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Review: UGREEN NASync DH4300 Plus – Für anspruchsvolle NAS-Einsteiger

Review: UGREEN NASync DH4300 Plus – Für anspruchsvolle NAS-Einsteiger Punktzahl 95 %Punktzahl 95 %

In allen UGREEN-Reviews des NAS-Teams kommen Festplatten aus den Serien Seagate IronWolf sowie Western Digital Red Plus zum Einsatz. Beide Reihen haben sich im bisherigen Dauerbetrieb als zuverlässig und leistungsstabil erwiesen und können daher uneingeschränkt empfohlen werden.

Vor Kurzem erschienen zwei ausführliche Testberichte zu den Modellen UGREEN NASync DXP4800 Plus und 4800 Pro. Nun richtet sich der Fokus auf ein kompakteres Gerät aus der DH-Serie. Mit dem UGREEN NASync DH4300 Plus bietet der Hersteller ein Modell, das sich bewusst zwischen Einstiegsklasse und leistungsstärkeren Varianten positioniert. Im Mittelpunkt stehen dabei eine kompakte Bauweise, eine vergleichsweise einfache Inbetriebnahme und ausreichend Leistungsreserven für typische NAS-Aufgaben im Heimnetz oder in kleineren Arbeitsumgebungen.

Während die größeren Modelle vor allem auf Performance und Erweiterbarkeit abzielen, soll das DH4300 Plus eine ausgewogene Lösung für Nutzer bieten, die Wert auf Bedienkomfort und ein gutes Verhältnis aus Funktionsumfang und Preis legen. Im Test des UGREEN NASync DH4300 Plus zeigt sich, wie sich das Gerät im Alltag schlägt, welche Funktionen tatsächlich zur Verfügung stehen und ob die gebotene Ausstattung den Anforderungen der anvisierten Zielgruppe gerecht wird.

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Lieferumfang & Eindruck – UGREEN NASync DH4300 Plus

Inhalt

  • NASync DH4300 Plus
  • Schrauben & Schraubenzieher
  • Benutzerhandbuch
  • Netzteil (DC 12V / 6A)
  • Ethernetkabel (CAT 6)

Material

Beim Gehäuse des UGREEN NASync DH4300 Plus setzt der Hersteller überwiegend auf Kunststoff, der durch interne Metallstrukturen ergänzt wird. Die Außenhülle wirkt ausreichend robust für den stationären Einsatz, ohne dabei einen besonders hochwertigen oder massiven Eindruck zu vermitteln.

Die Oberfläche ist matt gehalten und damit vergleichsweise unempfindlich gegenüber Fingerabdrücken und kleineren Kratzern. In der Praxis wirkt das Material pflegeleicht, ohne schnell sichtbare Gebrauchsspuren anzunehmen. Gleichzeitig fehlt eine besondere Veredelung oder ausgeprägte Haptik.

Im Inneren sorgt ein Metallrahmen für die notwendige Stabilität, insbesondere im Bereich der Laufwerkseinschübe. Dadurch werden die eingesetzten Festplatten sicher gehalten, auch wenn das äußere Gehäuse selbst keine zusätzliche Verstärkung aufweist. Die Laufwerksschlitten bestehen ebenfalls aus Kunststoff und sind aufs Wesentliche ausgelegt. Sie erfüllen ihren Zweck, verzichten jedoch auf zusätzliche Dämpfung oder aufwendigere Mechaniken.

Insgesamt ergibt sich ein zweckmäßiger Materialeinsatz, der auf Funktionalität und Kostenoptimierung ausgelegt ist. Für den vorgesehenen Einsatz im Heim- oder Büroumfeld ist die Materialqualität ausreichend und auf den Einsatz im Einstiegsbereich gedacht, ohne dabei besondere Akzente zu setzen.

Verarbeitung

Die Verarbeitung des UGREEN NASync DH4300 Plus hinterlässt unterm Strich einen soliden Eindruck. Das Gehäuse ist sauber zusammengesetzt, Spaltmaße sind gleichmäßig und es treten keine auffälligen Unregelmäßigkeiten auf. Auch bei leichtem Druck oder beim Transport zeigt das Gerät keine konstruktiven Schwächen.

Die Laufwerkseinschübe sitzen passgenau und lassen sich ohne großen Kraftaufwand einsetzen. Die Mechanik wirkt zuverlässig und zweckmäßig, bleibt dabei jedoch einfach gehalten. Eine werkzeuglose Montage oder zusätzliche Komfortfunktionen sind nicht vorgesehen.

Auch die Anschlüsse sind sauber in das Gehäuse integriert und sitzen fest, ohne Spiel oder wackelige Elemente. Kabel lassen sich problemlos anschließen, ohne dass dabei Instabilität auffällt.

Im Betrieb treten keine störenden Nebeneffekte wie klappernde Teile oder lose Komponenten auf. Leichte Vibrationen, die von den eingesetzten Festplatten ausgehen, können über das Gehäuse weitergegeben werden, was jedoch bauartbedingt ist.

Zusammengefasst erscheint die Verarbeitung auf einem guten Niveau, das für den vorgesehenen Einsatzbereich im Einstiegssegment absolut ausreichend ist. Der Fokus liegt klar auf sauberer Umsetzung und Funktionalität.

