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Bedienung des iPhone Duo zeigt erste Grenzen – iPhone 18 Pro wird etwas reparierbarer




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7 Min. Lesezeit

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Bei der Bedienung des iPhone Duo werden wenige Tage nach der Vorstellung jene Eigenheiten sichtbar, die in technischen Datenblättern kaum auffallen. Erste Hands-on-Beobachtungen zeigen ein ungewöhnlich begrenztes Dock und eine Displayoption, die Teile der äußeren Anzeige zugunsten dicker Schutzhüllen zurücknimmt. Zugleich richtet sich der Blick bereits auf spätere Generationen, denen Mark Gurman Face ID und eine eigene Telekamera zutraut.

Daneben verrät der Release Candidate von iOS 27 neue Spuren zu besonders aufwendig gestalteten MagSafe-Kartenhaltern von Hermès. Beim iPhone 18 Pro liefert das europäische Produktinformationsblatt dagegen eine nüchternere, aber für Käufer relevante Nachricht: Der offizielle Reparierbarkeitsindex steigt gegenüber dem Vorgänger leicht, ohne dass das Gerät eine bessere Reparierbarkeitsklasse erreicht.

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Vier Apps im Dock und ein künstlicher Displayrand

Apple hat die Bedienung des geöffneten iPhone Duo deutlich gegenüber einem gewöhnlichen iPhone verändert. Das Dock liegt nicht am unteren Bildschirmrand, sondern senkrecht auf der rechten Seite. In seinem ersten Hands-on-Videoversuchte Marques Brownlee, dort eine fünfte App abzulegen, scheiterte jedoch. Nach dem derzeit sichtbaren Softwarestand nimmt das Dock damit höchstens vier Symbole auf, obwohl oberhalb und unterhalb noch Platz bleibt. Apple dokumentiert diese Grenze bislang nicht. Deshalb ist noch offen, ob sie zum Verkaufsstart bestehen bleibt, später per Software geändert wird oder lediglich mit der gezeigten Vorabversion zusammenhängt.

Gerade für Menschen, die das große Innendisplay für zwei Apps nutzen möchten, wirkt die Beschränkung überraschend. Ein breiterer App-Vorrat im Dock könnte den Wechsel zwischen häufig benötigten Anwendungen erleichtern. Auch die feste Position auf der rechten Seite dürfte Rechtshändern eher entgegenkommen als Linkshändern. Eine Möglichkeit, das Dock auf die gegenüberliegende Seite zu verschieben, war in den bisherigen Vorführungen nicht zu sehen.

Eine zweite Entdeckung zeigt, dass Apple an anderer Stelle bewusst nutzbare Displayfläche opfert. Nicolas Lellouchefand in den Anzeigeeinstellungen die Option „Shift Left Edge“. Sie verbreitert den schwarzen Rand an der linken Seite des äußeren Displays und verschiebt Inhalte nach innen, wenn eine Schutzhülle den Bildschirmrand teilweise verdeckt. Dadurch soll insbesondere die Zurück-Geste vom linken Rand weiterhin zuverlässig erreichbar bleiben.

Apple hat in seiner Vorstellung des iPhone Duo ein zweiteiliges Case und ein Folio mit Standfuß angekündigt, doch aus der Einstellung folgt nicht, dass Apples eigenes Zubehör sie benötigt. Plausibler ist eine Reserve für dickere Hüllen anderer Hersteller. Zusammen zeigen beide Details, dass ein faltbares iPhone nicht allein mehr Displayfläche schafft: iOS muss auch Griffhaltung, Scharnier, Gesten und Zubehör neu austarieren. Ob die aktuellen Grenzen im Alltag stören, lässt sich erst mit Seriengeräten und finaler Software zuverlässig beurteilen.

Face ID und Telekamera bleiben vorerst eine Zukunftsprognose

Das erste iPhone Duo besitzt laut Apples technischen Daten Touch ID in der Seitentaste und ein rückwärtiges Dual-Kamerasystem ohne eigene Telekamera. Nicht bestätigt ist dagegen, wann sich diese Ausstattung ändern könnte. Bloomberg-Autor Mark Gurman bezeichnet Face ID und eine Telekamera in seinem kostenpflichtigen Power-On-Newsletter als naheliegende Prioritäten für spätere Duo-Modelle und vermutet, dass Apple beide Lücken bis zur dritten Generation schließen könnte.

