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Apple Daily: Milliarden für KI, iPhone 17e mit Kompromissen und neue Risiken in Apples Lieferkette

Apple Daily: Milliarden für KI, iPhone 17e mit Kompromissen und neue Risiken in Apples Lieferkette

Die jüngst bekannt gewordene KI-Kooperation zwischen Apple und Google könnte für Google ein milliardenschweres Geschäft werden. Schätzungen aus dem Analystenumfeld gehen davon aus, dass der wirtschaftliche Nutzen der Vereinbarung bei bis zu fünf Milliarden US-Dollar liegen könnte. Kern der Zusammenarbeit ist kein klassischer Lizenzdeal, sondern ein langfristig angelegtes Cloud-Abkommen. Apple greift dabei auf Googles KI-Infrastruktur und die Gemini-Modelle zurück und soll dafür über mehrere Jahre hinweg erhebliche Summen zahlen. Laut der Financial Times fließen die Zahlungen schrittweise, während der genaue Umfang der Vereinbarung nicht öffentlich beziffert wird. Der Technologieanalyst Gene Munster taxiert den Gesamtwert für Google auf rund fünf Milliarden US-Dollar.

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Historisch betrachtet ist dies nicht die erste Vereinbarung dieser Art zwischen den beiden Konzernen. Bereits Anfang der 2000er-Jahre machte Apple Googles Suchmaschine zur Standardoption auf seinen Geräten – ein Arrangement, das sich später zu einer der lukrativsten Partnerschaften der Branche entwickelte. Der aktuelle KI-Deal reiht sich damit in eine lange Geschichte gegenseitiger Abhängigkeiten ein, auch wenn der strategische Kontext heute ein anderer ist. Apple begründet die Entscheidung für Gemini damit, dass Googles Modelle nach interner Prüfung die stärkste technologische Basis für die eigenen Foundation Models liefern. Gleichzeitig rückt damit die Frage in den Fokus, wie es mit der bestehenden ChatGPT-Anbindung weitergeht, die seit 2024 Bestandteil von Apple Intelligence ist. Offiziell betont Apple, dass die Integration von OpenAI davon unberührt bleibe. Munster hingegen hält es für unwahrscheinlich, dass Apple dauerhaft zwei große KI-Plattformen parallel betreibt. Aus seiner Sicht spricht die Logik der Skaleneffekte dafür, dass sich Apple langfristig auf eine Lösung konzentriert.

Hinweise aus dem Umfeld von OpenAI deuten darauf hin, dass das Unternehmen selbst kein großes Interesse an einer tieferen Sonderrolle bei Apple hatte. Demnach entschied sich OpenAI bereits im vergangenen Jahr bewusst gegen die Entwicklung eines exklusiven, maßgeschneiderten Modells für Apple. Stattdessen liegt der Fokus auf einem eigenen Hardware-Projekt, das unter der Leitung des ehemaligen Apple-Designchefs Jony Ive steht, der im Mai 2024 zu OpenAI wechselte. Dieser Schritt könnte Apples Bereitschaft zu einer engeren strategischen Bindung zusätzlich gebremst haben. Im größeren Branchenvergleich fällt auf, dass Apples KI-Strategie weiterhin vergleichsweise zurückhaltend ausfällt. Während Konzerne wie Google, Microsoft, Amazon und Meta seit dem Durchbruch generativer KI hunderte Milliarden US-Dollar in neue Rechenzentren investieren, hält Apple seine Ausgaben für physische Infrastruktur auf einem deutlich niedrigeren Niveau. Laut einer Auswertung der Financial Times lagen diese Investitionen zuletzt bei rund drei Prozent des Umsatzes.

