Apple Daily: EU-Streit eskaliert, iPhone-Design schrumpft und das MacBook Pro steht vor dem Neustart
Der iPhone-Hersteller Apple erhebt schwere Vorwürfe gegen die Europäische Kommission. Nach Informationen von Bloomberg wirft der Konzern der Brüsseler Behörde vor, mit gezielten Verzögerungen ein regulatorisches Umfeld zu schaffen, das neue Untersuchungen ermögliche und finanzielle Sanktionen rechtfertigen solle. Die Stellungnahme Apples ist offenbar auch als Reaktion auf Berichte zu verstehen, wonach die Kommission dem Unternehmen eine Mitverantwortung für das bevorstehende Aus des alternativen iOS-App-Marktplatzes Setapp Mobile zuschreiben will. Der Dienst hatte Anfang des Monats angekündigt, seinen Betrieb einzustellen.
Der Betreiber von Setapp Mobile, das ukrainische Softwareunternehmen MacPaw, erklärte, die Plattform werde zum 16. Februar geschlossen. Zur Begründung verwies das Unternehmen auf weiterhin unsichere und schwer kalkulierbare wirtschaftliche Rahmenbedingungen für alternative App-Stores innerhalb der Europäischen Union. Innerhalb der Kommission wird demnach erwogen, öffentlich darzulegen, dass Apple bislang keine substanziellen Anpassungen vorgenommen habe, um grundlegende Probleme seiner Geschäftsbedingungen zu beheben. Dazu zählten insbesondere deren Komplexität und mangelnde Praktikabilität für Drittanbieter. Entsprechende Einschätzungen sollen Bloomberg vorliegen. Apple weist diese Darstellung entschieden zurück und sieht die Verantwortung stattdessen bei der Behörde selbst. Nach Angaben des Konzerns habe die Kommission genau jene Änderungen blockiert, deren Umsetzung zuvor verlangt worden sei. Bereits im Oktober sei ein formeller Plan zur Einhaltung der regulatorischen Vorgaben eingereicht worden, auf den bislang keine Rückmeldung erfolgt sei.
Hintergrund des Konflikts ist der Digital Markets Act, der vor mehr als zwei Jahren in Kraft trat. Auf dessen Grundlage wurde Apple verpflichtet, alternative App-Marktplätze auf iOS-Geräten in der EU zuzulassen. Für diese erhebt der Konzern verschiedene Gebühren, darunter eine sogenannte Core Technology Fee von 0,50 Euro pro Installation oberhalb einer Million Downloads. Nach Gesprächen mit der Kommission im vergangenen Jahr kündigte Apple an, dieses Modell zugunsten einer Umsatzbeteiligung von fünf Prozent ändern zu wollen, um die wirtschaftliche Belastung für Entwickler zu reduzieren. Nach Darstellung des Unternehmens blieb die Umsetzung jedoch aus, da der entsprechende Compliance-Plan bislang nicht genehmigt worden sei. Darüber hinaus bestreitet Apple, dass regulatorische Vorgaben ursächlich für die Schließung von Setapp Mobile seien. Stattdessen verweist der Konzern auf eine aus seiner Sicht fehlende Nachfrage nach alternativen App-Stores in der EU. Aktuell seien weiterhin fünf entsprechende Marktplätze verfügbar. Als prominentestes Beispiel gilt der Epic Games Store.
iPhone 18 Pro Dynamic Island: Größe laut Leak bekannt
Die Spekulationen rund um die nächste iPhone-Generation verdichten sich: Aktuellen Leaks zufolge sollen die Pro-Modelle der iPhone-18-Serie mit einer deutlich verkleinerten Dynamic Island ausgestattet werden. Nun kursieren erstmals konkrete Maßangaben zu dem veränderten Displayausschnitt. Der als verlässliche Quelle bekannte Leaker Ice Universe veröffentlichte Angaben, wonach die Dynamic Island beim iPhone 18 Pro und Pro Max rund 35 Prozent schmaler ausfallen soll als bei den entsprechenden Modellen der Vorgängergeneration. Demnach liege die Breite künftig bei etwa 13,5 Millimetern, während sie bislang rund 20,7 Millimeter betrug. Zur Illustration teilte der Leaker ein Mockup, das den Größenunterschied visuell verdeutlicht.
Die genannten Maße beziehen sich auf die Standarddarstellung der Dynamic Island bei aktivem Display. Berücksichtigt sind dabei auch die schwarzen Pixelbereiche, die die eigentlichen Öffnungen für Frontkamera und Face-ID-Sensorik umrahmen. Bei der Anzeige von Live-Aktivitäten oder anderen dynamischen Inhalten dehnt sich die Fläche weiterhin temporär aus. Bereits zuvor hatte ein Bericht von The Information darauf hingedeutet, dass die iPhone-18-Pro-Modelle langfristig Face ID unter dem Display erhalten sollen. In diesem Szenario wäre lediglich eine kleine Lochkamera für die Frontkamera notwendig gewesen. Nach dem derzeitigen Informationsstand soll jedoch zunächst nur der Flood-Illuminator unter das Display verlagert werden. Die Konsequenz: Der bisher pillenförmige Ausschnitt bleibt erhalten, schrumpft jedoch sichtbar.
Der Display-Analyst Ross Young, der in der Vergangenheit mehrfach mit zutreffenden Prognosen aufgefallen ist, geht davon aus, dass diese verkleinerte Form der Dynamic Island mindestens bis 2027 Bestand haben wird. Ein vollständig unterbrechungsfreies Display rückt damit wohl erst in einigen Jahren in greifbare Nähe. Zwar hat Ice Universe bereits mehrfach korrekte Abmessungen und Designänderungen vorab publik gemacht, die Trefferquote gilt jedoch nicht als lückenlos. Entsprechend bleiben die aktuellen Angaben vorerst im Bereich gut begründeter, aber nicht bestätigter Vorabinformationen.
