Seite auswählen

Review: ECOVACS WINBOT W3 OMNI – Premium-Fensterputzroboter mit multifunktionaler Reinigungs-Station im Test

Review: ECOVACS WINBOT W3 OMNI – Premium-Fensterputzroboter mit multifunktionaler Reinigungs-Station im Test Punktzahl 95 %Punktzahl 95 %

Seit Jahren gehört ECOVACS zu den prägenden Herstellern im Bereich smarter Haushaltsgeräte und hat sich insbesondere bei Saug- und Wischrobotern mit automatischen Reinigungsstationen eine starke Position erarbeitet. Auffällig ist dabei vor allem die konsequente Weiterentwicklung der eigenen Produktlinien. Neue Generationen erscheinen in vergleichsweise kurzen Abständen, bestehende Modelle werden regelmäßig per Software gepflegt und verbessert. Dieses Zusammenspiel aus technischer Entwicklung und langfristiger Unterstützung hat dazu geführt, dass sich die Marke fest im Premiumsegment etabliert hat.

Weniger im Fokus unseres Review-Teams, aber längst ein fester Bestandteil des Portfolios, ist der Bereich der automatisierten Glasreinigung. Bereits 2011 hat ECOVACS erste Lösungen für Fensterflächen vorgestellt und damit früh den Grundstein für diese Produktkategorie gelegt. Was damals noch eher als Nischenlösung galt, hat sich über die Jahre deutlich weiterentwickelt. Heute stehen hier Systeme zur Verfügung, die in Sachen Komfort und Automatisierung ein ganz anderes Niveau erreicht haben und dem Hersteller in diesem Segment eine besonders starke Marktposition verschaffen.

Auch innerhalb der gadgetChecks.de-Community hat das Thema in den letzten Monaten spürbar an Bedeutung gewonnen. Viele Rückmeldungen und konkrete Testanfragen haben gezeigt, dass das Interesse an Fensterreinigungsrobotern deutlich gestiegen ist. Mit dem WINBOT W3 OMNI rückt nun ein Modell in den Fokus, das klar im Premiumbereich angesiedelt ist und den Anspruch hat, die Fensterreinigung weitgehend zu automatisieren. Vorgestellt wurde das Gerät erst vor Kurzem im Rahmen eines internationalen Launch-Events in Barcelona, entsprechend hoch sind die Erwartungen an Technik, Navigation und Reinigungsleistung. In den vergangenen Wochen musste sich der WINBOT W3 OMNI im Alltag unter realen Bedingungen beweisen und zeigen, ob er diesem Anspruch gerecht wird und ob automatisierte Glasreinigung auf diesem Niveau tatsächlich alltagstauglich ist.

Anzeige*

Lieferumfang & Eindruck – ECOVACS WINBOT W3 OMNI

Inhalt

  • Fensterreinigungsroboter WINBOT W3 OMNI
  • Wischpad-Halterung
  • Akku
  • Ersatz-Wischpad
  • WINBOT Reinigungslösung, 230 ml
  • Benutzerhandbuch

Material

Beim Material setzt der ECOVACS WINBOT W3 OMNI klar auf einen funktionalen Kunststoffmix, der weniger auf Luxus als auf Alltagstauglichkeit ausgelegt ist. Die Oberflächen sind überwiegend glatt gehalten, was dem Gerät nicht nur einen sauberen, modernen Look verleiht, sondern auch praktisch ist, weil sich Staub und Schmutz leicht entfernen lassen. Gleichzeitig wirkt das Material stabil genug, um den regelmäßigen Einsatz an Fenstern problemlos mitzumachen, ohne billig oder dünn zu erscheinen. Auffällig ist, dass ECOVACS auf übertriebene Materialspielereien verzichtet und stattdessen auf eine gleichmäßige, solide Verarbeitung setzt. Nur die Oberseite der Station hebt sich minimal ab, da sie eine sehr feine Struktur besitzt, die optisch für etwas Abwechslung sorgt, sich aber weiterhin glatt anfühlt. Insgesamt hinterlässt das Material einen durchdachten Eindruck: robust, pflegeleicht und passend zur technischen Ausrichtung des Geräts.

Verarbeitung

In Sachen Verarbeitung hinterlässt der ECOVACS WINBOT W3 OMNI einen insgesamt stimmigen Eindruck. Die einzelnen Gehäuseteile sind sauber zusammengefügt, Spaltmaße fallen gleichmäßig und unauffällig aus. Nichts wirkt locker oder schlecht angepasst, vielmehr entsteht das Gefühl, dass hier alles fest sitzt und auf Langlebigkeit ausgelegt ist. Auch beim Anfassen zeigt sich, dass das Gerät solide konstruiert ist, ohne dabei unnötig schwer oder klobig zu wirken. Bedienelemente, Griff und Display sind ordentlich integriert und wirken nicht wie nachträglich eingesetzte Komponenten, sondern als Teil eines durchdachten Gesamtkonzepts. Positiv fällt zudem auf, dass die Tasten einen angenehmen, klar definierten Druckpunkt bieten, was die Bedienung spürbar erleichtert und dem Gerät zusätzlich eine gewisse Wertigkeit verleiht. Insgesamt vermittelt die Verarbeitung genau das, was man in dieser Geräteklasse erwartet: zuverlässig, sauber umgesetzt und ohne auffällige Schwächen.

Verbaute Sensoren:

  • Intelligenten Multi-Sensoren im WINBOT W3 OMNI  für Hindernisserkennung dynamisch mit einer Genauigkeit von 1 mm
  • Optokoppler-Sensoren für die Schwerkraftbeschleunigung
  • Luftdrucksensor für eine sichere Fensterreinigung

Design

Der ECOVACS WINBOT W3 OMNI präsentiert sich in einem modern gehaltenen, leicht futuristisch anmutenden Design, das bewusst auf klare Linien und eine reduzierte Formsprache setzt. Die Kombination aus Weiß und silbernen Elementen prägt den Gesamteindruck und verleiht dem Gerät eine technisch-kühle, zugleich aber hochwertige Ausstrahlung. Während der Roboter selbst diese Farbgebung konsequent aufgreift, ist die dazugehörige Station überwiegend in Silber gehalten und wirkt dadurch besonders präsent und fast wie ein eigenständiges Technikobjekt innerhalb der Wohnumgebung.