Konkret beliefen sich Apples Ausgaben für Grundstücke, Anlagen und Ausrüstung im Geschäftsjahr 2025 auf 12,7 Milliarden US-Dollar. Google allein plant im laufenden Jahr Investitionen von rund 90 Milliarden US-Dollar. Ein ehemaliger Apple-Manager bezeichnete den Gemini-Deal daher als direkte Folge der strategischen Entscheidung, den Aufbau eigener KI-Infrastruktur nicht im selben Umfang voranzutreiben wie die Konkurrenz. Für Nutzer soll sich die Partnerschaft erstmals mit der nächsten großen Siri-Überarbeitung bemerkbar machen. Diese wird voraussichtlich mit iOS 26.4 ausgerollt, dessen Veröffentlichung derzeit für März oder April erwartet wird.

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iPhone 17e: Dynamic Island kommt – Display bleibt bei 60 Hz

Beim kommenden iPhone 17e setzt Apple offenbar auf eine sichtbare Designänderung, ohne das Display technisch auf das Niveau der teureren Modelle anzuheben. Nach Angaben aus der chinesischen Leaker-Szene soll das Gerät zwar die Dynamic Island erhalten, bei der Bildwiederholrate jedoch weiterhin bei 60 Hertz bleiben. Der bekannte Weibo-Account Digital Chat Station berichtet, dass Apple beim iPhone 17e ein 6,1 Zoll großes OLED-Panel verbaut, das auf eine höhere Bildfrequenz verzichtet. Während Apple im übrigen iPhone-17-Lineup die ProMotion-Technologie mit bis zu 120 Hertz einführt und damit flüssigeres Scrollen sowie Vorteile bei Animationen und Videos ermöglicht, soll das günstigere Modell bewusst davon ausgenommen werden. Hintergrund dürfte vor allem die Kostenkontrolle sein.

Neu ist demnach vor allem die Abkehr von der klassischen Notch. Statt der breiten Aussparung am oberen Displayrand, wie sie noch beim iPhone 16e zu finden ist, soll das iPhone 17e die Dynamic Island übernehmen. Diese bündelt Kamera und Sensoren in einem interaktiven Bereich, der laufende Aktivitäten wie Navigation oder Musiksteuerung anzeigt. Das iPhone 16e orientierte sich gestalterisch noch stark am iPhone 14 aus dem Jahr 2022, während das iPhone 17e offenbar näher am Design des iPhone 15 liegt, das erstmals die Dynamic Island und stärker abgerundete Kanten kombinierte. Auch bei der Hardware im Inneren sind kleinere, aber gezielte Anpassungen zu erwarten. Laut dem Leaker soll Apple beim iPhone 17e auf einen A19-Chip setzen, der den bisherigen A18 ersetzt. Der neue Prozessor basiert auf der dritten Generation des 3-Nanometer-Verfahrens von TSMC und soll bei der reinen CPU-Leistung etwa fünf bis zehn Prozent zulegen. Ein weiterer Leaker bringt jedoch ins Spiel, dass Apple möglicherweise eine abgespeckte Variante dieses Chips einsetzt. In diesem Fall läge die Leistung – abgesehen von einer moderneren Neural Engine – ungefähr auf dem Niveau des A17 Pro.

Zusätzliche Gerüchte betreffen die Ausstattung rund um Konnektivität und Zubehör. So soll das iPhone 17e erstmals wieder einen magnetischen Ring erhalten und damit mit MagSafe-Ladegeräten kompatibel sein, was dem aktuellen iPhone 16e noch fehlt. Um den Preis niedrig zu halten, könnte Apple beim Mobilfunkmodem auf ältere Lösungen wie C1 oder C1X zurückgreifen und auf den neueren N1-Funkchip verzichten, wie Hinweise aus geleaktem Apple-Code nahelegen. Abseits dieser Punkte bleibt vieles beim Alten. Erwartet werden weiterhin eine 12-Megapixel-Frontkamera, Face ID sowie eine 48-Megapixel-Hauptkamera auf der Rückseite. Beim Marktstart orientiert sich Apple vermutlich am Vorjahresmodell: Ein Verkaufsbeginn im Februar gilt als ebenso möglich wie eine Veröffentlichung später im Frühjahr. Am Einstiegspreis von 699,00 Euro soll sich nach aktuellem Stand nichts ändern.

