Xbox-Oktober-Update bringt Mythic-Erfolge und eine neue Spielstandverwaltung
er in einem Xbox-Spiel sämtliche ursprünglichen Erfolge freigeschaltet hat, erhält dafür nun eine zusätzliche Auszeichnung. Mit dem Xbox-Oktober-Update führt Microsoft die sogenannten Mythic Achievements in der regulären Konsolensoftware ein. Gleichzeitig lassen sich lokale Spielstände gezielter verwalten, Einträge auf der Startseite entfernen und große Spielelisten durchsuchen. Die offiziellen Versionshinweise führen die Veröffentlichung unter dem 28. Oktober 2026.
Das Update trägt die Betriebssystemnummer 10.0.26100.9647. Microsoft ordnet es ausdrücklich der allgemeinen weltweiten Nutzerschaft zu; die beschriebenen Änderungen gehören damit zur regulären Veröffentlichung und setzen keine Teilnahme am Insider-Programm voraus. Neben den sichtbaren Neuerungen nennt das Unternehmen Korrekturen für schwarze Bildschirme beim Start, scheinbar angehaltene Downloads und Probleme mit sehr großen Bibliotheken. Welche Version auf der eigenen Konsole installiert ist, steht unter „Einstellungen“, „System“ und „Konsoleninfo“.
Das Xbox-Oktober-Update zeichnet vollständige Grundspiele aus
Für einen Mythic-Erfolg müssen alle Erfolge freigeschaltet sein, die ursprünglich zu einem Spiel gehörten. Später durch Erweiterungen oder Updates ergänzte Aufgaben zählen dafür nicht mit. Ein bereits erreichter Mythic-Status bleibt erhalten. Das unterscheidet die Auszeichnung von einer ständig mitwachsenden Gesamtliste: Neue Zusatzinhalte machen den zuvor erreichten Abschluss des Grundspiels nicht wieder unvollständig. Allein das Ende der Geschichte zu erreichen, genügt allerdings nicht, wenn weitere ursprüngliche Erfolge offen sind.
Microsoft hatte die Funktion am 29. September zunächst für Insider vorgestellt. Laut dieser offiziellen Beschreibung der Mythic-Erfolge werden auch geeignete, früher vollständig abgeschlossene Spiele berücksichtigt, darunter Xbox-360-Titel. Im Profil erscheint die Gesamtzahl der Auszeichnungen; die Erfolgsliste eines Spiels zeigt den Fortschritt dorthin. Ergänzend erlaubt das aktuelle Update, Spiele nach Name, Abschlussanteil, verdientem Gamerscore oder Zahl freigeschalteter Erfolge zu sortieren. So lassen sich unvollständige Sammlungen gezielter durchsehen als allein über die zuletzt gespielten Titel.
Lokale Spielstände lassen sich einzeln oder gesammelt entfernen
Die neue Spielstandverwaltung macht sichtbar, welche nicht verwendeten lokalen Speicherstände Platz belegen. Diese lassen sich anzeigen, sortieren und entweder einzeln oder gesammelt löschen. Microsoft beschreibt damit eine Verwaltung der auf der Konsole abgelegten Spielstände. Es geht um den Speicher für Spielfortschritte, dessen Belegung bisher nur eingeschränkt nachvollziehbar war. Ein voller lokaler Spielstandspeicher kann laut Unternehmen verhindern, dass neuer Fortschritt gespeichert wird.
Den Zugang nennt Microsoft in seiner Erläuterung zur lokalen Spielstandverwaltung: Er liegt in den Einstellungen unter „System“ und „Speicher“. Zusätzlich führen entsprechende Speicherwarnungen während eines Spiels direkt zur neuen Übersicht. Microsoft erklärt, dass im Xbox-Netzwerk gesicherte Spielstände beim nächsten Spielstart wieder synchronisiert werden. Diese Aussage bezieht sich auf die dort vorhandenen Sicherungen; bei ausschließlich offline entstandenem Fortschritt sollte deshalb vor dem Entfernen lokaler Daten die Synchronisierung abgeschlossen sein.
Startseite, Suche und Startanimation werden anpassbarer
Auf der Startseite können einzelne Elemente aus der oberen Liste zuletzt verwendeter Spiele und Apps über die Menütaste entfernt werden. Das schließt die Kachel für den Spielverlauf ein. Wer lediglich seinen dynamischen oder selbst gewählten Hintergrund betrachten möchte, kann durch Drücken des rechten Analogsticks die Oberfläche vorübergehend ausblenden. Eine beliebige Taste bringt die gewohnte Ansicht zurück. Die Funktion verändert damit die Darstellung der Startseite, während die Spielebibliothek über ihre bisherigen Bereiche erreichbar bleibt.
