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Windows 11 26H2 vor dem Start – Taskleiste zurück, RTX 3060 teurer




Redaktion









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12 Min. Lesezeit

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Windows 11 26H2 steht kurz vor der allgemeinen Veröffentlichung, während Microsoft die bewegliche Taskleiste bereits über ein optionales Update ausliefert. Gleichzeitig löst der Konzern die zuletzt gemeldeten Spieleabstürze, PowerToys erhält einen praktischen Fensterwechsler, Windows on Arm durchbricht die Marke von 7.000 kompatiblen Anwendungen, und hohe Komponentenpreise hinterlassen deutliche Spuren im PC-Markt.

Berichtszeitraum: 21. bis 28. August 2026

Windows 11 26H2 hat die letzte große Testphase vor der allgemeinen Veröffentlichung erreicht. Microsoft bietet das diesjährige Funktionsupdate seit dem 27. August im Release-Preview-Kanal des Windows-Insider-Programms an und signalisiert damit, dass die technische Entwicklung weitgehend abgeschlossen ist. Einen konkreten Veröffentlichungstag nennt das Unternehmen noch nicht, die reguläre Freigabe soll aber später im Jahr erfolgen.

Parallel dazu steht die auffälligste Neuerung der vergangenen Ausgabe nicht mehr ausschließlich Insidern zur Verfügung. Das optionale Update KB5120998 bringt die verschiebbare Taskleiste, ein anpassbares Startmenü und eine stärker kontrollierbare Windows-Suche auf reguläre Installationen von Windows 11 24H2 und 25H2. Der Haken: Die Funktionen werden schrittweise aktiviert, das Update enthält keine neuen Sicherheitskorrekturen, und nur wenige Stunden nach der Veröffentlichung tauchten erste Berichte über veränderte Mauszeiger und zurückgesetzte Desktop-Hintergründe auf.

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Windows 11 26H2 steht vor der allgemeinen Veröffentlichung

Microsoft verteilt Windows 11 26H2 im Release-Preview-Kanal als Build 26300.9278. Dieser Kanal bildet üblicherweise die letzte Station vor der öffentlichen Freigabe, ist aber weiterhin Teil des Insider-Programms. Es handelt sich deshalb noch nicht um die stabile Version, die automatisch auf gewöhnlichen Windows-PCs erscheint. Interessierte Insider können das Update in Windows Update gezielt anfordern, während alle anderen Nutzer auf die reguläre Veröffentlichung warten sollten.

Technisch wird Windows 11 26H2 als sogenanntes Enablement Package bereitgestellt. Windows 11 24H2, 25H2 und 26H2 verwenden einen gemeinsamen Wartungszweig, weshalb ein großer Teil des benötigten Codes bereits über die monatlichen Windows-Updates auf den PCs liegt und durch das kleine Aktivierungspaket freigeschaltet werden kann. Dadurch dürfte der Versionswechsel wesentlich näher an einem gewöhnlichen kumulativen Update liegen als an einer vollständigen Neuinstallation des Betriebssystems.

Das erklärt zugleich, warum 26H2 kein klassisches, klar abgegrenztes Paket mit ausschließlich neuen Funktionen darstellt. Microsoft führt Verbesserungen an Taskleiste, Startmenü, Suche, Datei-Explorer und weiteren Systembestandteilen fortlaufend ein, sodass einige Neuerungen schon unter 24H2 oder 25H2 erscheinen können. Für geschäftlich verwaltete Rechner schaltet 26H2 außerdem einzelne bereits entwickelte Funktionen standardmäßig frei, darunter die Sicherung von Windows-Einstellungen, anwendungsspezifische Aktionen über die Taskleiste und bestimmte Verbesserungen des Datei-Explorers.

Eine Besonderheit betrifft Geräte mit Windows 11 26H1. Diese Version basiert auf einem technisch abweichenden Entwicklungszweig und ist vor allem für neue Arm-Systeme mit Qualcomm Snapdragon X2 und Nvidia RTX Spark vorgesehen. Nach der derzeitigen Microsoft-Systematik erhalten solche Geräte nicht automatisch 26H2, obwohl die höhere Versionsnummer auf den ersten Blick wie ein direktes Upgrade wirkt. Für die große Mehrheit der heute eingesetzten x64-PCs mit 24H2 oder 25H2 spielt diese Trennung dagegen keine Rolle.

