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Technik vorgestellt: Google Pixel Tag, Garmin CIRQA Smart Band und Bose QuietComfort (2. Gen.)




Redaktion









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9 Min. Lesezeit

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Nicht jede technische Neuheit muss eine neue Geräteklasse begründen oder mit einer langen Liste bislang unbekannter Funktionen aufwarten. Oft verändern Hersteller bestehende Konzepte an genau den Stellen, an denen sich in den vergangenen Jahren neue Nutzungsszenarien entwickelt haben: Geräte werden stärker in vorhandene Plattformen eingebunden, Wearables konzentrieren sich wieder stärker auf die eigentliche Datenerfassung oder Funktionen höher positionierter Modelle wandern in andere Produktreihen. Drei aktuelle Neuheiten von Google, Garmin und Bose zeigen diese Entwicklung aus unterschiedlichen Perspektiven und decken dabei mit Gegenstandstracking, Fitness- und Gesundheitsdaten sowie kabelloser Audiotechnik drei sehr verschiedene Bereiche ab.

In dieser Ausgabe von Technik vorgestellt werfen wir einen Blick auf den Google Pixel Tag, mit dem Google erstmals einen eigenen Tracker für sein Find-Hub- anbietet, auf das Garmin CIRQA Smart Band, das bewusst ohne Display auskommt und Gesundheits- sowie Fitnessdaten im Hintergrund erfassen soll, und auf die Bose QuietComfort der zweiten Generation, bei denen der Hersteller seine bekannte Noise-Cancelling-Serie unter anderem um räumliches Audio, eine überarbeitete Geräuschunterdrückung und zusätzliche Möglichkeiten über erweitert.

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Google Pixel Tag: Googles eigener Tracker für Find Hub

Mit dem Pixel Tag erweitert Google seine Pixel-Familie erstmals um einen eigenen Gegenstandstracker und steigt damit in einen Produktbereich ein, der im Android-Umfeld bislang überwiegend von Zubehörherstellern bedient wurde. Das grundsätzliche Prinzip ist bekannt: Der kleine Tracker kann an einem Schlüsselbund befestigt oder in einer Tasche, einem Rucksack beziehungsweise einem Gepäckstück verstaut werden und lässt sich anschließend über Googles Find Hub orten. Interessant ist beim Pixel Tag deshalb weniger die Idee eines solchen Trackers selbst als vielmehr die direkte Verbindung mit Googles eigener Hard- und Softwareplattform, denn das Unternehmen kann den Tag nicht nur in das Android-Ortungsnetzwerk einbinden, sondern gleichzeitig mit weiteren Geräten aus dem Pixel-Ökosystem verknüpfen.

Für die Suche in unmittelbarer Umgebung unterstützt der Pixel Tag neben Bluetooth auch Ultra-Wideband und Bluetooth Channel Sounding. Mit kompatiblen Android-Geräten kann dadurch eine präzisere Suche erfolgen, bei der nicht lediglich angezeigt wird, dass sich der Tracker irgendwo in der Nähe befindet, sondern auch Hinweise auf Entfernung und Richtung dargestellt werden können. Befindet sich der Pixel Tag außerhalb der direkten Reichweite des eigenen Smartphones, kommt dagegen das Find-Hub-Netzwerk zum Einsatz, in dem andere Android-Geräte dabei helfen können, den Standort eines verlorenen Gegenstands verschlüsselt zu erfassen.

Der Tracker selbst verfügt über ein robust ausgelegtes Gehäuse und einen integrierten Lautsprecher, über den er sich in der näheren Umgebung akustisch auffindbar machen lässt. Über eine Taste am Pixel Tag kann umgekehrt auch ein verlegtes Smartphone zum Klingeln gebracht werden, wodurch die Verbindung zwischen Smartphone und Tracker in beide Richtungen genutzt werden kann. Die Stromversorgung erfolgt über eine austauschbare Batterie, für die Google eine Laufzeit von bis zu einem Jahr angibt.

Die Einrichtung erfolgt über Fast Pair und setzt grundsätzlich ein kompatibles Android-Gerät voraus, wobei einzelne Funktionen wie die präzisere Ortung von der vorhandenen Smartphone-Hardware abhängen. Innerhalb von Find Hub kann der Pixel Tag einem bestimmten Gegenstand zugeordnet und mit mehreren Personen geteilt werden, was sich beispielsweise bei gemeinsam genutzten Schlüsseln oder Gepäckstücken anbietet. Ergänzend sind Funktionen vorgesehen, die vor unbekannten Trackern warnen sollen, wenn diese sich über einen längeren Zeitraum gemeinsam mit einer Person bewegen.

