KOMPAKT
Apple TV und Apple One werden in den USA teurer – Golden Gate für neue Macs und Spatial Audio im Volvo
Während der heutige Apple Daily einordnet, wie Tim Cooks Arbeitsweise beim Jubiläums-iPhone und beim OLED-iPad mini fortwirkt, rücken abseits der großen Tagesanalyse vor allem Apples Dienste und Partnerschaften in den Vordergrund.
In den USA steigen die Preise für Apple TV und einen Apple-One-Tarif. Gleichzeitig überschneiden sich der Verkaufsstart neuer Macs und die angekündigte Veröffentlichung von macOS Golden Gate. Volvo verteilt Apple Music an Millionen Fahrzeuge, während Tim Cook Unterstützung nach schweren Überschwemmungen in Nepal und Tibet zugesagt hat.
Apple TV wird in den USA teurer
Die Apple TV Preiserhöhung betrifft zunächst den amerikanischen Markt. Dort kostet das monatliche Abonnement jetzt 14,99 statt 12,99 US-Dollar. Auch der Jahrespreis wurde angepasst: Für zwölf Monate verlangt Apple nun 119 statt 99 US-Dollar.
Die Veränderung wirkt sich außerdem auf Apple One aus. Der Einzeltarif steigt in den USA von 19,95 auf 21,95 US-Dollar pro Monat. Das Familienabonnement bleibt bei 27,95 US-Dollar, während der Premier-Tarif weiterhin 39,95 US-Dollar kostet. Apple gibt damit nur die höheren Kosten des enthaltenen Streamingdienstes an Einzelkunden weiter. Bei den größeren Paketen verändert sich der Preis vorerst nicht.
Für deutsche Abonnenten besteht aktuell kein unmittelbarer Handlungsbedarf. Am 28. August führt Apple hierzulande weiterhin 9,99 Euro für Apple TV auf. Apple One kostet unverändert 19,95 Euro im Einzelabo, 25,95 Euro für Familien und 34,95 Euro im Premium-Tarif. Unser Apple-One-Ratgeber bleibt damit für Deutschland aktuell.
Trotzdem ist die amerikanische Anpassung ein wichtiges Signal. Apple hat den Streamingpreis innerhalb weniger Jahre mehrfach angehoben, während sich der Dienst mit Sportübertragungen, Filmen und Serien breiter aufstellt. Eine spätere Änderung in weiteren Ländern lässt sich daraus nicht sicher ableiten. Wer ein Abo abschließt, sollte deshalb den tatsächlich angezeigten Preis für die eigene Region prüfen und amerikanische Meldungen nicht ungefiltert auf Deutschland übertragen.
Quellen: Apple TV USA · Apple One USA · Apple TV Deutschland · Apple One Deutschland · Archivierte Apple-Preisübersicht
Neue Macs und Golden Gate teilen sich dasselbe Zeitfenster
Der neue Mac mini mit M6 beziehungsweise M5 Pro soll ab dem 22. September ausgeliefert werden. Für den ebenfalls aktualisierten Mac Studio nennt Apple denselben Termin. Gleichzeitig bewirbt das Unternehmen beide Modellreihen gemeinsam mit macOS 27 Golden Gate, dessen allgemeine Veröffentlichung weiterhin lediglich für den Herbst angekündigt ist.
Aus dieser zeitlichen Nähe entsteht die Erwartung, dass die ersten Geräte bereits mit Golden Gate ausgeliefert werden. Bestätigt hat Apple das bislang jedoch nicht. Weder die Produktseiten noch die Ankündigung des Mac mini nennen die konkrete Systemversion, die auf den Geräten ab Werk installiert sein wird. Ebenso fehlt weiterhin ein genauer Veröffentlichungstermin für macOS 27.
Damit bleiben zwei realistische Möglichkeiten: Apple könnte Golden Gate kurz vor dem Verkaufsstart freigeben und auf den ersten Geräten vorinstallieren. Ebenso könnten frühe Exemplare zunächst mit der vorherigen Systemversion starten und das neue Betriebssystem unmittelbar bei der Einrichtung als Aktualisierung anbieten. Für Käufer macht das im Alltag kaum einen Unterschied, solange eine schnelle Internetverbindung vorhanden ist.
Wichtiger ist die Frage für professionelle Anwender. Audio-Plug-ins, Treiber, Sicherheitssoftware und Unternehmenswerkzeuge sind zum Start einer neuen macOS-Version nicht zwangsläufig vollständig angepasst. Wer den neuen Mac direkt produktiv einsetzen möchte, sollte deshalb vor dem Umstieg die Freigaben seiner wichtigsten Programme prüfen – unabhängig davon, welches System beim ersten Einschalten erscheint.
