Sifu für iOS und Android gestartet – Touch-Steuerung und mobile Kamera sind neu
Sifu für iOS und Android ist seit dem 12. Oktober in Deutschland erhältlich. Die Mobilfassung des 2022 veröffentlichten Kampfspiels kostet im deutschen App Store und bei Google Play jeweils 7,99 Euro. Sloclap und Publisher Kepler Interactive übernehmen die vollständige Storykampagne, passen die Bedienung aber an Smartphones und Tablets an: Neu sind eine Touch-Steuerung, verbesserte kontextbezogene Interaktionen und ein überarbeitetes Kamerasystem. Alternativ werden kompatible Controller unterstützt.
Auf iPhone und iPad verlangt Sifu mindestens iOS beziehungsweise iPadOS 18.0. Apple nennt für Version 1.0.1 eine anfängliche Downloadgröße von rund 2,1 GB und führt Deutsch als unterstützte Sprache. Für Android veröffentlicht Kepler Interactive dagegen keine allgemeine Mindestversion, keine verbindliche Chipsatzliste und keinen einheitlichen Speicherbedarf. Dort entscheidet die Kompatibilitätsanzeige im Play Store, ob sich die App auf dem jeweiligen Gerät kaufen und installieren lässt.
Sifu für iOS und Android übernimmt die vollständige Storykampagne
Die Mobile-Ausgabe ist kein vereinfachter Ableger mit eigenen Levels. Laut den beiden Store-Beschreibungen umfasst sie die vollständige Storykampagne. Darin verfolgt eine junge Kampfkunstfigur die Verantwortlichen für den Mord an ihrer Familie und arbeitet sich durch fünf Schauplätze mit Gegnergruppen und Bosskämpfen. Die Auseinandersetzungen verbinden Ausweichen, Parieren, Angriffe, Kombos, improvisierte Waffen und die Nutzung der Umgebung.
Das zentrale Fortschrittssystem bleibt ebenfalls erhalten. Nach einer Niederlage kann die Spielfigur durch ein Amulett wieder aufstehen, altert dabei jedoch. Wiederholte Tode erhöhen dadurch den Druck, Angriffsmuster zu lernen, dauerhafte Fähigkeiten freizuschalten und frühere Abschnitte sauberer zu bewältigen. Gerade deshalb ist die Eingabe für Sifu wichtiger als bei einem Spiel, das hauptsächlich auf Erkundung oder rundenbasierte Entscheidungen setzt: Paraden, Ausweichbewegungen und Kombinationen hängen von kurzen Reaktionsfenstern ab.
Die offiziellen Beschreibungen bestätigen die vollständige Kampagne. Zusätzliche Inhalte anderer Fassungen, darunter der später ergänzte Arenamodus, werden in den deutschen Store-Einträgen dagegen nicht genannt. Daraus folgt noch nicht, dass sie dauerhaft fehlen. Wer einen bestimmten Zusatzmodus erwartet, sollte dessen Verfügbarkeit vor dem Kauf in der App-Beschreibung oder den Versionshinweisen prüfen.
Touch-Steuerung verändert Kamera und Interaktionen
Für die Bedienung blendet die Mobilfassung eigene Touch-Elemente ein. Kepler Interactive spricht außerdem von verbesserten kontextbezogenen Interaktionen und einer Kamera, die für kleinere Bildschirme überarbeitet wurde. Gemeint ist damit vor allem, dass situationsabhängige Aktionen mit Gegenständen und der Umgebung leichter erreichbar sein sollen, während die Kamera Kampfszenen auf der begrenzten Anzeigefläche besser erfasst.
Ob diese Anpassungen die Präzision eines physischen Controllers erreichen, lässt sich aus der Ankündigung nicht ableiten. Der Publisher nennt keine unabhängigen Latenz-, Bildraten- oder Eingabemessungen. Die Unterstützung kompatibler Controller ist deshalb mehr als eine Komfortangabe: Wer Sifu bereits von PC oder Konsole kennt, kann damit eine Bedienform wählen, bei der Sticks, Schultertasten und Aktionstasten fühlbar voneinander getrennt sind und das Display nicht durch die Finger verdeckt wird.
Auf dem Touchscreen muss das Spiel dagegen zahlreiche Aktionen auf derselben Fläche unterbringen, auf der auch der Kampf zu sehen ist. Wie gut das funktioniert, hängt nicht nur vom Layout der Bedienelemente ab, sondern auch von Displaygröße, Geräteleistung und persönlicher Spielweise. GadgetChecks hat weder die Touch-Steuerung noch einen angeschlossenen Controller mit der Mobilfassung praktisch geprüft.