Einen markanten Kontrast bildet die schwarze Oberseite, die sich deutlich vom restlichen Gehäuse absetzt. Hier sind sowohl der Griff als auch die Bedienelemente und das integrierte Display untergebracht. Diese Gestaltung sorgt nicht nur für eine klare visuelle Gliederung, sondern hebt die zentralen Interaktionspunkte gezielt hervor. Der Griff fügt sich dabei harmonisch in die Form ein und unterstreicht den funktionalen Charakter des Geräts, ohne die klare Linienführung zu stören.

Ein zusätzliches gestalterisches Detail findet sich auf der Front des Roboters: Ein kreisförmiges, bullaugenartiges Element, das von einer schwarzen Umrandung eingefasst ist. Dieses Detail lockert die ansonsten sehr geradlinige Gestaltung auf und verleiht dem Gerät eine gewisse visuelle Tiefe sowie einen leicht technischen, fast schon industriellen Charakter.  Insgesamt entsteht so ein durchdachtes Design, das Funktionalität und Ästhetik eng miteinander verbindet und den technischen Anspruch des Geräts klar nach außen trägt.

Info

Modi:

  • Schnellreinigungsmodus
  • Tiefenreinigungsmodus
  • Gründlicher Reinigungsmodus
  • Kantenreinigungsmodus
  • Fleckenreinigungsmodus
  • Zonenreinigungsmodus
  • Intensivreinigungsmodus

Spezielle Features:

  • TruEdge-Technologie
  • Automatisches Sprühen mit
    Dreifachdüsen
  • Vortex Wash
  • Routenplanung mit WIN-SLAM 5.0
  • Verbesserte Reinigungseffizienz
  • Fernsteuerung per App
  • Passt sich an verschiedene Fensterarten an
  • 12-stufiges Schutzsystem
  • Verbindungskabel (Strom +
    Sicherheit)

Abmessungen:

  • Roboter: 27x27x7,6 cm
  • Station: 34,4×22,6×43,0 cm

Weitere Informationen:

  • Stromversorgung – Akkumodus oder Netzbetrieb
  • Geräuschpegel – ca. 68 dB
  • Saugleistung im Betrieb – 3300 Pa
  • Maximale Saugleistung (Luftkompensation) – 10000 Pa
  • Akkuladezeit (Station) – Weniger als 3 Stunden
  • Akkukapazität (Station). -Lithium, 4500 mAh
  • Einmaliger Arbeitsbereich – Schnellreinigungsmodus ca. 120 m²
  • Einmaliger Arbeitsbereich – Tiefenreinigungsmodus ca. 48m²
  • Max. Arbeitsbereich – 50 m² (voller 80-ml-Behälter)
  • Reinigungseffizienz – 1 Min. 30 Sekunden/m² (im Schnellreinigungsmodus)
  • Geeigneter Öffnungswinkel des Fensters: – ±90° (im Kontaktzustand) – ±45° (im hängenden Zustand)
  • Stromausfallschutz – 30 Minuten
  • Mindestgröße für geeignete Fenster – 30 x 40 cm
  • Gewicht des Roboters – 2,1 kg
  • Gewicht der Station – 10 kg

Features & Specials – ECOVACS WINBOT W3 OMNI

Laut Hersteller

Mit dem WINBOT W3 OMNI Fensterputzroboter bringt Ecovacs ein Reinigungssystem auf den Markt, das vor allem durch seine Kantenpräzision und die automatische Wartung auffällt. Herzstück ist die TruEdge-Technologie, die speziell auf die gründliche Reinigung von Fensterrahmen und -ecken ausgelegt ist. Der Roboter erkennt Kanten sensorgestützt und senkt bei Annäherung einen rotierenden Schrubber ab, der mit hoher Drehzahl auch hartnäckige Verschmutzungen entlang der Ränder löst. Ziel ist eine möglichst lückenlose Reinigung bis nahe an den Rahmen – ein Bereich, der bei vielen Fensterrobotern als Herausforderung gilt.

Für die Navigation setzt der WINBOT W3 OMNI auf die weiterentwickelte WIN-SLAM-5.0-Technologie. Mehrere Sensoren erfassen die Glasfläche, erkennen Hindernisse und berechnen eine strukturierte Reinigungsroute. Verschiedene Modi – von der schnellen Auffrischung bis zur intensiven Tiefenreinigung – erlauben eine Anpassung an Verschmutzungsgrad und Flächengröße. Auch größere Fensterfronten oder Wintergärten lassen sich so systematisch bearbeiten. Ein besonderes Merkmal ist die OMNI-Station mit Vortex-Wash-Technologie. Sie reinigt die Wischpads nach dem Einsatz automatisch, ohne dass Nutzer mit Schmutz in Kontakt kommen. Hochdruckdüsen und rotierende Elemente lösen Rückstände aus den Fasern, anschließend wird die Restfeuchtigkeit reguliert, um streifenarme Ergebnisse zu unterstützen. Der Reinigungsvorgang dauert nur rund eine Minute und reduziert den manuellen Pflegeaufwand deutlich.

Abgerundet wird das Konzept durch ein mehrstufiges Sicherheitssystem. Eine hohe Haftkraft sorgt für stabilen Halt auf der Glasfläche, Sensoren überwachen kontinuierlich Luftdruck und Lage. Selbst bei Stromausfall bleibt der Roboter für einen begrenzten Zeitraum an der Scheibe haften. Insgesamt positioniert sich der WINBOT W3 OMNI Fensterputzroboter als technisch ausgereifte Lösung für eine weitgehend automatisierte und komfortable Fensterreinigung im privaten Umfeld.

ECOVACS WINBOT W3 OMNI – Bilder-Galerie

Anzeige*

Im Test – ECOVACS WINBOT W3 OMNI

Der ECOVACS WINBOT W3 OMNI kommt in einer vergleichsweise kompakten Verpackung, in der alle Komponenten passgenau untergebracht sind. Beim Transport wirkt das Ganze entsprechend sicher, da nichts verrutschen kann. Nach dem Auspacken fällt auf, dass sowohl der Roboter selbst als auch die Station zusätzlich geschützt sind. Am Gerät befinden sich noch Schaumstoffelemente, während an der Station Schutzfolien angebracht sind, die sich ohne Rückstände einfach abziehen lassen. Grundsätzlich wäre der Roboter damit direkt einsatzbereit und könnte sofort an die Scheibe gesetzt werden. In der Praxis bietet es sich aber an, ihn zunächst mit der ECOVACS App zu verbinden, wie wir es auch gemacht haben. Bevor es so weit ist, steht allerdings die Stromversorgung im Fokus. Auf der Unterseite der Station befindet sich eine Abdeckung, die sich über eine Schiebetaste entriegeln lässt. Dahinter findet man neben dem Stromkabel auch ein Sicherungsseil, auf das später noch eingegangen wird, sowie ein Akkupack.

