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Google Fitbit Edge setzt auf Wechselakku, Nothing OS 5 startet – und OnePlus verbaut 9.000 mAh




Redaktion









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9 Min. Lesezeit

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Der Google Fitbit Edge bringt einen austauschbaren Akku in Googles Fitness-Tracker, Nothing verteilt Android 17 als stabiles Update und OnePlus reizt in China Akku- und Displaytechnik aus. Gleichzeitig macht LineageOS 24 aktuelle Software für zahlreiche ältere Geräte erreichbar, Google Wallet lernt Belege zu erfassen und Galaxy-Smartphones arbeiten enger mit Googlebooks zusammen.

Berichtszeitraum: 8. Oktober 2026, 12:29 Uhr, bis 15. Oktober 2026, 12:29 Uhr MESZ

Der Google Fitbit Edge stellt eine einfache Frage neu: Muss ein schmaler Fitness-Tracker zum Wegwerfprodukt werden, sobald sein Akku nach Jahren spürbar nachlässt? Google beantwortet sie mit einem modularen Aufbau und einem austauschbaren Energiespeicher. Das klingt unspektakulärer als ein neuer KI-Assistent, könnte für die tatsächliche Lebensdauer des Geräts aber wichtiger sein als viele Softwarefunktionen, die zur Vorstellung im Vordergrund stehen.

Auch an anderen Stellen dreht sich die Android-Woche um die Zeit nach dem Kauf. Nothing OS 5 erreicht das Phone (3) als fertige Version, LineageOS 24 verlängert den Softwareweg ausgewählter Geräte und Google verbessert die Verbindung zwischen Galaxy-Smartphones und den seit Anfang Oktober in Deutschland erhältlichen Googlebooks. Weitere Entwicklungen der Plattform bündelt der AndroidKompass fortlaufend; entscheidend ist diesmal, ob neue Technik tatsächlich verfügbar, nur schrittweise freigeschaltet oder vorerst auf einen Markt begrenzt ist.

Nachricht der Woche: Google Fitbit Edge macht den Akku austauschbar

Der Google Fitbit Edge sitzt zwischen einem schlichten Fitness-Armband und einer vollständigen Smartwatch. Sein Hybrid-OLED-Display bietet laut Google 46 Prozent mehr Anzeigefläche als frühere Tracker des Unternehmens, eine physische Seitentaste ergänzt die Bedienung per Touch und das Gehäuse ist 11,5 Millimeter dick. Google Maps, Mediensteuerung sowie Anruf- und Nachrichtenhinweise gehören zum Funktionsumfang, ein frei erweiterbares Wear-OS-System wie bei der Pixel Watch steckt jedoch nicht darin.

Für Sport und Gesundheit nennt Google mehr als 50 manuell wählbare Trainingsmodi, eine automatische Erkennung von bis zu 100 Aktivitäten, integriertes GPS, einen Höhenmesser, kontinuierliche Herzfrequenzmessung, EKG und die Erfassung nächtlicher Hauttemperaturveränderungen. Mehrere Angaben verlangen eine nüchterne Einordnung. Die versprochene Laufzeit von bis zu sieben Tagen beruht auf Tests mit Vorseriengeräten und einem von Google definierten Nutzungsprofil. Auch die um bis zu 40 Prozent verbesserte GPS-Genauigkeit ist eine Herstellerangabe und noch kein unabhängiges Messergebnis.

Besonders erklärungsbedürftig sind die sogenannten Health-Guardian-Funktionen. Trends zu Blutdruck und Insulinresistenz sind laut Google ausdrücklich keine klinischen Echtzeitmessungen und nicht zur Diagnose oder zur Anpassung einer Behandlung gedacht. Ihre Verfügbarkeit hängt zudem von Land, Gerät und teilweise einem kostenpflichtigen Google-Health-Premium-Abo ab. Wer den Tracker wegen einer bestimmten Gesundheitsfunktion kaufen möchte, sollte deshalb nicht allein von der deutschen Produktvorstellung auf eine sofortige Freischaltung schließen.

