Apple Daily: Dünneres Face ID fürs iPhone Air 2, AirTag 2 im Detail und iOS 26 schwächelt
Apple arbeitet offenbar an einer deutlich kompakteren Face-ID-Hardware, um den Platzbedarf des Gesichtserkennungssystems im iPhone Air 2 zu reduzieren. Darauf deutet eine aktuelle Einschätzung des bekannten Leakers Instant Digital hin, die auf der chinesischen Plattform Weibo veröffentlicht wurde. Demnach habe Apple bei Zulieferern eine „ultradünne“ Variante der Face-ID-Komponente angefragt. Nach Angaben des Leakers soll die neue Bauform es ermöglichen, im iPhone Air zusätzlich zur bestehenden einzelnen Hauptkamera ein Ultraweitwinkelobjektiv zu integrieren. Ein solches Redesign mit einer zweiten Kamera gilt als möglicher Versuch, auf Kritik zu reagieren, wonach das iPhone Air zwar durch sein extrem schlankes Design auffalle, dafür jedoch zu viele funktionale Kompromisse eingehe – insbesondere im Verhältnis zum Einstiegspreis von 1.199 Euro.
Im aktuellen Modell sind mehrere technische Komponenten im Kamerabuckel konzentriert, um möglichst viel Raum für den Akku freizuhalten. Die Integration einer weiteren Kamera würde daher voraussichtlich umfangreiche interne Anpassungen erfordern. Bereits im November hatte der chinesische Leaker Digital Chat Station berichtet, Apple lege bei der Entwicklung des iPhone Air besonderen Wert auf ein möglichst dünnes und leichtes Gehäuse, um zusätzliche Hardwareoptionen zu ermöglichen. Kurz darauf folgte ein Bericht von The Information, der ebenfalls darauf hindeutete, dass eine zweite Kamera für das Gerät in Arbeit sein könnte. Parallel dazu kursieren Berichte über Apples Strategie bei anderen Produktlinien. Für das mutmaßlich noch in diesem Jahr erwartete faltbare iPhone soll sich das Unternehmen entschieden haben, Touch ID in die Seitentaste zu integrieren, anstatt Face ID zu verwenden, um das Gerät so schlank wie möglich zu halten. Ein weiter verkleinertes TrueDepth-Kamerasystem könnte jedoch langfristig den Weg dafür ebnen, auch bei besonders dünnen Geräten wieder auf Gesichtserkennung zu setzen.
Instant Digital spekuliert zudem, dass ein ultradünnes Face-ID-Modul eines Tages sogar in einem MacBook zum Einsatz kommen könnte. Konkrete Hinweise auf eine aktive Entwicklung in diese Richtung gibt es derzeit allerdings nicht. Bereits 2022 hatte Mark Gurman von Bloomberg berichtet, Apple habe Face ID für den iMac getestet. Die dafür notwendige Technik, um das System in sehr dünne Notebook-Displays zu integrieren, sei damals jedoch noch nicht ausgereift gewesen. Bis heute wurde Face ID in keinem Mac verbaut. In diesem Zusammenhang hatte ein Apple-Marketingmanager argumentiert, Touch ID sei bei Macs praktischer, da sich der Sensor in unmittelbarer Nähe der Hände befinde. Diese Einschätzung schließt jedoch nicht aus, dass Apple die Integration von Face ID in Mac-Hardware langfristig erneut prüft. Die aktuellen Hinweise deuten nicht auf unmittelbar bevorstehende Produktänderungen hin. Eine zweite Generation des iPhone Air wird frühestens im kommenden Jahr erwartet. Die Berichte legen jedoch nahe, dass Apple die Architektur seiner Face-ID-Hardware derzeit grundsätzlich neu bewertet, um sie künftig flexibler einsetzen zu können.