Der Betrieb ist grundsätzlich auch ohne Akku möglich. Da dieser aber keinen Platz wegnimmt oder stört, bietet es sich an, ihn direkt zu installieren. Gerade dann, wenn man das Gerät einmal ohne direkten Stromanschluss nutzen möchte, ist das ein praktischer Vorteil. Der Akku wird dabei über einen Schraubmechanismus fixiert und seitlich in das vorgesehene Fach eingesetzt. Ist alles eingerichtet, bleibt der Akku dauerhaft im Gerät, sodass man sich im Alltag nur noch um das Herausführen des Kabels oder das Sicherungsseil kümmern muss. Positiv fällt dabei auch die Gestaltung der Abdeckung auf. Auf der Rückseite ist eine flexible Silikon-Lasche integriert, durch die sich Kabel sauber nach außen führen lassen, ohne dass etwas eingeklemmt wird oder unsauber sitzt. Das wirkt im Detail gut gelöst und passt zum insgesamt durchdachten Eindruck der Einrichtung.

Die Einrichtung des WINBOT W3 OMNI ist angenehm unkompliziert gehalten und schnell erledigt. Entweder scannt man direkt den QR-Code auf der Rückseite des Geräts über die ECOVACS App oder man wählt den Fensterputzroboter manuell aus der Geräteliste aus. Bevor es losgeht, muss an der Station noch der Kopplungsmodus aktiviert werden, was über die obere rechte Taste erfolgt. Danach wird der Roboter von der App sofort erkannt und die Einrichtung kann starten. Im ersten Schritt wird die Bluetooth-Verbindung aufgebaut, anschließend werden die WLAN-Daten hinterlegt. Danach vergibt man noch einen individuellen Namen, und der Roboter ist im Grunde einsatzbereit.

Der gesamte Ablauf ist klar strukturiert und wird durch kurze Texte sowie unterstützende Grafiken begleitet, was die Einrichtung zusätzlich erleichtert. Insgesamt dauert der Prozess nur rund eine Minute und ist damit schnell erledigt. Im Anschluss gibt es noch einige visuell aufbereitete Hinweise zur Fensterreinigung, die gerade für Einsteiger hilfreich sein können. Danach landet man direkt auf der übersichtlich gestalteten Startoberfläche der App. Direkt nach der Einrichtung stand im Test bereits ein Update bereit, das ebenfalls zügig in etwa drei Minuten installiert war. Auch hier wird man Schritt für Schritt geführt, sodass selbst Nutzer ohne große Technik-Erfahrung problemlos zurechtkommen sollten.

Die ECOVACS App orientiert sich stark an dem, was man bereits von den DEEBOT-Modellen kennt, und wirkt entsprechend aufgeräumt und leicht verständlich. Durch die Kombination aus klaren Grafiken und kurzen Texten findet man sich schnell zurecht, ohne sich erst lange einarbeiten zu müssen. Besonders praktisch ist, dass alle Reinigungsmodi direkt auf der Startseite sichtbar sind. Das spart unnötige Menüs und macht die Bedienung im Alltag deutlich einfacher. Auf derselben Oberfläche gibt es zudem einen separaten Bereich für die Station. Hier lassen sich die verschiedenen Reinigungsprogramme für das Wischpad und den Innenraum auswählen, insgesamt stehen dafür drei unterschiedliche Modi zur Verfügung. Positiv ist auch, dass sich alle Funktionen der App alternativ direkt über die Station steuern lassen. Gleichzeitig gilt: Eine Verbindung zur App ist nur möglich, wenn sich das Gerät im Bereitschaftsmodus befindet, also zuvor einmal über die Power-Taste aktiviert wurde.

Eine Besonderheit ist der integrierte manuelle Modus. Über einen virtuellen Joystick lässt sich der Roboter gezielt steuern, inklusive der Möglichkeit, die Reinigungsflüssigkeit manuell zu sprühen. Das ist vor allem dann hilfreich, wenn man bestimmte Bereiche gezielt bearbeiten möchte, anstatt direkt ein automatisches Programm zu starten. Abgesehen davon bleibt die App bewusst schlank gehalten. Zusätzliche Einstellmöglichkeiten sind eher überschaubar, was die Bedienung insgesamt unkompliziert hält. Eine Ausnahme bildet der Wartungsbereich, in dem sich Verbrauchsmaterialien wie Wischpads oder Reinigungslösung direkt nachbestellen lassen. Alles ist an einem Ort gebündelt, was den Umgang im Alltag nochmals erleichtert.

ECOVACS WINBOT W3 OMNI – Täglicher Einsatz

Alle Messergebnisse beziehen sich auf ein Fenster  (beidseitig) mit den Maßen 90 x 135  cm. Auch wenn der WINBOT W3 OMNI im Test auf insgesamt fünf gleich großen Fenstern eingesetzt wurde, was einer Gesamtfläche von etwa 60,75 Quadratmetern entspricht.

Ist der ECOVACS WINBOT W3 OMNI eingerichtet, kann es direkt losgehen. Zunächst wird die Station eingeschaltet, woraufhin man direkt mit dem bekannten Startsound begrüßt wird, den man bereits von den DEEBOT-Modellen kennt. Gleichzeitig erscheint eine ansprechende Grafik auf dem Display und die Sprachausgabe setzt ein. Beim ersten Einsatz empfiehlt das System, das Wischpad einmal zu reinigen und gleichzeitig anzufeuchten. Auf die Details der Waschfunktion gehen wir später noch genauer ein. Zuvor wird der Frischwassertank befüllt und die Reinigungslösung direkt am Roboter eingefüllt. Die Öffnung befindet sich auf der Oberseite und ist durch eine flexible Silikonabdeckung geschützt.