Der austauschbare Akku ist die handfesteste Neuerung. Google bezeichnet den Fitbit Edge als ersten reparierbaren Fitness-Tracker des Unternehmens und verweist auf eine interne modulare Architektur. Offen bleibt in der Ankündigung allerdings, ob Besitzer den Akku selbst wechseln können, welche Werkzeuge nötig wären und wie viel ein späterer Austausch im Service kostet. „Austauschbar“ ist daher zunächst ein Reparaturversprechen, aber noch keine Bestätigung für einen unkomplizierten Wechsel am Küchentisch.

In Deutschland lässt sich der reguläre Google Fitbit Edge für 179,99 Euro vorbestellen; ab dem 27. Oktober soll er im Handel stehen. Er arbeitet mit den meisten Smartphones ab Android 11 sowie mit iPhones ab iOS 16.4. Damit ist er breiter kompatibel als eine reine Android-Uhr. Wie groß der Abstand zu einer Smartwatch in der Praxis ausfällt, lässt sich auch an den umfangreicheren Funktionen und den unabhängigen Messwerten der Google Pixel Watch 5 erkennen.

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Nothing OS 5 erreicht das Phone (3) als stabile Version

Nothing hat am 12. Oktober die allgemeine Verteilung von Nothing OS 5 für das Phone (3) begonnen. Die Software basiert auf Android 17 und verlässt damit für dieses Modell die offene Testphase. „Allgemeine Veröffentlichung“ bedeutet trotzdem nicht, dass jedes Phone (3) am selben Tag aktualisiert wird: Nothing verteilt das Paket gestaffelt nach Region und Gerät. Wer es noch nicht angeboten bekommt, kann unter „Einstellungen“, „System“ und „Systemupdate“ prüfen, sollte aber keine Firmware aus inoffiziellen Quellen erzwingen.

Sichtbar wird die neue Version vor allem an einem überarbeiteten Launcher, neuen Sperrbildschirm-Uhren, einer neu geordneten Einstellungs-App und einer konsistenteren Gestaltung von Kamera, Galerie und Widgets. Der Startbildschirm erhält eine zusätzliche Darstellungsoption, statt den bisherigen Nothing-Stil vollständig zu ersetzen. Praktisch sind zudem die getrennt wählbaren Bereiche für Benachrichtigungen und Schnelleinstellungen, ein eigener Lautstärkeregler für digitale Assistenten und eine QR-Freigabe über Quick Share, die Dateien per Weblink auch für iPhones erreichbar machen kann.

Bei den KI-Funktionen lohnt der Blick auf den Auslieferungsweg. Nothing verbessert Essential Voice und Essential Space, doch nicht alles steckt unveränderlich im großen Systempaket. Die MCP-Anbindung von Essential Space wird separat über Google Play verteilt und startet nur mit Lesezugriff. Der Essential Apps Builder bleibt eine schrittweise freigeschaltete Beta, die angekündigte Echtzeitübersetzung soll erst später folgen. Eine installierte Versionsnummer garantiert deshalb nicht automatisch, dass jeder beworbene Baustein bereits auf jedem Konto aktiv ist.

Für andere Nothing- und CMF-Modelle ist der stabile Start des Phone (3) ebenfalls keine pauschale Freigabe. Das Unternehmen verweist für weitere Geräte auf seinen laufend aktualisierten Fahrplan. Entscheidend bleiben Modell, Entwicklungsstand und regionale Zertifizierung.

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OnePlus 16 kombiniert 9.000 mAh mit bis zu 185 Hertz

Das OnePlus 16 treibt mehrere Datenblattwerte auf ein Niveau, das bei europäischen Smartphones noch ungewöhnlich ist. Die chinesische Modellvariante verwendet einen zweigeteilten Akku mit einer typischen Gesamtkapazität von 9.000 Milliamperestunden, unterstützt Laden mit bis zu 100 Watt per Kabel sowie 50 Watt kabellos und besitzt ein 6,78 Zoll großes Display. Außerhalb von Spielen passt es seine Bildwiederholrate laut Hersteller zwischen 1 und 165 Hertz an; unterstützte Spiele können bis zu 185 Hertz erreichen.

