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Apple Daily: Siri wird zur Chat-App, EU greift Apple an und iPhone Air überrascht

Apple Daily: Siri wird zur Chat-App, EU greift Apple an und iPhone Air überrascht

Nach Informationen von Mark Gurman arbeitet Apple an einer grundlegenden Neuausrichtung von Siri, die erstmals in Form einer eigenständigen Chatbot-App erscheinen könnte. Die neue Ausrichtung zielt darauf ab, mit etablierten KI-Systemen wie ChatGPT und Claude zu konkurrieren. Im Gegensatz zu früheren Einschätzungen scheint Apple nun doch eine separate Anwendung für Siri zu testen. Eine solche App würde es ermöglichen, längere, textbasierte Dialoge strukturiert darzustellen und zu verwalten. Geplant ist offenbar eine Oberfläche mit Chatverlauf, Suchfunktion, Favoriten und Optionen zum Starten sowie Speichern von Konversationen. Die Darstellung orientiert sich visuell an bekannten Messaging-Interfaces, inklusive Chatblasen und vorgeschlagenen Eingaben zum Einstieg in neue Gespräche.

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Funktional soll die neue Siri deutlich über bisherige Fähigkeiten hinausgehen. Neben klassischen Sprachbefehlen werden auch textbasierte Interaktionen unterstützt. Hinzu kommen Funktionen wie Websuche mit aufbereiteter Darstellung, Zusammenfassungen von Inhalten sowie die Analyse hochgeladener Dokumente. Gleichzeitig bleibt die Integration in das System erhalten, etwa über die Seitentaste oder das Aktivierungswort. Im Zuge dieser Neuausrichtung ist auch eine stärkere Verzahnung mit der Systemsuche vorgesehen. Siri soll künftig zentrale Aufgaben der bisherigen Spotlight-Suche übernehmen, während bestehende Siri-Vorschläge weiter ausgebaut werden. Diese greifen verstärkt auf Nutzerdaten zu, um kontextbezogene Empfehlungen und Eingaben bereitzustellen.

Auch optisch wird die Assistenzfunktion überarbeitet. Diskutiert wird eine Integration in die Dynamic Island, inklusive neuer Animationen und Statusanzeigen während laufender Anfragen. Nach Abschluss einer Anfrage soll sich die Oberfläche zu einem größeren, halbtransparenten Panel erweitern, das Ergebnisse darstellt und den Übergang in eine fortlaufende Konversation ermöglicht. Darüber hinaus sind tiefere Systemfunktionen geplant. Denkbar ist ein „Frag Siri“-Button innerhalb von Apps, mit dem Inhalte direkt an die Assistenz übergeben werden können. Auch die Tastatur könnte um eine Funktion erweitert werden, die beim Schreiben KI-gestützte Unterstützung bietet.

Die nächste Generation von Siri soll zudem stärker personalisiert arbeiten. Durch Zugriff auf Kontextinformationen und persönliche Daten wird es möglich, Anfragen präziser zu beantworten und komplexere Aufgaben appübergreifend auszuführen. Zudem soll Siri künftig erkennen können, welche Inhalte sich aktuell auf dem Bildschirm befinden. Diese erweiterten Funktionen, die ursprünglich deutlich früher erwartet wurden, sind nun für iOS 27 vorgesehen. Eine erste Vorstellung der neuen Siri-Generation wird im Rahmen der WWDC 2026 erwartet, deren Keynote am 8. Juni stattfindet.

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Apple TV & Siri: EU-Beschwerde unter DMA-Regeln erklärt

Mehrere große europäische Medienunternehmen erhöhen den Druck auf die Regulierung digitaler Plattformen, wie Reuters berichtet. Eine Branchenallianz rund um die Association of Commercial Television and Video on Demand Services in Europe hat die EU-Kommission dazu aufgefordert, Smart-TV-Systeme und Sprachassistenten künftig strenger zu kontrollieren. In einem Schreiben an die Wettbewerbskommissarin Teresa Ribera wird argumentiert, dass Plattformen von Apple, Google, Amazon und Samsung als sogenannte Gatekeeper im Sinne des Digital Markets Act eingestuft werden sollten. Zu den Mitgliedern der Allianz zählen unter anderem große Medienkonzerne wie Disney, NBCUniversal, Paramount+ und Sky.

Der DMA sieht vor, dass Plattformen mit mehr als 45 Millionen monatlich aktiven Nutzern in der EU und einer Marktbewertung von über 75 Milliarden Euro besonderen Auflagen unterliegen. Ziel ist es unter anderem, Wettbewerbsverzerrungen durch Selbstbevorzugung zu verhindern und die Interoperabilität zu stärken. Die Rundfunkanbieter verweisen zur Untermauerung ihrer Forderung auf steigende Marktanteile konkurrierender Smart-TV-Systeme: So konnte Android TV seinen Anteil in den vergangenen Jahren deutlich ausbauen, ebenso Amazons Fire OS, während Samsungs Tizen bereits eine starke Position innehat.