Die Steuerung erfolgt entweder direkt an der Station oder über die App. Über die Taste oben rechts lassen sich die verschiedenen Modi durchschalten, die Auswahl wird mit der darunterliegenden Taste bestätigt. Das Prinzip ist dabei schnell verstanden: Mit den Pfeiltasten navigiert man durch die Optionen, bestätigt wird immer mit derselben Taste. Alternativ lässt sich alles bequem über das Smartphone steuern. In beiden Fällen erhält man vor dem Start eine kurze Rückmeldung, etwa ob ausreichend Wasser vorhanden ist, gefolgt von der Aufforderung, den Roboter an der Scheibe zu platzieren.

Das Anbringen selbst ist unkompliziert gelöst. Der Griff lässt sich über einen Schiebemechanismus anheben, anschließend wird der Roboter mittig an die Scheibe gedrückt und gleichzeitig die Powertaste am Gerät betätigt. Nach etwa zwei Sekunden setzt das Ansaugen ein, was durch ein deutlich hörbares Geräusch signalisiert wird. Danach kann man den Griff loslassen. Die Positionierung von Griff und Taste ist dabei gut gelungen, sodass sich das Ganze unabhängig von der Handgröße problemlos bedienen lässt. Ist der Roboter einmal angesaugt, sitzt er extrem fest auf der Scheibe. Selbst ein stärkeres Ziehen führt zu keiner Bewegung, was direkt Vertrauen in die Sicherheit vermittelt.

Nach der Orientierung fährt der WINBOT W3 OMNI zunächst in die obere Ecke und beginnt von dort aus mit der Reinigung. Anders als bei klassischen Saugrobotern startet er direkt mit strukturierten Bahnen und aktiviert die seitlichen Bürsten nur dann, wenn tatsächlich Kanten erkannt werden. Im Kantenmodus liegt der Fokus entsprechend ausschließlich auf den Rändern. Während der Reinigung wird in regelmäßigen Abständen Reinigungslösung über die beiseitgen Düsen aufgetragen. Der Sprühwinkel ist dabei gut gewählt, sodass die Flüssigkeit zuverlässig auf der Scheibe landet und nicht unnötig in den Raum verteilt wird.

Mit einer Geschwindigkeit von bis zu 16 cm pro Sekunde arbeitet der Roboter zügig und sorgt für eine effiziente Reinigung, auch auf größeren Flächen. Das lange 2-in-1-Verbindungskabel unterstützt dabei zusätzlich, da es genügend Spielraum bietet, um auch größere Fenster problemlos abzudecken. Ist der Reinigungsvorgang abgeschlossen, greift man wieder zum Griff und hält die Powertaste für etwa zwei Sekunden gedrückt. Sobald das Ansauggeräusch verstummt, lässt sich der Roboter ohne Kraftaufwand abnehmen. Wichtig ist dabei, den Griff zu nutzen und nicht nur die Taste zu drücken.

Der Griff am Roboter hinterlässt im Alltag einen durchweg positiven Eindruck. Er ist großzügig dimensioniert, sauber abgerundet und liegt angenehm in der Hand, sodass man direkt einen sicheren Halt hat. Durch die Kombination aus flexiblem Material und dem Schiebemechanismus lässt er sich einfach anheben und wieder absenken, ohne dass man die Hand umständlich positionieren muss. Das gummierte Material unterstützt dabei zusätzlich und sorgt für spürbar mehr Grip. Auch bei der Station zeigt sich ein ähnliches Bild. Trotz des Gewichts von rund 10 Kilogramm wirkt der Transport dank des großen, gut geformten Griffs deutlich angenehmer, als man zunächst erwarten würde. Man hat nicht das Gefühl, ein besonders schweres Gerät zu bewegen, was den Umgang im Alltag erleichtert. Im Betrieb selbst sorgt ein integrierter Saugfuß dafür, dass die Station absolut stabil steht. Ein Verrutschen oder Kippen war im Test selbst bei stärkerem Druck nicht möglich, was das insgesamt durchdachte Konzept zusätzlich unterstreicht.

Das Ende der Reinigung wird durch Sprachansagen und akustische Signale angekündigt. Bleibt der Roboter nach dem Einsatz längere Zeit ungenutzt, meldet sich die Station nach einer gewissen Zeit und weist darauf hin, dass die Station heruntergefahren wird. Gleichzeitig gibt es Hinweise, das Wischpad zu entfernen oder zu reinigen. Je nach gewähltem Modus kann es auch während der Reinigung Hinweise geben, wenn das Pad zwischendurch gereinigt werden sollte, was vor allem bei intensiveren Programmen der Fall ist. Nach dem Einsatz wird das Wischpad entnommen, die Frontklappe der Station geöffnet und das Pad in die entsprechende Vorrichtung eingesetzt. Der Roboter selbst wird an der Rückseite der Station eingehängt. Anschließend lässt sich per Knopfdruck der automatische Kabeleinzug starten. Auch hier wurde mitgedacht: Erkennt das System einen Widerstand, etwa weil der Roboter noch nicht korrekt eingehängt ist, stoppt der Einzug sofort. Das verhindert unnötige Belastung und wirkt insgesamt sehr durchdacht.

Positiv fällt zudem das Farbdisplay der Station auf. Die Darstellung ist scharf, die Farben wirken kräftig und die Inhalte sind klar ablesbar. Das unterstreicht den insgesamt hochwertigen Eindruck. Auch die Sprachansagen sind deutlich und gut verständlich, ganz ähnlich wie man es von anderen Geräten des Herstellers kennt. Bei der Lautstärke bewegt sich der Roboter auf einem konstanten Niveau, unabhängig vom gewählten Modus. Der Betrieb ist hörbar, bleibt aber in einem Bereich, der im Alltag nicht störend wirkt.

