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Mac Studio mit M5 Ultra: Apple bestätigt 512 GB Arbeitsspeicher und 6.599 Euro Einstiegspreis




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Apple hat den Mac Studio mit M5 Ultra und M5 Max offiziell vorgestellt. Das neue Desktop-System kann seit dem 25. August bestellt werden und wird in Deutschland ab dem 22. September ausgeliefert. Die Ausführung mit M5 Max beginnt bei 2.999 Euro, für den Mac Studio mit M5 Ultra verlangt Apple mindestens 6.599 Euro. Die größte Konfiguration mit 512 Gigabyte gemeinsamem Arbeitsspeicher folgt allerdings erst Ende Oktober.

Damit werden aus den bisherigen Berichten über einen neuen Mac Studio erstmals verbindliche Produktdaten. Apple bestätigt nicht nur die beiden Prozessoren, sondern auch deutsche Preise, Speichergrenzen, Anschlüsse und Liefertermine. Zugleich zeigt die Ankündigung, wie stark Apple den Mac Studio von einer klassischen Kreativ-Workstation zu einem System für lokale KI-Modelle und miteinander verbundene Rechner weiterentwickelt.

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Mac Studio mit M5 Ultra endet offiziell bei 512 GB

Der M5 Ultra ist für die höchste Leistungsklasse des Mac Studio vorgesehen. Er besitzt bis zu 36 CPU-Kerne, von denen Apple zwölf als Super-Kerne und 24 als Performance-Kerne bezeichnet. Hinzu kommen bis zu 80 GPU-Kerne mit jeweils eigenem Neural Accelerator und eine Neural Engine mit 32 Kernen. Die Speicherbandbreite erreicht 1,2 Terabyte pro Sekunde.

Technisch setzt Apple erstmals bei einem Chip der M-Serie auf eine Quad-Die-Konstruktion. Dafür werden über die weiterentwickelte UltraFusion-Verbindung zwei Dual-Die-Versionen des M5 Max zu einem gemeinsamen System verbunden. Die einzelnen Chipbereiche sollen sich für Software wie ein einziger Prozessor verhalten. Apple nennt für die interne Verbindung eine Bandbreite von mehr als 4,4 Terabyte pro Sekunde.

Besonders relevant ist die nun bestätigte Speichergrenze. Frühere Berichte hatten eine getestete Konfiguration mit bis zu 768 Gigabyte gemeinsamem Arbeitsspeicher ins Gespräch gebracht. Auch die frühere GadgetChecks-Einordnung zu Apples Chip-Roadmap und steigenden Mac-Preisen hatte diesen damaligen Gerüchtestand aufgegriffen. Im tatsächlich angekündigten Produkt endet das Angebot bei 512 Gigabyte.

Diese größte Speicherstufe ist außerdem nicht zum regulären Verkaufsstart erhältlich, sondern soll erst Ende Oktober folgen. Apple nennt keinen Grund für den späteren Termin. Die getrennte Verfügbarkeit ist dennoch ein wichtiger Hinweis für Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Entwickler, die den Rechner wegen seines maximalen Speichers einplanen: Eine Bestellung ab dem 25. August bedeutet bei dieser Konfiguration nicht automatisch eine Auslieferung am 22. September.

Der M5 Max bleibt die realistischere Einstiegsklasse

Der Mac Studio mit M5 Max beginnt bei 2.999 Euro und damit 3.600 Euro unter der günstigsten Ultra-Ausführung. Im Bildungsbereich nennt Apple Preise ab 2.759 beziehungsweise 6.119 Euro. Auch der M5 Max ist bereits weit oberhalb gewöhnlicher Desktop-Anforderungen angesiedelt: Er besitzt eine CPU mit 18 Kernen, eine GPU mit bis zu 40 Kernen, eine Neural Engine mit 16 Kernen und unterstützt bis zu 128 Gigabyte gemeinsamen Arbeitsspeicher.

Mit 614 Gigabyte pro Sekunde erreicht seine Speicherbandbreite etwas mehr als die Hälfte des M5 Ultra. Für umfangreiche Videoprojekte, Softwareentwicklung, 3D-Rendering und viele lokale KI-Modelle kann diese Ausstattung bereits ausreichen. Der M5 Ultra wird erst dort entscheidend, wo mehr als 128 Gigabyte Speicher, zusätzliche GPU-Kerne, besonders große Datensätze oder mehrere hochauflösende Videoströme gleichzeitig benötigt werden.

Apple gibt an, dass die Ultra-Ausführung bis zu 33 Streams mit 8K ProRes 422 bei 30 Bildern pro Sekunde gleichzeitig wiedergeben kann. Beim M5 Max sind es laut der offiziellen Produktseite bis zu 19 entsprechende Streams. Diese Werte beschreiben spezialisierte Medienaufgaben und sind nicht mit der allgemeinen Geschwindigkeit gewöhnlicher Anwendungen gleichzusetzen.