Neben den Betriebssystemen rücken auch Sprachassistenten stärker in den Fokus. Dienste wie Amazons Alexa oder Apples Siri würden zunehmend als zentrale Schnittstelle für den Zugang zu Medieninhalten fungieren – etwa über Smartphones, smarte Lautsprecher oder Fahrzeugsysteme – und könnten damit eine Gatekeeper-ähnliche Rolle einnehmen. Die European Commission bestätigte den Eingang des Schreibens und prüft derzeit die Forderungen. Stellungnahmen der betroffenen Unternehmen liegen bislang nicht vor. Bereits heute gelten zentrale Apple-Dienste wie App Store, iOS und Safari unter dem DMA als Gatekeeper. Andere Angebote wie Apple Maps oder Apple Ads wurden hingegen zuletzt nicht entsprechend eingestuft, da sie die erforderlichen Nutzungszahlen in Europa nicht erreichen.

Bemerkenswert ist, dass die Medienallianz eine Ausweitung der Bewertungskriterien fordert. Demnach sollen nicht nur harte Kennzahlen, sondern auch qualitative Faktoren wie Netzwerkeffekte, Markteintrittsbarrieren oder Nutzerbindung stärker berücksichtigt werden. Eine solche Auslegung ist im DMA zwar vorgesehen, gilt jedoch als juristisch weniger eindeutig und damit potenziell anfälliger für Anfechtungen. Wie die Kommission letztlich entscheidet, bleibt offen. Klar ist jedoch, dass insbesondere Apple eine entsprechende Einstufung voraussichtlich rechtlich prüfen lassen würde – vor allem im Hinblick auf Plattformen mit vergleichsweise geringem Marktanteil. Bei Sprachassistenten könnte die Bewertung hingegen komplexer ausfallen, da sie eng mit bereits regulierten Ökosystemen wie dem iPhone verknüpft sind.

Apple iPhone Air Nachfrage: Deutlich höher als beim 16 Plus

Trotz anhaltender Kritik scheint sich die strategische Neuausrichtung von Apple bei der iPhone-Produktlinie auszuzahlen. Eine aktuelle Auswertung von Nutzerdaten durch Ookla legt nahe, dass das iPhone Air die frühere Plus-Variante zumindest teilweise erfolgreich ersetzt hat. Den erhobenen Speedtest-Daten zufolge erreichte das iPhone Air im vierten Quartal 2025 in den USA einen Anteil von 6,8 Prozent innerhalb der iPhone-17-Reihe. Im Vergleich dazu lag das iPhone 16 Plus im entsprechenden Zeitraum ein Jahr zuvor lediglich bei 2,9 Prozent. Die Zahlen deuten darauf hin, dass das neue Modell deutlich schneller Akzeptanz findet als sein Vorgänger im gleichen Segment.

Auffällig ist dabei eine Verschiebung innerhalb der Modellhierarchie. Während das iPhone 17 Pro Max mit einem Anteil von 55,5 Prozent stabil bleibt, verzeichnet das kleinere Pro-Modell einen Rückgang von 34,9 auf 30,6 Prozent. Daraus lässt sich ableiten, dass ein Teil der Kundschaft offenbar bereit ist, auf leistungsstärkere Kamera- und Chipfunktionen zu verzichten, um stattdessen ein besonders schlankes Design zu erhalten. Apple hatte in der Vergangenheit mehrfach versucht, ein viertes Modell innerhalb der iPhone-Reihe dauerhaft zu etablieren. Weder die mini-Varianten noch die später eingeführten Plus-Modelle konnten sich jedoch über eine begrenzte Zielgruppe hinaus durchsetzen. Das iPhone Air scheint diese Entwicklung zumindest in der Anfangsphase zu durchbrechen und eine breitere Nachfrage zu generieren.

International fällt die Resonanz laut den vorliegenden Daten noch deutlicher aus. In Südkorea erreicht das Gerät einen Anteil von 11,2 Prozent, in Japan 8,9 Prozent und in Singapur 8,4 Prozent, was auf eine stärkere Akzeptanz außerhalb des US-Marktes hindeutet. Auch technisch liefert das Modell interessante Ergebnisse. Das von Apple entwickelte C1X-Modem bewegt sich bei den Download-Geschwindigkeiten auf einem ähnlichen Niveau wie das X80-Modem von Qualcomm, das im iPhone 17 Pro Max zum Einsatz kommt. Bei der Latenz zeigt sich das Apple-Modem in der Mehrheit der untersuchten Märkte sogar überlegen. Unterschiede bestehen hingegen weiterhin bei den Upload-Raten, wo Qualcomm durch fortschrittlichere Technologien wie Uplink Carrier Aggregation teilweise deutliche Vorteile erzielt.


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