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MDR schaltet zehn UKW-Frequenzen ab: Diese Orte sind ab 1. September betroffen




Redaktion









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Am Dienstag, 1. September 2026, schaltet der MDR in den frühen Morgenstunden zehn UKW-Frequenzen an sechs Sendestandorten dauerhaft ab. Die Änderung betrifft einzelne Frequenzen in Sachsen und Thüringen, über die bislang MDR Kultur, MDR Jump, MDR Sachsen, MDR Thüringen und MDR Aktuell ausgestrahlt werden. Wer eines dieser Programme über DAB+, den Livestream oder ARD Sounds hört, muss nichts unternehmen.

Für Menschen mit einem klassischen Küchenradio, Radiowecker oder älteren Autoradio bedeutet die Abschaltung nicht zwangsläufig, dass das Gerät unbrauchbar wird. Der MDR nennt für fast alle betroffenen Kombinationen aus Standort, Programm und Frequenz alternative UKW-Sender. Ob diese am eigenen Wohnort stark genug ankommen, hängt allerdings vom Gerät, der Antenne, der Lage des Gebäudes und den örtlichen Empfangsbedingungen ab.

Wichtig ist die Abgrenzung: Es handelt sich weder um eine vollständige Abschaltung der MDR-Radioprogramme noch um das bundesweite Ende von UKW. Der Sender beendet lediglich die parallele Ausstrahlung über zehn vergleichsweise leistungsschwache Frequenzen. Die offizielle Übersicht des MDR nennt den 1. September als verbindlichen Stichtag.

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Diese zehn UKW-Frequenzen werden abgeschaltet

In Sachsen sind drei Standorte betroffen:

  • Hoyerswerda: MDR Kultur auf 94,7 MHz, MDR Jump auf 89,0 MHz und MDR Sachsen aus dem Studio Bautzen auf 93,0 MHz.
  • Freiberg: MDR Sachsen aus dem Studio Chemnitz auf 99,1 MHz und MDR Aktuell auf 93,7 MHz.
  • Grimma: MDR Aktuell auf 100,6 MHz.

In Thüringen endet die Ausstrahlung an drei weiteren Standorten:

  • Lobenstein: MDR Thüringen für die Region Ost auf 95,5 MHz und MDR Jump auf 107,9 MHz.
  • Nordhausen: MDR Thüringen für die Region Nord auf 88,3 MHz.
  • Schmölln: MDR Aktuell auf 107,9 MHz.

Die Liste zeigt zugleich, warum ein Blick auf die konkrete Frequenz wichtiger ist als der bloße Ortsname. Nicht jedes MDR-Programm verschwindet an diesen Orten aus dem UKW-Band. Abgeschaltet werden ausschließlich die ausdrücklich genannten Frequenz-Programm-Kombinationen.

Welche alternativen UKW-Frequenzen der MDR nennt

Wer weiterhin analog hören möchte, kann bereits vor der Abschaltung einen neuen Sendersuchlauf starten oder eine der vom MDR genannten Alternativfrequenzen ausprobieren. Für Hoyerswerda kommen je nach Programm und Empfangslage unter anderem die Sender aus Löbau und Dresden infrage. MDR Kultur wird dort auf 96,2 beziehungsweise 95,4 MHz ausgestrahlt, MDR Jump auf 91,8 beziehungsweise 90,1 MHz und MDR Sachsen auf 98,2 beziehungsweise 92,2 MHz.

Für Freiberg nennt der MDR bei MDR Sachsen die Frequenzen 92,8 MHz aus Geyer, 92,2 MHz aus Dresden und 101,8 MHz aus Oschatz. MDR Aktuell kann möglicherweise über Oschatz auf 105,9 MHz empfangen werden. Diese Frequenz ist auch die ausgewiesene UKW-Alternative für die Abschaltung in Grimma.

In Lobenstein stehen für MDR Thüringen aus der Region Ost unter anderem 103,6 MHz aus Remda und 97,8 MHz aus Ronneburg zur Verfügung. Bei MDR Jump nennt der Sender 101,2 MHz aus Schöneck, 105,6 MHz aus Remda, 100,9 MHz aus Ronneburg, 89,8 MHz aus Geyer und 96,9 MHz vom Bleßberg.

Für Nordhausen verweist der MDR bei MDR Thüringen auf 98,5 MHz aus Keula sowie 92,5 MHz vom Inselsberg. In Schmölln kann MDR Aktuell möglicherweise über Altenburg auf 101,5 MHz oder Gera auf 91,1 MHz weitergehört werden.

Diese Angaben sind keine Garantie für störungsfreien Empfang in jeder Wohnung. Besonders kleine Radios mit einfacher Antenne können bei einem weiter entfernten Sendestandort schneller rauschen oder das Signal vollständig verlieren. Eine bessere Position am Fenster und eine vollständig ausgezogene, möglichst sinnvoll ausgerichtete Teleskopantenne können bereits helfen.

Im Auto kann ein entsprechend eingerichtetes Radio selbstständig auf eine alternative UKW-Frequenz desselben Programms wechseln. Wer nach dem Stichtag trotzdem nur Rauschen hört, sollte einen neuen Sendersuchlauf durchführen und prüfen, ob das Gerät versehentlich auf der abgeschalteten Frequenz gespeichert geblieben ist.