Anschlüsse:

  • 1x 2,5-Gigabit-Ethernet (2,5 GbE)
  • 2x USB-A 3.2 Gen2 (5 GBit/s)
  • 1x USB-C 3.2 Gen1 (5 GBit/s)
  • Integrierter HDMI-Ausgang (HDMI 2.0, unterstützt 4K-Ausgabe)
  • 4x SATA-Bays (3,5″ / 2,5″)
  • DC-Eingang (12 V / 6 A, externes Netzteil)

Design

Das Design des UGREEN NASync DH4300 Plus ist klar auf Zurückhaltung ausgelegt und verzichtet bewusst auf auffällige Elemente. Das Gehäuse ist schlicht gehalten, in einem einheitlichen Schwarz ausgeführt und fügt sich dadurch unauffällig in unterschiedliche Umgebungen ein. Die Front wird von den Laufwerkseinschüben sowie dezenten Status-LEDs geprägt. Diese sind zweckmäßig platziert und liefern Informationen zum Betriebszustand, ohne optisch dominant zu wirken. Auf ein Display oder zusätzliche Bedienelemente wird verzichtet, wodurch die Gestaltung bewusst minimalistisch bleibt. Die kompakte Bauform sorgt dafür, dass das Gerät vergleichsweise wenig Platz benötigt und sich flexibel aufstellen lässt. Durch die klare Linienführung wirkt das 4-Bay NAS modern, ohne sich an einem bestimmten Designtrend zu orientieren.

Während der Nutzung wirkt das Design unaufdringlich und praktisch. Es gibt keine störenden Elemente oder überflüssige Details, ohne dabei bewusst optische Akzente zu setzen. Der Fokus liegt klar auf Integration in die Umgebung und einer möglichst neutralen Erscheinung.

Damit erfüllt das Design seinen Zweck und ordnet sich visuell dem Einsatzort unter. Das UGREEN NAS bleibt im Hintergrund, passt gut in Wohn- oder Arbeitsbereiche und richtet sich klar an Nutzer, die ein unauffälliges und funktionales Gerät bevorzugen.

Info

Speicher- und RAID-Konfigurationen: 

Das NASync DH4300 Plus unterstützt verschiedene RAID- und Speicherkonfigurationen, sodass Nutzer je nach Bedarf zwischen maximaler Leistung, hoher Datensicherheit oder maximaler Kapazität wählen können:

  • RAID 0 – maximale Leistung, ohne Datensicherheit
  • RAID 1 – Spiegelung für erhöhte Sicherheit (Ausfall von bis zu 1 HDD)
  • RAID 5 – gute Balance aus Kapazität, Leistung und Ausfallsicherheit, (Ausfall von bis zu einer HDD)
  • RAID 6 – erhöhte Ausfallsicherheit durch doppelte Parität
  • RAID 10 – Kombination aus Leistung und Redundanz
  • JBOD – Zusammenfassung mehrerer Laufwerke ohne RAID
  • Single Disk / Einzelplattenbetrieb – Nutzung einzelner Laufwerke ohne Verbund

Spezielle Features:

  • Docker- und Virtualisierungsunterstützung
  • App-basierte Ersteinrichtung möglich
  • zeitgesteuerte LED-Steuerung
  • lokaler Betrieb auch ohne dauerhafte Internetverbindung möglich
  • KI-gestützte Fotoverwaltung (lokale Verarbeitung)

Abmessungen:

  • ca. 155 x 155 x 215,7 mm (LxBxH)
  • Gewicht: keine Herstellerangabe verfügbar

Weitere Informationen:

  • externer Netzadapter (12V / 6A)
  • Betrieb ausgelegt auf 24/7-Dauerbetrieb
  • kompatibel mit 3,5″- und 2,5″-SATA-Laufwerken
  • Unterstützung für Time Machine (macOS)
  • mobiler Zugriff über UGREEN NAS App (Android, iOS, iPadOS)

Features & Specials – UGREEN NASync DH4300 Plus

Laut Hersteller

Der Netzwerkspeicher „NASync DH4300 Plus“ des Herstellers UGREEN positioniert sich als kompakte Lösung für die zentrale Datenspeicherung im privaten und semiprofessionellen Umfeld. Das Gerät ist als sogenanntes 4-Bay-NAS ausgelegt und ermöglicht den Einbau von bis zu vier SATA-Festplatten oder SSDs, wodurch sich eine maximale Gesamtkapazität von bis zu 120 TB realisieren lässt. Im Inneren arbeitet ein Achtkern-Prozessor auf ARM-Basis (Kombination aus Cortex-A76- und Cortex-A55-Kernen), dem 8 GB Arbeitsspeicher zur Seite stehen. Der RAM ist fest verbaut und nicht erweiterbar. Als Systemspeicher dient ein integrierter eMMC-Speicher mit 32 GB, auf dem das hauseigene Betriebssystem UGOS Pro installiert ist. Für die Einbindung ins Netzwerk steht ein 2,5-Gigabit-Ethernet-Anschluss zur Verfügung, der im Vergleich zu klassischen Gigabit-Lösungen höhere Datenübertragungsraten ermöglicht. Ergänzend verfügt das Gerät über verschiedene Schnittstellen, darunter USB-Anschlüsse sowie einen HDMI-Ausgang mit Unterstützung für Auflösungen bis zu 4K.

Das Speichersystem unterstützt mehrere RAID-Konfigurationen, darunter RAID 0, 1, 5, 6 und 10 sowie JBOD. Dadurch lassen sich unterschiedliche Anforderungen hinsichtlich Datensicherheit, Redundanz und Performance abbilden. Unterstützt werden sowohl 2,5- als auch 3,5-Zoll-Laufwerke mit Kapazitäten von bis zu 30 TB pro Einschub. Zur Datensicherheit setzt das System laut Hersteller auf Verschlüsselungsverfahren wie TLS/SSL, RSA und AES sowie auf zusätzliche Schutzmechanismen wie eine Zwei-Faktor-Authentifizierung. Funktional richtet sich das Gerät auf die Verwaltung und Sicherung digitaler Inhalte aus. Dazu zählen unter anderem Datei-Backups, Synchronisation zwischen verschiedenen Endgeräten sowie Funktionen zur Organisation von Medieninhalten.

Ergänzend werden automatisierte Sortierungen von Bilddateien nach Kriterien wie Personen, Szenen oder Orten beschrieben. Das NASync DH4300 Plus wird ohne vorinstallierte Festplatten ausgeliefert und ist damit als flexible Plattform konzipiert, die sich an individuelle Speicheranforderungen anpassen lässt.