Die Reinigungsergebnisse im Test waren insgesamt sehr überzeugend. Streifen waren nicht zu erkennen, und auch die Kanten wurden gründlich erfasst. Entscheidend ist dabei immer der Verschmutzungsgrad. Bei stark verschmutzten Fenstern sollte man entsprechend intensivere Modi wählen, da ein einzelner Durchgang hier nicht immer ausreicht. Nutzt man den Roboter regelmäßig und passt den Modus an die Situation an, liefert er sehr gute Ergebnisse. Auch das Wischpad spielt dabei eine Rolle. Ist dieses bereits stark verschmutzt, kann das Ergebnis entsprechend beeinflusst werden. Gerade bei Außenfenstern empfiehlt es sich, das Pad nach jedem Fenster zu reinigen, was dank der Station nur etwa eine Minute dauert. Alternativ liegt ein Ersatzpad bei, sodass man direkt weiterarbeiten kann. Bei weniger verschmutzten Innenflächen reicht es hingegen aus, mehrere Fenster nacheinander zu reinigen, bevor das Pad gewaschen werden muss. Insgesamt zeigt sich hier ein durchdachtes System, das sich gut an unterschiedliche Anforderungen anpassen lässt.

ECOVACS WINBOT W3 OMNI – Reinigungs-Modi

Je nach Verschmutzungsgrad stehen beim WINBOT W3 OMNI verschiedene Reinigungsmodi zur Verfügung, die sich in der Praxis durchaus unterschiedlich verhalten. Welcher Modus am besten passt, hängt stark davon ab, wie stark die Scheiben verschmutzt sind und wie regelmäßig der Roboter zum Einsatz kommt. An der Station selbst lassen sich die grundlegenden Programme wie Schnellreinigung, Tiefenreinigung und Kantenreinigung direkt auswählen, was für den schnellen Zugriff im Alltag praktisch ist. Über die App erweitert sich das Ganze noch einmal deutlich, da hier zusätzliche Modi zur Verfügung stehen und man flexibler auf unterschiedliche Situationen reagieren kann. Während sich die Außenseite von Fenstern oft eher für intensivere Reinigungsdurchgänge anbietet, reichen für innenliegende Flächen meist schon schonendere Programme aus. Am Ende spielt vor allem die Nutzung eine Rolle – wer regelmäßig reinigt, kommt oft mit den leichteren Modi aus, während bei stärkerer Verschmutzung entsprechend gründlichere Programme sinnvoll sind. ECOVACS selbst empfiehlt für stark verschmutzte Außenfenster die intensiveren Programme, wobei man grundsätzlich frei in der Wahl bleibt. In den intensiveren Modi wird mehr Reinigungsflüssigkeit eingesetzt und die Bahnen werden deutlich stärker überlappend gefahren, was sich direkt auf die Reinigungsleistung auswirkt.

Beim Schnellreinigungsmodus geht es vor allem darum, in möglichst kurzer Zeit ein brauchbares Ergebnis zu erzielen. Der Roboter fährt die Fläche zügig ab und konzentriert sich auf eine grundlegende Reinigung, ohne mehrfach über dieselben Bereiche zu gehen. Das eignet sich vor allem für leicht verschmutzte Fenster oder wenn es einfach schnell gehen soll. Der Tiefenreinigungsmodus arbeitet deutlich gründlicher. Hier werden die Bahnen langsamer abgefahren und teilweise mehrfach überlappt, sodass auch festere Verschmutzungen besser gelöst werden. Das Ergebnis wirkt insgesamt gleichmäßiger, gerade bei Fenstern, die länger nicht gereinigt wurden.

Im gründlichen Reinigungsmodus geht das System noch einen Schritt weiter und kombiniert mehrere Durchgänge mit einer besonders strukturierten Routenführung. Ziel ist es, wirklich jede Stelle möglichst vollständig zu erfassen, was vor allem bei großen Glasflächen oder stark verschmutzten Bereichen sinnvoll ist. Der Kantenreinigungsmodus legt den Fokus gezielt auf die Randbereiche. Hier nutzt der Roboter verstärkt seine TruEdge-Funktion, um möglichst nah an Rahmen und Kanten zu kommen. Gerade dort sammelt sich häufig mehr Schmutz, weshalb dieser Modus sinnvoll ist, wenn man gezielt diese Bereiche nacharbeiten möchte. Grundsätzlich werden Kanten jedoch in jedem Reinigungsmodus berücksichtigt, der separate Modus dient also eher der gezielten Nachbearbeitung.

Mit dem Fleckenreinigungsmodus lassen sich einzelne, stärker verschmutzte Stellen gezielt behandeln. Der Roboter bleibt dabei lokal in einem Bereich und arbeitet diesen intensiver ab, anstatt die gesamte Fläche zu reinigen. Das ist praktisch, wenn nur einzelne Flecken entfernt werden sollen. Der Zonenreinigungsmodus geht in eine ähnliche Richtung, richtet sich aber auf größere Teilbereiche und eignet sich besonders für große Fensterflächen im Bereich von etwa vier bis acht Metern. Hier kann gezielt ein Abschnitt der Glasfläche bearbeitet werden, ohne den kompletten Durchgang zu starten. Das spart Zeit und macht den Einsatz flexibler. Der Intensivreinigungsmodus schließlich ist für besonders hartnäckige Verschmutzungen gedacht. Hier kombiniert der Roboter langsamere Bewegungen, mehrere Überfahrten und eine höhere Reinigungsintensität, um auch stärkere Ablagerungen zu lösen. Das dauert entsprechend länger, liefert aber auch das gründlichste Ergebnis. Bei sehr intensiven Programmen und entsprechend stark verschmutzten Fenstern kann es zudem notwendig sein, das Wischpad während eines Durchgangs zwischendurch in der Station reinigen zu lassen. Hier stehen Intervalle von fünf oder zehn Minuten zur Auswahl.

Messergebnisse zur benötigten Zeit der unterschiedlichen Reingungs-Modi:

  • Schnellreinigungsmodus 3,2 Minuten% 3,2 Minuten%
  • Tiefenreinigungsmodus 7,1 Minuten% 7,1 Minuten%
  • Gründlicher Reinigungsmodus 8,8 Minuten% 8,8 Minuten%
  • Kantenreinigungsmodus 4,7 Minuten% 4,7 Minuten%
  • Intensivreinigungsmodus 11,1 Minuten% 11,1 Minuten%

Ergänzend gibt es noch einen manuellen Modus, bei dem sich der Roboter direkt über die App steuern lässt. Über einen virtuellen Joystick kann man ihn gezielt bewegen und bestimmte Bereiche selbst anfahren. Auch das manuelle Auslösen der Sprühfunktion ist möglich, was gerade bei einzelnen Flecken praktisch ist. Zusätzlich gibt es eine klassische Punktreinigung, bei der man den Roboter gezielt an eine verschmutzte Stelle führt oder ihn direkt dort platziert. Darüber hinaus steht auch eine vollständig manuelle Reinigung zur Verfügung, bei der sowohl die Bewegung als auch das Sprühen komplett selbst gesteuert werden können. Im Test hat das zuverlässig funktioniert und reiht sich nahtlos in die ansonsten sehr stabil laufenden automatischen Programme ein. Gut gefallen hat uns auch, dass man sowohl an der Station wie auch in der App während einer Reinigung den Modus wechseln kann, ohne den Roboter abnehmen zu müssen. Auch ein vorzeitiges Beenden der Reinungsvorgangs ist möglich, den man mit der Starttaste an der Station aktiviert. Wie beim normalen Putzvorgang ohne manuelle Unterbrechung, fährt auch hier der WINBOT W3 OMNI an seinen Startpunkt zurück und wartet auf das beschrieben Abnehmen.

