt und ausschließlich über USB-C lädt, erhält mit dem Basismodell dieselben zentralen Audiofunktionen.

Gebrauchte AirPods 4 sollten deutlich weniger kosten als neue Restbestände. Zu prüfen sind Akkulaufzeit beider Ohrhörer und des Cases, Mikrofone, Drucksensoren, Ladeanschluss, Seriennummer, Kaufbeleg, Aktivierung im eigenen Apple Account und die Echtheit des Produkts. Professionell aufbereitete Angebote sind nur mit klar ausgewiesenem Zustand, Rückgaberecht und Garantie sinnvoll. Ein kleiner Rabatt gleicht das schwer überprüfbare Akkualter nicht aus.

Für wen sich der Wechsel lohnen kann

Besitzer der AirPods 4 ohne ANC

Wer sein Basismodell häufig in Zügen, Flugzeugen, Büros oder an stark befahrenen Straßen verwendet, erhält den größten Funktionssprung. Die AirPods 5 ergänzen Geräuschunterdrückung, Transparenzmodus, Adaptives Audio und Konversationserkennung, ohne das offene Tragegefühl aufzugeben. Wenn diese Funktionen im Alltag fehlen, ist der Wechsel nachvollziehbar.

Pendler und Reisende mit offenem Tragewunsch

Menschen, die keine Silikonaufsätze vertragen oder das abgeschlossene Gefühl klassischer In-Ears vermeiden möchten, könnten besonders von der stärkeren Geräuschunterdrückung profitieren. Vor dem Kauf sollte dennoch der Verkaufsstart und ein unabhängiger Vergleich abgewartet werden, weil Apples Angabe zur ANC-Steigerung aus einem eigenen Test stammt und die Wirkung vom Sitz abhängt.

Nutzer, die Lautstärke direkt am Ohrhörer regeln möchten

Nur die AirPods 5 mit kabellosem Ladecase unterstützen das Streichen zur Lautstärkeregelung. Wer oft ohne Apple Watch hört und das iPhone nicht für jede Anpassung hervorholen möchte, erhält damit einen echten Bedienvorteil. Besitzer der AirPods 4 müssen abwägen, ob diese häufige Alltagshandlung einen kompletten Neukauf rechtfertigt.

Besitzer mit deutlich gealterten Akkus oder Defekten

Wenn ein AirPod wesentlich früher abschaltet, Mikrofone ausfallen oder das Case unzuverlässig lädt, kann ein ohnehin notwendiger Ersatz den Wechsel sinnvoll machen. Vorher sollte ein Kostenvoranschlag für Service oder Austausch eingeholt werden. Ein intaktes Paar AirPods 4 vorsorglich zu ersetzen, ist wirtschaftlich nicht sinnvoll.

Die meisten Besitzer der AirPods 4 mit ANC

Aktive Geräuschunterdrückung, Adaptives Audio, Transparenzmodus, Konversationserkennung, H2-Chip, räumliches Audio, Live-Übersetzung und kabelloses Laden sind bereits vorhanden. Die AirPods 5 verbessern mehrere dieser Bereiche, schaffen aber keine neue Produktkategorie. Wer mit Klang, Sitz, Akku und ANC zufrieden ist, kann mindestens eine weitere Generation abwarten.

Generationencheck: Das Urteil

Die AirPods 5 sind für Neukäufer ein wesentlich besseres Angebot als die AirPods 4 zu deren Marktstart. Apple bringt aktive Geräuschunterdrückung in beide Preisstufen, verbessert die Akustik und erhöht den Schutz auf IP57. Das Modell mit kabellosem Ladecase ergänzt für einen vergleichsweise kleinen Aufpreis Lautstärkesteuerung und längere Laufzeit.

Für Besitzer der vierten Generation fällt das Urteil differenzierter aus. Entscheidend ist nicht allein die Generationsnummer, sondern welche AirPods-4-Variante bereits vorhanden ist.

Für Wechsler

Besitzer der AirPods 4 mit aktiver Geräuschunterdrückung sollten nicht auf die AirPods 5 wechseln. Stärkeres ANC, neue Akustik, IP57 und die Lautstärkegeste der teureren Variante sind willkommene Verbesserungen, rechtfertigen bei intakten Ohrhörern aber keinen vollständigen Neukauf. Der H2-Chip, die Bauform und viele Softwarefunktionen bleiben gleich.

Für Besitzer der AirPods 4 ohne ANC kann sich der Wechsel lohnen, wenn Geräuschunterdrückung und adaptive Hörmodi inzwischen wichtig geworden sind. Wer überwiegend in ruhiger Umgebung hört, mit der offenen Wahrnehmung zufrieden ist und noch eine gute Akkulaufzeit erreicht, kann auch dieses Modell weiterverwenden.

Für Neukäufer

Die AirPods 5 sind die klare Standardempfehlung. Bereits für 149 Euro bieten sie die zentralen Audiofunktionen einschließlich ANC. Für die meisten Käufer ist die 169-Euro-Ausführung das rundere Paket, weil kabelloses Laden, Case-Lautsprecher, Lautstärkegeste und längere ANC-Laufzeit zusammen deutlich mehr Nutzen liefern als der Aufpreis von 20 Euro vermuten lässt.

Die AirPods 4 ohne ANC bleiben unterhalb von ungefähr 120 Euro eine gute Sparoption für Menschen, die bewusst keine Geräuschunterdrückung benötigen. Die AirPods 4 mit ANC lohnen sich nur bei einem ungewöhnlich starken Rabatt von rund 30 Euro gegenüber den AirPods 5 mit kabellosem Ladecase. Bei den derzeitigen Marktpreisen erfüllen sie diese Bedingung nicht.

Da die AirPods 5 erst am 18. September 2026 regulär in den Handel kommen, beruht dieses erste Urteil auf bestätigten technischen Daten, Herstellerangaben und unabhängigen Tests der AirPods 4. Wie stark sich Klang, Geräuschunterdrückung, Mikrofonqualität, Passform und reale Akkulaufzeit tatsächlich verbessern, müssen unabhängige Vergleichstests nach dem Verkaufsstart zeigen.

Stand der Recherche: 15. September 2026, 14:46 Uhr, Europe/Berlin.

Hauptquellen

Transparenzhinweis: Die AirPods 5 wurden noch nicht regulär ausgeliefert und von GadgetChecks ebenso wenig wie die AirPods 4 für diesen Vergleich selbst getestet. Das vorläufige Urteil beruht auf öffentlich zugänglichen Herstellerangaben, unabhängigen Tests des Vorgängers und aktuell abrufbaren Preisen. Apples Aussagen zur verbesserten Geräuschunterdrückung und Klangqualität sind als Herstellerangaben eingeordnet.

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