Deutsche Nutzer müssen nichts vorbereiten und sollten nicht allein wegen der Versionsnummer in das Insider-Programm wechseln. Interessanter ist der bevorstehende Supporttermin für Windows 11 24H2: Die Home- und Pro-Ausgaben erhalten nach dem 13. Oktober 2026 keine regulären Updates mehr. Wer noch 24H2 verwendet, sollte daher prüfen, ob Windows Update bereits 25H2 anbietet. Die spätere Umstellung auf 26H2 kann anschließend über das kleine Aktivierungspaket erfolgen.

Hauptquelle: Microsoft: Windows 11 26H2 im Release-Preview-Kanal
Weitere Quelle: Windows Central zur letzten Testphase von Windows 11 26H2

KB5120998 bringt die bewegliche Taskleiste auf reguläre Windows-PCs

Mit KB5120998 hat Microsoft am 27. August ein optionales Vorschau-Update für Windows 11 24H2 und 25H2 veröffentlicht. Nach der Installation melden sich die Systeme mit den Builds 26100.9278 beziehungsweise 26200.9278. Anders als das verpflichtende Sicherheitsupdate vom 11. August enthält dieses Paket keine neuen Sicherheitskorrekturen; es dient als vorgezogene Veröffentlichung von Funktionen und Fehlerbehebungen, die voraussichtlich in das nächste reguläre kumulative Update einfließen.

Die wichtigste Neuerung ist die Rückkehr der frei positionierbaren Taskleiste. Sie kann über die Windows-Einstellungen unten, oben, links oder rechts am Bildschirm platziert werden, wobei die meisten bekannten Optionen wie das getrennte Darstellen von Programmsymbolen an allen vier Positionen funktionieren sollen. Einschränkungen bestehen weiterhin: Das vollständige Suchfeld und die neue kleine Taskleiste werden zunächst nur unterstützt, wenn sich die Leiste am oberen oder unteren Bildschirmrand befindet.

Auch das Startmenü lässt sich stärker verändern. Microsoft bietet eine kleine, große oder automatisch angepasste Darstellung an, benennt den Bereich „Empfohlen“ in „Zuletzt verwendet“ um und erlaubt, angeheftete Programme, zuletzt verwendete Inhalte sowie die vollständige App-Liste separat ein- oder auszublenden. Name und Profilbild können ebenfalls verborgen werden. In der Windows-Suche erscheint deutlicher, ob ein Treffer aus einer lokalen Datei, einer App, einer Einstellung, dem Internet oder dem Microsoft Store stammt; zusätzlich lässt sich festlegen, ob Web- und Store-Vorschläge überhaupt neben lokalen Suchergebnissen auftauchen dürfen.

Weitere Änderungen betreffen einen schneller startenden Datei-Explorer, flüssigere virtuelle Desktops, zuverlässigere Helligkeitseinstellungen und die neue Möglichkeit, Updates teilnehmender Anwendungen mit Windows Update zu koordinieren. PCs, die sich vor einem Update im Energiesparzustand befanden, sollen nach dem notwendigen Neustart wieder dorthin zurückkehren. Gleichzeitig entfernt Microsoft das veraltete Kommandozeilenwerkzeug WMIC aus Windows 11 24H2 und 25H2. Die dahinterstehende Windows Management Instrumentation bleibt erhalten, vorhandene Skripte mit direktem WMIC-Aufruf können jedoch angepasst werden müssen.

Viele dieser Funktionen gehören zu einem kontrollierten Rollout. Die erfolgreiche Installation von KB5120998 garantiert deshalb nicht, dass die bewegliche Taskleiste, das neue Startmenü und sämtliche Suchoptionen unmittelbar sichtbar werden. Von inoffiziellen Werkzeugen, die versteckte Funktionskennungen erzwingen, ist auf produktiv genutzten PCs abzuraten, weil Microsoft die schrittweise Freigabe unter anderem zur Beobachtung von Fehlern verwendet.

