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Neue Technik: Samsung Galaxy Watch9, Sonos Era 100 SL und Ring Battery Video Doorbell 2K
Die Samsung Galaxy Watch9, der Sonos Era 100 SL und die Ring Battery Video Doorbell 2K übernehmen drei sehr unterschiedliche Aufgaben im Technikalltag, denn während Samsung seine Smartwatch stärker auf kontinuierliche Wellness- und Fitnessdaten ausrichtet, konzentriert sich Sonos auf einen vernetzten Lautsprecher ohne integrierte Mikrofone und Ring auf eine akkubetriebene Videotürklingel, die Besucher und abgestellte Pakete gemeinsam erfassen soll. Alle drei Geräte stammen aus dem Jahr 2026 und sind bereits regulär erhältlich, unterscheiden sich aber deutlich darin, wie stark ihr praktischer Nutzen von einem Smartphone, einer Hersteller-App oder einem kostenpflichtigen Onlinedienst abhängt.
Samsung Galaxy Watch9: Mehr Gesundheitsdaten am Handgelenk
Die Samsung Galaxy Watch9 wurde in den Größen 40 und 44 Millimeter vorgestellt, wobei die hier verlinkte 44-Millimeter-Ausführung ein 1,5 Zoll großes Super-AMOLED-Display mit 480 × 480 Pixeln, 32 GB internen Speicher, Bluetooth 6.0, WLAN, NFC und eine satellitengestützte Standortbestimmung vereint. Im Inneren arbeitet die Snapdragon-Wear-Elite-Plattform mit Wear OS 7, die Apps schneller starten, flüssigere Animationen ermöglichen und den Zugriff auf den Google Play Store eröffnen soll, während das bis 5 ATM geschützte Gehäuse auch sportliche Aktivitäten im Wasser berücksichtigt. Die 44-Millimeter-Version wiegt ohne Armband 34 Gramm und fällt mit einer Gehäusetiefe von 8,6 Millimetern vergleichsweise schlank aus.
Inhaltlich rückt Samsung Health stärker in den Vordergrund und bündelt Aktivität, Achtsamkeit, Ernährung, Schlaf und Vitalwerte in einer gemeinsamen Wellnessansicht. Herzfrequenz, Herzfrequenzvariabilität, Hauttemperatur, Sauerstoffsättigung und Atemfrequenz werden dabei nicht nur einzeln dargestellt, sondern teilweise zu leichter verständlichen Trends und Tageswerten zusammengeführt. Solche Auswertungen können Veränderungen sichtbar machen, bleiben aber algorithmische Einordnungen und ersetzen keine medizinische Untersuchung, wie auch unsere ausführliche Erklärung zur Smartwatch-Stressmessung zeigt.
Der 445-mAh-Akku der 44-Millimeter-Version soll bei deaktiviertem Always-on-Display bis zu 40 Stunden erreichen, mit dauerhaft eingeschalteter Anzeige nennt Samsung bis zu 30 Stunden. Damit bleibt regelmäßiges Laden trotz der höheren Kapazität ein fester Bestandteil der Nutzung, zumal Schlafaufzeichnung, GPS-Training, Mobilfunk und dauerhaft aktive Sensoren die tatsächliche Laufzeit verkürzen können. Außerdem setzt die Watch9 ein kompatibles Android-Smartphone voraus, während einzelne Gesundheitsfunktionen je nach verbundenem Gerät, Region und regulatorischer Freigabe eingeschränkt sein können.
Sonos Era 100 SL: Vernetzter Lautsprecher ohne Mikrofone
Der Sonos Era 100 SL übernimmt die akustische Konstruktion des bekannten Era 100 mit zwei angewinkelten Hochtönern, einem Mitteltieftöner und drei digitalen Class-D-Verstärkern, verzichtet jedoch vollständig auf eingebaute Mikrofone. Dadurch gibt es weder eine direkte Sprachsteuerung noch Sonos Voice Control, gleichzeitig kann der Lautsprecher aber auch nicht dauerhaft auf ein Aktivierungswort warten. Gerade für Arbeitszimmer, Schlafzimmer oder andere Bereiche, in denen ein Mikrofon unerwünscht ist, kann diese bewusste Reduzierung interessanter sein als eine möglichst lange Funktionsliste.