Diese Aussage ist keine aus Apples Entwicklung stammende Terminangabe, sondern Gurmans persönliche Prognose. Seine Begründung verbindet zwei mögliche Fortschritte: kleinere Sensor- und Kamerakomponenten sowie eine stärkere rechnerische Bildverarbeitung. Kompaktere Hardware könnte den Platzbedarf im dünnen, faltbaren Gehäuse reduzieren, während Software und KI einen Teil der Abstriche ausgleichen sollen, die kleinere oder weniger aufwendige Module mit sich bringen.

Die Vermutung passt zu den konstruktiven Zwängen der ersten Generation. Ein Face-ID-System benötigt eine präzise arbeitende Tiefenerfassung, eine Telekamera zusätzliche Optik und Bauraum. Beides lässt sich nicht beliebig verkleinern, ohne Reichweite, Lichtstärke oder Messqualität zu beeinflussen. Rechenverfahren können Bilder verbessern und Tiefeninformationen ergänzen, aber fehlende optische Brennweite oder echte Sensordaten nicht vollständig ersetzen.

Für Interessenten ist deshalb vor allem die Trennung zwischen Gegenwart und Ausblick wichtig. Das aktuelle iPhone Duo sollte nach seinen vorhandenen Funktionen beurteilt werden, nicht nach einer möglichen Ausstattung in mehreren Jahren. Gurmans Einschätzung macht jedoch deutlich, welche Kompromisse Apple bei einer späteren Generation wahrscheinlich zuerst angehen müsste, damit das faltbare Modell nicht dauerhaft hinter den klassischen Pro-iPhones zurückbleibt.

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iOS 27 enthält Spuren neuer Hermès-MagSafe-Wallets

Bei der dritten Meldung geht es nicht um die digitale Wallet-App, sondern um magnetische Kartenhalter für die Rückseite kompatibler iPhones. Der Codeforscher „pdfu“ fand im Release Candidate von iOS 27 Grafiken und eine eigene Verbindungsanimation für neue Hermès-Wallets mit MagSafe. In den Systemdateien tauchen demnach mehrere bisher nicht veröffentlichte Gestaltungen auf, darunter gemusterte, gesteppte, glatte und krokodilartig geprägte Varianten. Die Animation soll sich von der gewöhnlichen MagSafe-Erkennung anderer Kartenhalter unterscheiden.

Der Codefund ist ein konkreter Entwicklungshinweis, aber noch keine Produktankündigung. Hermès und Apple haben die gezeigten Varianten weder gemeinsam vorgestellt noch Preise, Länder oder einen Verkaufsbeginn genannt. In Systemdateien können außerdem Grafiken für Produkte enthalten sein, die später verändert, regional begrenzt oder gar nicht angeboten werden. Die gefundenen Darstellungen sollten daher nicht wie ein fertiger Katalog behandelt werden.

Interessant ist die Verbindung mit „Wo ist?“. Wie Apple im Benutzerhandbuch erklärt, kann das iPhone bei einem unterstützten MagSafe-Wallet nach dem Abnehmen eine Mitteilung ausgeben und den letzten bekannten Standort anzeigen. Es handelt sich damit nicht automatisch um eine fortlaufende Ortung wie bei einem eigenständigen AirTag. Die Integration hilft vor allem dann, wenn der Kartenhalter versehentlich zurückbleibt oder vom iPhone getrennt wird.

Eine eigene Anheftanimation wäre in erster Linie ein visuelles Detail, zeigt aber, wie eng Apple physisches Zubehör über NFC-Erkennung und Betriebssystemdarstellung an das iPhone bindet. Für Hermès würde eine größere Auswahl diese Verbindung weiter in den Luxusbereich ausdehnen. Ob alle im Code sichtbaren Wallets tatsächlich erscheinen, bleibt bis zu einer offiziellen Vorstellung offen.