UGREEN NASync DH4300 Plus  – Bilder-Galerie

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Im Test – UGREEN NASync DH4300 Plus

UGREEN NASync DH4300 Plus – Einrichtung

Die Einrichtung des UGREEN NASync DH4300 Plus gestaltet sich bewusst einfach und richtet sich klar an Einsteiger. Nach dem Einsetzen der Festplatten und dem Einschalten des Geräts wird das NASync DH 4300 Plus automatisch im Netzwerk erkannt und kann entweder über den Browser oder die mobile App aufgerufen werden. Ein Zugriff über die IP-Adresse ist ebenfalls möglich, im Regelfall führt der integrierte Assistent jedoch schneller zum Ziel.

Der Einrichtungsprozess ist klar strukturiert und führt Schritt für Schritt durch die grundlegenden Punkte. Dazu gehören die Initialisierung der Laufwerke, die Auswahl einer passenden RAID-Konfiguration sowie die Erstellung eines Administratorkontos. Dabei werden sinnvolle Vorschläge gemacht, ohne den Nutzer mit technischen Details zu überfordern. Wer keine speziellen Anforderungen hat, kann die Einrichtung nahezu vollständig durchlaufen, ohne sich intensiver mit den Hintergründen beschäftigen zu müssen.

Die verfügbaren Einstellungen konzentrieren sich auf die wesentlichen Funktionen und bleiben übersichtlich. Dadurch entsteht eine angenehm reduzierte Komplexität, gleichzeitig sind erweiterte Optionen nur begrenzt vorhanden. Für die meisten typischen Einsatzszenarien im Heimnetz ist der Funktionsumfang jedoch ausreichend.

Positiv hervorzuheben ist die Geschwindigkeit der Ersteinrichtung. Das System ist innerhalb weniger Minuten betriebsbereit, inklusive Volume-Erstellung und erster Freigaben. Auch die Benutzeroberfläche reagiert direkt und ohne spürbare Verzögerungen, was den Einstieg zusätzlich erleichtert.

Im Ergebnis offenbart sich die Einrichtung als klarer Schwerpunkt des NASync DH4300 Plus. Der Fokus liegt auf einer schnellen und unkomplizierten Inbetriebnahme, wodurch sich das Gerät besonders für Nutzer eignet, die ohne Vorkenntnisse starten möchten. Wer hingegen detaillierte Eingriffsmöglichkeiten erwartet, stößt hier vergleichsweise schnell an funktionale Grenzen.

UGREEN NASync DH4300 Plus – Software Desktop

Die Softwarebasis des UGREEN NASync DH4300 Plus bildet das hauseigene Betriebssystem UGOS Pro, das vollständig über eine Weboberfläche gesteuert wird. Die Darstellung orientiert sich an einer klassischen Desktop-Ansicht mit Fenstern, Icons und einer zentralen Navigation. Dadurch fällt der Einstieg leicht, da grundlegende Funktionen schnell auffindbar sind und logisch angeordnet wirken.

Im Testbetrieb arbeitet die Oberfläche reaktionsschnell und stabil. Anwendungen starten ohne größere Verzögerung, Einstellungen sind klar strukturiert erreichbar und typische Aufgaben wie das Anlegen von Freigaben oder Benutzern lassen sich ohne Umwege umsetzen. Die Menüführung bleibt dabei übersichtlich, verzichtet jedoch bewusst auf tief verschachtelte Optionen.

Der integrierte App-Bereich bietet Zugriff auf zusätzliche Funktionen, die sich direkt aus der Oberfläche heraus installieren lassen. Dazu zählen unter anderem Anwendungen für Medienverwaltung, Datensicherung oder Synchronisation. Die Auswahl ist praxisorientiert, jedoch nicht besonders umfangreich, wodurch sich der Einsatz klar auf typische NAS-Anwendungsfälle konzentriert.

UGREEN NASync DH4300 Plus – App

Die mobile App ergänzt die Desktop-Oberfläche sinnvoll und ermöglicht den Zugriff auf zentrale Funktionen von unterwegs. Dateien lassen sich einsehen, hochladen und teilen, während automatische Uploads – etwa für Fotos – im Hintergrund erfolgen können. Auch grundlegende Systemeinstellungen und Statusinformationen sind über die App abrufbar.

Im praktischen Einsatz funktioniert die App zuverlässig, bleibt jedoch bewusst reduziert und eher auf die Kernbereiche beschränkt. Erweiterte Konfigurationsmöglichkeiten sind hauptsächlich der Weboberfläche vorbehalten, wodurch die App primär als Ergänzung für den Zugriff und einfache Verwaltungsaufgaben dient.

Insgesamt bietet die Software eine gut verständliche und zugängliche Bedienoberfläche, die sich auf das Wesentliche konzentriert. Die Kombination aus Desktop-Oberfläche und mobiler App deckt die wichtigsten Anwendungsfälle ab, ohne den Nutzer mit übermäßig vielen Optionen zu konfrontieren. In der Praxis zeigt sich, dass der Funktionsumfang bewusst begrenzt bleibt und weniger auf tiefgehende Anpassbarkeit ausgelegt ist.

UGREEN NASync DH4300 Plus – Netzwerk- & Alltags-Performance

Vor Beginn der einzelnen Messreihen wurde das 4-Bay NAS in unterschiedlichen, praxisnahen Szenarien getestet, um ein möglichst realistisches Bild der Leistung im täglichen Einsatz zu erhalten. Dabei wurden sowohl typische Heimnetz-Konfigurationen als auch kabelgebundene Verbindungen berücksichtigt. Ziel ist es, die Unterschiede zwischen den einzelnen Einsatzarten nachvollziehbar darzustellen und einzuordnen, unter welchen Bedingungen welche Leistung tatsächlich abrufbar ist.

Die folgenden Abschnitte zeigen daher keine rein theoretischen Werte, sondern orientieren sich an realen Nutzungssituationen, wie sie im privaten Umfeld oder kleineren Arbeitsumgebungen üblich sind.