Apple & KI-Chips: Materialknappheit belastet Produktion

Apple steht nach einem Bericht von Nikkei Asia vor wachsenden Problemen in seiner Chip-Lieferkette. Auslöser ist demnach ein Engpass bei einem spezialisierten Material, das durch den weltweiten KI-Boom plötzlich stark nachgefragt wird und nur begrenzt verfügbar ist.Konkret geht es um hochwertiges Glasgewebe, das in Leiterplatten und Chip-Substraten eingesetzt wird und damit eine zentrale Rolle in iPhones und anderen Apple-Geräten spielt. Besonders leistungsfähige Varianten dieses Materials stammen offenbar fast ausschließlich von einem einzigen Hersteller, Nitto Boseki. Die Abhängigkeit von diesem Anbieter wird zunehmend zum Risiko, da die Produktionskapazitäten nicht mit der rasant steigenden Nachfrage Schritt halten.

Apple nutzt dieses Premium-Glasgewebe bereits seit Jahren, lange bevor künstliche Intelligenz zum dominierenden Wachstumstreiber wurde. Inzwischen greifen jedoch auch andere große Technologiekonzerne massiv auf dieselben Ressourcen zu. Unternehmen wie Nvidia, Google, Amazon, AMD und Qualcomm treiben den Bedarf für KI-Beschleuniger und Rechenzentren in die Höhe und erhöhen damit den Druck auf die ohnehin knappen Liefermengen. Um Versorgungsengpässe abzufedern, soll Apple zu ungewöhnlichen Maßnahmen gegriffen haben. Laut Nikkei Asia entsandte der Konzern im vergangenen Herbst eigene Mitarbeiter nach Japan und platzierte sie bei Mitsubishi Gas Chemical, einem Zulieferer von Substratmaterialien, der wiederum auf Glasgewebe von Nitto Boseki angewiesen ist. Darüber hinaus habe Apple auch das Gespräch mit japanischen Regierungsstellen gesucht, um Unterstützung bei der Sicherung der Lieferketten zu erhalten.

Parallel dazu versucht Apple, neue Lieferanten aufzubauen, stößt dabei jedoch auf technische Grenzen. Kontakte bestehen dem Bericht zufolge zu kleineren chinesischen Herstellern wie Grace Fabric Technology. Zudem soll Mitsubishi Gas Chemical Apple dabei unterstützen, Verbesserungen bei der Produktqualität dieser Anbieter zu überwachen. Auch Produzenten aus Taiwan und China arbeiten an einer Ausweitung ihrer Kapazitäten, doch Branchenkreise berichten, dass die gleichbleibend hohe Qualität bislang schwer zu erreichen ist. Die Anforderungen an das Material sind extrem hoch. Jede einzelne Glasfaser muss besonders dünn, absolut gleichmäßig und frei von Fehlern sein, da das Gewebe tief im Chip-Substrat verbaut wird. Nach der Montage ist eine Korrektur oder ein Austausch nicht mehr möglich. Vor diesem Hintergrund zögern große Chipentwickler, selbst kurzfristig auf minderwertige Alternativen auszuweichen.

Zwar hat Apple intern auch die Möglichkeit diskutiert, vorübergehend weniger fortschrittliches Glasgewebe einzusetzen, doch ein solcher Schritt würde umfangreiche Tests und neue Zertifizierungen erfordern. Zudem gilt es als unwahrscheinlich, dass dies die Lieferprobleme für Produkte des Jahres 2026 spürbar entschärfen würde. Nach Einschätzung von Nikkei Asia betrifft die angespannte Lage nicht nur Apple, sondern entwickelt sich zunehmend zu einer strukturellen Herausforderung für die gesamte Halbleiterbranche.


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