Neuer Apple AirTag 2: Alles Wichtige auf einen Blick
Nach fünf Jahren hat Apple die zweite Generation des AirTag vorgestellt. Äußerlich bleibt der neue Tracker dem ursprünglichen Modell vollständig treu, auch das Grundprinzip hat sich nicht verändert. Unter der Oberfläche hat Apple jedoch an mehreren Stellen nachgebessert und Funktionen erweitert, die den AirTag 2 klar vom Vorgänger unterscheiden. Zentral ist der Einsatz von Apples Ultra-Wideband-Chip der zweiten Generation. Durch das aktualisierte UWB-Modul vergrößert sich die Reichweite der Präzisionssuche um etwa den Faktor 1,5. Diese Funktion ermöglicht es, einen AirTag in unmittelbarer Umgebung, etwa in Innenräumen, zentimetergenau zu orten und sich direkt zu ihm führen zu lassen. Erstmals ist diese Präzisionssuche nicht mehr ausschließlich dem iPhone vorbehalten. Sie funktioniert nun auch auf der Apple Watch Series 9 und neuer sowie der Apple Watch Ultra 2 und neuer, da diese Modelle ebenfalls über UWB-Chips verfügen.
Apple hat zudem den integrierten Lautsprecher überarbeitet. Er ist beim AirTag 2 bis zu 50 Prozent lauter als beim Original, was das Auffinden per Tonsignal erleichtert. Gleichzeitig soll dies als zusätzliche Maßnahme gegen Missbrauch dienen, da sich der Ton schwerer unauffällig dämpfen lässt. Ergänzt wird dies durch eine neuere Bluetooth-Spezifikation, die eine größere Reichweite ermöglicht. Um Platz für den stärkeren Lautsprecher zu schaffen, wurde das Innenleben des AirTag neu gestaltet. In der Gerüchteküche war zuvor spekuliert worden, Apple könne das Design gezielt so verändert haben, dass sich der Lautsprecher schwerer entfernen lässt. Ob dies tatsächlich der Fall ist, dürfte erst ein Teardown zeigen. Durch die interne Überarbeitung ist das Gewicht leicht gestiegen: Der AirTag 2 bringt 0,42 Unzen beziehungsweise 11,8 Gramm auf die Waage und ist damit rund sieben Prozent schwerer als das ursprüngliche Modell.
Eine kleine, aber sichtbare Änderung findet sich auf der Rückseite. Der dort aufgedruckte Text ist nun vollständig in Großbuchstaben gehalten und nennt zusätzlich die IP67-Zertifizierung für Wasser- und Staubschutz sowie die Unterstützung von NFC und dem Wo ist?-Netzwerk. Diese Funktionen gab es bereits zuvor, wurden auf dem ersten AirTag jedoch nicht explizit erwähnt. Der neue Schriftzug dient zugleich als einfaches Unterscheidungsmerkmal zwischen erster und zweiter Generation. Unverändert bleibt Apples Positionierung: Auch beim AirTag 2 weist das Unternehmen ausdrücklich darauf hin, dass das Gerät zur Ortung von Gegenständen gedacht ist und nicht von Personen oder Haustieren. Ungeachtet dessen werden AirTags in der Praxis weiterhin häufig zur Standortbestimmung von Tieren genutzt.
Eine weitere Änderung betrifft das Zurücksetzen des Geräts. Beim AirTag 2 muss die Batterie entfernt, mindestens fünf Sekunden herausgenommen und anschließend wieder eingesetzt werden. Dieser Vorgang ist viermal zu wiederholen, wobei es laut Apple bis zu zwölf Sekunden dauern kann, bis der abschließende Bestätigungston erklingt. Beim ursprünglichen AirTag war keine Wartezeit zwischen dem Herausnehmen und Wiedereinsetzen der Batterie erforderlich. Für die Nutzung des AirTag 2 ist zwingend iOS 26.2.1 oder neuer erforderlich. Geräte, die iOS 26 nicht unterstützen, sind mit dem neuen Tracker nicht kompatibel. Abgesehen davon beherrscht der AirTag 2 weiterhin sämtliche Funktionen des Vorgängers. Er nutzt das „Wo ist?“-Netzwerk, um auch außerhalb der eigenen Bluetooth-Reichweite über nahegelegene Apple-Geräte anonym seinen Standort zu übermitteln. Unterstützt werden zudem der „Verloren“-Modus inklusive NFC-Kontaktfunktion, das Teilen des Standorts mit anderen Personen sowie die Verwendung einer CR2032-Knopfzelle. Die Batterielaufzeit gibt Apple weiterhin mit „mehr als einem Jahr“ an.