MacBook Pro Update: Bis zu sechs neue Funktionen bis 2026
Apple dürfte in absehbarer Zeit neue MacBook-Pro-Modelle mit M5-Pro- und M5-Max-Chips vorstellen. Branchenbeobachter rechnen jedoch damit, dass diese Geräte lediglich eine Zwischenstufe markieren. Für das Ende des Jahres 2026 oder für 2027 wird ein umfassend überarbeitetes MacBook Pro erwartet, das deutlich tiefgreifendere Neuerungen mitbringen soll. Seit einiger Zeit kursieren Berichte über ein Redesign, das mehrere technologische und gestalterische Veränderungen vereinen könnte. Genannt werden unter anderem der Wechsel auf ein OLED-Display, die Einführung von Touch-Funktionen, eine neue Lösung für die Frontkamera in Form einer Dynamic Island oder eines ähnlichen Konzepts, leistungsstärkere M6-Pro- und M6-Max-Chips aus TSMCs 2-Nanometer-Fertigung, ein insgesamt schlankeres Gehäuse sowie erstmals eine integrierte Mobilfunkanbindung.
Der Zeitplan gilt allerdings als offen. In der Vergangenheit hat Apple das MacBook Pro bereits mehrfach in kurzen Abständen aktualisiert. Anfang 2023 erschienen Modelle mit M2 Pro und M2 Max, nur wenige Monate später folgten Varianten mit M3 Pro und M3 Max. Vor diesem Hintergrund halten einige Beobachter es für möglich, dass die M5-Generation bald erscheint und eine OLED-Version erst später nachgeschoben wird. Als realistischster Zeitpunkt für das große Redesign gilt derzeit dennoch das Jahr 2027. Zudem wird erwartet, dass das Einstiegsmodell des 14-Zoll-MacBook Pro mit einem regulären M6-Chip nicht sämtliche Neuerungen erhalten dürfte. Die letzte grundlegende Überarbeitung der Baureihe liegt inzwischen mehrere Jahre zurück. 2021 präsentierte Apple das aktuelle Design zusammen mit den ersten Modellen auf Basis der M1-Pro- und M1-Max-Chips.
Ein zentraler Punkt der Gerüchte ist der Umstieg auf OLED-Displays. Laut Berichten von Bloomberg und Analysten aus der Zulieferkette soll Apple die MacBook-Pro-Reihe schrittweise auf diese Technologie umstellen. Gegenüber den heutigen Mini-LED-LCDs verspricht OLED eine höhere Bildqualität mit kräftigeren Farben, stärkerem Kontrast und echten Schwarztönen. In anderen Produktlinien setzt Apple bereits nahezu vollständig auf OLED, darunter iPhone, Apple Watch und iPad Pro. Parallel dazu sollen die Displays erstmals Touch-Eingaben unterstützen. Damit würde Apple beim Mac eine lang diskutierte Grenze überschreiten. Der frühere Apple-Chef Steve Jobs hatte Touchscreens bei Macs einst mit dem Argument abgelehnt, sie führten zu schneller Ermüdung der Arme. Diese Haltung stammt jedoch aus einer anderen Ära, und das Unternehmen hat in der Vergangenheit wiederholt frühere Grundsätze revidiert.
Auch das Kameradesign soll sich ändern. Nach Einschätzung des Bloomberg-Journalisten Mark Gurman könnte die bisherige Notch entfallen und durch eine Lochkamera ersetzt werden. In diesem Zusammenhang wird über eine Mac-Variante der Dynamic Island oder eine vergleichbare Lösung spekuliert, die Statusinformationen und Systemhinweise rund um die Kamera einblendet und zugleich schmalere Displayränder ermöglicht. Auf der Chip-Seite gelten die M6-Pro- und M6-Max-SoCs als gesetzt. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf dem Fertigungsprozess: Die Chips sollen im 2-Nanometer-Verfahren von TSMC entstehen und damit größere Leistungs- und Effizienzsprünge erlauben als die aktuellen 3-Nanometer-Generationen der M4- und M5-Serie.
Ergänzt werden könnte dies durch ein dünneres Gehäuse. Der Wechsel zu OLED-Displays würde konstruktiv Spielraum für eine schlankere Bauweise schaffen. Hinweise auf den erneuten Wegfall von Anschlüssen wie HDMI, MagSafe oder SD-Kartenleser gibt es bislang allerdings nicht. Gerade diese Rückkehr klassischer Ports war bei der letzten Designänderung positiv aufgenommen worden. Schließlich wird auch über integrierte Mobilfunktechnik spekuliert. Zwar lassen sich Macs bereits heute über den persönlichen Hotspot eines iPhones oder iPads mobil ins Netz bringen, doch intern soll Apple den direkten Einbau von Mobilfunkmodems geprüft haben. Sollte es dazu kommen, könnten künftige MacBook-Pro-Modelle mit einem hauseigenen C1X- oder einem nachfolgenden C2-Modem für 5G und LTE ausgestattet werden. In Summe deutet vieles darauf hin, dass die kommenden M5-Modelle eher eine Übergangslösung darstellen, während die eigentliche Neuausrichtung der MacBook-Pro-Reihe noch bevorsteht.
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Bildquelle: Titelbild (uixtube/Freepik) - juicy_fish / News-Quellen: 9to5Mac - Macrumors - Bloomberg
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