Phantom Blade Zero startet auf PS5 und PC – S-GAME warnt vor GeForce 621.01
Mit Phantom Blade Zero ist am 29. Oktober ein neues Action-Rollenspiel für PlayStation 5 und PC erschienen. S-GAME verbindet darin chinesische Kampfkunst mit einer von Verschwörungen und übernatürlichen Begegnungen geprägten Welt. Zum PC-Start warnt das Studio vor Leistungsproblemen mit GeForce 621.01 und empfiehlt vorerst 617.42.
Die PC-Fassung wird über Steam und den Epic Games Store angeboten. Im deutschen Steam-Angebot kostet die Standardausgabe zum Prüfzeitpunkt 59,99 Euro, im deutschen PlayStation Store sind es 69,99 Euro. Beide Plattformen bieten deutsche Texte. Neben der passenden Hardware sind auf dem PC vor allem ausreichend freier SSD-Speicher und der aktuelle Hinweis des Entwicklers zum Grafiktreiber zu beachten.
Phantom Blade Zero verbindet Waffentechniken mit Erkundung
Im Mittelpunkt steht Soul, dem der Mord an seinem Meister angehängt wurde. Eine schwere Verletzung lässt ihm nur noch 66 Tage zu leben. Auf seiner Suche nach den Hintergründen durchquert er das Wulin, eine Welt, in der traditionelle Architektur, mechanische Prothesen und fantastische Wesen aufeinandertreffen. S-GAME bezeichnet diese Verbindung aus Wuxia-Erzählkunst, Kampfkunst und industriellen Motiven als Kungfupunk.
Wie der PlayStation Blog die Kämpfe und Erkundung beschreibt, greifen Angriff, Parade und Waffenwechsel ineinander. Blocken verbraucht die eigene Sha-Chi-Energie, während präzise Abwehr und Treffer die gegnerische Verteidigung schwächen. Ein Wechsel zwischen zwei ausgerüsteten Hauptwaffen hilft, die eigene Energie wiederherzustellen. Erbeutete Bosswaffen erweitern außerdem die Möglichkeiten außerhalb der Kämpfe: Bestimmte Werkzeuge öffnen zuvor versperrte Wege. Damit kann sich die Rückkehr in bereits besuchte Gebiete auch durch neu gewonnene Ausrüstung ergeben.
Deutsche Texte und zwei digitale Editionen
Steam führt eine deutsche Oberfläche und deutsche Untertitel auf, aber keine deutsche Sprachausgabe. Auch die PS5-Version bietet deutsche Bildschirmtexte; als gesprochene Sprachen nennt Sonys Sprachübersicht Chinesisch und Englisch. Wer Dialoge auf Deutsch verfolgen möchte, ist daher auf die Texte angewiesen. Die Storeeinträge weisen Phantom Blade Zero als Einzelspielertitel aus. Ein gemeinsamer Durchlauf mit einer Online-Gruppe gehört somit nicht zum dort beschriebenen Angebot.
Zusätzlich zur Standardausgabe gibt es eine Digital Deluxe Edition. Sie kostet bei Steam aktuell 69,99 Euro und auf PS5 79,99 Euro. Enthalten sind zwei zusätzliche Erscheinungsbilder, ein digitales Artbook und der digitale Soundtrack. Ein separat angebotenes Deluxe-Upgrade ergänzt eine vorhandene Standardausgabe; es ersetzt den Kauf des Hauptspiels nicht. Auf PS5 werden zudem haptisches Feedback und adaptive Trigger des DualSense unterstützt. Der Hinweis „Für PS5 Pro optimiert“ nennt für sich genommen noch keine konkrete Auflösung oder Bildrate.
PC-Leistungsziele setzen bereits Upscaling voraus
Die offiziellen Systemanforderungen von S-GAME nennen mindestens einen Intel Core i7-8700K oder AMD Ryzen 5 3600, 16 GB Arbeitsspeicher sowie eine GeForce GTX 1660 mit sechs oder Radeon RX 5500 XT mit acht Gigabyte Grafikspeicher. Dazu kommen Windows 10 oder 11 in einer 64-Bit-Fassung, DirectX 12 und eine SSD. Diese Konfiguration ist laut Entwickler auf 1.080p und 30 Bilder pro Sekunde mit eingeschaltetem Upscaling ausgelegt.
