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GOG-Synchronisierung in GeForce NOW ist jetzt aktiv
Die GOG-Synchronisierung in GeForce NOW ist jetzt aktiv. Wer beide Dienste verwendet, kann sein GOG-Konto einmalig mit Nvidias Cloud-Gaming-Angebot verbinden. Unterstützte Spiele werden anschließend automatisch in die Bibliothek übernommen und lassen sich starten, ohne sich bei jeder Sitzung erneut bei GOG anzumelden. Besonders auf Fernsehern und anderen Geräten, auf denen lange Passwörter mit einer Bildschirmtastatur eingegeben werden müssten, beseitigt die Neuerung einen lästigen Zwischenschritt.
Nvidia hatte die Kontoverknüpfung bereits im März angekündigt und im Juni für den Sommer in Aussicht gestellt. Mit dem aktuellen GeForce-NOW-Update wechselt die Funktion nun vom Versprechen in den regulären Betrieb. In der Anwendung gibt es außerdem einen eigenen GOG-Bereich. Dort nennt Nvidia unter anderem Cyberpunk 2077 und The Witcher 3: Wild Hunt; weitere Titel lassen sich über die Suche oder den Spielefilter finden.
Die GOG-Synchronisierung in GeForce NOW hat eine klare Grenze
Die Formulierung „Bibliothek synchronisieren“ klingt zunächst so, als würden nach der Verknüpfung sämtliche bei GOG gekauften Spiele in GeForce NOW erscheinen. Das ist jedoch nicht der Fall. Übernommen werden ausschließlich Titel, die Nvidia für seinen Cloud-Dienst unterstützt und die dort auch in einer GOG-Version verfügbar sind. Ein bei GOG gekauftes Spiel gehört also nicht automatisch zum GeForce-NOW-Katalog.
Aktuell führt Nvidia beispielsweise Baldur’s Gate 3, Clair Obscur: Expedition 33, Kingdom Come: Deliverance II, No Man’s Sky und The Witcher 3 als unterstützte GOG-Fassungen auf. Das Angebot kann sich weiter verändern, wenn Publisher zusätzliche Spiele für das Streaming freigeben oder Titel aus dem Katalog verschwinden. Wer vor einem Kauf mit der Nutzung über GeForce NOW plant, sollte deshalb weiterhin den konkreten Spieleintrag prüfen.
Auch die Spielstände werden nicht allein durch die neue Kontoverknüpfung universell übertragbar. Sie können zwischen Geräten folgen, wenn das jeweilige Spiel eine passende Cloud-Speicherung unterstützt. Nvidia hatte diesen Unterschied bereits in der Ankündigung vom Juni ausdrücklich hervorgehoben.
Kein neuer Spieleladen, sondern ein kürzerer Weg zur vorhandenen Bibliothek
Die bei GOG erworbenen Lizenzen bleiben im GOG-Konto. GeForce NOW stellt die entfernte Rechenleistung bereit, auf der eine unterstützte Version des Spiels ausgeführt wird. Für kostenpflichtige Leistungsstufen des Cloud-Dienstes ist weiterhin eine eigene Mitgliedschaft erforderlich. Die Kontoverknüpfung ersetzt weder den Spielekauf noch das GeForce-NOW-Abonnement; sie vereinfacht lediglich die Erkennung und den Start vorhandener Titel.
Genau darin unterscheidet sich Nvidias Modell von einer vollständig eigenen Spieleplattform. Während Nutzer bei Google Stadia viele Titel noch einmal in einem separaten Laden kaufen mussten, baut GeForce NOW auf Bibliotheken bestehender PC-Shops auf. Warum der fehlende Anschluss an vorhandene Spielesammlungen für Stadia zu einem großen Problem wurde, zeigt unser Beitrag darüber, warum Google Stadia trotz funktionierender Technik scheiterte.
Die GOG-Anbindung stärkt dieses Modell, löst aber nicht jede Abhängigkeit. Der lokale Download eines bei GOG verfügbaren Spiels und seine Nutzung über GeForce NOW bleiben zwei verschiedene Wege. Sollte ein Titel nicht mehr unterstützt werden, kann die bei GOG erworbene Fassung grundsätzlich weiterhin lokal installiert werden, sofern Rechner, Betriebssystem und Spiel dies zulassen. Der Zugang zur Cloud-Version ist dagegen an Nvidias Katalog und den laufenden Dienst gebunden.
Firefox-Unterstützung ist bereits etwas älter
Im aktuellen Nvidia-Beitrag taucht auch Firefox als neue Zugangsmöglichkeit auf. Diese Unterstützung wurde allerdings nicht erst heute freigeschaltet. Mozilla hatte sie bereits am 18. August offiziell angekündigt. GeForce NOW läuft damit unter Windows direkt im Firefox-Browser, ohne dass die separate Nvidia-Anwendung installiert werden muss.
Mit einer Ultimate-Mitgliedschaft sind im Browser laut Nvidia bis zu 1.440p und 120 Bilder pro Sekunde möglich. Die aktuellen Systemanforderungen nennen dafür mindestens 35 Megabit pro Sekunde sowie eine Latenz von weniger als 80 Millisekunden zum Nvidia-Rechenzentrum. Die tatsächlich erreichbare Qualität hängt dennoch von Anschluss, Heimnetzwerk, Entfernung zum Server und Auslastung ab.
DLSS-4.5-Regler folgen erst im Herbst
Weitere Gamescom-Ankündigungen sind noch nicht Bestandteil des heutigen Funktionsumfangs. Für den Herbst plant Nvidia zusätzliche DLSS-4.5-Einstellungen für Ultimate-Mitglieder. Damit sollen Nutzer unterstützte Spiele stärker auf Bildqualität, Reaktionsgeschwindigkeit oder einen Kompromiss aus beiden Eigenschaften abstimmen können. Auch die angekündigte Unterstützung weiterer Steam- und Fire-TV-Geräte folgt erst zu einem späteren Zeitpunkt.
Die entscheidende sofortige Änderung ist deshalb weder eine neue Grafiktechnik noch eine weitere Geräteklasse. Es ist die unscheinbare Kontoverknüpfung, durch die unterstützte GOG-Spiele schneller auffindbar und leichter startbar werden. Wer eine größere GOG-Bibliothek besitzt, sollte nach der Verbindung allerdings genau hinsehen: Synchronisiert wird nicht der gesamte Einkauf, sondern nur der Teil, den GeForce NOW tatsächlich streamen kann.
Hauptquellen
- Nvidia: GeForce-NOW-Neuheiten zur Gamescom vom 27. August 2026
- Nvidia: Ankündigung der GOG-Verknüpfung vom 18. Juni 2026
- Mozilla: GeForce NOW in Firefox für Windows
- Nvidia: Aktuelle Systemanforderungen für GeForce NOW
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