Messergebnisse im Standard-Haushalt: NAS am Router, Endgeräte (Clients) per WLAN

Im typischen Heimnetz-Szenario, bei dem das NAS direkt am Router angeschlossen ist und der Zugriff über WLAN erfolgt, zeigt sich eine solide Alltagsperformance. Große Dateien lassen sich stabil übertragen, wobei die Geschwindigkeit erwartungsgemäß durch das WLAN limitiert wird. In der Praxis liegen die Transferraten je nach Gerät und Verbindungsqualität typischerweise zwischen etwa 50 bis 70 MB/s.

  • WLAN – Lesen (~55 MB/s) 20% 20%
  • WLAN – Schreiben (~65 MB/s) 22% 22%
  • Referenz: 2,5 GbE LAN (~280 MB/s) 100% 100%

Kleinere Dateien und viele gleichzeitige Zugriffe führen zu leicht schwankenden Übertragungsraten, bleiben jedoch im alltagstauglichen Bereich. Streaming von Medieninhalten funktioniert problemlos, auch parallele Zugriffe durch mehrere Geräte führen nicht zu spürbaren Einschränkungen im normalen Nutzungsszenario.

Messergebnisse kabelgebunden über 1 GbE

Bei kabelgebundener Verbindung über Gigabit-Ethernet ergeben sich nahezu identische Transferraten wie bei anderen getesteten NAS-Systemen dieser Klasse. Die Übertragung großer Dateien liegt stabil im Bereich von rund 100 MB/s und bewegt sich damit nahe an der praktischen Obergrenze von 1 GbE.

Im Vergleich zum WLAN-Betrieb zeigt sich eine deutlich konstantere Performance. Die Datenrate bleibt auch bei längeren Transfers stabil, ohne nennenswerte Einbrüche. Kleinere Dateien verursachen weiterhin den üblichen Overhead, profitieren jedoch ebenfalls von der gleichmäßigeren Verbindung.

Damit wird die physikalische Grenze von Gigabit-Ethernet klar sichtbar. Unabhängig von der verbauten Hardware bleibt die Übertragungsrate auf diesem Niveau gedeckelt, sobald ein Bestandteil der Verbindung, etwa Switch, Router oder Client, nur 1 GbE unterstützt.

Messergebnisse kabelgebunden über 2,5 GbE

Der integrierte 2,5-Gigabit-Anschluss ermöglicht deutlich höhere Transferraten, sofern die restliche Infrastruktur entsprechend ausgelegt ist. In der Praxis werden Übertragungsraten von etwa 230 bis 280 MB/s erreicht, abhängig von den eingesetzten Laufwerken und der gewählten Konfiguration.

  • 2,5 GbE LAN – Lesen (≈270 MB/s) 88% 88%
  • 2,5 GbE LAN – Schreiben (≈250 MB/s) 80% 80%
  • Referenz: 2,5 GbE theoretisch (312 MB/s) 100% 100%

Besonders bei großen Dateien wird der Vorteil der höheren Bandbreite deutlich. Im Vergleich zu 1 GbE reduziert sich die Übertragungszeit spürbar, während die Datenrate auch über längere Transfers hinweg stabil bleibt. Kleinere Dateien profitieren ebenfalls, wenn auch nicht im gleichen Maß.

Voraussetzung bleibt eine vollständig kompatible Netzwerkumgebung, einschließlich geeigneter Switches und Netzwerkkarten, um das Potenzial der Schnittstelle vollständig auszuschöpfen.

Einordnung

Im laufenden Betrieb liefert das 4-Bay NAS eine ausgewogene Performance, die sich klar an typischen Nutzungsszenarien orientiert. Dateiablage, Backups, Medienstreaming und Synchronisation laufen zuverlässig und ohne auffällige Verzögerungen. Die Leistungsreserven reichen für mehrere gleichzeitige Zugriffe aus, solange keine stark rechenintensiven Aufgaben hinzukommen.

Die maximale Leistung hängt stark von der gewählten Netzwerkverbindung sowie den eingesetzten Laufwerken ab. Besonders der Schritt von 1 GbE auf 2,5 GbE sorgt für einen deutlich spürbaren Unterschied, während WLAN primär durch externe Faktoren limitiert wird.

Messergebnisse – Systemlast und Hardwarebeschleunigung

Während der typischen Nutzung bleibt die Systemauslastung insgesamt auf einem moderaten Niveau. Selbst bei parallelen Dateiübertragungen steigt die CPU-Last nur kontrolliert an, während der Arbeitsspeicher ausreichend Reserven bietet.

  • CPU-Auslastung bei Dateiübertragung (kurzzeitig ~20–30 %) 25% 25%
  • CPU-Auslastung im Leerlauf (≈5–10 %) 10% 10%
  • Referenz: 100 % = theoretische Vollauslastung 100% 100%

Im UGREEN NASync DH4300 Plus kommt der Rockchip RK3588C zum Einsatz, ein moderner Achtkern-SoC (4× Cortex-A76, 4× Cortex-A55) mit integrierter Mali-G610 MP4 GPU sowie einer dedizierten NPU (6 TOPS) für KI-gestützte Aufgaben. Diese Kombination bietet spürbare Reserven für hardwarebeschleunigte Medienverarbeitung und Analyseprozesse, ohne sich negativ auf den Energiebedarf auszuwirken.

Im Test zeigte sich ein klar nachvollziehbares Aktivitätsmuster: Während des reinen Datei-Transfers blieb die GPU vollständig inaktiv. Erst nach Abschluss des Kopiervorgangs trat eine kurzzeitige GPU-Auslastung auf. Dieses Verhalten ließ sich reproduzieren und ist auf systemseitige Hintergrundprozesse zurückzuführen. UGOS Pro beginnt offenbar unmittelbar nach dem Import neuer Mediendateien mit deren Analyse und Aufbereitung, beispielsweise durch das Erstellen von Vorschaubildern, das Auslesen von Metadaten oder KI-gestützte Bildverarbeitung.