Auf Apple-Geräten gelten klare, auf Android offene Anforderungen
Der deutsche App Store beschreibt die Voraussetzungen vergleichsweise konkret. Sifu läuft demnach auf iPhone und iPad ab Version 18.0 des jeweiligen Betriebssystems. Die App ist als universeller Kauf für beide Gerätegruppen gelistet, unterstützt Game Center und kann über die Familienfreigabe mit bis zu sechs Familienmitgliedern geteilt werden. Der angegebene Download von rund 2,1 GB bildet nur die Store-Datei zum Prüfzeitpunkt ab; zusätzliche Daten und spätere Aktualisierungen können den tatsächlichen Speicherbedarf verändern.
Bei Google Play wird Sifu ebenfalls als kostenpflichtige Vollversion für 7,99 Euro geführt. Die öffentliche Produktseite bestätigt die vollständige Kampagne, Touch-Bedienung und Controller-Unterstützung, nennt aber keine allgemeine Android-Version oder garantierte Liste kompatibler Prozessoren. Die frühe Bewertungssektion enthält sowohl positive Rückmeldungen als auch Berichte über Leistungsabfälle, Wärmeentwicklung, Downloadprobleme und Controller-Einschränkungen. Solche Einzelberichte belegen kein flächendeckendes Problem, zeigen aber, warum die Prüfung auf dem konkreten Gerät wichtig ist.
Eine belastbare allgemeine Aussage zur Leistung ist derzeit nicht möglich. Android-Smartphones unterscheiden sich stark bei Prozessor, Grafikeinheit, Arbeitsspeicher, Kühlung und Herstellersoftware. Selbst auf unterstützten Geräten können längere Spielsitzungen zu einer Drosselung führen, wenn die Temperatur steigt. Kepler Interactive hat zum Start keine reproduzierbaren Vergleichsmessungen für verschiedene Smartphones veröffentlicht.
Der Preis ist niedriger als bei manchen anderen Mobile-Ports
Beide deutschen Stores verlangen zum Prüfzeitpunkt 7,99 Euro. Einen kostenlosen Prolog, In-App-Kauf zum Freischalten oder Abonnementzugang nennen die Produktseiten nicht. Damit unterscheidet sich Sifu sowohl von Free-to-Play-Spielen als auch von Mobile-Ports, die zunächst gratis geladen und erst innerhalb der App vollständig freigeschaltet werden.
Auch der Vergleich mit Disney Epic Mickey: Rebrushed für iOS und Android zeigt, dass bekannte PC- und Konsolenspiele auf Mobilgeräten sehr unterschiedlich angeboten werden. Dort liegt der deutsche Preis bei 14,99 Euro, während Sifu mit 7,99 Euro startet. Aus dem niedrigeren Preis lässt sich jedoch weder eine bessere Anpassung noch ein kleinerer Umfang ableiten; entscheidend bleiben die jeweils bestätigten Inhalte und die praktische Umsetzung auf dem eigenen Gerät.
Für Spieler in Deutschland sind damit Start, Preis und die grundlegende Ausstattung der Mobilfassung bestätigt. Auf Apple-Geräten sind die technischen Voraussetzungen klarer dokumentiert, während Android-Nutzer stärker auf die individuelle Store-Anzeige angewiesen sind. Offen bleibt vor allem, wie stabil Sifu auf unterschiedlichen Smartphones und Tablets läuft und wie gut sich das präzise Kampfsystem über längere Zeit per Touch bedienen lässt. Unabhängige Vergleichstests für eine breite Geräteauswahl liegen zum Start noch nicht vor.
Stand der Recherche: 14. Oktober 2026, 14:50 Uhr MESZ.
Hauptquellen
- Kepler Interactive: Offizielle Mitteilung zum Start von Sifu auf Mobilgeräten
- Apple App Store Deutschland: Sifu für iPhone und iPad
- Google Play Deutschland: Sifu für Android
- Apple Newsroom: Einordnung des Sifu-Starts zur Indie Games Week
- Vandal: Unabhängige Einordnung der Mobilveröffentlichung
Transparenzhinweis: Dieser Beitrag beruht auf öffentlich zugänglichen Angaben von Kepler Interactive, den deutschen Store-Einträgen und ergänzender Fachberichterstattung. GadgetChecks hat Sifu auf iPhone, iPad oder Android-Geräten nicht selbst gespielt und keine eigenen Messungen zu Bildrate, Eingabeverzögerung, Temperatur, Akkulaufzeit oder Speicherbedarf vorgenommen.
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