Das iPhone 18 Pro verbessert den Reparaturwert nur knapp

Apples europäische Produktinformationen zum iPhone 18 Pro nennen einen Reparierbarkeitsindex von 3,14 von 5 Punkten. Beim iPhone 17 Pro stehen in derselben Systematik 3,04 Punkte. Beide Generationen bleiben damit in der Reparierbarkeitsklasse C. Der Abstand ist real, aber so klein, dass daraus noch kein grundlegender Konstruktionswechsel abgeleitet werden kann.

Die Detailwerte zeigen, woher das Plus stammt. Bei der Zerlegungstiefe steigt das iPhone 18 Pro von 2,65 auf 2,75 Punkte. Die Werkzeugbewertung verbessert sich deutlicher von 2,05 auf 2,55 Punkte. Unverändert bleiben Befestigungselemente mit 3,80 Punkten, Ersatzteile mit 4,00 Punkten, Reparaturinformationen mit 5,00 Punkten und die formale Dauer der Softwareunterstützung mit 1,00 Punkt. Letzterer Wert bildet die für das EU-Schema erklärte Mindestzusage ab und ist nicht mit der tatsächlichen bisherigen Updateversorgung einzelner iPhone-Generationen gleichzusetzen.

Die Bewertung stammt aus den von Apple bereitgestellten Daten für das europäische Energielabel. Sie berücksichtigt festgelegte Kategorien wie den Zugang zu Bauteilen, notwendige Werkzeuge, Ersatzteile und Reparaturinformationen. Sie beantwortet jedoch nicht, wie lange eine konkrete Reparatur dauert, was sie kostet oder wie schwierig sie für eine Werkstatt im Einzelfall wird. Auch unabhängige Erkenntnisse zum inneren Aufbau des neuen Modells liegen vor dem regulären Verkaufsstart nur eingeschränkt vor.

Für Käufer ist das Ergebnis deshalb weder bedeutungslos noch ein Durchbruch. Die etwas bessere Werkzeug- und Zerlegungsbewertung deutet auf punktuelle Erleichterungen hin. Weil die Klasse C bestehen bleibt und mehrere Teilwerte unverändert sind, sollte das iPhone 18 Pro aber nicht pauschal als leicht reparierbares Smartphone bezeichnet werden. Belastbarer wird die Einordnung erst, wenn Reparaturhandbücher, Ersatzteilpreise und unabhängige Zerlegungen gemeinsam betrachtet werden können.

Apple Kompakt

Die neuen Details zeigen, wie viel sich erst außerhalb einer Produktpräsentation erkennen lässt. Ein scheinbar kleines Dock-Limit, ein verschiebbarer Displayrand und eine spezielle Zubehöranimation sagen wenig über Prozessorleistung aus, aber viel darüber, wie Apple neue Hardware in sein Betriebssystem einpasst. Gleichzeitig verhindern das EU-Label und der Blick auf fehlende Kameratechnik, dass sich die Bewertung allein an spektakulären Funktionen orientiert.

Für Nutzer bleibt damit eine einfache Trennlinie wichtig: Beobachtete Bedienung und veröffentlichte EU-Werte beschreiben den heutigen Stand, Codefunde zeigen mögliche nächste Produkte, und Gurmans Blick auf die dritte Duo-Generation ist eine begründete Erwartung. Erst wenn Apple Funktionen oder Zubehör selbst ankündigt, wird aus diesen Spuren ein verlässliches Kaufargument. Weitere Entwicklungen abseits der großen Tagesanalyse findest du in unserer Serie Apple Kompakt.

Stand der Recherche: 14. September 2026, 18:00 Uhr MESZ. Das iPhone Duo und das iPhone 18 Pro waren zu diesem Zeitpunkt angekündigt, aber noch nicht regulär im Handel. gadgetChecks konnte beide Geräte für diesen Beitrag nicht unabhängig testen.

Hauptquellen

Transparenzhinweis: Die Angaben zur Bedienung des iPhone Duo stammen aus kurzen Hands-on-Vorführungen mit Vorabsoftware. Die Hermès-Wallets wurden in Systemdateien entdeckt und sind nicht angekündigt. Die Aussage zur dritten Duo-Generation ist Mark Gurmans persönliche Prognose. Die Reparierbarkeitswerte beruhen auf den von Apple veröffentlichten EU-Produktinformationen und ersetzen keine unabhängige Zerlegung.

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