Diese Aufgaben werden hardwarebeschleunigt ausgeführt, wodurch GPU- und NPU-Einheiten gezielt aktiviert werden, während die CPU-Auslastung parallel moderat ansteigt. Nach Abschluss dieser Prozesse fällt die Systemlast wieder schnell auf das Ausgangsniveau zurück.

Die Begleitmessung über die Metrik „ugreen_gpu_utilization_percent“ bestätigt dieses Verhalten. Aufzeichnungen zeigen kurze Lastspitzen der GPU nach den jeweiligen Datenübertragungen, während CPU und NPU lediglich temporär leicht ausgelastet werden. Dieses Muster entspricht dem typischen Profil eines Systems, das Medieninhalte asynchron verarbeitet und Hardwarebeschleunigung nur bei Bedarf nutzt.

Im praktischen Einsatz ergibt sich daraus ein klarer Vorteil: Medien- und Analysefunktionen profitieren von dedizierter Hardware, während das System im Leerlauf effizient und ressourcenschonend arbeitet.

Messergebnisse – Hinweis für technisch interessierte Leser

Die tatsächlich erreichbare Performance hängt maßgeblich von mehreren Faktoren ab. Dazu zählen insbesondere die verwendeten Festplatten oder SSDs, die gewählte RAID-Konfiguration sowie die Netzwerkinfrastruktur. Auch die Art der übertragenen Daten spielt eine Rolle, da viele kleine Dateien grundsätzlich eine geringere effektive Übertragungsrate verursachen als große, zusammenhängende Dateien. Darüber hinaus können Hintergrundprozesse wie Indizierung oder Medienanalyse die Systemlast beeinflussen, ohne im täglichen Einsatz unmittelbar sichtbar zu sein.

Unter optimalen Bedingungen, etwa bei direkter 2,5-GbE-Verbindung und großen, zusammenhängenden Dateien, zeigt sich das tatsächliche Potenzial der Netzwerkschnittstelle:

  • Client → NAS (Upload): ≈2,33 Gbit/s 93% 93%
  • NAS → Client (Download): ≈2,32 Gbit/s 93% 93%
  • Referenz: 100 % = 2,5 Gbit/s (theoretisches Maximum) 100% 100%

Messergebnisse / Benchmark (Slider)

Die durchgeführten Benchmarks bestätigen die bei der Nutzung beobachteten Werte. Je nach Testscenario zeigen sich konsistente Ergebnisse, die sich im erwartbaren Bereich der jeweiligen Netzwerkverbindung bewegen. Besonders bei sequenziellen Lese- und Schreibvorgängen werden die maximal möglichen Transferraten nahezu erreicht, während zufällige Zugriffe naturgemäß darunter liegen.

Ugreen NASync DH4300 Plus – Fotos, Videos & Medien

Im Bereich der Medienverwaltung richtet sich das UGREEN NASync DH4300 Plus klar auf die zentrale Ablage und Organisation von Fotos und Videos aus. Inhalte lassen sich automatisch vom Smartphone sichern oder manuell hochladen und stehen anschließend systemweit zur Verfügung. Die Strukturierung erfolgt dabei klassisch über Ordner, wird jedoch durch zusätzliche Funktionen zur besseren Übersicht ergänzt.

Fotos werden automatisch analysiert und nach verschiedenen Kriterien sortiert. Dazu zählen unter anderem Personen, Szenen oder Zeiträume, wodurch sich größere Bildsammlungen einfacher durchsuchen lassen. Die Erkennung funktioniert unter typischer Nutzung zuverlässig, erreicht jedoch nicht in allen Fällen eine perfekte Zuordnung, insbesondere bei weniger eindeutigen Motiven.

Auch Videos lassen sich direkt über das System verwalten und abspielen. Streaming innerhalb des Heimnetzes funktioniert stabil, selbst bei größeren Dateien. Die Wiedergabe erfolgt ohne merkliche Verzögerung, sofern die Netzwerkverbindung ausreichend ist. Eine automatische Anpassung an unterschiedliche Endgeräte ist vorhanden, bleibt jedoch funktional eher einfach gehalten.

Die mobile App erweitert die Medienfunktionen um automatische Uploads, etwa für Fotos vom Smartphone. Neue Inhalte werden im Hintergrund synchronisiert und stehen anschließend direkt im System zur Verfügung. Dadurch eignet sich das NAS auch als zentrale Sammelstelle für Medien aus verschiedenen Geräten.

Im praktischen Einsatz arbeitet die Medienverwaltung unkompliziert und leicht zugänglich. Die Kombination aus automatischer Organisation und einfacher Bedienung erleichtert den Umgang mit größeren Datenmengen, ohne den Nutzer mit komplexen Einstellungen zu konfrontieren. Gleichzeitig bleibt der Funktionsumfang auf die grundlegenden Anforderungen beschränkt und verzichtet auf weitergehende Anpassungsmöglichkeiten.

UGREEN NASync DH4300 Plus – Lautstärke & Wohnraum-Tauglichkeit

Im Betrieb verhält sich das UGREEN NASync DH4300 Plus unauffällig, bleibt jedoch nicht vollständig lautlos. Im Leerlauf ist das System nur dezent wahrnehmbar, wobei vor allem der Lüfter als gleichmäßiges Hintergrundgeräusch auffällt. Störende Nebengeräusche wie hochfrequentes Fiepen oder unregelmäßige Lüfterbewegungen treten nicht auf.

Messergebnisse – Lautstärke

Die Lautstärkemessung erfolgte mit der iOS-App „dB Meter“ aus kurzer Distanz zum Gerät und dient als praxisnahe Orientierung für typische Einsatzbedingungen. Die Messung stellt keinen Laborwert dar, sondern spiegelt bewusst eine praxisnahe Nutzungssituation wider.