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MDR schaltet zehn UKW-Frequenzen ab – DAB+ bleibt bestehen

In Sachsen verbreitet der MDR seine digitalen Radioprogramme über DAB+ auf Kanal 9A, in Thüringen auf Kanal 8B. Bei einem vorhandenen DAB+-Radio reicht normalerweise ein Sendersuchlauf, anschließend wird das gewünschte Programm über den Namen und nicht über eine einzelne UKW-Frequenz ausgewählt.

DAB+ ist klassischer terrestrischer Rundfunk und benötigt weder Mobilfunkvertrag noch WLAN. Anders sieht es beim Hören über den MDR-Livestream oder ARD Sounds aus: Dafür ist eine Internetverbindung erforderlich, unterwegs kann entsprechendes Datenvolumen verbraucht werden.

Ein älteres UKW-Radio lässt sich im Gerät selbst normalerweise nicht auf DAB+ umrüsten. Für Stereoanlagen und Autoradios kann ein externer DAB+-Adapter eine Lösung sein, sofern ein geeigneter Toneingang vorhanden ist oder der Adapter das Signal über einen FM-Transmitter an das Autoradio weitergeben kann. Vor einem Neukauf sollten Betroffene jedoch zunächst die alternativen UKW-Frequenzen testen und über die MDR-Frequenzsuche prüfen, welche Empfangswege an ihrem Wohnort vorgesehen sind.

Bei neueren Geräten ist DAB+ häufig ohnehin vorhanden. Nach Paragraf 75 des Telekommunikationsgesetzes müssen Autoradios in neu auf den Markt gebrachten Personenwagen digitales terrestrisches Radio empfangen können. Die Vorgabe gilt außerdem für neu angebotene Verbraucherradios, die hauptsächlich für den Radioempfang gedacht sind und Programmnamen anzeigen können. Ausnahmen bestehen unter anderem für Geräte, bei denen Radio nur eine Nebenfunktion ist.

Warum die UKW-Sender abgeschaltet werden

Der MDR sendet seine Programme seit Jahren parallel über UKW und DAB+. Mit der Abschaltung kleiner UKW-Sendeanlagen will der Sender diese Doppelstruktur schrittweise verringern und bei der Programmverbreitung Kosten sowie Energie sparen. Bereits am 24. Juni 2025 wurden erste Frequenzen aus dem Betrieb genommen.

Die digitale Verbreitung bündelt mehrere Programme auf einem gemeinsamen Kanal. Trotzdem bleibt die Empfangslage vor Ort entscheidend: Während ein schwaches UKW-Signal oft noch verrauscht zu hören ist, bricht DAB+ unterhalb einer bestimmten Signalstärke vergleichsweise abrupt ab. Der MDR gibt für sein Sendegebiet eine DAB+-Abdeckung von 96 Prozent innerhalb von Gebäuden und nahezu 100 Prozent beim mobilen Empfang an. Einzelne Funklöcher oder ungünstige Empfangsbedingungen in Gebäuden sind damit nicht ausgeschlossen.

Ein bundesweit vereinbartes Datum für eine vollständige UKW-Abschaltung gibt es weiterhin nicht. Die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg rät deshalb nicht dazu, ein funktionierendes UKW-Radio vorsorglich auszusortieren. Entscheidend ist, ob das persönlich genutzte Programm am eigenen Standort nach dem 1. September noch über eine alternative Frequenz empfangen werden kann.

Was Betroffene jetzt prüfen sollten

Wer in Hoyerswerda, Freiberg, Grimma, Lobenstein, Nordhausen oder Schmölln einen der genannten Sender über UKW hört, kann die verbleibenden Tage für einen kurzen Empfangstest nutzen. Die alternativen Frequenzen sind bereits aktiv und lassen sich deshalb schon vor der Abschaltung ausprobieren.

Ist ein DAB+-Radio vorhanden, sollte der digitale Empfang ebenfalls einmal getestet und das gewünschte MDR-Programm als Favorit gespeichert werden. Bei einem Radiowecker ist zusätzlich darauf zu achten, dass auch die Weckfunktion auf den neu gewählten Sender zugreift. Andernfalls kann das Gerät am 1. September zwar weiterhin eingeschaltet werden, aber nur noch die nicht mehr belegte Frequenz wiedergeben.

Wer über Internet hört, bleibt von der UKW-Abschaltung unberührt. Für ein batteriebetriebenes Radio zur Krisenvorsorge ist es dennoch sinnvoll, nicht ausschließlich auf einen Internetstream angewiesen zu sein und den DAB+- oder verbleibenden UKW-Empfang am vorgesehenen Aufstellort tatsächlich zu testen.

Die Änderung zeigt damit vor allem, dass „UKW-Abschaltung“ nicht automatisch „neues Radio kaufen“ bedeutet. Zuerst sollten Frequenz, Programm und Standort verglichen werden. Erst wenn weder eine alternative UKW-Frequenz noch DAB+ ausreichend empfangbar ist, wird ein anderer Empfangsweg notwendig. Weitere Änderungen mit unmittelbaren Folgen für den Alltag ordnet GadgetChecks fortlaufend unter Alltag Aktuell ein.

Stand der Recherche: 30. August 2026, 11:28 Uhr CEST

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