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Apple macht Thunderbolt 5 zum Anschluss für KI-Cluster

Eine der technisch interessantesten Neuerungen betrifft nicht einen einzelnen Mac Studio, sondern die Verbindung mehrerer Systeme. Über Thunderbolt 5 und RDMA, also direkten Speicherzugriff zwischen Rechnern, lassen sich mehrere Mac-Studio-Systeme für verteilte KI-Inferenz zusammenschalten. Apple beschreibt dabei einen gemeinsamen Speicherpool über die beteiligten Geräte hinweg.

Für ein Cluster aus vier Mac-Studio-Systemen nennt Apple eine bis zu dreimal höhere Inferenzleistung als bei einem einzelnen Rechner. Das ist ein Hersteller-Benchmark und keine allgemeine Garantie für jede KI-Anwendung. Software und verwendetes Modell müssen die verteilte Berechnung ausdrücklich unterstützen. Ein gewöhnliches Mac-Programm wird durch die Verbindung mehrerer Rechner nicht automatisch beschleunigt.

Trotzdem ist die Funktion strategisch bedeutsam. Ein einzelner Mac Studio mit M5 Ultra kann bereits bis zu 512 Gigabyte Modellgewichte und Arbeitsdaten im gemeinsamen Speicher halten. Ein passender Cluster erweitert diesen verfügbaren Speicher über mehrere Systeme. Damit richtet sich Apple gezielt an Entwickler und Unternehmen, die große offene KI-Modelle lokal betreiben möchten, aber kein eigenes klassisches GPU-Serversystem einsetzen wollen.

PCIe Gen 6, Wi-Fi 7 und bis zu acht Displays

Apple erneuert außerdem die SSD-Architektur. Sie basiert nach Unternehmensangaben auf PCIe Gen 6 und soll im gewählten Vergleich bis zu doppelt so hohe Speicherleistungen wie die vorherige Generation erreichen. Unabhängige Werte für unterschiedliche SSD-Kapazitäten liegen noch nicht vor.

Auf der Rückseite befinden sich vier Thunderbolt-5-Anschlüsse, zwei USB-A-Buchsen, HDMI, ein Kopfhöreranschluss und 10-Gigabit-Ethernet. An der Vorderseite bietet das M5-Max-Modell zwei USB-C-Anschlüsse, während die Ultra-Ausführung dort zwei weitere Thunderbolt-5-Ports erhält. Ein SDXC-Kartenleser ist bei beiden Varianten vorhanden.

Der neue N1-Chip ergänzt Wi-Fi 7 und Bluetooth 6. Über USB-C unterstützt der Mac Studio nun auch Genlock, um seine Bildausgabe mit professionellen Kameraaufnahmen zu synchronisieren. Die M5-Max-Ausführung kann laut Apple bis zu fünf Displays ansteuern. Beim M5 Ultra sind bis zu acht Bildschirme oder vier Studio Display XDR mit 5K-Auflösung und 120 Hertz möglich.

Apples Leistungswerte müssen Praxistests noch bestätigen

Für den M5 Max nennt Apple je nach Aufgabe eine bis zu 3,9-mal höhere KI-Leistung als beim Mac Studio mit M4 Max. Der M5 Ultra soll LLM-Prompts in LM Studio bis zu viermal schneller als der M3 Ultra verarbeiten und bei bestimmten Bildgenerierungsaufgaben bis zu 4,3-mal schneller arbeiten. Auch die Grafikleistung soll je nach Vergleich um bis zu 80 Prozent steigen.

Alle diese Angaben beruhen auf Tests, die Apple im Juli 2026 selbst durchgeführt hat. Sie hängen von Anwendung, Modell, Speicherbestückung und Testablauf ab. Unabhängige Messungen des ausgelieferten Mac Studio fehlen unmittelbar nach der Vorstellung noch. Besonders offen bleiben Leistungsaufnahme, Lautstärke unter Dauerlast, reale SSD-Geschwindigkeit und die Skalierung von KI-Clustern außerhalb der von Apple ausgewählten Beispiele.

Für bestehende Besitzer eines Mac Studio mit M4 Max oder M3 Ultra ist deshalb kein sofortiger Wechsel allein aufgrund der angekündigten Multiplikatoren ableitbar. Die wichtigste neue Fähigkeit liegt weniger in einer einzelnen Benchmarkzahl als in der Kombination aus bis zu 512 Gigabyte Speicher, Neural Accelerators in der GPU und der Möglichkeit, mehrere Rechner für unterstützte lokale KI-Aufgaben zu verbinden.

Hauptquellen

Apple: Vorstellung des Mac Studio mit M5 Max und M5 Ultra

Apple: Produktseite des neuen Mac Studio

Apple: Technische Vorstellung von M6 und M5 Ultra

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