  • Leerlaufbetrieb (~20 dB(A)) 36% 36%
  • Festplattenzugriffe (~24 dB(A)) 48% 48%
  • Dauerlast (~26 dB(A)) 52% 52%
  • Referenz: 50 dB(A) = deutlich wahrnehmbar 100% 100%

Unter Last, etwa bei längeren Dateiübertragungen oder mehreren gleichzeitigen Zugriffen, steigt die Geräuschkulisse leicht an. Die Lüfter drehen hörbar höher, bleiben dabei jedoch auf einem moderaten Niveau. In typischen Wohnumgebungen wird das NAS weiterhin eher als Hintergrundgeräusch wahrgenommen und drängt sich nicht aktiv in den Vordergrund.

Ein wesentlicher Faktor für die wahrgenommene Lautstärke sind die eingesetzten Festplatten. Klassische 3,5-Zoll-HDDs erzeugen zusätzliche Zugriffsgeräusche und Vibrationen, die je nach Modell deutlich hörbar sein können. Bei Nutzung von SSDs reduziert sich die Geräuschentwicklung entsprechend, wodurch das System im Ergebnis leiser wirkt.

Vibrationen werden durch das Gehäuse nur begrenzt gedämpft, wodurch sich das NAS auf empfindlichen Oberflächen leicht bemerkbar machen kann. Eine stabile Unterlage oder entkoppelnde Füße können hier Abhilfe schaffen.

Unterm Strich eignet sich das NAS für den Einsatz in Wohnräumen, sofern keine absolute Lautlosigkeit erwartet wird. In einem typischen Wohnzimmer oder Arbeitszimmer bleibt das Gerät im Hintergrund, während es in sehr ruhigen Umgebungen oder bei direkter Nähe zum Arbeitsplatz wahrnehmbar sein kann.

UGREEN NASync DH4300 Plus – Backup-Praxis

Datensicherung zählt zu den Kernfunktionen eines jeden NAS-Systems und entscheidet oft darüber, ob ein Gerät langfristig regelmäßig genutzt wird oder bald in der Ecke steht. Beim NASync DH4300 Plus verfolgt UGREEN eine bewusst unkomplizierte Strategie, die sich in erster Linie an Privathaushalte und weniger technisch versierte Nutzer richtet. Schon im Alltag zeigt sich, dass das Thema Backup als kontinuierlicher Prozess verstanden wird.

Anstatt manuell Sicherungen anzustoßen, arbeitet das System weitgehend im Hintergrund. Die mobile App übernimmt auf Wunsch automatisch den Upload neuer Fotos und Videos vom Smartphone. Nach einmaliger Einrichtung geschieht das ohne weiteres Zutun. Neue Aufnahmen landen nach kurzer Zeit im NAS und stehen dort sofort bereit.

Gerade bei der Sicherung größerer Fotosammlungen überzeugt das Konzept: Selbst mehrere tausend kleinere Dateien werden zuverlässig übertragen, ohne dass es zu Unterbrechungen oder fehlerhaften Uploads kommt. Der Prozess läuft dezent im Hintergrund, spart Rechenleistung und beeinträchtigt die normale Nutzung des Geräts kaum.

Auch klassische Backup-Aufgaben wie z. B. die Sicherung von Notebooks oder stationären Rechnern, lassen sich problemlos einrichten. Das NAS dient dann als zentrale Backup-Zielstation im Heimnetzwerk, ideal etwa für regelmäßige Dateisicherungen oder Time Machine unter macOS. Die Einrichtung ist übersichtlich gestaltet: Bonjour aktivieren, Zielordner wählen, fertig. macOS erkennt das NAS anschließend automatisch.

Wer zusätzlich eine physisch getrennte Sicherung bevorzugt, kann externe Laufwerke direkt per USB anschließen. So lassen sich wichtige Daten regelmäßig auch auf einer externen Festplatte oder SSD sichern. Diese Variante ergänzt den internen Festplattenverbund sinnvoll und erhöht die Datensicherheit, da das Medium nach dem Backup getrennt und separat aufbewahrt werden kann.

Damit entsteht ein zweistufiges Sicherungskonzept: Routinemäßige Backups laufen automatisch, während besonders wertvolle Dateien in größeren Abständen nochmals manuell extern abgelegt werden können. Diese Kombination aus Automatik und Kontrolle bietet eine gute Balance zwischen Komfort und Datensicherheit.

Insgesamt hinterlässt die Backup-Umsetzung des NASync DH4300 Plus einen sehr ausgereiften Eindruck. Automatische Vorgänge funktionieren souverän, Statusmeldungen sind klar verständlich, und der Nutzer behält jederzeit den Überblick. Damit erfüllt das System exakt den Anspruch, den viele im Heimnetz suchen: Sicherheit für persönliche Daten, ohne sich ständig um Technik kümmern zu müssen.

UGREEN NASync DH4300 Plus – Stromverbrauch

Im laufenden Betrieb agiert das UGREEN NASync DH4300 Plus als vergleichsweise effizientes System, was insbesondere im 24/7-Einsatz eine wichtige Rolle spielt. Im Leerlauf liegt der Stromverbrauch im Durchschnitt bei etwa 9 Watt, wobei dieser maßgeblich von den eingesetzten Festplatten beeinflusst wird. Systeme mit mehreren 3,5-Zoll-HDDs verbrauchen dabei spürbar mehr Energie als Konfigurationen mit SSDs.

Der Stromverbrauch wurde über einen längeren Zeitraum im Leerlauf beobachtet und zeigt ein insgesamt sehr konstantes Verhalten. Über mehrere Tage hinweg ergeben sich gleichmäßige Verbrauchswerte ohne auffällige Spitzen oder größere Schwankungen.

Kurzfristige Ausschläge sind vorhanden, bleiben jedoch auf einem niedrigen Niveau und lassen sich auf typische Hintergrundaktivitäten wie Systemprozesse oder kurze Zugriffe zurückführen. Insgesamt entsteht damit ein ruhiges und vorhersehbares Verbrauchsprofil, das sich gut für den dauerhaften Betrieb eignet. Auch in der Tagesansicht bestätigt sich dieses Bild. Der Verbrauch bleibt über den gesamten Zeitraum hinweg stabil, ohne dass es zu abrupten Lastspitzen kommt.

