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Windows-11-Vorschau: Neues Rechtsklickmenü, RTX-Spark-PCs im Handel




Redaktion









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9 Min. Lesezeit

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Microsoft bringt das anpassbare Rechtsklickmenü und eine neue Cloud-Neuinstallation in die nächste Windows-Testphase. RTX-Spark-Notebooks sind inzwischen gestartet, PowerToys 0.102 ist regulär erschienen – und Microsoft korrigiert seine Angaben zur VPN-Fehlerbehebung im Oktober-Update.

Berichtszeitraum: 15. Oktober 2026, 11:41 Uhr, bis 22. Oktober 2026, 11:41 Uhr MESZ

Die Windows-11-Vorschau greift eine alltägliche Gewohnheit auf: den Rechtsklick auf eine Datei. Welche Befehle dabei erscheinen und wo Erweiterungen installierter Programme landen, soll sich künftig wesentlich genauer einstellen lassen. Gleichzeitig erprobt Microsoft eine Neuinstallation, die auch bei einem nicht mehr startenden Windows das Betriebssystem und passende Treiber aus dem Internet bezieht.

Für beide Neuerungen ist der Veröffentlichungsstatus entscheidend. Sie befinden sich weiterhin im Insider-Programm, während PowerToys 0.102 bereits als reguläre Ausgabe vorliegt. Bei der Hardware ist ebenfalls ein Termin erreicht: Nvidia und seine Partner haben den Verkauf der ersten RTX-Spark-Notebooks begonnen. Aus den Ankündigungen werden damit konkrete Geräte, deren Nutzen an den eigenen Programmen und Spielen gemessen werden muss.

Windows-11-Vorschau macht das Rechtsklickmenü anpassbar

Microsoft hat am 16. Oktober die Builds 26200.9807 und 26300.9807 für Windows 11 25H2 und 26H2 im Release-Preview-Kanal veröffentlicht. Das zugehörige Update KB5127936 enthält das überarbeitete Kontextmenü des Datei-Explorers. Release Preview gehört weiterhin zum Windows-Insider-Programm; eine allgemeine Freigabe für gewöhnliche Windows-Installationen ist damit noch nicht verbunden. Auch innerhalb dieses Kanals werden die neuen Funktionen schrittweise aktiviert.

Die Grundidee hatte Microsoft bereits im August vorgestellt. Neu ist der Schritt in diese spätere Testphase. Über einen Eintrag am unteren Ende des Rechtsklickmenüs führt der Weg zu einer eigenen Einstellungsseite. Dort lassen sich Windows-Befehle wie „Senden an“ oder „Verknüpfung erstellen“ ein- und ausschalten und zusätzliche Aktionen wie „Drucken“ einblenden. Erweiterungen installierter Anwendungen können im Hauptmenü oder in einem Untermenü erscheinen; auch das Untermenü lässt sich ausblenden.

Besonders spürbar dürfte für viele die Wahl bei den vertrauten Dateiaktionen sein. Ausschneiden, Kopieren, Einfügen, Umbenennen, Löschen und Teilen müssen nicht mehr ausschließlich als Symbolreihe erscheinen, sondern können als einzelne Menüeinträge angezeigt werden. „Eigenschaften“ lässt sich wieder an das untere Ende verschieben. Wer bestimmte Befehle seit Jahren an derselben Stelle erwartet, bekommt damit mehr Einfluss auf die tägliche Bedienung.

Microsoft verbindet die Anpassbarkeit mit dem Versprechen, das Menü schneller zu öffnen und unnötige Einträge zu reduzieren. Dahinter steckt ein nachvollziehbares Problem: Jede zusätzliche Anwendungserweiterung kann beim Aufbau eines Menüs Arbeit verursachen. Eine aufgeräumte Auswahl hilft deshalb nicht nur bei der Übersicht. Wie groß der Geschwindigkeitsgewinn auf unterschiedlichen Rechnern tatsächlich ausfällt, lässt sich aus der Ankündigung allerdings nicht ableiten.

Für den normalen Alltags-PC besteht kein Anlass, allein wegen dieser Komfortfunktion in einen Testkanal zu wechseln. Die fehlende Einstellung ist auf einem regulär gepflegten Rechner derzeit kein Fehler. Ein verbindlicher Termin für die breite Freigabe in Deutschland ist in den aktuellen Release-Preview-Hinweisen nicht genannt.