Nicht ganz greifbar ist der Akkustand, da dieser nicht in Prozent angezeigt wird. Die vom Hersteller angegebene Laufzeit von rund 3 Stunden und 30 Minuten konnten wir im Test jedoch bestätigen, auch wenn sie je nach Nutzung leicht variiert. Die Lautstärke bewegt sich je nach Modus in einem Bereich von etwa 65 bis 70 dB und bleibt damit auf einem konstanten Niveau, unabhängig vom gewählten Reinigungsprogramm.

ECOVACS WINBOT W3 OMNI – TruEdge-Technologie

Mit der TruEdge-Technologie verfolgt ECOVACS beim WINBOT W3 OMNI einen gezielten Ansatz, um die oft vernachlässigten Randbereiche besser in den Reinigungsprozess einzubeziehen. Die entsprechende Einheit ist gut sichtbar an einer Seite des Roboters positioniert und durch einen blauen Farbton gekennzeichnet, was nicht nur optisch auffällt, sondern auch funktional nachvollziehbar ist. Sobald der Roboter an Kanten oder Rahmen entlangfährt, werden die Bürsten aktiv ausgefahren und kümmern sich gezielt um diese stärker verschmutzten Bereiche. Kehrt das Gerät anschließend wieder auf eine normale Glasfläche zurück, ziehen sich die Bürsten automatisch wieder ein.

Gerade dieser Wechsel wirkt in der Praxis durchdacht, weil Kanten erfahrungsgemäß deutlich mehr Schmutz ansammeln als die restliche Scheibe. Dadurch wird vermieden, dass dieser Schmutz unnötig über die gesamte Glasfläche verteilt wird. Stattdessen erfolgt eine klare Trennung zwischen intensiver Randreinigung und regulärem Wischen. Unterstützt wird das Ganze durch eine Rotationsgeschwindigkeit von bis zu 200 Umdrehungen pro Minute, wodurch auch hartnäckigere Verschmutzungen an den Kanten effektiv gelöst werden können. Auffällig ist zudem, wie präzise der Roboter an Kanten arbeitet. Ähnlich wie man es von den DEEBOT-Modellen kennt, richtet sich der WINBOT automatisch so lange aus, bis er optimal an der Kante positioniert ist. Dieses Verhalten wirkt im Einsatz sehr kontrolliert und sorgt dafür, dass die Randbereiche möglichst effizient erfasst werden. Insgesamt hinterlässt die TruEdge-Technologie damit einen durchdachten Eindruck und wirkt wie ein Detail, das im Alltag tatsächlich einen spürbaren Unterschied macht.

ECOVACS WINBOT W3 OMNI – WIN-SLAM 5.0

Mit WIN-SLAM 5.0 setzt ECOVACS beim WINBOT W3 OMNI auf ein Navigationssystem, das speziell auf die Anforderungen der Fensterreinigung zugeschnitten ist. Anders als bei klassischen Saugrobotern geht es hier nicht um Räume, sondern um klar definierte Glasflächen, auf denen sich der Roboter sicher und strukturiert bewegen muss. Genau das funktioniert in der Praxis erstaunlich zuverlässig. Im gesamten Test gab es bei der Routenführung keinerlei Probleme oder Aussetzer. Kanten wurden durchgehend sauber erkannt und gezielt angefahren.

Auch randlose Flächen meistert das System überzeugend. Der Roboter erkennt diese zuverlässig, fährt minimal über die Kante hinaus und stoppt dann sofort, ohne unsicher zu wirken. Das hat im Test nicht nur bei klassischen Fenstern funktioniert, sondern auch bei Spiegeln und großen Schwebetürenschränken. Selbst auf glatten Oberflächen wie Fliesen zeigt sich das System stabil, solange eine klare Begrenzung vorhanden ist. Eine deutlich ausgeprägte Fuge aber wird als Kante erkannt, woraufhin der Roboter stoppt.

Auffällig ist zudem, wie strukturiert sich der WINBOT über die Fläche bewegt. Die Bahnen werden sauber nebeneinander gelegt, sodass ein gleichmäßiges Reinigungsergebnis entsteht, ohne dass Bereiche ausgelassen werden. Gleichzeitig passt sich das System flexibel an unterschiedliche Formate und Ausrichtungen an. So sind auch geneigte Glasflächen, etwa im Wintergarten, problemlos möglich – und das bis zu einem Winkel von rund 45 Grad. Insgesamt wirkt WIN-SLAM 5.0 im Alltag weniger wie ein Zusatzfeature und mehr wie die Grundlage für die gesamte Funktionsweise. Die Navigation ist nachvollziehbar, präzise und vor allem verlässlich – genau das, was man sich von einem Gerät erwartet, das eigenständig auf vertikalen oder geneigten Flächen arbeitet.

ECOVACS WINBOT W3 OMNI –  12-stufiges Schutzsystem

Im Zusammenspiel mit dem 12-stufigen Schutzsystem zeigt sich im Alltag schnell, wie ernst es ECOVACS mit der Sicherheit meint. Sobald sich der WINBOT W3 OMNI mit einer Haftkraft von 10.000 Pa an der Scheibe ansaugt, sitzt er sprichwörtlich bombenfest. Selbst wenn man während des Reinigungsmodus stärker am Griff zieht, bewegt sich das Gerät keinen Millimeter, was ein sehr beruhigendes Gefühl vermittelt. Diese starke Haftung ist nicht nur theoretisch vorhanden, sondern auch praktisch jederzeit nachvollziehbar. Der Roboter saugt sich dabei nicht nur kraftvoll an, sondern nutzt neben Software-Mechanismen auch mehrere Sensoren, darunter Optokoppler, einen Sensor für die Schwerkraftbeschleunigung sowie einen Luftdrucksensor, um seine Position kontinuierlich zu überwachen. Unterstützt wird das Ganze durch eine schwebend gelagerte Wischplatte, die das Entweichen von Luft reduziert und so zusätzlich zur Stabilität beiträgt. Auch das 2-in-1-Verbindungskabel ist Teil des Sicherheitskonzepts und bietet eine Zugfestigkeit von bis zu 1.000 N.