Quellen: Apple Newsroom zum neuen Mac mini · Apple macOS · Apple Mac Studio
Apple Music kommt breit zu Volvo, Spatial Audio bleibt exklusiver
Volvo beginnt mit der Verteilung einer eigenständigen Apple-Music-App für Fahrzeuge mit integrierten Google-Diensten. Das drahtlose Softwareupdate soll mehr als zwei Millionen Autos erreichen. Unterstützt werden zahlreiche Baureihen ab Modelljahr 2020, darunter EX90, ES90, XC90, S90, V90, XC60, S60, V60, XC40, EX40 und EC40. Der genaue Zeitpunkt kann je nach Modell und Markt variieren.
Im neuen EX60 gehört die Anwendung bereits bei der Auslieferung zum Infotainmentsystem. Fahrer können sich direkt im Auto mit ihrem Apple-Konto anmelden und Musik über den Touchscreen oder die Sprachbedienung auswählen. Eine Wiedergabe über das iPhone und CarPlay ist dafür nicht erforderlich.
Die große Reichweite des Updates darf allerdings nicht mit der Verfügbarkeit von 3D-Klang verwechselt werden. Spatial Audio mit Dolby Atmos ist laut Volvo zunächst für EX60, EX90 und ES90 vorgesehen – und dort nur in Verbindung mit dem optionalen Audiosystem von Bowers & Wilkins. Die übrigen kompatiblen Fahrzeuge erhalten zwar die native Apple-Music-App, aber nicht automatisch die räumliche Audiowiedergabe.
Für berechtigte neue und zurückkehrende Apple-Music-Nutzer stellt Volvo zudem eine bis zu dreimonatige kostenlose Testphase in Aussicht. Das Angebot kann bis zum 6. Juli 2027 über die Volvo-Cars-App aktiviert werden. Bestehende Abonnenten profitieren vor allem von der engeren Integration: Apple Music wird damit vom verbundenen Smartphone unabhängiger und zu einem festen Bestandteil des Fahrzeugsystems.
Quellen: Volvo Cars Deutschland · Apple Support zu Dolby Atmos
Apple unterstützt die Fluthilfe in Nepal und Tibet
Nach schweren Sturzfluten und Erdrutschen in Nepal und Tibet hat Tim Cook eine Spende von Apple angekündigt. Der Konzern wolle damit Hilfsmaßnahmen und den Wiederaufbau in den betroffenen Regionen unterstützen. Cook sprach zugleich den Menschen sein Mitgefühl aus, die Angehörige verloren haben oder unmittelbar von der Katastrophe betroffen sind.
Zur Höhe der Spende machte Apple keine Angaben. Auch eine konkrete Hilfsorganisation oder die genaue Verteilung der Mittel wurde bislang nicht genannt. Die Ankündigung sollte deshalb nicht mit einem bereits veröffentlichten Hilfspaket gleichgesetzt werden. Bestätigt ist zum jetzigen Zeitpunkt lediglich, dass Apple finanzielle Unterstützung leisten will.
Das Vorgehen entspricht früheren Reaktionen des Unternehmens auf Naturkatastrophen. Apple kommuniziert solche Zusagen häufig zunächst über Tim Cooks persönlichen Account und veröffentlicht konkrete Summen nur selten. Teilweise ergänzt das Unternehmen seine eigenen Spenden später durch Möglichkeiten für Kunden, Hilfsorganisationen über seine Dienste zu unterstützen. Ob eine solche Aktion auch diesmal folgt, ist offen.
Entscheidend wird sein, welche Organisationen tatsächlich eingebunden werden und wie schnell die Hilfe die betroffenen Gebiete erreicht. Gerade nach Erdrutschen und Überschwemmungen werden neben kurzfristiger Versorgung auch Mittel für Unterkünfte, Infrastruktur und einen langfristigen Wiederaufbau benötigt.
Quelle: Tim Cook
Apple Kompakt
Die Meldungen zeigen, wie weit Apples Einfluss inzwischen über einzelne Geräte hinausreicht. Abonnementpreise entscheiden über laufende Kosten, Veröffentlichungstermine über die Einsatzbereitschaft neuer Macs und Partnerschaften darüber, welche Funktionen im Auto verfügbar sind. Selbst eine vermeintlich einfache Apple-Music-Aktualisierung verlangt einen genauen Blick auf Modell, Ausstattung und Region.
Für Nutzer lohnt es sich deshalb, zwischen einer bestätigten Änderung und einer naheliegenden Erwartung zu unterscheiden. Die amerikanischen Abopreise gelten nicht automatisch für Deutschland, ein gemeinsames Zeitfenster garantiert keine bestimmte macOS-Version ab Werk und die Apple-Music-App bringt nicht jedem Volvo Spatial Audio.
Weitere Entwicklungen abseits der großen Tagesanalyse findest du in unserer Serie Apple Kompakt.
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