Apple Daily: Neues MacBook Ultra geplant, Apple Watch bekommt KI-Updates und iPhone 17 dominiert weltweit
Apple könnte seine MacBook-Reihe in den kommenden Jahren deutlich stärker aufspalten als bisher. Mehrere Berichte deuten inzwischen darauf hin, dass das nächste große Notebook-Update möglicherweise nicht einfach ein weiteres MacBook Pro wird, sondern ein komplett neues Spitzenmodell oberhalb der bisherigen Pro-Serie – ein sogenanntes „MacBook Ultra“. Das Gerät würde sich in Apples bestehende Ultra-Strategie einfügen, die bereits bei Produkten wie der Apple Watch Ultra, den Ultra-Chips der M-Serie und CarPlay Ultra verwendet wird. Gleichzeitig würde Apple seine Preis- und Produktstruktur weiter ausbauen: vom günstigen MacBook Neo bis hin zu einem deutlich exklusiveren High-End-Laptop.
Technisch soll das neue Modell vor allem durch ein OLED-Display hervorstechen. Laut mehreren Berichten bereitet Apple bereits den Umstieg auf OLED-Technologie vor, wobei Samsung Display die Panels liefern soll. Zum Einsatz kommen soll offenbar ein Hybrid-OLED-System ähnlich dem des aktuellen iPad Pro. Die Technik kombiniert ein Glassubstrat mit Dünnschichtverkapselung und soll höhere Kontraste, bessere Helligkeit sowie einen geringeren Energieverbrauch ermöglichen als die bisherigen Mini-LED-Displays der MacBook-Pro-Reihe. Zusätzlich soll Apple erstmals einen Touchscreen beim Mac einführen. Damit würde der Konzern eine langjährige Designphilosophie aufweichen, nach der Macs bewusst keine direkte Touch-Bedienung erhalten sollten. Statt eines vollständig touchorientierten Systems wie beim iPad scheint Apple jedoch eine hybride Bedienung anzustreben. Touch-Eingaben sollen parallel zu Trackpad und Maus funktionieren, wobei sich die Benutzeroberfläche dynamisch an die jeweilige Eingabemethode anpasst.
Dafür wird offenbar auch macOS angepasst. Menüs und Bedienelemente sollen bei Touch-Eingaben automatisch größer dargestellt werden, um die Bedienung mit dem Finger zu erleichtern. Parallel dazu arbeitet Apple laut Mark Gurman an einem deutlich dünneren Gehäuse. Das kommende Modell könnte zu den schlanksten High-End-Notebooks der Branche gehören. Besonders bemerkenswert wäre das deshalb, weil Apple die MacBook-Pro-Reihe beim Redesign 2021 bewusst wieder dicker machte, um zusätzliche Anschlüsse zurückzubringen. Wie Apple diesen Spagat künftig lösen will, bleibt bislang offen.
Auch optisch soll sich das Gerät stärker vom bisherigen Design lösen. Anstelle der aktuellen Notch wird eine Dynamic Island erwartet – ähnlich wie bei neueren iPhones. Die Aussparung soll interaktiv sein und sich je nach App oder Funktion dynamisch erweitern. Im Inneren wird zudem eine komplett neue Chipgeneration erwartet. Die kommenden M6-Pro- und M6-Max-Prozessoren sollen auf TSMCs 2-Nanometer-Technologie basieren und ein neues Packaging-System verwenden. Ziel ist eine engere Integration von CPU, GPU, Arbeitsspeicher und Neural Engine, wodurch sowohl die Leistung als auch die Energieeffizienz weiter steigen sollen. Aktuell gilt ein Marktstart Ende 2026 oder Anfang 2027 als wahrscheinlich. Aufgrund der weltweiten Engpässe bei Speicherchips erscheint ein späterer Launch derzeit realistischer.
watchOS 27 Funktionen: Das ist neu auf der Apple Watch
Apple wird watchOS 27 Anfang Juni im Rahmen der WWDC 2026 präsentieren. Schon jetzt zeichnen sich erste Schwerpunkte des kommenden Updates ab, wobei der Fokus offenbar weniger auf großen neuen Funktionen als vielmehr auf Optimierungen im Hintergrund liegt. Laut Mark Gurman arbeitet Apple unter anderem an Verbesserungen bei der Herzfrequenzmessung. Konkrete technische Details dazu wurden bislang zwar nicht genannt, dennoch deutet die Erwähnung darauf hin, dass Apple die Gesundheitsfunktionen der Apple Watch weiter verfeinern möchte.