Erste Berichte über veränderte Mauszeiger und schwarze Hintergründe

Microsoft führt für KB5120998 zum Redaktionsschluss keine bekannten Probleme auf. Windows Latest und Nutzer im Windows-11-Forum berichten allerdings, dass individuelle Mauszeiger nach der Installation teilweise durch einen größeren weißen Standardzeiger ersetzt werden und sich nicht dauerhaft umstellen lassen. Außerdem soll der persönliche Desktop-Hintergrund auf einigen Geräten durch eine schwarze oder einfarbige Fläche ersetzt worden sein.

Diese Meldungen sind noch nicht von Microsoft bestätigt, erschienen erst kurz nach der Veröffentlichung und erlauben keine zuverlässige Aussage über die Zahl betroffener Geräte. Weil KB5120998 optional ist und keine neuen Sicherheitskorrekturen enthält, besteht für gewöhnliche Nutzer kein Zeitdruck. Wer die neuen Funktionen nicht sofort benötigt, kann auf das nächste reguläre Update oder eine Stellungnahme Microsofts warten. Wer das Paket bereits problemlos verwendet, muss allein aufgrund der Berichte nichts verändern.

Das Unternehmen weist außerdem darauf hin, dass einige Geräte im Zuge der laufenden Erneuerung der Secure-Boot-Zertifikate einmalig einen zusätzlichen Neustart ausführen können. Dieser Vorgang ist Bestandteil des kontrollierten Zertifikatsaustauschs und bedeutet für sich genommen keinen fehlgeschlagenen Update-Versuch.

Hauptquelle: Microsoft: KB5120998 für Windows 11 24H2 und 25H2
Weitere Quellen: BleepingComputer zu den 35 Änderungen des optionalen Updates, Windows Latest zu den bislang unbestätigten Problemberichten

Microsoft löst die Spieleabstürze – das August-Update war nicht die Ursache

In der vorherigen Ausgabe des PC Kompass hatten wir erste Berichte über Abstürze von ARC Raiders und The Finalsnoch ausdrücklich als unbestätigt eingeordnet. Inzwischen hat Microsoft die Untersuchung abgeschlossen und kommt zu einem wichtigen Ergebnis: Die Probleme traten zwar nach den Windows-Aktualisierungen vom 11. August auf, wurden aber nicht durch das kumulative Windows-Update selbst verursacht.

Verantwortlich ist nach Angaben des Unternehmens der ältere Kernel-Treiber inpoutx64, der von verschiedenen Peripheriegeräten und internen Komponenten mit RGB-Beleuchtung installiert werden kann. Auf betroffenen Rechnern konnten ARC Raiders, Marvel Tōkon: Fighting Souls und The Finals einfrieren, ohne Vorwarnung beendet werden, einen Fehler des Typs EXCEPTION_ACCESS_VIOLATION anzeigen oder einen unerwarteten Neustart des gesamten PCs auslösen.

Microsoft verteilt seit dem 26. August eine automatische Sperre, die das Laden des betreffenden Treibers auf passenden Systemen mit installiertem ARC Raiders verhindert. Nach einem Neustart erscheint eine Information über die Deaktivierung, anschließend soll das Spiel wieder regulär starten. Der Schutz soll auf weitere betroffene Konfigurationen ausgedehnt werden, während Embark Studios das Problem für The Finals nach Microsofts Angaben bereits auf seiner Seite behoben hat. Unternehmensrechner, die von einer IT-Abteilung verwaltet werden, erhalten die automatische Lösung möglicherweise nicht und sollten durch die zuständige Administration geprüft werden.

Die Auflösung zeigt, warum ein zeitlicher Zusammenhang allein noch keinen Beweis für einen Windows-Fehler liefert. Gleichzeitig bleibt der separat bestätigte Fehler beim Drucken und PDF-Export aus bestimmten WPF-Anwendungen bestehen. Die Hintergründe und den sicherheitsrelevanten Nachteil der vorläufigen Problemumgehung haben wir in unserem Artikel zum Windows-Druckfehler nach dem August-Update zusammengefasst.