Für 1.440p bei 60 Bildern pro Sekunde nennt das Studio einen Core i5-10600K oder Ryzen 5 5600X sowie eine RTX 3060 Ti oder RX 6700 XT. Auch dieses Ziel setzt Upscaling voraus: Das Spiel berechnet eine niedrigere Ausgangsauflösung und rekonstruiert daraus das ausgegebene Bild. Die Angaben sind daher keine Zusage für eine native Darstellung bei identischer Bildrate. Welche Einstellungen auf einem bestimmten Rechner stabil laufen, lässt sich daraus ebenso wenig sicher ableiten wie das Verhalten in besonders anspruchsvollen Kampfszenen.
145 GB auf der SSD und ein zusätzlicher Startpatch
Der aktuelle Steam-Eintrag verlangt 145 GB verfügbaren Speicherplatz und ausdrücklich eine Installation auf einer SSD. Davon zu unterscheiden ist der vor dem Start veröffentlichte Hinweis zur Vorabladung: Für diesen Vorgang bat S-GAME um mindestens 300 GB freien Platz. Die größere Zahl bezog sich auf den Ablauf des Preloads und beschreibt nicht den im Store angegebenen regulären Speicherbedarf. Die PC-Werte lassen sich außerdem nicht ungeprüft auf die PS5-Installation übertragen.
In seiner Startmitteilung „Reason and Madness“ nennt S-GAME einen etwa fünf Gigabyte großen Patch für Fehlerkorrekturen und verbesserte Raytracing- und Pathtracing-Leistung. Wer vorab geladen hat, soll ihn vor dem Spielstart installieren; neue Downloads enthalten ihn laut Studio bereits. Wie stark die Bildrate steigt, bleibt offen.
Treiberwarnung und Hotfix betreffen unterschiedliche Angaben
Für den Wechsel zurück auf 617.42 nennt S-GAME ausdrücklich die Option für eine saubere Installation. Eine Liste betroffener Grafikkarten und einen bezifferten Leistungsvergleich liefert die Meldung nicht. Der Hinweis beschreibt die Testergebnisse des Studios und belegt keine zwangsläufigen Probleme auf jedem GeForce-Rechner.
Der bereits veröffentlichte GeForce-Hotfix 621.12 ist davon gesondert zu betrachten. Nvidias offizielle Korrekturlistenennt unter anderem Videoaussetzer auf bestimmten RTX-50- und RTX-Spark-Systemen sowie einen Unreal-Engine-Absturz, führt Phantom Blade Zero aber nicht ausdrücklich auf. Eine bestätigte Lösung für die vom Studio beschriebenen Leistungsprobleme lässt sich daraus nicht ableiten. Entscheidend bleibt eine spätere ausdrückliche Freigabe oder Korrektur für dieses Spiel.
Stand der Recherche: 30. Oktober 2026, 11:25 Uhr MEZ. Preise und Storeangaben können sich ändern.
Hauptquellen
- S-GAME auf Steam: Startmitteilung „Reason and Madness“ mit Patch- und Treiberhinweisen
- Steam Deutschland: PC-Fassung, Preise, Sprachen und Speicherbedarf
- PlayStation Store Deutschland: PS5-Fassung, Editionen, Sprachen und Veröffentlichung
- S-GAME: Offizielle PC-Systemanforderungen und Leistungsziele
- Nvidia: Hotfix 621.12 und die ausdrücklich genannten Fehlerkorrekturen
Transparenzhinweis: Dieser Beitrag beruht auf öffentlichen Angaben von S-GAME, den Plattformbetreibern und Nvidia. GadgetChecks hat Phantom Blade Zero nicht selbst gespielt und weder Bildraten noch Speicherbedarf, Patchwirkung oder Unterschiede zwischen den Treiberversionen auf eigenen Geräten geprüft.
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