Seite auswählen

Apple Daily: Apple greift bei Creators zu, baut sein Designteam um und wird verklagt

Apple Daily: Apple greift bei Creators zu, baut sein Designteam um und wird verklagt

Apple hat eine neue Frist für die Umstellung des Abrechnungssystems in der Patreon-App festgelegt. Wie TechCrunch berichtet, müssen alle Creator auf der Plattform Patreon bis spätestens zum 1. November 2026 vom bisherigen Zahlungssystem Patreons auf das In-App-Kaufsystem des App Store umsteigen, sofern sie über die iPhone– und iPad-App Einnahmen erzielen möchten. Patreon dient Creatorn wie YouTubern, Podcastern oder Künstlern als Plattform, um direkte Zahlungen von Unterstützern zu erhalten und sich damit eine zusätzliche Einnahmequelle neben Werbung und Sponsoring aufzubauen. Apple stuft diese Unterstützerzahlungen als digitale Güter ein und betrachtet sie daher als provisionspflichtig, sobald sie innerhalb der iOS-App abgewickelt werden.

Anzeige*

Ursprünglich hatte Apple Patreon darüber informiert, dass die Umstellung bereits bis November 2025 erfolgen müsse. Für den Fall einer Nichtumsetzung stand sogar die Entfernung der App aus dem App Store im Raum. Diese Frist wurde nun um ein Jahr verlängert. Apple erhebt auf In-App-Käufe und Abonnements eine Provision von 30 Prozent, die sich auf 15 Prozent reduziert, sobald ein Abonnement länger als zwölf Monate besteht. Patreon überlässt es den Creatorn, wie sie mit dieser Gebühr umgehen. Sie können entweder die Preise ausschließlich in der iOS-App anheben, um die zusätzliche Provision auszugleichen, oder die Kosten selbst tragen und die Preise auf allen Plattformen einheitlich halten. Nutzer auf iPhone und iPad haben zudem weiterhin die Möglichkeit, die App-Store-Provision zu umgehen, indem sie ihre Unterstützung nicht in der App, sondern direkt über die Patreon-Website abschließen.

Patreon selbst äußerte sich kritisch zur Umsetzung der Richtlinie und erklärte, man sei enttäuscht über das Vorgehen Apples. Gleichzeitig zeigen die Zahlen, dass der Übergang bereits weitgehend abgeschlossen ist. Laut TechCrunch nutzen nur noch rund vier Prozent der Patreon-Creator das alte Abrechnungssystem, während die große Mehrheit bereits auf das von Apple geforderte In-App-Kaufsystem umgestellt hat.

Anzeige*

Apple Designteam: Halide-Mitgründer Sebastiaan de With wechselt zu Apple

Sebastiaan de With, Mitgründer der bekannten iPhone-Kamera-App Halide, hat bekannt gegeben, dass er dem Human Interface Design Team von Apple beigetreten ist. In einer kurzen Stellungnahme äußerte de With seine Begeisterung darüber, künftig an Produkten zu arbeiten, die ihn seit Jahren begleiten, und dies gemeinsam mit einem Team, das er als das beste der Branche bezeichnete. Für de With bedeutet der Wechsel zugleich eine Rückkehr zu Apple. Bereits früher war er für das Unternehmen tätig und wirkte unter anderem an Diensten wie iCloud, MobileMe sowie an der „Wo ist?“-App mit. Neben seiner Arbeit im Apple-Ökosystem hat er im Laufe seiner Karriere auch Designprojekte für Unternehmen wie Sony, Mozilla, Oracle, HP und Electronic Arts umgesetzt. Innerhalb der Apple- und Fotografie-Community gilt de With seit Jahren als prägende Stimme, nicht zuletzt durch seine öffentliche Auseinandersetzung mit Interface-Design, Kameratechnologie und mobiler Fotografie.

Der Einstieg erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem sich Apples Designorganisation spürbar verändert. Im vergangenen Jahr wechselte der frühere Software-Designchef Alan Dye zu Meta. Gleichzeitig wurde Apples Hardware-Chef John Ternus, der als aussichtsreicher Kandidat für die Nachfolge von CEO Tim Cook gilt, Berichten zufolge damit betraut, die übergreifende Verantwortung für Hardware- und Software-Designteams zu übernehmen. Parallel dazu haben in den letzten Jahren mehrere Designer Apple verlassen, um mit dem früheren Designchef Jony Ive zusammenzuarbeiten. Ive hatte Apple 2019 verlassen, um das Designstudio LoveFrom zu gründen, und ist inzwischen in ein gemeinsames Hardware-Projekt mit OpenAI eingebunden. Im Umfeld dieser Personalie gibt es auch Neuigkeiten aus dem Halide-Universum. Lux, das Mutterunternehmen der Kamera-App, hat zeitgleich eine öffentliche Vorschau auf Halide Mark III veröffentlicht. Dabei handelt es sich um die nächste Generation der Flaggschiff-App, die den bisherigen Funktionsumfang erweitern und technisch wie gestalterisch weiterentwickeln soll.

