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Midea PizzaPro Backofen: Graphenheizung soll 350 Grad ermöglichen




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Der Midea PizzaPro Backofen soll mit einer graphenbasierten Heizung Temperaturen von bis zu 350 Grad erreichen. Nach Angaben des Herstellers wurde das Gerät auf der IFA 2026 in Berlin vorgeführt. Die Technik reagiert demnach innerhalb von 0,2 Sekunden – damit ist allerdings nicht die Aufheizzeit des gesamten Garraums gemeint.

In seinem offiziellen IFA-Bericht führt Midea das Gerät als PizzaPro. Eine weitere, am 7. September verbreitete Unternehmensmeldung zur Vorführung ordnet den Backofen zugleich der SpaceMaster-Serie zu. Der weltweite Marktstart ist für 2027 geplant. Einen konkreten Termin oder Preis für Deutschland nennt Midea noch nicht.

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Midea PizzaPro Backofen: 0,2 Sekunden sind keine Vorheizzeit

Die Bezeichnungen der Heiztechnik unterscheiden sich in den Herstellerunterlagen leicht. Midea spricht sowohl von „Graphene Turbo Airflow“ als auch von „Graphene Turbo Hot Air“. Gemeint sind graphenbasierte Heizelemente, deren schnelle thermische Reaktion eine präzisere Temperatursteuerung ermöglichen soll.

Die beworbenen 0,2 Sekunden beschreiben ausschließlich die Reaktion dieses Heizsystems. Sie sagen nicht aus, dass der Backofen in dieser Zeit eine Backtemperatur von 350 Grad erreicht. Wie lange der Garraum tatsächlich zum Vorheizen benötigt, gibt Midea bislang nicht an.

Die hohe Maximaltemperatur ist vor allem für das mitgelieferte Pizzaprogramm vorgesehen. Zusammen mit einem feuerfesten Pizzastein soll sie Bedingungen schaffen, die näher an einen klassischen Pizzaofen heranreichen als gewöhnliche Haushaltsprogramme. Ob Temperaturverteilung, Backzeit und Ergebnis das Versprechen erfüllen, lässt sich aus einer Messevorführung nicht ableiten. Dafür wären reproduzierbare Messungen und ein unabhängiger Praxistest erforderlich.

Auch zum Energiebedarf fehlen belastbare Vergleichswerte. Midea nennt für die angekündigte Ausführung die Energieeffizienzklasse A++, veröffentlicht aber noch kein eindeutig zugeordnetes deutsches Produktdatenblatt mit Verbrauchswerten pro Zyklus.

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Bei Garraum und Ausstattung bleiben Zuordnungsfragen

Für den PizzaPro nennt der Hersteller 81 Liter Garraum. Im IFA-Bericht ist von Platz für vier Bleche die Rede. Die vorab verbreitete Produktmeldung beschreibt dagegen drei gleichzeitig nutzbare Ebenen mit individueller Temperatursteuerung. Beides kann technisch zusammenpassen, eine genaue Funktionsbeschreibung oder Bedienungsanleitung liegt jedoch noch nicht vor.

Hinzu kommt, dass Mideas öffentliche Unterlagen mehrere Backöfen aus dem SpaceMaster-Umfeld zeigen. Auf der internationalen SpaceMaster-Seite steht ein Modell mit 88 Litern, während der allgemeine IFA-Bericht an anderer Stelle einen Einbaubackofen mit 92 Litern erwähnt. Diese Werte sollten nicht mit den 81 Litern des PizzaPro vermischt werden. Ohne eindeutige Modellnummern lässt sich derzeit nicht zweifelsfrei bestimmen, welche Ausstattung zu welcher geplanten Handelsversion gehört.

Nach Unternehmensangaben gehören App-Steuerung, Unterstützung für Google Home und Amazon Alexa sowie zwei Selbstreinigungsverfahren zum geplanten Funktionsumfang. Welche Reinigungsverfahren damit genau gemeint sind und ob sämtliche Funktionen in jeder regionalen Ausführung enthalten sein werden, bleibt offen.

Deutschlandstart des Midea PizzaPro Backofens ist nicht bestätigt

Der angekündigte globale Marktstart im Jahr 2027 ist noch keine Zusage für Deutschland. Auf der aktuell erreichbaren deutschen Backofenübersicht von Midea wird der PizzaPro bislang nicht als bestellbares Modell geführt. Dort fehlen deshalb auch eine deutsche Modellnummer, der Preis, der Lieferumfang und konkrete Einbauangaben.

Gerade bei einem Einbaugerät sind diese Daten entscheidend. Vor einer belastbaren Einordnung müssen Anschlusswert, Einbaumaße, Belüftungsanforderungen, Verbrauchswerte und die Bedingungen des 350-Grad-Programms bekannt sein. Ebenso offen ist, ob der Pizzastein in Deutschland serienmäßig beiliegt und welche vernetzten Funktionen hier tatsächlich freigeschaltet werden.

Damit bleibt der PizzaPro vorerst eine technisch interessante IFA-Ankündigung. Midea hat das Heizkonzept und zentrale Eckdaten gezeigt, aber noch kein vollständig dokumentiertes deutsches Verkaufsmodell vorgestellt. Erst die regionalen Produktunterlagen werden zeigen, welche der angekündigten Eigenschaften gemeinsam in den Handel kommen.

Stand der Recherche: 7. September 2026, 12:28 Uhr (Europe/Berlin).

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