Im Inneren arbeitet Qualcomms Snapdragon-8-Elite-Plattform der sechsten Generation. Die Hauptkamera löst mit 200 Megapixeln auf, Ultraweitwinkel- und Telekamera jeweils mit 50 Megapixeln. Das Teleobjektiv bietet eine dreifache optische Vergrößerung. Hinzu kommen Varianten mit bis zu 16 Gigabyte Arbeitsspeicher und einem Terabyte Speicher sowie Schutzarten bis IP69K. Sämtliche Leistungs-, Lade- und Laufzeitangaben stammen zunächst vom Hersteller. Ob der große Akku im Alltag tatsächlich drei Tage trägt, wie stark das Gerät unter Dauerlast drosselt und wie die reale Ladekurve ausfällt, müssen unabhängige Tests klären.

Für Deutschland ist vor allem die Marktgrenze wichtig. OnePlus führt das Modell derzeit auf seiner chinesischen Website mit ColorOS 17; eine deutsche Produktseite, ein Europreis oder ein bestätigter europäischer Verkaufsstart lagen zum Redaktionsschluss nicht vor. Auch die genannten Mobilfunkbänder ersetzen keine europäische Zertifizierung, lokale Garantie oder angepasste Software. Das OnePlus 16 zeigt damit, was technisch bereits in einem Seriengerät möglich ist, ist aber noch keine regulär verfügbare Kaufoption für deutsche Interessenten.

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LineageOS 24 bringt Android 17 auf ausgewählte ältere Geräte

LineageOS 24.0 ist auf Basis von Android 17 für die erste Gruppe unterstützter Geräte freigegeben. Das Projekt spricht ausdrücklich von einer anfänglichen Veröffentlichung: Der neue Zweig habe funktional und bei der Stabilität den Stand von LineageOS 23.2 erreicht, weitere Modelle folgen aber nur, wenn ihre jeweiligen Betreuer die Anpassungen fertigstellen. Eine im Netz genannte Gesamtzahl unterstützter Smartphones sagt deshalb wenig über das eigene Modell aus; verbindlich ist ausschließlich dessen Eintrag im offiziellen LineageOS-Wiki.

Die neue Version überarbeitet zahlreiche System-Apps, führt mit Canvas einen eigenen Bildeditor ein und bringt viele Oberflächen auf den aktuellen Material-Design-Stand. Sicherheitskorrekturen von August 2025 bis Oktober 2026 wurden nach Angaben des Projekts in die Zweige 18.1 bis 24.0 übernommen. Das bedeutet jedoch nicht, dass jedes Gerät denselben Patchstand erhält: Build-Zweig, Kernel, gerätespezifische Komponenten und Wartungsstatus bleiben ausschlaggebend.

Neu sind browserbasierte Werkzeuge, die über WebUSB mit kompatiblen Geräten kommunizieren und einzelne Schritte beim Aufspielen des Systems vereinfachen sollen. Das macht eine Custom-ROM-Installation nicht risikofrei. Entsperren, Sichern persönlicher Daten und das Befolgen der modellgenauen Anleitung bleiben nötig; Verfügbarkeit und Funktion hängen von Gerät, Browser, Betriebssystem und USB-Verbindung ab. LineageOS erklärt zudem, dass Geräte mit den alten Linux-Kerneln 4.4 und 4.9 nur noch für LineageOS 22.2 als neue offizielle Einreichungen akzeptiert werden. Android 17 lässt sich also nicht allein wegen eines funktionierenden Bootloaders auf jedes alte Smartphone heben.

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Google Wallet kann Belege erfassen

Google Play-Dienste in Version 26.40 erweitern Google Wallet um die Möglichkeit, Belege einzuscannen und in der App abzulegen. Außerdem sollen Händlernamen in Transaktionshinweisen verständlicher erscheinen. Für Zahlungen über Chrome unter Android kann Google Pay die zwischengeschaltete Payment-Request-Ansicht überspringen, wenn Nutzer dem Händler ihren Namen, ihre E-Mail-Adresse und ihre Telefonnummer bereitstellen.