Apple Continuity Camera Klage: Patent- und Kartellrechtsvorwürfe

Apple ist in dieser Woche vor einem Bundesgericht im US-Bundesstaat New Jersey vom Entwickler der mobilen Video-App Camo verklagt worden. Der Vorwurf: Apple soll bei der Einführung der Funktion „Continuity Camera“ in iOS 16 im Jahr 2022 geschützte Technologie des Unternehmens übernommen haben. Camo wurde 2020 von dem in London ansässigen Unternehmen Reincubate veröffentlicht und ermöglicht es, iPhones und Android-Smartphones als hochwertige Webcams für Videokonferenzen auf Desktop-Computern zu nutzen. Apples Continuity Camera verfolgt innerhalb des eigenen Ökosystems einen ähnlichen Ansatz und erlaubt es, ein iPhone drahtlos als Webcam für einen Mac einzusetzen, sofern beide Geräte mit demselben Apple-Account angemeldet sind.

In der Klageschrift erklärt Reincubate, Apple habe mehrere patentierte Funktionen aus der Camo-App übernommen und in sein Betriebssystem integriert, um gezielt Nutzer auf ein eigenes, plattformgebundenes Angebot umzulenken. Apple habe damit nicht nur konkurrierende Software verdrängt, sondern auch die Nachfrage nach unabhängigen Lösungen bewusst geschwächt. Besonders schwer wiegt aus Sicht von Reincubate der Vorwurf, Apple habe das Unternehmen aktiv dazu ermutigt, Camo für iOS zu entwickeln und zu vermarkten. Laut Klage habe Apple ein Vertrauensverhältnis aufgebaut und Reincubate dazu gebracht, technische Details, frühe Versionen der Software sowie Markteinblicke zu teilen. Diese Informationen habe Apple anschließend genutzt, um Continuity Camera zu entwickeln und direkt in iOS zu integrieren. In der Klageschrift heißt es, dass Apple in den meisten Fällen Entwickler nicht gezielt dazu verleite, Software zu testen oder zu entwickeln, hier jedoch bewusst eine Ausnahmesituation geschaffen habe, um von einem privilegierten Zugang zu profitieren.

Reincubate ordnet das Vorgehen als klassisches Beispiel für sogenanntes „Sherlocking“ ein. Der Begriff beschreibt die Praxis, bei der Apple Funktionen von Drittanbieter-Apps in das Betriebssystem integriert und damit deren Geschäftsmodell untergräbt. Reincubate argumentiert, Apple habe nicht fair konkurriert, sondern gezielt technische und wirtschaftliche Hürden aufgebaut, um das Spielfeld zu seinen Gunsten zu verschieben und gleichzeitig geistige Eigentumsrechte zu verletzen. In einer Stellungnahme gegenüber Reuters erklärte Reincubate-CEO Aidan Fitzpatrick, Apple habe durch dieses Vorgehen versucht, Wettbewerb zu unterbinden und rivalisierende Plattformen aus dem Markt zu drängen. Statt in einen offenen Wettbewerb einzutreten, habe der Konzern seine Marktmacht genutzt, um eigene Lösungen zu bevorzugen und Alternativen systematisch zu benachteiligen.

Apple weist die Vorwürfe zurück. In einer eigenen Erklärung betonte das Unternehmen, man konkurriere fair und respektiere die geistigen Eigentumsrechte anderer. Die betreffenden Kamerafunktionen seien intern von Apple-Ingenieuren entwickelt worden und stellten keine Kopie externer Technologien dar. Neben dem Vorwurf der Patentverletzung ist die Klage auch kartellrechtlich ausgelegt. Reincubate wirft Apple vor, gegen US-amerikanisches Wettbewerbsrecht zu verstoßen, indem Nutzer eng an das eigene Ökosystem gebunden und der Wechsel zu konkurrierenden Plattformen erschwert werde. Das Unternehmen fordert nicht näher bezifferten Schadensersatz sowie gerichtliche Anordnungen, die Apples mutmaßlich wettbewerbswidriges Verhalten künftig unterbinden sollen.


Anzeige*

Aktuelle Angebote!

Bei den zeitlich limitierten Schnäppchen findest Du jede Menge nützliche Gadgets. Über den Shop-Button gelangst Du zur Übersicht.

Entdecke gadgetChecks.de!

Reviews

Angebote

Streaming

Bildquelle: Titelbild (uixtube/Freepik) - juicy_fish / News-Quellen: 9to5Mac - Macrumors - Bloomberg

*Transparenz!

= externe Links /// + Banner = Partner-Links - Wenn Du über diese einkaufst unterstützt du uns mit einer kleinen Provision, bei unverändertem Preis. Übersicht aller Partnerprogramme /// Preise gelten zum Zeitpunkt der Veröffentlichung - Informationen & Disclaimer  /// ** = Ecovacs Tracking-Link
Alle erwähnten Marken, Produktnamen und Logos sind Eigentum der jeweiligen Rechteinhaber. Dieses Portal ist ein unabhängiges Projekt und steht in keinerlei Verbindung zu Apple Inc. oder anderen Herstellern. Wir werden nicht gesponsert, autorisiert oder anderweitig unterstützt.

Euer Wunsch-Gadget bei uns im Test

Damit ihr beim nächsten Gadget-Shopping keine böse Überraschung erfahrt, könnt ihr uns eure geplante Anschaffung mitteilen, wir versuchen dann ein Review für Euch durchzuführen. Bitte habt dafür Verständnis, dass das Gerät hierfür meist von mehreren Lesern genannt werden muss.