Hauptquelle: Microsoft: Behobene Probleme in Windows 11 25H2
Weitere Quelle: BleepingComputer zur automatisch verteilten Treibersperre

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PowerToys 0.101 wechselt gezielt zwischen Fenstern derselben Anwendung

Microsofts kostenlose Werkzeugsammlung PowerToys erhält mit Version 0.101 eine Funktion, die besonders auf Arbeitsplätzen mit vielen gleichzeitig geöffneten Fenstern schnell nützlich werden kann. Der neue Window Hopper funktioniert ähnlich wie Alt und Tabulator, beschränkt den Wechsel jedoch auf die Fenster der momentan aktiven Anwendung. Wer beispielsweise mehrere Browserfenster, Datei-Explorer oder Dokumente desselben Programms geöffnet hat, muss dadurch nicht mehr durch sämtliche Anwendungen auf dem Desktop blättern.

Window Hopper ist zunächst ausgeschaltet und wird über die PowerToys-Einstellungen aktiviert. Als Standardkombination dient Alt zusammen mit dem Graviszeichen, die Belegung kann jedoch verändert werden – auf deutschen Tastaturlayouts ist das besonders sinnvoll, wenn die vorgegebene Taste im eigenen Arbeitsablauf unbequem erreichbar ist. Der Fensterwechsel funktioniert nur, wenn zur aktiven Anwendung mindestens zwei geeignete Fenster vorhanden sind.

PowerToys 0.101 führt außerdem getrennte Stable- und Insider-Kanäle für Aktualisierungen ein. Die Befehlspalette erhält einen platzsparenden Kompaktmodus, während Advanced Paste auf unterstützten Copilot+-PCs lokale Texttransformationen über Microsofts Phi-Silica-Modell ausführen kann. Dadurch müssen geeignete Inhalte für diese Verarbeitung nicht zwingend an einen externen KI-Dienst übertragen werden. Weitere Änderungen betreffen PowerDisplay, die Tastenkürzelübersicht und die fortlaufende Umstellung der Benutzeroberfläche auf WinUI 3.

PowerToys bleibt eine optionale, quelloffene Zusatzsammlung und ist kein fester Bestandteil von Windows. Bestehende Installationen können direkt innerhalb der Anwendung aktualisiert werden; neue Nutzer sollten PowerToys ausschließlich über den Microsoft Store, das offizielle GitHub-Projekt oder die dokumentierte Microsoft-Seite beziehen.

Hauptquelle: Microsoft: PowerToys 0.101 mit Window Hopper
Weitere Quelle: Windows Central zum praktischen Einsatz des Window Hopper

Windows on Arm erreicht 7.000 geprüfte Apps – aber nicht jede läuft nativ

Microsoft führt inzwischen mehr als 7.000 Anwendungen und Spiele in seiner Kompatibilitätsdatenbank „Works on Windows on Arm“. Darunter befinden sich weitverbreitete Programme wie Photoshop, Blender, Spotify, Discord, Signal und verschiedene Sicherheits-, Produktivitäts- und Bildungsanwendungen. Die Zahl ist ein sichtbarer Fortschritt für eine Plattform, deren Attraktivität lange weniger an den Prozessoren als an fehlender oder unzuverlässiger Softwareunterstützung scheiterte.

Der Begriff „kompatibel“ darf allerdings nicht mit „nativ für Arm entwickelt“ gleichgesetzt werden. Ein Teil der aufgeführten Anwendungen liegt als Arm-Version vor, andere Programme werden über Microsofts Prism-Übersetzungsschicht ausgeführt. Das funktioniert bei gewöhnlichen Desktop-Anwendungen zunehmend unauffällig, kann aber weiterhin mehr Energie verbrauchen, Leistung kosten oder bei hardwarenahen Komponenten an Grenzen stoßen. Besonders Treiber, ältere Peripheriegeräte, VPN-Software und Spiele mit bestimmten Anti-Cheat-Systemen sollten vor einem Gerätekauf einzeln überprüft werden.