Die Belegfunktion ersetzt weder eine Buchhaltungssoftware noch garantiert sie eine rechtssichere Archivierung. Googles Versionshinweis beschreibt das Erfassen und Anzeigen, macht aber keine Aussage darüber, welche Daten automatisch erkannt werden, wie lange Belege gespeichert bleiben oder ob Exporte für deutsche Steuerzwecke vorgesehen sind. Auch bei Google-Systemdiensten erfolgt die Freischaltung nicht zwingend gleichzeitig mit der Installation einer bestimmten Versionsnummer. Wenn die Option noch fehlt, kann sie konto- oder serverseitig später erscheinen.

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Galaxy-Smartphones arbeiten nun enger mit Googlebooks zusammen

Google erweitert seine „Better Together“-Funktionen auf Samsung-Smartphones mit One UI 9 und Android 17. Damit können kompatible Galaxy-Geräte Benachrichtigungen mit einem Googlebook synchronisieren, über „Continue On“ unterstützte Tätigkeiten auf dem Laptop fortsetzen, per „Quick Access“ auf Smartphone-Dateien zugreifen und mit „Cast My Apps“ mobile Anwendungen auf dem größeren Bildschirm bedienen. Zum Start der Googlebooks funktionierte diese Verbindung ausgerechnet mit vielen Galaxy-Geräten noch nicht vollständig.

Die Voraussetzungen setzen der Erweiterung klare Grenzen. Auf beiden Geräten müssen Bluetooth und WLAN aktiviert sein; sie müssen dasselbe Google-Konto verwenden, mit demselben Netzwerk verbunden sein und die geräteübergreifenden Dienste aktiviert haben. Einige Apps mit sensiblen Informationen oder geschützten Medien lassen sich nicht übertragen. Zudem schließt die Formulierung „Galaxy mit One UI 9“ ältere Modelle und Geräte aus, auf denen Android 17 noch nicht angekommen ist.

Für Deutschland ist die Funktion grundsätzlich relevant, weil die ersten Googlebooks hier seit dem 5. Oktober zu Preisen ab 1.199 Euro erhältlich sind. Die Galaxy-Unterstützung wird jedoch über Google-Play- und Hintergrunddienste verteilt. Auch ein passendes Smartphone und ein aktueller Laptop sind deshalb keine Garantie dafür, dass die Funktion in derselben Minute auftaucht.

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Wochenfazit: Längere Nutzung wird zum eigentlichen Fortschritt

Die auffälligsten Zahlen dieser Android-Woche lauten 9.000 Milliamperestunden, 185 Hertz und 100 automatisch erkannte Aktivitäten. Dauerhaft wichtiger könnten jedoch die unscheinbareren Veränderungen sein. Ein austauschbarer Akku kann die Nutzungszeit eines Fitness-Trackers verlängern, LineageOS hält ausgewählte Geräte softwareseitig am Leben und Nothing zeigt, dass eine große Android-Aktualisierung zunehmend aus Systempaket, Play-Store-Komponenten und serverseitig freigeschalteten Diensten besteht.

Google Wallet und die Galaxy-Anbindung der Googlebooks folgen demselben Muster: Funktionen erreichen nicht mehr nur mit einem klassischen Betriebssystemupdate das Gerät. Das beschleunigt Verbesserungen, macht ihren tatsächlichen Status aber schwerer erkennbar. Ein Versionsname allein beantwortet deshalb immer seltener die entscheidende Frage, ob eine Funktion auf dem eigenen Gerät, im eigenen Land und mit dem eigenen Konto bereits nutzbar ist. Aktuelle Einzelmeldungen und bestätigte Statusänderungen erscheinen fortlaufend in den GadgetChecks-News.

Stand der Recherche: 15. Oktober 2026, 12:30 Uhr MESZ (Europa/Berlin).

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Transparenzhinweis: gadgetChecks hat die genannten Geräte, Softwareversionen und Dienste nicht selbst getestet. Die Einordnung beruht auf den verlinkten Originalquellen und ergänzender Fachberichterstattung; Herstellerangaben zu Leistung, Laufzeit und Genauigkeit sind entsprechend gekennzeichnet.

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