Neben der reinen Leerlaufbetrachtung wurde der Stromverbrauch auch unter Last beobachtet. Während das System im Idle bei etwa 9 Watt liegt, steigt dieser bei aktiver Datenübertragung auf rund 23 Watt an. Der Anstieg erfolgt gleichmäßig und ohne auffällige Spitzen. Auch unter kontinuierlicher Last bleibt der Verbrauch stabil und liegt im erwartbaren Bereich für ein 4-Bay-NAS dieser Klasse.

Die Messwerte lassen sich dabei wie folgt zusammenfassen:

  • Leerlauf (~9 W) 15% 15%
  • Lastbetrieb (~23 W) 38% 38%
  • Referenz: 60 W = obere Orientierung für 4-Bay NAS 100% 100%

Ein zusätzlicher Einflussfaktor ist die Systemkonfiguration. Aktivierte Dienste, laufende Hintergrundprozesse oder Medienanalysen können den Stromverbrauch leicht erhöhen, ohne dass dies unmittelbar sichtbar ist. Gleichzeitig bieten Energiesparfunktionen die Möglichkeit, Laufwerke bei Inaktivität in einen Ruhemodus zu versetzen, wodurch sich der Verbrauch weiter reduzieren lässt.

Der Stromverbrauch bewegt sich damit insgesamt im erwartbaren Bereich für ein 4-Bay-NAS dieser Klasse. Für den dauerhaften Betrieb im Heimnetz ergibt sich eine solide Balance zwischen Leistung und Energiebedarf, ohne dass das System durch einen erhöhten Verbrauch negativ auffällt.

UGREEN NASync DH4300 Plus – Sicherheit & Fernzugriff

Im Bereich Sicherheit bietet das UGREEN NASync DH4300 Plus die grundlegenden Funktionen, die für den Betrieb im Heimnetz erforderlich sind. Benutzerkonten lassen sich individuell anlegen und mit entsprechenden Zugriffsrechten versehen, sodass der Zugriff auf Daten gezielt gesteuert werden kann. Auch die Vergabe von Freigaben erfolgt nachvollziehbar und bleibt übersichtlich in der Verwaltung.

Für den Schutz von Konten steht eine Zwei-Faktor-Authentifizierung zur Verfügung, wodurch der Zugriff zusätzlich abgesichert werden kann. Ergänzend kommen gängige Verschlüsselungsverfahren bei der Datenübertragung zum Einsatz, sodass Verbindungen nicht ungeschützt erfolgen. Diese Maßnahmen tragen dazu bei, grundlegende Sicherheitsanforderungen im Alltag abzudecken.

Der Fernzugriff lässt sich über entsprechende Funktionen innerhalb des Systems einrichten, sodass das NAS auch außerhalb des eigenen Netzwerks erreichbar ist. Die Konfiguration erfolgt über die Oberfläche und ist grundsätzlich ohne tiefgehende Netzwerkkenntnisse umsetzbar. Je nach Setup kann der Zugriff direkt oder über vermittelte Verbindungen erfolgen.

Im praktischen Einsatz funktioniert der Zugriff von außen zuverlässig, sofern die Einrichtung korrekt vorgenommen wurde. Die Verbindungsgeschwindigkeit hängt dabei stark von der eigenen Internetanbindung ab und weniger vom NAS selbst. Für typische Anwendungsfälle wie Dateiabruf, Uploads oder einfache Verwaltung reicht die Performance aus.

Zusammengefasst deckt das System die wichtigsten Sicherheits- und Fernzugriffsfunktionen ab, ohne sich auf komplexe Konfigurationsmöglichkeiten zu konzentrieren. Für den Einsatz im privaten Umfeld ergibt sich damit eine solide Grundlage, während erweiterte Szenarien nur eingeschränkt abgebildet werden können.

UGREEN NASync DH4300 Plus – Stabilität & Zuverlässigkeit

Im Testzeitraum zeigte sich das UGREEN NASync DH4300 Plus durchweg stabil im Dauerbetrieb. Das System lief durchgehend ohne Abstürze oder unerwartete Neustarts und blieb auch bei längeren Transfers sowie parallelen Zugriffen zuverlässig erreichbar. Auffällige Aussetzer oder Verbindungsabbrüche traten im normalen Betrieb nicht auf.

Zur Überprüfung der Erreichbarkeit wurde das NAS kontinuierlich über einen externen Monitoring-Dienst überwacht. Dabei wurden in regelmäßigen Abständen Verfügbarkeits- und Antwortzeiten erfasst, um ein realistisches Bild über die Stabilität im Alltag zu erhalten.

Die aufgezeichneten Werte zeigen eine konstant hohe Verfügbarkeit ohne erkennbare Ausfälle im Testzeitraum. Auch die Antwortzeiten bewegen sich auf einem gleichbleibend niedrigen Niveau, ohne größere Ausreißer. Kurzfristige Schwankungen sind im normalen Betrieb vorhanden, bleiben jedoch im unkritischen Bereich und wirken sich nicht auf die Nutzung aus.

Unter Last verhält sich das System ebenfalls stabil. Selbst bei gleichzeitigen Dateiübertragungen, Medienzugriffen und Hintergrundprozessen kommt es zu keinen Einbrüchen, die zu Verbindungsproblemen oder Neustarts führen würden. Die interne Lastverteilung scheint dabei ausreichend ausgelegt zu sein, um typische Nutzungsszenarien zuverlässig abzudecken.

Ein wichtiger Aspekt zeigt sich bei längerer Nutzung: Das System arbeitet konsistent ohne schleichende Performanceverluste oder zunehmende Reaktionszeiten. Auch nach mehreren Tagen Dauerbetrieb bleibt die Bedienoberfläche responsiv und die Dienste reagieren wie erwartet.