Die wachsende Softwarebasis wird im Herbst wichtiger, weil neben Qualcomm auch Nvidia mit RTX Spark in den Markt für leistungsfähige Windows-on-Arm-Systeme einsteigt. Microsoft, Asus, Dell, HP, Lenovo und MSI sollen entsprechende Geräte anbieten. Microsoft nennt in der aktuellen Mitteilung allerdings weder verbindliche Deutschlandpreise noch die konkreten Veröffentlichungstermine sämtlicher Modelle.

Für Käufer ist die Zahl von 7.000 Anwendungen deshalb ein positives Marktsignal, aber keine allgemeine Kompatibilitätsgarantie. Vor dem Wechsel von einem klassischen x64-PC auf ein Arm-Gerät bleibt die eigene Programmliste entscheidend: Wer seine wichtigsten Anwendungen, Zusatzgeräte und Spiele in der offiziellen Datenbank prüft, erhält eine wesentlich aussagekräftigere Entscheidungsgrundlage als durch die Gesamtzahl allein.

Hauptquelle: Microsoft zum wachsenden Windows-on-Arm-Ökosystem
Weitere Quelle: PCWorld: Warum 7.000 kompatible Apps noch nicht jedes Problem lösen

Desktop-PC-Markt schrumpft deutlich, während AMD Marktanteile gewinnt

Der Absatz von Desktop-Prozessoren ist im zweiten Quartal 2026 laut einer von Tom’s Hardware ausgewerteten Untersuchung von Mercury Research im Jahresvergleich um mehr als 20 Prozent gesunken. Hohe Preise für Arbeitsspeicher, SSDs, Mainboards und Grafikkarten belasten damit nicht nur einzelne Komponenten, sondern inzwischen den gesamten Markt für selbst gebaute und aufrüstbare Desktop-PCs.

AMD konnte seinen Anteil an den ausgelieferten Desktop-x86-Prozessoren dennoch von 32,2 Prozent im Vorjahresquartal auf 34,9 Prozent erhöhen. Intel bleibt mit 65,1 Prozent klarer Marktführer, verliert aber weiter Anteile. Im gesamten x86-Markt einschließlich Desktop-, Notebook- und Server-Prozessoren erreicht AMD 30,7 Prozent, während der Anteil bei mobilen Prozessoren auf 28,9 Prozent steigt.

Die Zahlen bedeuten allerdings nicht, dass AMD im Desktop-Segment einen Verkaufsboom erlebt. Auch AMD lieferte dort weniger Prozessoren aus; Intels Rückgang fiel lediglich stärker aus. Ganz anders entwickelte sich der Notebook-Markt, in dem beide Hersteller ihre Auslieferungen steigern konnten. Insgesamt wuchs der Prozessorabsatz gegenüber dem vorherigen Quartal um mehr als zehn Prozent, getragen vor allem von mobilen Geräten und Servern.

Für Verbraucher bestätigt die Untersuchung eine Verschiebung, die bereits bei den Komponentenpreisen sichtbar war: Viele Nutzer verschieben umfangreiche Desktop-Upgrades oder entscheiden sich für vorkonfigurierte Systeme und Notebooks, wenn deren Gesamtpreis günstiger ausfällt als ein vergleichbarer Selbstbau. Einzelne CPU-Rabatte sollten deshalb nie isoliert bewertet werden, denn ein preiswerter Prozessor hilft wenig, wenn Arbeitsspeicher, Mainboard, SSD und Grafikkarte das eingesparte Budget mehrfach aufzehren.

Hauptquelle: Tom’s Hardware zur Entwicklung des x86-Prozessormarktes

Das Comeback der GeForce RTX 3060 wird zur Preisfalle

Nvidia und seine Partner haben die bereits 2021 erschienene GeForce RTX 3060 mit zwölf Gigabyte Grafikspeicher im Sommer erneut in den Handel gebracht. Was als vergleichsweise erschwingliche Antwort auf die angespannte Grafikkarten- und Speicherlage hätte funktionieren können, entwickelt sich jedoch in die entgegengesetzte Richtung: Nach einer Auswertung von Tom’s Hardware sind die beobachteten US-Preise innerhalb von rund zwei Monaten um etwa 45 Prozent gestiegen und nähern sich bei zahlreichen Händlern der Marke von 500 US-Dollar.

