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DLSS 4.5 in GeForce NOW: Neue Regler sind freigeschaltet




Redaktion









Mobile & Cloud Gaming




4 Min. Lesezeit

Transparenzhinweis: Affiliate-Links enthalten – Details am Artikelende.

Mit DLSS 4.5 in GeForce NOW bekommen Spieler mehr Einfluss darauf, wie unterstützte Spiele in der Cloud berechnet werden. Nvidia hat die zusätzlichen Einstellungen am 15. Oktober freigeschaltet. Sie betreffen die Rekonstruktion der Bildauflösung, künstlich erzeugte Zwischenbilder und die Aufbereitung von Raytracing-Effekten. Welche Möglichkeiten tatsächlich bereitstehen, hängt allerdings vom Tarif, dem zugewiesenen Cloud-Rechner und dem jeweiligen Spiel ab.

Die Regler waren bereits im Sommer angekündigt worden. Im Beitrag zur GOG-Synchronisierung in GeForce NOWstanden sie deshalb noch als Ausblick auf den Herbst. Jetzt beschreibt Nvidia die Funktion als verfügbar. Die neue Auswahl verändert die Grafikberechnung im Rechenzentrum; eine aktuelle GeForce-Grafikkarte im eigenen Rechner ist dafür keine grundsätzliche Voraussetzung.

DLSS 4.5 in GeForce NOW arbeitet an drei Stellen

Super Resolution setzt ein höher aufgelöstes Ausgabebild aus einer niedriger aufgelösten Berechnung zusammen. Dafür verwendet DLSS unter anderem Bewegungsdaten und Informationen vorheriger Bilder. Nvidia will mit seinen neueren KI-Modellen Kanten, feine Strukturen und Bewegungen stabiler darstellen. Wie deutlich der Unterschied ausfällt, bleibt vom Spiel und der gewählten Einstellung abhängig. Eine höhere Ausgabebildrate und ein saubereres Bild sind dabei unterschiedliche Ziele, die sich nicht mit einem einzigen Qualitätswert beschreiben lassen.

Ray Reconstruction setzt bei der Aufbereitung von Raytracing an und ersetzt herkömmliche Verfahren zur Rauschunterdrückung durch ein KI-Modell. Frame Generation erzeugt dagegen zusätzliche Bilder zwischen den regulär berechneten Frames. Die dynamische Variante passt den Multiplikator an die verfügbare Leistung und die angestrebte Bildrate an. Zusätzliche Bilder sind deshalb nicht mit entsprechend mehr vollständig berechneten Spielzuständen gleichzusetzen. Die offizielle DLSS-Übersicht erläutert die getrennten Aufgaben dieser Verfahren.

Der größte Funktionsumfang setzt Ultimate und einen RTX-5080-Rechner voraus

Der kostenlose Tarif erlaubt Anpassungen an Super Resolution. Performance und Ultimate ergänzen Modellauswahl für Frame Generation und Ray Reconstruction. Dynamische Multi Frame Generation bleibt Ultimate auf RTX-5080-Rechnern vorbehalten; bei Ultimate mit RTX 4080 beschränken sich die Frame-Generation-Overrides auf die Modellauswahl.

Für die dynamische Zwischenbildberechnung nennt Nvidia in GeForce NOW höchstens den Faktor 4X. Das beschreibt die mögliche Bildausgabe einschließlich erzeugter Zwischenbilder und bedeutet keinen pauschalen vierfachen Leistungsgewinn für die gesamte Anwendung. Die Freischaltung lässt sich daher weder auf jeden Tarif übertragen noch als feste Bildratenzusage für jedes Spiel verstehen. Auch die Reaktionsgeschwindigkeit muss getrennt von der angezeigten Bildrate beurteilt werden.

Die Einstellungen gelten global und brauchen Unterstützung im Spiel

Diese übergeordneten Vorgaben, von Nvidia Overrides genannt, gelten global. Für andere Werte pro Spiel müssen sie vor dessen Start geändert werden. Die betreffende DLSS-Funktion muss vom Spiel unterstützt und dort aktiviert sein. Ein Override ergänzt keine beliebig fehlende Grafikfunktion. Die Voraussetzungen beschreibt Nvidias Anleitung zu den Overrides.

Modell-Overrides für Super Resolution und Ray Reconstruction lassen sich derzeit nicht gleichzeitig aktivieren. Außerdem können Entwickler Overrides ausschließen. Ob eine Änderung greift, zeigt das Overlay während des Spielens. Nvidia führt dafür Desktop-Anwendungen und ausgewählte Desktop-Browser auf; Smartphone-, Tablet- und TV-Apps nennt die Liste nicht.

Die Spielbibliothek bleibt an unterstützte Fassungen gebunden

GeForce NOW führt die Spiele auf entfernten Rechnern aus und überträgt das Ergebnis an das eigene Gerät. Nvidia verbindet den Dienst dabei mit bestehenden PC-Bibliotheken, etwa von Steam, Epic und Xbox. Die neuen Grafikoptionen ändern dieses Grundprinzip nicht: Die Berechtigung für das Spiel und der Zugang zur Cloud-Leistung sind weiterhin getrennte Voraussetzungen. Eine zusätzliche Grafikeinstellung ersetzt keine Spiellizenz.

Für die Nutzung ist deshalb weiterhin der konkrete Spieleintrag wichtig. Eine vorhandene PC-Fassung muss über den Dienst zugänglich sein; aus dem Besitz eines Titels folgt kein allgemeiner Streaminganspruch für jede Store-Version. Die deutsche GeForce-NOW-Übersicht führt zu den unterstützten Spielen und Mitgliedschaften. Dort lässt sich der Zugang klären, bevor die Abstimmung der Grafik überhaupt eine Rolle spielt.

Die Internetverbindung bestimmt weiterhin, was am Bildschirm ankommt

Die Bildberechnung im Rechenzentrum ist nur ein Teil der Übertragung. Für Windows-PCs nennt Nvidia mindestens 25 Mbit/s für Full HD mit 60 Bildern pro Sekunde, 35 Mbit/s für QHD mit 120 Bildern und 45 Mbit/s für 4K mit 120 Bildern. Hinzu kommt eine geforderte Netzwerklatenz von weniger als 80 Millisekunden zum Rechenzentrum. Die deutschen Systemanforderungen empfehlen Ethernet oder WLAN im 5-GHz-Bereich.

Diese Vorgaben sind keine Garantie für eine gleichbleibende Bildqualität. Schwankungen im Heimnetz und auf dem Übertragungsweg bleiben auch mit neueren Rekonstruktionsverfahren relevant. Wer die Regler verändert, sollte deshalb neben der Darstellung im Spiel die Streamingqualität beobachten. Die neue Auswahl schafft zusätzliche Möglichkeiten zur Abstimmung; welche Kombination auf dem eigenen Bildschirm überzeugt, lässt sich nur mit dem betreffenden Spiel und der tatsächlich verfügbaren Verbindung feststellen.

Stand der Recherche: 19. Oktober 2026, 11:37 Uhr MESZ.

Hauptquellen

Transparenzhinweis: Dieser Beitrag beruht auf den verlinkten Ankündigungen und Supportdokumenten von Nvidia. GadgetChecks hat die neuen Einstellungen nicht selbst ausprobiert und keine eigenen Messungen zu Bildqualität, Bildrate oder Eingabeverzögerung durchgeführt. Beschriebene Verbesserungen der Bildverarbeitung sind Herstellerangaben.

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