Musik gelangt über WLAN 6, Bluetooth 5.3, Apple AirPlay 2 oder die Sonos-App auf den Lautsprecher, zusätzlich lässt sich über einen separat erhältlichen USB-C-Adapter eine kabelgebundene Audioquelle anschließen. Zwei kompatible Lautsprecher können als Stereopaar eingesetzt werden, außerdem ist eine Einbindung als rückwärtiges Lautsprecherpaar in ein unterstütztes Sonos-Heimkinosystem möglich. Der Era 100 SL benötigt dauerhaft eine Steckdose und ist daher trotz Bluetooth keine mobile Alternative zu einem akkubetriebenen Lautsprecher.
Eine wichtige Einschränkung betrifft die Trueplay-Raumkorrektur: Weil dem SL-Modell eigene Mikrofone fehlen, erfolgt die erweiterte Einmessung über das Mikrofon eines iPhones oder iPads, während Android-Nutzer diese Variante der Raumoptimierung nicht verwenden können. Die grundsätzliche Wiedergabe über Android, Bluetooth und die Sonos-App funktioniert dennoch. Wer Sprachsteuerung, eine geräteinterne Einmessung oder möglichst unabhängige Bedienung erwartet, sollte deshalb genau prüfen, ob nicht der reguläre Era 100 besser zum gewünschten Einsatz passt.
Ring Battery Video Doorbell 2K: Besucher und Pakete gemeinsam im Bild
Die Ring Battery Video Doorbell 2K kombiniert eine akkubetriebene Türklingel mit quadratischer Videoaufnahme, Gegensprechfunktion, Bewegungserkennung und Benachrichtigungen auf dem Smartphone. Ihre Auflösung von 1.920 × 1.920 Pixeln und das jeweils 140 Grad breite horizontale und vertikale Sichtfeld sollen nicht nur das Gesicht eines Besuchers, sondern auch den Bereich unmittelbar vor der Tür erfassen, sodass abgestellte Pakete eher im Bild bleiben. Ergänzt wird die Kopf-bis-Fuß-Aufnahme durch einen optimierten sechsfachen Digitalzoom sowie eine Nachtsichtfunktion für schlecht beleuchtete Eingangsbereiche.
Der integrierte Akku erleichtert die Montage an Orten ohne vorhandene Stromversorgung, lässt sich allerdings nicht separat aus dem Gehäuse entnehmen. Zum vollständigen Aufladen muss die Türklingel deshalb von ihrer Halterung gelöst werden, während eine bestehende Klingelverdrahtung oder kompatibles Solarzubehör zur Erhaltungsladung genutzt werden kann. Die Netzwerkverbindung beschränkt sich auf WLAN 4 im 2,4-GHz-Band, und Ring empfiehlt für die Übertragung der 2K-Aufnahmen eine Uploadgeschwindigkeit von mindestens 10 Mbit/s.
Live-Video, Klingelbenachrichtigungen und die Gegensprechfunktion können grundsätzlich ohne Abonnement genutzt werden, für gespeicherte Aufnahmen, deren späteren Abruf und mehrere weiterführende Erkennungsfunktionen wird jedoch ein Ring-Abonnement benötigt. Ohne diesen Dienst zeigt die Türklingel zwar, was gerade geschieht, erstellt aber kein frei verfügbares lokales Videoarchiv. Vor der Montage sollte außerdem bedacht werden, dass eine Kamera am Hauseingang möglicherweise öffentliche Wege, Nachbargrundstücke oder gemeinschaftlich genutzte Flächen erfasst und deshalb nicht beliebig ausgerichtet werden darf.
Drei Geräte mit klaren Aufgaben und ebenso klaren Grenzen
Die Galaxy Watch9 eignet sich vor allem für Android-Nutzer, die Fitness-, Schlaf- und Wellnessdaten eng mit dem Smartphone verbinden möchten, der Sonos Era 100 SL richtet sich an ein vernetztes Zuhause, in dem guter Klang wichtiger als Sprachsteuerung ist, und die Ring Battery Video Doorbell 2K erweitert den Eingangsbereich um Video, Bewegungserkennung und Gegensprechen, bindet die vollständige Nutzung aber stark an App, Cloud und Abonnement. Weitere kompakte Vorstellungen bereits erhältlicher Technikgeräte finden sich im Gadget-Radar.
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