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Microsoft beziffert Fortschritte bei Tempo und Speicherbedarf

Wie viel flüssiger Windows inzwischen reagieren soll, hat Microsoft am 15. Oktober genauer erläutert. Das Unternehmen spricht von bis zu 20 Prozent besserem Reaktionsverhalten. Gemeint sind gemessene Antwortzeiten unter anderem von Startmenü, Suche, Rechtsklickmenü, Einstellungen und Datei-Explorer. Verglichen wurden die Builds 26300.9550 und 26200.7628. Die Zahl beschreibt somit keinen pauschalen Leistungszuwachs für sämtliche Programme oder Spiele und auch kein einzelnes neues Oktober-Update.

Interessanter für knapp ausgestattete Rechner sind die Angaben zum Arbeitsspeicher. Auf PCs mit 8 GB RAM sollen laut Microsoft bis zu 2 GB mehr aktiv benötigte Daten im Speicher bleiben können, statt auf den langsameren Datenträger ausgelagert zu werden. Bei Geräten mit höchstens 8 GB werden Widgets zudem erst beim Öffnen geladen; das soll mehr als 200 MB für andere Aufgaben freigeben.

Das macht aus einem Rechner mit 8 GB keinen mit 10 GB. Es kann Wartezeiten beim Wechsel zwischen Anwendungen verringern, erweitert aber weder den eingebauten Speicher noch die Anforderungen anspruchsvoller Software. Die Werte stammen von Microsoft, hängen von Gerät und Nutzung ab und sind keine unabhängige Kaufempfehlung für besonders knapp bestückte PCs.

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Cloud rebuild soll Windows samt Treibern neu aufsetzen

Wenn Windows nicht mehr startet, wird selbst eine Neuinstallation schnell umständlich: Ein anderer Computer muss einen Installationsstick vorbereiten, und anschließend fehlen womöglich die passenden Treiber. Mit Cloud rebuild erprobt Microsoft einen zusätzlichen Wiederherstellungsweg, der das Windows-Abbild und Gerätetreiber direkt über Windows Update bezieht. Die Funktion erreicht mit der Vorschau vom 16. Oktober nun auch den Release-Preview-Zweig für 25H2 und 26H2.

Voraussetzung bleiben eine funktionierende Windows-Wiederherstellungsumgebung und eine Internetverbindung. Der Hersteller muss einen geeigneten Netzwerktreiber in diese Umgebung eingebunden haben. Ein defektes Laufwerk oder eine fehlende Netzwerkverbindung verschwinden durch den neuen Menüpunkt also nicht. Ergänzend soll die Wiederherstellungsumgebung geeignete, bereits in Windows gespeicherte WLAN-Profile automatisch übernehmen können; auch diese Änderung wird zunächst schrittweise erprobt.

Entscheidend ist die Bedeutung von „neu aufsetzen“: Cloud rebuild formatiert den Systemdatenträger und entfernt dort gespeicherte Dateien, Konten, Anwendungen und Einstellungen. Eine zusätzliche Bereinigungsoption kann Daten mithilfe der Löschfunktion des Speichermediums unwiderruflich beseitigen. Je nach Auswahl kann das weitere Laufwerke einschließen. Die Funktion ist daher kein Reparaturknopf, bei dem persönliche Dateien selbstverständlich erhalten bleiben.

Microsoft bezeichnet Cloud rebuild ausdrücklich als Vorschau und empfiehlt die Erprobung auf Geräten außerhalb des produktiven Einsatzes. Für einen PC mit wichtigen Dokumenten bleibt eine getrennte, überprüfte Sicherung notwendig. Auch ein Cloudkonto schützt nur die Dateien, die tatsächlich dorthin übertragen wurden. Der praktische Fortschritt liegt im einfacheren Wiederaufbau eines Systems, nicht in einer nachträglichen Rettung ungesicherter Daten.

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Beim Oktober-Update fehlt die angekündigte VPN-Korrektur

Eine Änderung an den offiziellen Updatehinweisen betrifft besonders Rechner mit beruflich genutzten Netzwerkverbindungen. Microsoft hat am 20. Oktober aus der Beschreibung von KB5127648 die zuvor aufgeführte Behebung eines Always-On-VPN-Verbindungsproblems entfernt. Die Korrektur soll erst in einer späteren Veröffentlichung enthalten sein. Dieselbe Änderung findet sich bei KB5127646 für Windows 11 26H1.

