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OpenMouse erweitert die Beta für Gaming-Tastaturen im Browser




Redaktion









PC Gaming & Hardware




4 Min. Lesezeit

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Wie weit eine Taste beim Spielen gedrückt werden muss, lässt sich bei vielen Gaming-Tastaturen mit Magnetschaltern einstellen. Häufig führt der Weg dorthin über die Software des Herstellers. OpenMouse will solche Einstellungen für Geräte verschiedener Marken in einer Browseroberfläche bündeln. In den Versionshinweisen zum Tastaturprotokoll führt das Projekt eine erweiterte Unterstützung für Tastaturen von Logitech, Razer, SteelSeries und Wooting auf.

Die Erweiterung steht seit Ende Oktober als Teil der Beta bereit. Wie viel sich ändern lässt, hängt vom genauen Modell, seiner Firmware und der jeweiligen Funktion ab. Selbst wenn OpenMouse eine Tastatur mit Namen anzeigt, kann ein Regler wirkungslos bleiben oder eine Änderung nach dem Abziehen des Kabels verloren gehen.

OpenMouse verbindet Gaming-Tastaturen über den Browser

Der direkte Weg führt zum OpenMouse-Kontrollpanel, das in einem Browser mit WebHID wie Chrome oder Edge auf freigegebene USB-Geräte zugreift. Beim Hinzufügen wählt man die angeschlossene Tastatur im Gerätefenster des Browsers aus. Die Tastatur konnte schon vorher Buchstaben und Spielbefehle an den Rechner senden. Die zusätzliche Verbindung erlaubt der Webseite, über eine separate Geräteschnittstelle Einstellungen abzufragen oder zu ändern.

Das quelloffene Projekt ist aus einem Einstellwerkzeug für Gaming-Mäuse entstanden. Dort gehören je nach Modell etwa die Empfindlichkeit des Sensors oder die Abfragerate zu den verfügbaren Optionen. Bei Tastaturen kommen andere Aufgaben hinzu, etwa die Frage, ab welcher Drucktiefe ein Tastendruck registriert wird und wann dieselbe Taste für die nächste Eingabe bereit ist.

Bei Logitech, Razer und SteelSeries kommt es auf das Modell an

In der Entwicklerdokumentation zum Tastaturprotokoll führt OpenMouse für SteelSeries zwei USB-Kennungen der kabelgebundenen Apex Pro TKL auf. Der Treiber enthält dort Befehle für den Auslösepunkt einzelner Tasten und für Rapid Trigger. Bei Logitech richtet sich die Auswahl nach den Funktionen, die das Gerät über sein Protokoll meldet. Für Razer sind unter anderem Abfragen und Änderungen für Helligkeit und Abfragerate vorgesehen. In der Dokumentation tragen die Einträge für diese drei Marken weiterhin den Status „unverifiziert“.

Rapid Trigger nutzt die Bewegung der Taste beim Loslassen, um die Eingabe zurückzusetzen. Damit kann eine Taste erneut auslösen, sobald sie sich nach dem Anheben wieder weit genug nach unten bewegt. Das setzt voraus, dass die Tastatur den Tastenweg erfassen kann. Die Razer Reclusa X Mini 65% nutzt mechanische Schalter und priorisiert mit Snap Tap gleichzeitig gedrückte Richtungstasten.

Ein Wooting-Test zeigt die Grenzen beim ISO-Tastenlayout

Für die Wooting 60HE+ mit ARM-Firmware 2.13.0 dokumentieren die Entwickler konkrete Versuche am Gerät. Dazu zählt eine Änderung der Rapid-Trigger-Einstellung für eine einzelne Taste, die sie anschließend wieder rückgängig machten. Die Aufzeichnungen decken einzelne Befehle ab. Für einen vollständigen Export und Import von Wooting-Profilen fehlen weiterhin Funktionen.

Wie sich das im Browser bemerkbar machen kann, zeigt ein Praxistest von Kay Tomas Bertheussen mit einer Wooting 80HE. OpenMouse erkannte die Tastatur und las zwei Profile aus, zeigte das vorhandene ISO-Layout aber als ANSI an. Der Tester konnte die Helligkeit der Beleuchtung ändern. Beim Auslösepunkt schlug die Änderung fehl. Für deutsche ISO-Tastaturen ist die Unterscheidung beim Bearbeiten der Belegung wichtig, weil sich unter anderem Form und Position einzelner Tasten von ANSI unterscheiden.

Für VIA-Tastaturen gibt es einen eigenen Einstellbereich

Am 31. Oktober kam laut der VIA-Änderungsnotiz des Projekts ein eigener Bereich für Tastaturen mit VIA-kompatibler Firmware hinzu. Dort lassen sich Tasten auf mehreren Ebenen belegen und Layouts sichern. Welche Beleuchtungsoptionen erscheinen, hängt von der Gerätebeschreibung ab. Als Hardwarebeispiel nennt das Projekt eine Anvil Native mit VIA-Protokoll 11. Die Ergebnisse lassen sich nur auf die dort erprobten Funktionen beziehen.

Welche Einstellungen nach dem Abziehen erhalten bleiben

Ein Regler kann im Browser schon den neuen Wert anzeigen, während auf der Tastatur noch der alte gilt. Ob der neue Wert angekommen ist, lässt sich durch erneutes Auslesen prüfen. Soll die Einstellung am nächsten Rechner gelten, muss sie außerdem im Gerät gespeichert sein und nach dem Trennen der USB-Verbindung erhalten bleiben. Gerade bei einer Beta entscheidet dieser Unterschied darüber, ob sich ein Profil dauerhaft nutzen lässt.

Stand der Recherche vom 4. November 2026, 14:26 Uhr MEZ.

Hauptquellen

Transparenzhinweis – GadgetChecks hat die OpenMouse-Beta nicht mit einer angeschlossenen Tastatur getestet.

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