Eine lokale Suche ergänzt die vorhandenen Filter und Sortiermöglichkeiten in „Meine Spiele & Apps“, den Erfolgslisten offizieller Clubs und dem Spielebereich des Profils. Sie ist vor allem für lange Listen gedacht, in denen ein bestimmter Titel oder Erfolg gesucht wird. Unter „Einstellungen“ und „System“ lässt sich außerdem die Startanimation auswählen; Microsoft nennt Varianten von Xbox One bis zur aktuellen Generation. Die bereits vorhandene Option für einen Start ohne Animationston befindet sich ebenfalls auf dieser Einstellungsseite.
Remote Play erreicht bis zu 1440p, Cloud-Downloads laufen parallel
Zum regulären Paket gehört auch die höhere Remote-Play-Qualität für Xbox Series X|S mit bis zu 1440p und erhöhten Videobitraten. Die tatsächliche Stufe hängt weiterhin vom unterstützten Empfangsgerät und der Netzwerkverbindung ab. Microsoft verlangt für die Verbesserungen eine auf 1440p oder 4K UHD eingestellte Bildausgabe der Konsole. Der frühere Beitrag zum Insider-Test von Xbox Remote Play in 1440p erläutert die Grundlagen; inzwischen führen die regulären Versionshinweise diese Funktion ebenfalls auf.
Bei Xbox Cloud Gaming können Downloads während des Streamings im Hintergrund weiterlaufen, sofern die Netzwerkbedingungen es zulassen. Die Option lässt sich in den Cloud-Gaming-Einstellungen abschalten. Über die Cloud gestartete Spiele erscheinen zudem automatisch im Spielebereich von „Meine Spiele & Apps“ und können dort über die Menütaste wieder entfernt werden. Die beiden Übertragungswege bleiben verschieden: Remote Play verwendet die eigene Konsole, während Cloud Gaming das Spiel auf Microsofts Servern ausführt. Eine höhere Remote-Play-Auflösung ist deshalb keine neue Cloud-Abostufe.
Korrekturen betreffen Startprobleme und große Bibliotheken
Microsoft nennt mehrere Fehler, die mit dem Update behoben werden sollen. Dazu gehören eine sich fortlaufend aktualisierende Startseite, ein schwarzer Bildschirm anstelle der Startansicht und Downloads, die unerwartet angehalten oder beendet wirkten. Auch verlorene Auswahlmarkierungen beim Aktualisieren von „Meine Spiele & Apps“ sowie Speicher- und Leistungsprobleme bei sehr großen Sammlungen stehen in der Liste. Für den Party-Chat beschreibt das Unternehmen außerdem Änderungen an der technischen Grundlage, die Zuverlässigkeit und Sicherheit verbessern sollen.
Die aktuelle Installation und den Update-Status können Besitzer einer Xbox unter „Einstellungen“, „System“ und „Updates“ prüfen. Für die Einordnung einzelner Funktionen bleiben deren Voraussetzungen entscheidend: Die 1440p-Verbesserung nennt Microsoft ausdrücklich für Series X|S, parallele Cloud-Downloads hängen vom Netzwerk ab, und Mythic verlangt sämtliche ursprünglichen Erfolge eines Spiels. Die allgemeine Freigabe ersetzt diese Bedingungen nicht. Ob die genannten Fehler auf einer bestimmten Konsole tatsächlich verschwunden sind, lässt sich aus den Versionshinweisen allein ebenfalls nicht ableiten.
Stand der Recherche: 31. Oktober 2026, 11:26 Uhr MEZ. Microsoft führt die Version 10.0.26100.9647 als reguläre Veröffentlichung vom 28. Oktober 2026.
Hauptquellen
- Xbox Support Deutschland: Versionshinweise zum Konsolenupdate vom 28. Oktober 2026
- Xbox Wire: Voraussetzungen, Fortschrittsanzeige und rückwirkende Vergabe von Mythic-Erfolgen
- Xbox Wire: Lokale Spielstandverwaltung und Anpassungen der Startseite
Transparenzhinweis: Dieser Beitrag beruht auf Microsofts veröffentlichten Versionshinweisen und Funktionsbeschreibungen. GadgetChecks hat das Update nicht auf eigenen Konsolen geprüft und keine eigenen Messungen zu Streaming-Qualität, Leistung oder Stabilität vorgenommen. Die Angaben zur Synchronisierung von Spielständen stammen von Microsoft.
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