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Apple Kompakt: App Store Einnahmen sinken – iPhone 18 Pro Max bekommt Kamera-Vorteil




Redaktion









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Während sich der heutige Apple Daily ausführlich mit 18 Pro, iPhone Ultra, Apples A20-Pro-Strategie sowie den wachsenden Herausforderungen rund um Datenschutz und künstliche Intelligenz beschäftigt, bewegen sich parallel mehrere kleinere Entwicklungen, die für Apples Geschäft und die nächsten Monate trotzdem interessant sind.

Die App Store Einnahmen geraten in wichtigen Märkten erstmals sichtbar unter regulatorischen Druck, während Apple beim iPhone 18 Pro Max offenbar wieder einen technischen Abstand zum kleineren Pro-Modell schaffen könnte. Gleichzeitig verteilt das Unternehmen zahlreiche Sicherheits- und Beta-Updates, verrät in seinem eigenen -Code ungewöhnlich viel über noch nicht vorgestellte Hardware und unterstützt nach dem schweren Erdbeben in Indonesien die Hilfsmaßnahmen vor Ort. Einen Blick zurück in die Apple-Geschichte gibt es ebenfalls: Ein von Steve Jobs noch als Achtklässler gebautes Elektronikprojekt steht derzeit zum Verkauf.

App Store Einnahmen geraten durch neue Regeln unter Druck

Apples Services-Geschäft wächst weiterhin auf hohem Niveau, doch ausgerechnet einer seiner profitabelsten Bestandteile bekommt die Folgen der zunehmenden Regulierung inzwischen deutlicher zu spüren. Nach Daten von Appfigures, über die die Financial Times berichtet, sollen Apples Provisionseinnahmen aus dem US-amerikanischen App Store seit Jahresbeginn um rund 18 Prozent zurückgegangen sein. Auch in Brasilien und Japan, wo neue Regeln Entwicklern mehr Freiheiten bei Vertrieb und Bezahlung ihrer Apps geben, soll sich das Geschäft abgeschwächt haben.

Das ist für Apple deshalb bemerkenswert, weil nicht unbedingt weniger Geld für Apps und digitale Inhalte ausgegeben werden muss, damit die eigenen Einnahmen sinken. Entscheidend ist vielmehr, welcher Anteil dieser Transaktionen überhaupt noch über Apples Bezahlsystem läuft und damit provisionspflichtig bleibt. In den USA dürfen Entwickler Nutzer infolge des Epic-Verfahrens inzwischen auf externe Bezahlmöglichkeiten verweisen, ohne dass Apple an diesen Verkäufen automatisch beteiligt wird. Sensor Tower zufolge ging der über den US-App-Store abgewickelte Verbraucherumsatz im zweiten Quartal um sechs Prozent zurück, nachdem er im vergleichbaren Zeitraum des Vorjahres noch um neun Prozent gewachsen war.

Für Apple ist das noch keine Krise des Services-Geschäfts. Der Konzern erzielte im vergangenen Quartal 30,7 Milliarden US-Dollar Services-Umsatz und bewegt sich damit weiterhin auf einem enormen Niveau. Die neuen Zahlen zeigen jedoch, warum der Streit um externe Zahlungen, alternative App Stores und Provisionen wirtschaftlich so wichtig ist: Apple verliert nicht zwangsläufig Nutzer oder deren Zahlungsbereitschaft, wohl aber einen Teil der Kontrolle darüber, an welcher Stelle des digitalen Geschäfts der Konzern mitverdient.

Quelle: Financial Times (Startseite, da Paywall)

iPhone 18 Pro Max könnte die bessere Kamera exklusiv bekommen

Beim iPhone 18 Pro und iPhone 18 Pro Max war bislang davon ausgegangen worden, dass Apple beiden Modellen erstmals eine Hauptkamera mit variabler Blende spendieren könnte. Ein neuer Hinweis des chinesischen Leakers Ice Universe stellt diese Erwartung nun infrage: Demnach könnte die Technik ausschließlich dem größeren iPhone 18 Pro Max vorbehalten bleiben.

Eine variable Blende wäre für das iPhone tatsächlich eine grundlegende technische Neuerung. Während die Hauptkameras bisheriger Pro-Modelle mit einer festen Blendenöffnung arbeiten, könnte ein beweglicher Mechanismus die Öffnung des Objektivs verändern und damit steuern, wie viel Licht den Sensor erreicht. In der klassischen Fotografie beeinflusst die Blende nicht nur die Belichtung, sondern auch die Schärfentiefe. Wie viel manuelle Kontrolle Apple seinen Nutzern tatsächlich geben würde, ist allerdings völlig offen – ebenso denkbar wäre, dass ein Großteil der Anpassung automatisch durch Kamera und Software erfolgt.