Hinsichtlich Stabilität und Zuverlässigkeit ergibt sich durchweg ein positives Bild. Für den vorgesehenen Einsatz im Heimnetz oder kleineren Umgebungen bietet das NAS eine verlässliche Grundlage, solange keine außergewöhnlich hohen oder dauerhaft intensiven Lastszenarien anliegen.

UGREEN NASync DH4300 Plus – Einsteiger vs. Power-User

Das UGREEN NASync DH4300 Plus richtet sich in erster Linie an Nutzer, die eine möglichst einfache und schnell verständliche Lösung für die zentrale Datenspeicherung suchen. Der Funktionsumfang ist bewusst so gestaltet, dass typische Aufgaben ohne größere Einarbeitung umgesetzt werden können. Dazu zählen unter anderem Dateiablage, Backups, Medienverwaltung sowie der Zugriff von verschiedenen Geräten.

Für Einsteiger ergibt sich daraus ein klarer Vorteil. Die Oberfläche bleibt übersichtlich, viele Prozesse sind geführt und wichtige Funktionen lassen sich ohne tiefgehendes technisches Verständnis einrichten. Auch im laufenden Betrieb bleibt der Verwaltungsaufwand gering, da viele Abläufe automatisiert im Hintergrund stattfinden.

Anders stellt sich die Situation für technisch versierte Nutzer dar. Erweiterte Anpassungsmöglichkeiten sind vorhanden, jedoch in ihrem Umfang begrenzt. Individuelle Konfigurationen, komplexe Dienste oder stark angepasste Setups lassen sich nur eingeschränkt umsetzen. Insbesondere bei Themen wie Containerisierung, tiefgehender Systemintegration oder spezifischen Netzwerkstrukturen stößt das System relativ schnell an seine Grenzen.

Ein weiterer Aspekt ist die langfristige Flexibilität. Da zentrale Komponenten wie Arbeitsspeicher nicht erweitert werden können und das System insgesamt auf Einfachheit ausgelegt ist, bleibt der Spielraum für zukünftige Anforderungen begrenzt. Das wirkt sich vor allem dann aus, wenn sich der Einsatzbereich im Laufe der Zeit verändert oder erweitert werden soll.

Daraus ergibt sich eine klare Einordnung: Das NAS ist optimal für Einsteiger und Nutzer, die ein NAS für Zuhause suchen. Power-User finden zwar eine solide Basis vor, müssen jedoch mit Einschränkungen bei Anpassbarkeit und Erweiterbarkeit rechnen.

Geeignet ist das UGREEN NASync DH4300 Plus insbesondere für:

  • Einsteiger ohne NAS-Erfahrung
  • private Haushalte mit zentralem Speicherbedarf
  • Nutzer, die ein NAS für Zuhause mit einfacher Bedienung suchen

UGREEN NASync DH4300 Plus – Ach ja, das noch…

Neben den zentralen Testkategorien bietet das NASync DH4300 Plus eine Reihe weiterer Funktionen und Details, die im Alltag hilfreich sind, ohne im Mittelpunkt des Systems zu stehen.

Hardware-Reserven & Ausbaupotenzial

  • Arbeitsspeicher fest verbaut und nicht erweiterbar
  • keine zusätzlichen Erweiterungsslots für spätere Upgrades
  • CPU-Leistung ausreichend für typische NAS-Aufgaben, jedoch begrenzte Reserven für anspruchsvollere Szenarien

Netzwerk- & Architektur-Offenheit

  • ein einzelner 2,5-GbE-Port vorhanden, keine Möglichkeit für Link Aggregation
  • keine native Trennung mehrerer Netzwerke oder Interfaces vorgesehen
  • Fokus klar auf einfache Netzwerkintegration ohne komplexe Setups

Skalierbarkeit im Self-Hosting-Betrieb

  • grundlegende Dienste und Anwendungen möglich
  • eingeschränkte Flexibilität bei komplexeren Setups oder mehreren parallel laufenden Services
  • langfristige Skalierung durch Hardware- und Softwaregrenzen limitiert

Was wir uns noch wünschen

Im Test zeigt sich das UGREEN NASync DH4300 Plus als durchdachtes System für typische NAS-Aufgaben, dennoch bleiben einige Punkte, die das Gesamtpaket langfristig deutlich aufwerten könnten. Dazu zählt in erster Linie ein erweiterbarer Arbeitsspeicher, um auch zukünftigen Anforderungen flexibler begegnen zu können. Ebenso wäre eine zweite Netzwerkschnittstelle wünschenswert, etwa für mehr Ausfallsicherheit oder zur Trennung unterschiedlicher Netzwerke. Auf Software-Seite fällt die noch überschaubare Auswahl an nativen Apps und Diensten auf, während zugleich weitergehende Konfigurationsmöglichkeiten im System- und Netzwerkbereich nur eingeschränkt vorhanden sind. Auch die Backup-Funktionen könnten durch detailliertere Optionen für komplexere Sicherungsstrategien profitieren.

Im Alltag zeigt sich zudem, dass Hintergrundprozesse wie Indexierung oder Analyse zwar zuverlässig arbeiten, jedoch nicht immer transparent nachvollziehbar sind. Ergänzend dazu treten vereinzelt noch nicht vollständig lokalisierte Bereiche in der Oberfläche auf, in denen gelegentlich chinesische Texte erscheinen. Darüber hinaus fehlt aktuell eine Möglichkeit für historisches Monitoring, wodurch eine längerfristige Auswertung von Systemzuständen nur eingeschränkt möglich ist.

Diese Punkte betreffen weniger die grundlegende Funktionalität, sondern vielmehr den Spielraum, den das System dem Nutzer bietet. Gerade bei längerem Einsatz oder steigenden Anforderungen würde eine stärkere Ausrichtung auf Erweiterbarkeit, Transparenz und Anpassbarkeit zusätzlichen Mehrwert schaffen.

Bildquellen: Titelbild (Ugreen) App-Screenshots & iPhone Mockup (Minimal Mockups)



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