Google bindet den Pixel Tag zudem in weitere Teile des eigenen Ökosystems ein. Die Suche soll unter anderem über kompatible Pixel-Geräte beziehungsweise eine Pixel Watch möglich sein. Damit wird deutlich, dass Google den Tracker nicht nur als einzelnes Zubehörprodukt versteht, sondern als Erweiterung des Find-Hub-Netzwerks und der eigenen Pixel-Plattform.

Der Verkaufsstart ist für den 11. November 2026 vorgesehen. Für den US-Markt nennt Google einen Preis von 29 US-Dollar für einen einzelnen Pixel Tag, während ein Paket mit vier Trackern 99 US-Dollar kosten soll. Ein endgültiger Preis für Deutschland wurde bislang nicht bekannt gegeben.

Weitere Funktionen und Daten

  • Ortung über Google Find Hub
  • Bluetooth-Unterstützung
  • Ultra-Wideband
  • Bluetooth Channel Sounding
  • Präzisionssuche mit kompatiblen Geräten
  • Integrierter Lautsprecher
  • Taste zum Auffinden eines verbundenen Smartphones
  • Teilen eines Trackers mit mehreren Personen
  • Warnungen vor unbekannten Trackern
  • Austauschbare Batterie
  • Bis zu einem Jahr Batterielaufzeit
  • Einrichtung über Fast Pair
  • Integration in das Pixel-Ökosystem

Herstellerseite: Google Pixel Tag

Garmin CIRQA Smart Band: Gesundheits- und Fitnessdaten ohne Display

Mit dem CIRQA Smart Band ergänzt Garmin sein Wearable-Portfolio um ein Gerät, das sich bewusst von einer klassischen Smartwatch oder Sportuhr unterscheidet. Statt ein weiteres Display am Handgelenk zu platzieren, verzichtet Garmin beim CIRQA vollständig auf einen Bildschirm und konzentriert das Produkt auf die Erfassung von Gesundheits-, Schlaf-, Aktivitäts- und Trainingsdaten. Die gesammelten Informationen werden anschließend in Garmin Connect auf dem Smartphone dargestellt, sodass das Band während des Tages weitgehend im Hintergrund bleiben kann.

Garmin greift beim Funktionsumfang auf zahlreiche Messwerte und Auswertungen zurück, die bereits von anderen Wearables des Herstellers bekannt sind. Dazu gehören unter anderem die kontinuierliche Erfassung der Herzfrequenz, Schritte und Stresslevel sowie Garmins Body-Battery-Funktion, mit der Belastung und Erholung über den Tagesverlauf zusammengeführt werden. Hinzu kommen Schlafinformationen mit Sleep Score, Schlafcoach und der Auswertung der Herzfrequenzvariabilität. Auch verschiedene Gesundheits- und Fitnesswerte werden innerhalb von Garmin Connect zusammengeführt und dort über einen längeren Zeitraum dargestellt.

Beim Sport soll das CIRQA über die reine Alltagserfassung hinausgehen. Garmin unterstützt zahlreiche Aktivitätsprofile, wobei bestimmte Aktivitäten auch automatisch erkannt werden können. Eine physische Taste am Gerät ermöglicht außerdem den direkten Start einer zuvor festgelegten Aktivität, ohne dafür zunächst das Smartphone bedienen zu müssen. Trainingsinformationen wie Trainingsbereitschaft, Trainingsstatus und Erholungsdaten sind ebenfalls Bestandteil des Systems.

Ein eigenes GPS-Modul ist beim CIRQA nicht integriert. Für eine präzise Streckenaufzeichnung bei Outdoor-Aktivitäten verwendet das Smart Band stattdessen das GPS eines gekoppelten Smartphones. Das reduziert die benötigte Technik im Band selbst, bedeutet gleichzeitig aber auch, dass für entsprechende Streckenaufzeichnungen weiterhin ein Smartphone mitgeführt werden muss.