Auch in Deutschland ist die wiederaufgelegte Karte deutlich teurer geworden. ComputerBase ermittelte Ende August Preise von annähernd 400 Euro, nachdem erste lieferbare Modelle im Juni noch ungefähr 333 Euro kosteten. Aktuelle Preisvergleichsdaten zeigen zudem Angebote oberhalb dieser Marke, wobei seltene oder kaum verfügbare Varianten teilweise unrealistisch hohe Händlerpreise tragen. Solche Ausreißer sollten nicht als tatsächlicher Marktwert interpretiert werden.

Die zwölf Gigabyte Grafikspeicher können bei ausgewählten Produktivitäts-, Modding- oder lokalen KI-Anwendungen ein Vorteil gegenüber aktuellen Einstiegskarten mit acht Gigabyte sein. Für gewöhnliches Gaming ist die Speichermenge allein jedoch kein ausreichendes Kaufargument: Neuere Modelle bieten häufig mehr Rechenleistung, bessere Energieeffizienz und modernere Funktionen, während die RTX 3060 auf einer fünf Jahre alten Architektur basiert.

Wer eine Grafikkarte in dieser Preisklasse sucht, sollte deshalb die RTX 3060 nicht wegen ihres früher guten Rufs oder der größeren Zahl auf der Verpackung kaufen, sondern sie mit aktuellen Radeon-, Arc- und GeForce-Modellen im konkreten Programm beziehungsweise Spiel vergleichen. Bei Preisen um 400 Euro verliert das Comeback-Modell einen großen Teil seines ursprünglichen Reizes.

Hauptquelle: Tom’s Hardware zum Preisanstieg der GeForce RTX 3060
Deutschland-Vergleich: ComputerBase: RTX 3060 nähert sich der 400-Euro-Marke

Wochenfazit

Windows 11 26H2 ist nahezu fertig, muss aber noch nicht auf privaten Rechnern installiert werden. Der Release-Preview-Status richtet sich an Tester und Unternehmen, die ihre Anwendungen vor der allgemeinen Freigabe prüfen möchten. Für reguläre Nutzer ist vor allem wichtig, dass 26H2 als kleines Aktivierungspaket auf dem gemeinsamen Unterbau von 24H2 und 25H2 erscheint und daher keinen klassischen Betriebssystemwechsel darstellt.

KB5120998 bringt die bewegliche Taskleiste, ein anpassbares Startmenü und eine besser kontrollierbare Suche bereits auf reguläre Installationen. Weil das Paket optional ist, keine neuen Sicherheitskorrekturen enthält und erste noch unbestätigte Fehlerberichte vorliegen, können Nutzer ohne Zeitdruck auf die reguläre Verteilung warten. Bei den zuletzt beobachteten Spieleabstürzen herrscht dagegen Klarheit: Nicht das August-Update selbst, sondern ein von RGB-Komponenten verwendeter Treiber war die Ursache, und Microsoft verteilt inzwischen eine automatische Sperre.

PowerToys 0.101 liefert mit Window Hopper eine kleine, aber unmittelbar nützliche Erweiterung, während die 7.000 geprüften Windows-on-Arm-Anwendungen zeigen, dass Microsofts alternative Prozessorplattform erwachsener wird. Auf der Hardwareseite bleibt das Gesamtbild schwieriger: Der Desktop-Markt schrumpft unter dem Druck hoher Komponentenpreise, und selbst die wiederaufgelegte RTX 3060 ist inzwischen eher ein Beispiel für die aktuelle Preiskrise als ein attraktives Angebot.

Alle Ausgaben der Reihe findet ihr gesammelt in der GadgetChecks-Kategorie PC Kompass.

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