iOS 26 Statistik: Nur jeder zweite Nutzer hat aktualisiert
Die aktuelle Verbreitung von iOS 26 liegt nach Daten von StatCounter bei rund 50 Prozent, doch ein beträchtlicher Teil der iPhone-Nutzer begegnet dem Update weiterhin mit Zurückhaltung. Neue Zahlen des Marktforschungsunternehmens SellCell geben nun Einblick in die Gründe für diese Vorsicht und zeigen, wie unterschiedlich Nutzer auf den Druck reagieren, auf die neueste iOS-Version zu wechseln. Die Ergebnisse basieren auf einer im Januar 2026 durchgeführten Umfrage unter 2.000 erwachsenen iPhone-Nutzern in den USA. Demnach gaben 78 Prozent der Befragten an, ihr Gerät bereits auf iOS 26 aktualisiert zu haben, während 22 Prozent noch eine ältere Version verwenden. Dieser Wert liegt deutlich über den von StatCounter gemessenen Installationsraten und dürfte auf einen überdurchschnittlich technikaffinen Teilnehmerkreis hindeuten. SellCell weist selbst darauf hin, dass es sich um Selbstauskünfte handelt und nicht um verifizierte Gerätedaten, weshalb der tatsächliche Marktanteil realistischerweise näher an der Marke von 50 Prozent liegen dürfte.
Ungeachtet dieser Abweichungen zeigt die Umfrage klar, warum viele Nutzer zögern. Am häufigsten genannt wurden Sorgen um die Akkulaufzeit, die 24,2 Prozent der Befragten als Grund für ein Aufschieben des Updates angaben. Ähnliche Bedenken äußerten 23,8 Prozent mit Blick auf mögliche Leistungseinbußen. Auch das Design von iOS 26 spielte eine spürbare Rolle: 17,5 Prozent erklärten, ihnen gefielen die mit dem sogenannten Liquid-Glass-Stil eingeführten optischen Änderungen nicht oder sie empfänden diese als schlechter lesbar. Weitere 8,6 Prozent zeigten sich frustriert darüber, dass sich bestimmte neue visuelle Elemente nicht vollständig deaktivieren lassen.
Daneben existieren auch eher praktische Hemmnisse. Rund 15 Prozent der Befragten fürchteten, nach der Installation nicht mehr oder nur schwer zu einer früheren iOS-Version zurückkehren zu können. 11,4 Prozent nannten Berichte über Fehler oder nicht mehr funktionierende Funktionen als Grund für ihr Zögern. Auffällig ist zudem, dass eine hohe Installationsrate nicht automatisch auf großes Vertrauen in Updates schließen lässt. Nur 38,8 Prozent der Teilnehmer gaben an, iOS-Aktualisierungen in der Regel sofort zu installieren, sobald sie angeboten werden. Die Mehrheit von 61,2 Prozent berichtete von unterschiedlichen Formen der Verzögerung. Dazu zählen das bewusste Abwarten auf Rückmeldungen anderer Nutzer, das Wegklicken von Erinnerungen, das Vertrauen auf automatische Updates oder das gezielte Verschieben von Aktualisierungen um Wochen oder sogar Monate. Ein kleinerer Teil aktualisiert nach eigenen Angaben erst dann, wenn eine wichtige App ohne die neue iOS-Version nicht mehr funktioniert.
Die Zurückhaltung gegenüber iOS 26 zeigt sich selbst unter jenen, die das Update bereits installiert haben. In der gesamten Stichprobe gaben 72 Prozent an, dass es mindestens einen Aspekt gab, der sie beim Upgrade zögern ließ. Nur 28 Prozent erklärten, sie hätten keinerlei Bedenken gehabt. Unter den 443 Befragten, die noch eine ältere iOS-Version nutzen, zeigte sich zudem ein Informationsdefizit: 28 Prozent wussten nach eigenen Angaben nicht, dass iOS 26 bereits verfügbar ist. Weitere 23,7 Prozent gingen davon aus, Updates würden automatisch installiert, während 23,3 Prozent angaben, bislang schlicht keine Zeit für das Update gefunden zu haben. Insgesamt zeichnen die Daten das Bild einer Nutzerbasis, die neuen iOS-Versionen zwar zunehmend übernimmt, dabei aber deutlich vorsichtiger agiert als es reine Installationszahlen vermuten lassen.
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Bildquelle: Titelbild (uixtube/Freepik) - juicy_fish / News-Quellen: 9to5Mac - Macrumors - Bloomberg
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