Auch bei den Zifferblättern soll es Erweiterungen geben. Erwartet wird unter anderem eine neue Variante des „Modular Ultra“-Designs, das bisher exklusiv der Apple Watch Ultra vorbehalten ist. Damit könnte Apple bestimmte Premium-Funktionen optisch stärker auf weitere Modelle ausweiten. Im Bereich künstliche Intelligenz dürfte watchOS 27 die Integration von Apple Intelligence weiter ausbauen. Bereits jetzt unterstützt die Apple Watch in Verbindung mit einem kompatiblen iPhone Funktionen wie Workout Buddy, KI-basierte Benachrichtigungszusammenfassungen und Live-Übersetzungen innerhalb der Nachrichten-App. Mit watchOS 27 werden zusätzliche KI-Funktionen erwartet, die erneut eng mit dem iPhone zusammenarbeiten sollen.
Darüber hinaus könnten die Satellitenfunktionen erweitert werden. Die Apple Watch Ultra unterstützt bereits eigenständige Satellitenkommunikation für Notrufe, Standortfunktionen und Nachrichten. Künftig sollen offenbar zusätzliche Funktionen wie Apple Maps via Satellit sowie das Versenden von Fotos über Satellitenverbindungen hinzukommen. Im Hintergrund gewinnt dieses Thema zunehmend an Bedeutung. Nach der angekündigten Übernahme von Globalstar durch Amazon wurde gleichzeitig bekannt, dass Apple weiterhin an gemeinsamen Satellitenprojekten arbeitet, um bestehende und zukünftige Kommunikationsfunktionen für iPhone und Apple Watch auszubauen. Insgesamt scheint Apple bei watchOS 27 jedoch bewusst einen zurückhaltenderen Ansatz zu verfolgen. Laut Gurman stehen vor allem Stabilität, Performance und kleinere Systemverbesserungen im Mittelpunkt. Statt einer großen Neuausrichtung soll das Update daher vor allem Fehler beheben und das bestehende Nutzungserlebnis weiter verfeinern.
Apple wird erstmals Marktführer im Smartphone-Markt
Apple hat laut aktuellen Zahlen von Counterpoint Research im ersten Quartal 2026 erstmals überhaupt den weltweiten Smartphone-Markt nach Auslieferungen angeführt. Damit erreichte das Unternehmen zum ersten Mal die Spitzenposition in einem ersten Kalenderquartal. Der Konzern kam auf einen weltweiten Marktanteil von 21 Prozent und konnte seine Auslieferungen trotz eines insgesamt schwächeren Marktes im Jahresvergleich um 9 Prozent steigern. Gleichzeitig schrumpfte der globale Smartphone-Markt laut den Daten um 3 Prozent.
Samsung lag mit ebenfalls 21 Prozent Marktanteil knapp hinter Apple, verzeichnete jedoch nahezu stagnierende Auslieferungen. Dahinter folgten Xiaomi, OPPO und vivo, die allesamt rückläufige Verkaufszahlen meldeten. Besonders deutlich fiel der Rückgang bei Xiaomi aus. Eine wichtige Rolle für Apples Entwicklung spielte offenbar die außergewöhnlich starke Nachfrage nach der iPhone-17-Reihe. Bereits zuvor hatte Counterpoint berichtet, dass das iPhone 17 im ersten Quartal das meistverkaufte Smartphone-Modell weltweit gewesen sei. Gleichzeitig belegte die iPhone-17-Familie laut den Daten des Unternehmens die ersten drei Plätze der globalen Modellrangliste.
Auch Tim Cook hob die Bedeutung der neuen Gerätegeneration während der jüngsten Quartalszahlenkonferenz hervor und bezeichnete die iPhone-17-Reihe als die bislang erfolgreichste Produktfamilie in der Geschichte Apples. Neben der hohen Nachfrage sieht Counterpoint vor allem Apples Lieferkettenstrategie als entscheidenden Faktor. Während viele Konkurrenten unter dem weltweiten Mangel an Speicherchips leiden, soll Apple seine Produktionsplanung und Zulieferbeziehungen deutlich stabiler organisiert haben.
Die Engpässe bei DRAM- und NAND-Speicher gelten derzeit als eines der größten Probleme der gesamten Smartphone-Branche. Ursache ist die massive Nachfrage nach KI-Hardware und Rechenzentren, wodurch Speicherhersteller ihre Kapazitäten verstärkt auf Server- und KI-Produkte konzentrieren. Apple bleibt davon zwar ebenfalls nicht verschont. Tim Cook hatte bereits erklärt, dass steigende Speicherkosten und Lieferengpässe das Unternehmen im Laufe des Jahres stärker belasten würden. Dennoch scheint Apple laut Counterpoint derzeit besser in der Lage zu sein als viele Wettbewerber, Premiumpreise aufrechtzuerhalten und gleichzeitig die eigenen Margen zu schützen. Die Analysten erwarten allerdings, dass sich die Speicherkrise im weiteren Verlauf des Jahres branchenweit weiter verschärfen und möglicherweise erst gegen Ende 2027 entspannen könnte.
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Bildquelle: Titelbild (uixtube/Freepik) - juicy_fish / News-Quellen: 9to5Mac - Macrumors - Bloomberg
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