Auch die Station trägt mit ihrem Saugfuß einen großen Teil zur Stabilität bei, wie bereits beschrieben. Wer dennoch eine zusätzliche Absicherung nutzen möchte, findet im Kabelfach ein weiteres Sicherungsseil. Dieses lässt sich per Karabinerhaken beispielsweise an einer Gardinenstange oder einem festen Gegenstand befestigen. Im Alltag wirkt das fast schon übervorsichtig, da die vorhandenen Sicherheitsmechanismen bereits sehr zuverlässig arbeiten. Getestet wurde es dennoch, um das gesamte Konzept einmal vollständig auszuprobieren.

Selbst für den Fall eines Stromausfalls wurde ebenfalls mitgedacht. Der Roboter bleibt dank eines integrierten Sicherheitskonzepts noch rund 30 Minuten an der Scheibe haften, sodass genügend Zeit bleibt, um ihn sicher abzunehmen. Das nimmt einem gerade bei höher gelegenen Fenstern ein gutes Stück Unsicherheit. Insgesamt wirkt das Sicherheitskonzept dadurch nicht nur technisch überzeugend, sondern auch im Alltag sinnvoll umgesetzt.

ECOVACS WINBOT W3 OMNI – Vortex Wash

Sind die Fenster gereinigt, kümmert sich die Station um den nächsten Schritt. Dafür wird der WINBOT W3 OMNI zunächst umgedreht. Auf der Rückseite befinden sich vier kreisförmige Hebel, die sich nach innen drücken lassen. Sobald diese entriegelt sind, lässt sich das Wischpad ohne Kraftaufwand abnehmen. Das Anbringen funktioniert genauso einfach in umgekehrter Reihenfolge, was im Alltag angenehm unkompliziert ist. Im nächsten Schritt wird über die entsprechende Taste unten links die Frontabdeckung der Station geöffnet. Im Inneren befindet sich eine klar strukturierte Aufnahme für das Wischpad, sodass das Einsetzen praktisch selbsterklärend ist und ohne großes Nachjustieren gelingt. Auf der Rückseite im Innenraum fallen vier Bürsten auf, die später die eigentliche Reinigung des Pads übernehmen. Zusätzlich bietet die Station auch eine Funktion, mit der sich der Innenraum selbst reinigen lässt, selbst dann, wenn kein Wischpad eingesetzt ist.

Die eigentliche Reinigung erfolgt dann automatisiert über ein recht aufwendig wirkendes System. Insgesamt sechs Hochdruckdüsen arbeiten mit einem Wasserdruck von rund 20 kPa und spülen das Wischpad gründlich durch. Unterstützt wird das Ganze von vier rotierenden Scheiben, die mit bis zu 200 Umdrehungen pro Minute arbeiten und mechanisch nachhelfen. Ein integrierter Präzisionsschaber entfernt dabei überschüssiges Schmutzwasser, sodass das Pad am Ende nicht nur sauber, sondern auch gleichmäßig aufbereitet ist. Im Test hat sich vor allem das Standardprogramm bewährt, das rund eine Minute dauert und für normale Verschmutzungen völlig ausreicht. Gerade bei der Reinigung von innenliegenden Fenstern, wo meist weniger hartnäckiger Schmutz vorhanden ist, liefert dieses Programm bereits ein sehr gutes Ergebnis. Für stärkere Verschmutzungen steht zusätzlich ein intensiveres Reinigungsprogramm zur Verfügung, das entsprechend gründlicher arbeitet.

Messergebnisse zur benötigten Zeit bei der Vortex Wash in der Station:

  • Standardwäsche 60 Sekunden% 60 Sekunden%
  • Vollwäsche 90 Sekunden% 90 Sekunden%
  • Innenraumreinigung 25 Sekunden% 25 Sekunden%

Messergebnisse zum benötigten Stromverbrauch bei der Vortex Wash in der Station:

  • Standardwäsche 49 Watt% 49 Watt%
  • Vollwäsche 49 Watt% 49 Watt%
  • Innenraumreinigung 20 Watt% 20 Watt%

Die Wischpads waren nach jedem Durchgang sichtbar sauber, was für die Effektivität des Systems spricht. Mit der Zeit zeigt sich allerdings eine leichte Abnutzung des Textilgewebes, was bei regelmäßiger Nutzung kaum vermeidbar ist und im Rahmen liegt. Damit auch der Innenraum der Station sauber bleibt, gibt es ein separates Reinigungsprogramm, das im Test ebenfalls überzeugt hat und das Gesamtbild sinnvoll abrundet. Wird die Station währenddessen an die Stromversorgung angeschlossen, lädt der Roboter mit rund 100 Watt vergleichsweise schnell auf. Startet man parallel dazu einen Reinigungsvorgang innerhalb der Station, priorisiert das System zunächst diesen Prozess und setzt das Laden anschließend wieder mit voller Leistung fort.

Ist der gesamte Reinigungsprozess abgeschlossen und das Wischpad aufbereitet, schaltet sich die Station im Akkubetrieb nach etwa 15 Minuten automatisch ab. Zuvor erfolgt ein Hinweis, das Wischpad zu entnehmen und das Reinigungsfach zu trocknen, da sich dort sichtbar Feuchtigkeit sammelt. Im Alltag hat sich hier einfache Küchenrolle als besonders praktisch erwiesen, alternativ funktioniert natürlich auch ein normales Tuch problemlos.