Damit muss auch eine Angabe aus der vorigen Ausgabe zum Windows-11-Oktober-Update berichtigt werden: Dort war die VPN-Fehlerbehebung entsprechend den damaligen Microsoft-Hinweisen aufgeführt. Wer nach der Installation weiterhin das betreffende Verbindungsproblem hat, kann sich auf diese Zusage inzwischen nicht mehr verlassen. Aus der Korrektur folgt allerdings weder, dass sämtliche VPN-Verbindungen betroffen sind, noch dass das Sicherheitsupdate pauschal entfernt werden sollte.

Bei einem anderen bereits bekannten Problem zeichnet sich eine Lösung ab. Die Release Preview vom 16. Oktober enthält eine Korrektur für fehlgeschlagene Remotedesktop-Verbindungen nicht administrativer Nutzer zu Geräten mit aktiviertem Administratorschutz. Hier konnte der Fehler 0xC000000D auftreten. Auch diese Lösung bleibt zunächst eine Vorschaukorrektur und ist noch kein Nachweis, dass das Problem auf regulären Installationen allgemein behoben ist.

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RTX-Spark-PCs starten – der konkrete Einsatzzweck bleibt entscheidend

Nvidia hat am 16. Oktober den Verkaufsstart der RTX-Spark-Notebooks gemeldet. Zu den Partnern gehören Asus, Dell, HP, Lenovo, Microsoft und MSI. Die Plattform verbindet eine Grace-CPU auf Arm-Basis mit Blackwell-RTX-Grafik und gemeinsam genutztem Speicher. Damit erreicht die bisher angekündigte Kombination aus Windows auf Arm, Nvidia-Grafik und lokal ausgeführten KI-Anwendungen den Handel.

Zum Start steht der WHQL-Treiber 617.42 bereit. Nvidia nennt Unterstützung für zahlreiche Spiele und die Zusammenarbeit mit Anbietern von Anti-Cheat-Systemen. Das verbessert die Ausgangslage, ersetzt jedoch keine Prüfung des einzelnen Titels. Microsoft weist bei Windows auf Arm weiterhin auf Spiele hin, deren nicht angepasste Anti-Cheat-Treiber den Start verhindern können. Ebenso benötigen spezielle Zusatzgeräte geeignete Arm64-Treiber.

Das bereits vorgestellte Surface Laptop Ultra mit RTX Spark ist ein konkretes deutsches Beispiel. Microsoft bietet das Einstiegsmodell weiterhin für 2.899 Euro einschließlich Mehrwertsteuer an; der Konfigurator nennt zum Recherchezeitpunkt eine Zustellung ab dem 23. Oktober bei Wahl des Expressversands. Damit handelt es sich nicht mehr lediglich um die frühere Vorbestellankündigung. Die Verfügbarkeit hängt allerdings von der Konfiguration ab: Die Variante mit 128 GB gemeinsamem Speicher ist als nicht vorrätig gekennzeichnet.

Beim Einstiegspreis bleibt außerdem der Lieferumfang relevant. Ein Netzteil liegt regulär nicht bei. Microsoft führt das passende 140-Watt-USB-C-Netzteil für zusätzliche 134,99 Euro. Die frühere Vorbestellaktion ist deshalb keine verlässliche Grundlage für die heutigen Gesamtkosten. Wer bereits ein geeignetes Netzteil besitzt, muss es selbstverständlich nicht erneut kaufen.

Technisch reizvoll ist vor allem der gemeinsame Speicherpool von CPU und GPU. Je nach Gerät und Ausführung sind bis zu 128 GB vorgesehen, die etwa großen lokalen KI-Modellen oder umfangreichen Kreativprojekten zugutekommen können. Nvidias Spitzenwert von bis zu einem Petaflop bezieht sich dagegen auf KI-Rechenleistung mit FP4-Präzision. Daraus lässt sich weder die Bildrate eines Spiels noch das Tempo eines beliebigen Windows-Programms ablesen.