Eine Besonderheit liegt zudem in den verschiedenen Tragemöglichkeiten. Standardmäßig wird das CIRQA wie ein klassisches Fitnessband am Handgelenk getragen, mit entsprechendem Zubehör kann der Sensor jedoch auch am Oberarm befestigt werden. Das kann beispielsweise bei Sportarten interessant sein, bei denen ein Gerät am Handgelenk störend wirkt oder dort bereits eine andere Uhr getragen wird.

Für die Stromversorgung setzt Garmin auf einen integrierten Akku und nennt eine Laufzeit von bis zu zehn Tagen im normalen Betrieb. Damit ist das Gerät darauf ausgelegt, möglichst kontinuierlich getragen zu werden und neben Aktivitätsdaten insbesondere auch Informationen während der Nacht zu erfassen. Die eigentliche Auswertung übernimmt Garmin Connect, sodass das Display des Smartphones die zentrale Oberfläche für die gesammelten Informationen bildet.

Mit diesem Ansatz verfolgt Garmin beim CIRQA ein bewusst anderes Konzept als bei seinen klassischen Sport- und Smartwatches. Während diese viele Informationen unmittelbar am Handgelenk anzeigen und teilweise auch umfangreiche Bedienmöglichkeiten bieten, soll das CIRQA in erster Linie Daten sammeln und dabei möglichst wenig Aufmerksamkeit beanspruchen.

Das Garmin CIRQA Smart Band kostet in Deutschland 199,99 Euro und wird in unterschiedlichen Größen sowie mehreren Farbvarianten angeboten.

Weitere Funktionen und Daten

  • Displayloses Gesundheits- und Fitness-Wearable
  • Kontinuierliche Herzfrequenzmessung
  • Erfassung von Schritten und Stress
  • Garmin Body Battery
  • Sleep Score und Schlafcoach
  • Auswertung der Herzfrequenzvariabilität
  • Zahlreiche Sport- und Aktivitätsprofile
  • Automatische Aktivitätserkennung
  • Trainingsbereitschaft und Trainingsstatus
  • Erholungsinformationen
  • Connected GPS über ein gekoppeltes Smartphone
  • Bluetooth und ANT+
  • Tragen am Handgelenk oder mit Zubehör am Oberarm
  • Bis zu zehn Tage Akkulaufzeit
  • Integration in Garmin Connect
  • Verschiedene Größen und Farbvarianten

Herstellerseite: Garmin CIRQA Smart Band

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Bose QuietComfort (2. Gen.): Mehr Funktionen für die klassische QuietComfort-Reihe

Bose führt seine reguläre QuietComfort-Serie mit den QuietComfort Kopfhörern der zweiten Generation weiter und verändert dabei weniger das grundlegende Konzept als vielmehr die technische Ausstattung. Die Produktreihe bleibt ein klassischer geschlossener Over-Ear-Kopfhörer mit aktiver Geräuschunterdrückung und physischer Bedienung, bekommt nun aber mehrere Funktionen, die Bose zuvor stärker mit den höher positionierten QuietComfort-Ultra-Modellen verbunden hatte. Gleichzeitig wurde das Design überarbeitet, ohne die grundsätzliche Ausrichtung der Reihe zu verändern.

Eine der größeren Neuerungen ist die Integration von Bose TrueSpatial, womit nun auch die regulären QuietComfort räumliches Audio unterstützen. Dafür stehen verschiedene Wiedergabemodi zur Verfügung. Im Still-Modus soll die virtuelle Klangbühne räumlich an ihrer Position bleiben, während sie sich im Motion-Modus an den Bewegungen des Kopfes orientiert. Ergänzt wird das System durch einen Kinomodus, der vor allem für Filme, Serien und andere videobasierte Inhalte vorgesehen ist und Dialoge stärker innerhalb der virtuellen Klangbühne positionieren soll.

Überarbeitet wurde außerdem die aktive Geräuschunterdrückung, die Bose bei der neuen Generation unter der Bezeichnung QuietControl führt. Mehrere Mikrofone erfassen dafür die Umgebung und erzeugen ein entsprechendes Gegensignal. Das System soll auch Situationen berücksichtigen, in denen die Ohrpolster nicht vollständig abdichten, beispielsweise durch eine Brille, Haare oder eine Kopfbedeckung. Ergänzend steht weiterhin ein Aware-Modus zur Verfügung, bei dem Außengeräusche bewusst durchgelassen werden, während ActiveSense auf plötzlich auftretende laute Geräusche reagieren kann.