Interessant ist vor allem die mögliche Rückkehr einer stärkeren Trennung zwischen Pro und Pro Max. Apple hat das bereits beim iPhone 15 Pro Max praktiziert, das zunächst exklusiv das aufwendigere Tetraprismen-Teleobjektiv mit fünffachem optischem Zoom erhielt. Sollte die variable Blende nun tatsächlich nur in das größere Modell passen, würde Apple erneut einen handfesten technischen Grund liefern, über den Aufpreis und das größere Gehäuse hinaus zum Pro Max zu greifen.

Noch bleibt die Information ein Gerücht. Dass aus früher durchgesickerten Unterlagen eines Apple-Zulieferers bereits Hinweise auf einen Sony-IMX905-Sensor mit Unterstützung für eine variable Blende beim Pro Max hervorgegangen sein sollen, macht die Behauptung interessanter, ersetzt aber keine offizielle Bestätigung. Bis Apple die neue Generation tatsächlich präsentiert, bleibt deshalb offen, ob es sich um eine echte Modellabgrenzung oder lediglich um eine unvollständige Momentaufnahme der Lieferkette handelt.

Quelle: MacRumors

Apple verteilt Sicherheitsupdates – und verrät dabei einen Teil seiner Hardware-Roadmap

Bei Apples Software laufen derzeit zwei Generationen parallel auf die Zielgerade. Für bestehende Systeme hat das Unternehmen 26.6.1, iPadOS 26.6.1, macOS Tahoe 26.6.2 und visionOS 26.6.1 veröffentlicht; ältere kompatible Geräte erhalten außerdem iOS und iPadOS 18.7.10. Gleichzeitig stehen die vierten öffentlichen Betaversionen von iOS 27, iPadOS 27, macOS Golden Gate und tvOS 27 bereit.

Hinter den unscheinbaren Versionsnummern steckt diesmal mehr als gewöhnliche Produktpflege. Allein iOS 26.6.1, iPadOS 26.6.1 und macOS 26.6.2 schließen laut Apples Sicherheitsdokumentation fast 30 Schwachstellen. Dazu gehören Fehler in WebKit, Kernel, Bildverarbeitung und Telefoniefunktionen; bei einer Lücke wäre unter bestimmten Netzwerkbedingungen sogar das Abfangen von Datenverkehr möglich gewesen. Hinweise darauf, dass die nun geschlossenen Schwachstellen bereits aktiv für Angriffe genutzt wurden, gibt es bislang nicht. Bemerkenswert ist dennoch das Tempo, denn ein Teil der Korrekturen war zuvor bereits in den kommenden Betriebssystemgenerationen enthalten und wird nun vorgezogen auf bestehende Systeme übertragen.

Fast interessanter als die Updates selbst ist allerdings, was Apple in macOS Tahoe 26.7 zurückgelassen hat. Im Code finden sich Referenzen auf zahlreiche noch nicht vorgestellte Produkte – darunter Apples Home-Hub-Projekt, einen neuen HomePod mini, weitere Home-Geräte, kommende iPhones, Macs und iPads sowie mehrere AirPods-Projekte. Unter den Einträgen tauchen unter anderem Hinweise auf AirPods mit Kameratechnik und sogar eine mögliche nächste Generation der AirPods Pro auf.

Solche Bezeichnungen sind noch keine Produktankündigungen und einige Projekte können sich verändern oder vollständig verschwinden. Die ungewöhnlich breite Ansammlung zeigt jedoch, wie weit Apples Hardware- und Softwareentwicklung ineinandergreifen. Das Betriebssystem muss kommende Geräte lange vor deren Vorstellung unterstützen – und gelegentlich reicht ein zu früh veröffentlichter Eintrag aus, um einen erstaunlich großen Teil dieser internen Planung sichtbar zu machen.

Quellen: Apple – Sicherheitsinhalt von iOS 26.6.1 und iPadOS 26.6.1 · MacRumors – neue Public Betas · MacRumors – nicht vorgestellte Geräte in macOS 26.7

Apple spendet nach schwerem Erdbeben in Indonesien

Apple beteiligt sich an den Hilfsmaßnahmen nach dem schweren Erdbeben und den anschließenden Nachbeben in Indonesien. Tim Cook erklärte, dass die Gedanken des Unternehmens bei den betroffenen Menschen und Gemeinden seien und Apple für die Hilfsmaßnahmen vor Ort spenden werde. Wie bei vergleichbaren Aktionen in der Vergangenheit nannte das Unternehmen keine konkrete Summe.