ECOVACS WINBOT W3 OMNI – Reinigung & Pflege

Bei der Reinigung und Pflege zeigt sich der ECOVACS WINBOT W3 OMNI angenehm unkompliziert, was im Alltag definitiv ein Pluspunkt ist. Ein zentraler Bestandteil ist dabei die Reinigung der Wischpads, die nicht manuell erfolgen muss, sondern über die integrierte Vortex-Waschfunktion in der Station übernommen wird. Nach dem Einsatz wird das Pad dort automatisch gereinigt, was nicht nur Zeit spart, sondern auch dafür sorgt, dass der Roboter stets mit einem sauberen Tuch arbeitet. Auch das Nachfüllen des Wassertanks geht ohne großen Aufwand von der Hand, da die entsprechenden Bereiche gut zugänglich sind. Generell merkt man, dass das Gerät darauf ausgelegt ist, regelmäßig genutzt zu werden, ohne dass die Pflege zur lästigen Zusatzaufgabe wird.

Die glatten Oberflächen des Roboters und der Station tragen ebenfalls dazu bei, dass sich Staub oder Spritzwasser leicht entfernen lassen. Ein kurzes Abwischen reicht in der Regel aus, um das Gerät sauber zu halten. Gleichzeitig sind die relevanten Komponenten so gestaltet, dass sie sich intuitiv erreichen lassen, ohne dass man lange suchen oder Teile umständlich demontieren muss. Auch im Detail wirkt das Konzept durchdacht. Verschleißteile lassen sich schnell wechseln, und insgesamt hält sich der Wartungsaufwand in einem überschaubaren Rahmen. Das passt gut zum Gesamteindruck des Geräts, das nicht nur bei der Reinigung selbst, sondern auch bei der Pflege möglichst wenig Aufwand verursachen soll.

ECOVACS WINBOT W3 OMNI – Ach ja, das noch…

Zu guter Letzt noch stichpunktartig eine paar Funktionen, die wir ebenfalls problemlos und ohne Fehler testen konnten, die aber keine besondere Erwähnung im Testbericht gefunden haben:

  • Reinigungsflüssigkeitsbehälter mit 80 ml Kapazität
  • Geeignet für Fensterflächen ab 30 x 40 cm
  • Klar verständliche Sprachansagen im Betrieb
  • Meldungen zu Reinigung, Störungen und Wasserstand
  • Direkte und verzögerungsfreie Umsetzung von Befehlen über Station oder App
  • 2-in-1-Verbindungskabel mit 5,5 Metern Länge für große Flächen
  • Zusätzliches Sicherungsseil (ca. 1 Meter) mit Karabinerhaken für mehr Sicherheit
  • Wasserbehälter mit festem, dichtem Verschluss, auch beim Einhand-Transport zuverlässig

Was wir uns noch wünschen

Mit dem WINBOT W3 OMNI zeigt ECOVACS als Marktführer, wie viel Wert auf Details gelegt wird, die im Alltag tatsächlich einen Unterschied machen. Viele Lösungen wirken durchdacht und vor allem praxisnah umgesetzt, sodass im täglichen Einsatz kaum Wünsche offenbleiben. Eine kleine Ausnahme bilden lediglich vereinzelte Texte, die noch nicht lokalisiert sind. Darüber hinaus bleiben ein paar Wünsche für zukünftige Generationen. Eine sinnvolle Erweiterung wäre etwa die Möglichkeit, auch komplett waagerechte, flache Flächen ohne Neigung zu reinigen. Ebenso wäre ein Trockenmodus für das Wischpad nach einem vollständigen Reinigungsdurchgang interessant. Während der eigentlichen Reinigung ist ein feuchtes Pad entscheidend für ein gutes Ergebnis, gerade bei mehreren Fenstern hintereinander. Ist die Arbeit jedoch abgeschlossen, könnte eine Trocknung den Komfort nochmals erhöhen und gleichzeitig dafür sorgen, dass auch der Innenraum der Station trockener bleibt.

Auch bei der Reinigung der Pads selbst ließe sich noch nachlegen. Eine Wäsche mit erhitztem Wasser könnte die Reinigungsleistung der Station zusätzlich verbessern. Am Ende bleibt das aber eher Feinschliff für ein mögliches Nachfolgemodell. Wirkliche Kritikpunkte konnten im Test kaum ausgemacht werden, was insgesamt für ein sehr ausgereiftes Gesamtpaket spricht.

In der Shop-Box ist der ECOVACS WINBOT W3 OMNI über Amazon verlinkt, alternativ ist das Gerät auch bei MediaMarkt erhältlich.

Bildquellen: Titelbild & Grafiken (Ecovacs Europe Gmbh) | App-Screenshots & iPhone Mockup (Minimal Mockups)


Anzeige*

Aktuelle Angebote!

Bei den zeitlich limitierten Schnäppchen findest Du jede Menge nützliche Gadgets. Über den Shop-Button gelangst Du zur Übersicht.

Entdecke gadgetChecks.de!

Reviews

Angebote

News

Rezension

95 %

Info Wir teilen unsere Erfahrungsberichte zu Gadgets, nachdem wir diese mindestens 2 Wochen getestet haben. Die Bewertung ist stets eine persönliche Meinung des jeweiligen Redakteurs. (Weitere Informationen)

DESIGN
97 %
VERARBEITUNG
100 %
MATERIAL
95 %
USABILITY
95 %
FUNKTIONALITÄT
96 %
REINIGUNGSLEISTUNG
95 %
APPLIKATION
90 %
PREIS/LEISTUNG
95 %

*Transparenz!

= externe Links /// + Banner = Partner-Links - Wenn Du über diese einkaufst unterstützt du uns mit einer kleinen Provision, bei unverändertem Preis. Übersicht aller Partnerprogramme /// Preise gelten zum Zeitpunkt der Veröffentlichung - Informationen & Disclaimer
Alle erwähnten Marken, Produktnamen und Logos sind Eigentum der jeweiligen Rechteinhaber. Dieses Portal ist ein unabhängiges Projekt und steht in keinerlei Verbindung zu Apple Inc. oder anderen Herstellern. Wir werden nicht gesponsert, autorisiert oder anderweitig unterstützt.

Euer Wunsch-Gadget bei uns im Test

Damit ihr beim nächsten Gadget-Shopping keine böse Überraschung erfahrt, könnt ihr uns eure geplante Anschaffung mitteilen, wir versuchen dann ein Review für Euch durchzuführen. Bitte habt dafür Verständnis, dass das Gerät hierfür meist von mehreren Lesern genannt werden muss.