Eine praktische Erweiterung betrifft den USB-C-Anschluss. Dieser wird bei der zweiten Generation nicht mehr ausschließlich zum Laden verwendet, sondern kann ebenfalls digitale Audiosignale übertragen. Bose unterstützt dabei kabelgebundene Audiowiedergabe mit bis zu 24 Bit bei 48 kHz, außerdem kann die Verbindung für Sprachübertragung bei Telefonaten oder Videokonferenzen genutzt werden. Damit erhält USB-C bei den neuen QuietComfort eine deutlich größere Rolle als bei der bisherigen Generation.

Bei der drahtlosen Verbindung setzt Bose auf Bluetooth 5.4 und unterstützt Multipoint, sodass zwei Geräte gleichzeitig mit den Kopfhörern verbunden bleiben können. Dadurch lässt sich beispielsweise zwischen Notebook und Smartphone wechseln, ohne die Bluetooth-Verbindung jedes Mal vollständig neu herstellen zu müssen. Für kompatible Android-Geräte wird zusätzlich Google Fast Pair unterstützt.

Auch bei der Konstruktion hat Bose Änderungen vorgenommen. Die zweite Generation verwendet stärker oval geformte Ohrmuscheln sowie einen überarbeiteten Kopfbügel und veränderte Polster. Das Grundprinzip der faltbaren Over-Ear-Konstruktion bleibt allerdings bestehen. Neben klassischen Farben bietet Bose auch mehrere limitierte Farbvarianten an.

Für den Akku gibt Bose eine Wiedergabezeit von bis zu 24 Stunden an. Bei aktiviertem räumlichem Audio reduziert sich die Laufzeit entsprechend. Über eine Schnellladefunktion können die Kopfhörer außerdem innerhalb kurzer Zeit zusätzliche Wiedergabezeit erhalten.

Die Bose QuietComfort Kopfhörer der zweiten Generation sind seit dem 13. August 2026 erhältlich und kosten in Deutschland 349,95 Euro. Damit bleiben sie innerhalb des Bose-Portfolios unterhalb der QuietComfort-Ultra-Serie positioniert, übernehmen jedoch einige Funktionen, die bislang stärker mit den höher angesiedelten Modellen verbunden waren.

Weitere Funktionen und Daten

  • Aktive Geräuschunterdrückung mit QuietControl
  • Mehrere Mikrofone zur Erfassung von Umgebungsgeräuschen
  • Aware-Modus
  • ActiveSense
  • Bose TrueSpatial
  • Still-, Motion- und Kinomodus
  • USB-C-Audiowiedergabe
  • Bis zu 24 Bit bei 48 kHz über USB-C
  • Sprachübertragung über USB-C
  • Bluetooth 5.4
  • Bluetooth Multipoint
  • Google Fast Pair
  • Physische Bedienelemente
  • Anpassbare Hörmodi über die Bose App
  • Bis zu 24 Stunden Akkulaufzeit
  • Schnellladefunktion
  • Überarbeitetes Design mit ovaleren Ohrmuscheln
  • Mehrere Farbvarianten
  • Preis: 349,95 Euro

Herstellerseite: Bose QuietComfort Kopfhörer (2. Gen.)

Drei Neuheiten mit unterschiedlichen Schwerpunkten

Google, Garmin und Bose verfolgen mit ihren neuen Produkten sehr unterschiedliche Ansätze. Beim Pixel Tag steht vor allem die stärkere Verbindung zwischen eigener Hardware und Googles bestehendem Find-Hub-Netzwerk im Mittelpunkt, Garmin konzentriert sich beim CIRQA Smart Band auf kontinuierliche Datenerfassung und verzichtet dafür bewusst auf ein Display, während Bose seine etablierte QuietComfort-Serie technisch erweitert und mehrere Funktionen der höher positionierten Produktfamilien in die reguläre Reihe übernimmt.

Damit stehen die drei Produkte weniger für völlig neue technische Konzepte als für die Weiterentwicklung bereits bekannter Gerätekategorien. Genau darin liegt auch der gemeinsame Nenner dieser Ausgabe von Technik vorgestellt: bekannte Produktideen, die durch neue Funktionen, andere Bedienkonzepte oder eine engere Integration in bestehende Plattformen weiterentwickelt werden.

Bildquellen: Hersteller

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