Solche Meldungen gehören nicht zum klassischen Produktgeschäft, sind für einen weltweit agierenden Konzern wie Apple inzwischen aber Teil einer wiederkehrenden Reaktion auf größere Naturkatastrophen. Apple hat in der Vergangenheit unter anderem nach Erdbeben, Überschwemmungen und Waldbränden finanzielle Unterstützung angekündigt und teilweise zusätzlich Möglichkeiten geschaffen, über eigene Dienste an Hilfsorganisationen zu spenden.

Interessant ist dabei weniger eine einzelne Spendenhöhe, die Apple ohnehin meist nicht veröffentlicht, sondern die Geschwindigkeit, mit der ein Unternehmen dieser Größenordnung auf internationale Ereignisse reagiert. Apple verkauft und betreibt seine Dienste in einer Vielzahl von Ländern und präsentiert sich entsprechend nicht nur als US-Technologiekonzern, sondern zunehmend auch als globaler Akteur, von dem bei großen Katastrophen eine sichtbare Reaktion erwartet wird.

Quelle: Tim Cook auf X

Steve Jobs‘ Elektronikprojekt aus der achten Klasse wird versteigert

Lange bevor Apple gegründet wurde und Steve Jobs zu einer der bekanntesten Persönlichkeiten der Technologiebranche aufstieg, beschäftigte er sich bereits intensiv mit Elektronik. Ein außergewöhnliches Zeugnis dieser Zeit kommt nun unter den Hammer: RR Auction versteigert ein von Jobs selbst gebautes Science-Fair-Projekt aus der achten Klasse, das sich mit einem sogenannten Silicon-Controlled Rectifier, einem steuerbaren Halbleiterbauelement, beschäftigt.

Das erhaltene Projekt besteht aus einer beschrifteten Präsentation mit zwei Demonstrationsschaltungen und stammt damit aus einer Zeit, in der Jobs noch Jahre von der späteren Zusammenarbeit mit Steve Wozniak und der Gründung Apples entfernt war. RR Auction schätzt den Wert auf mehr als 20.000 US-Dollar; die Versteigerung läuft noch bis zum 20. August.

Dass ein Schulprojekt heute fünfstellige Beträge erreichen kann, sagt dabei mindestens genauso viel über den Mythos um Steve Jobs wie über das Objekt selbst. Frühe Apple-Computer, unterschriebene Dokumente und persönliche Gegenstände des Mitgründers erzielen seit Jahren hohe Preise, weil Sammler darin nicht nur historische Technik sehen, sondern Fragmente einer Unternehmensgeschichte, die später große Teile der Computer- und Smartphonebranche prägen sollte.

Das Jugendprojekt ist dafür ein besonders ungewöhnliches Stück, weil es nicht aus Apples Erfolgszeit stammt und auch keinen direkten Bezug zu einem späteren Produkt besitzt. Es zeigt schlicht einen Jugendlichen, der sich bereits Jahre vor Apple mit Schaltungen und Halbleitern beschäftigte – und bekommt gerade deshalb im Rückblick eine Bedeutung, die es zum Zeitpunkt seiner Entstehung kaum gehabt haben dürfte.

Quelle: RR Auction – Steve Jobs‘ Science-Fair-Projekt

Apple Kompakt

An diesem Nachrichtentag lässt sich besonders gut beobachten, wie unterschiedlich die Kräfte sind, die inzwischen auf Apple wirken. Der Konzern kann bei einem kommenden iPhone noch immer mit einer einzigen Kamerakomponente neue Abstände innerhalb der eigenen Produktpalette schaffen, hat gleichzeitig aber immer weniger Freiheit darüber, wie viel Geld er innerhalb seiner digitalen Plattformen an jeder Transaktion verdient. Technische Kontrolle und wirtschaftliche Kontrolle sind längst nicht mehr dasselbe.

Daneben zeigt die ungewöhnlich große Zahl von Produktspuren in Apples eigener Software, dass hinter den sichtbaren Geräten bereits die nächsten Generationen vorbereitet werden, während ein mehr als fünf Jahrzehnte altes Schulprojekt von Steve Jobs daran erinnert, wie weit der Weg von einfachen Elektronikschaltungen zu einem globalen Ökosystem tatsächlich war. Weitere Entwicklungen abseits der großen Tagesanalyse findest du in unserer Serie Apple Kompakt.

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