Für Käufer führt der sinnvolle Weg deshalb über die eigene Softwareliste: Welche Anwendungen laufen nativ, welche über Emulation, welche Erweiterungen und Geräte werden benötigt? Nvidia nennt zum Start beispielsweise native Beta-Versionen von Photoshop und Premiere. Eine Beta-Unterstützung ist ein Fortschritt, bietet aber eine andere Grundlage als eine langjährig erprobte Arbeitsumgebung. Der Verkaufsstart beantwortet die Frage nach dem Kaufzeitpunkt; ob die Plattform zum eigenen Alltag passt, entscheidet weiterhin der vollständige Arbeitsablauf.

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PowerToys 0.102 bringt neue Maushelfer und schnellere Befehlswege

Während die großen Windows-Neuerungen noch getestet werden, ist PowerToys 0.102 seit dem 21. Oktober regulär veröffentlicht. Die aktuelle Ausgabe trägt die vollständige Versionsnummer 0.102.2933.0. Sie ergänzt Microsofts Werkzeugsammlung unter anderem um Mouse Button Lock und einen Helfer, der den Mauszeiger beim Tippen oder nach einer Ruhezeit ausblendet.

Mouse Button Lock hält eine Maustaste softwareseitig gedrückt, nachdem sie kurz festgehalten und anschließend losgelassen wurde. Lange Ziehbewegungen und Markierungen lassen sich so ohne dauerhaft angespannten Finger ausführen; ein weiterer Mausklick löst die Sperre. Die Funktion ist zunächst ausgeschaltet. Nach dem Aktivieren ist standardmäßig die rechte Maustaste vorgesehen, weil Windows für die linke Taste bereits die eigene Funktion „KlickEinrasten“ besitzt. Bei Spielen mit direkter Mauseingabe kann die PowerToys-Funktion eingeschränkt sein.

Die Command Palette erhält außerdem eine Schnellzugriffsleiste für angeheftete Befehle. Häufig benötigte Aktionen lassen sich darüber mit Alt und den Ziffern 1 bis 9 starten. Das ergänzt die in der August-Ausgabe behandelten PowerToys-Fensterfunktionen um einen weiteren kurzen Weg zu wiederkehrenden Aufgaben. ZoomIt kann wiederum einen Bildschirmausschnitt mit einer lokal erstellten Transkription gesprochener Erläuterungen verbinden.

Anders als bei KB5127936 ist für diese Ausgabe kein Windows-Insider-Kanal notwendig. Wer PowerToys bereits nutzt, kann die Aktualisierung über dessen eigene Einstellungen prüfen. Die einzelnen Werkzeuge bleiben eine Auswahl: Besonders Maus- und Tastaturhilfen sollten so eingerichtet werden, dass sie zu den gewohnten Programmen und Eingaben passen.

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Wochenfazit

Die interessantesten Windows-Änderungen betreffen gerade vertraute Handgriffe: ein Rechtsklickmenü nach eigenen Vorstellungen und ein einfacherer Weg zu einem frisch installierten System. Beide Entwicklungen sind greifbarer geworden, bleiben aber Vorschauen. Besonders Cloud rebuild verlangt einen klaren Blick auf die Folgen für gespeicherte Daten.

Direkt nutzbar sind dagegen die reguläre PowerToys-Ausgabe und die gestarteten RTX-Spark-Geräte. Bei der Software lohnt sich die Auswahl einzelner nützlicher Werkzeuge; bei der Hardware die Prüfung des gesamten Programmbedarfs. Hohe KI-Rechenwerte beantworten diese Frage ebenso wenig wie ein bekannter Grafikname.

Die zurückgenommene VPN-Korrektur zeigt schließlich, warum der aktuelle Stand der Updatehinweise zählt. Ein installiertes Sicherheitsupdate und die Behebung eines bestimmten Alltagsfehlers sind zwei unterschiedliche Dinge. Wer betroffen ist, sollte sich am konkret dokumentierten Fehler und dessen Freigabestatus orientieren.

Weitere Ausgaben und Hintergründe zu Windows, PC-Hardware und Software sind im Bereich PC Kompass gesammelt.

Stand der Recherche: 22. Oktober 2026, 11:41 Uhr MESZ.

Hauptquellen

Transparenzhinweis: Grundlage dieses Beitrags sind die verlinkten Hersteller-, Support- und Entwicklerdokumente. Leistungswerte stammen von den jeweiligen Anbietern. GadgetChecks hat die beschriebenen Vorschaufunktionen, PowerToys-Werkzeuge und RTX-Spark-Geräte für diese Ausgabe nicht selbst getestet.

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