GC SERIE
ALLTAG
AKTUELL

Preiserhöhung bei mailbox.org: Alten Preis nur noch bis 31. August sichern




Redaktion









Medien & Alltag




6 Min. Lesezeit

Transparenzhinweis: Affiliate-Links enthalten – Details am Artikelende.

Die Preiserhöhung bei mailbox.org wird für Bestandskunden jetzt konkret: Wer den Tarif Standard oder Premium nutzt, kann die bisherigen Konditionen nur noch bis einschließlich Montag, 31. August 2026, durch eine manuelle Vorauszahlung verlängern. Vom 1. September an bildet der neue Tarif die Grundlage für die nächste fällige Zahlung. Eine bereits bezahlte Laufzeit wird jedoch nicht vorzeitig verkürzt.

Die Preisänderung wurde bereits im Juli angekündigt. Aktuell wird sie durch das Ende der Übergangsfrist relevant. Nach der offiziellen Ankündigung von mailbox steigen die Preise in den beiden größeren Privatkundentarifen, während sich der enthaltene Speicher für E-Mails und Dateien verdoppelt. Der Light-Tarif bleibt unverändert.

Wer nichts unternimmt, verliert sein Postfach nicht zum 1. September. Laut den FAQ zur Tarifanpassung läuft der gebuchte Tarif weiter und wird bei der nächsten fälligen Zahlung zum dann geltenden Preis verlängert. Entscheidend ist deshalb nicht nur der Stichtag, sondern auch das im Kundenkonto angezeigte Ende der bereits bezahlten Laufzeit.

ANZEIGE

Was die Preiserhöhung bei mailbox.org kostet

Bei jährlicher Zahlung steigt der Standard-Tarif von bislang 30 auf 36 Euro. Der rechnerische Monatspreis erhöht sich damit von 2,50 auf 3 Euro. Wer monatlich zahlt, muss künftig 4 statt 3 Euro einplanen.

Premium verteuert sich bei jährlicher Zahlung von 90 auf 108 Euro, entsprechend 9 statt 7,50 Euro pro Monat. Bei monatlicher Abrechnung werden künftig 12 statt 9 Euro fällig. Der Jahrespreis steigt in beiden Tarifen damit um 20 Prozent, bei monatlicher Zahlung beträgt der Aufschlag rund ein Drittel. Die neuen Beträge sind bereits in der aktuellen Preisübersicht von mailbox ausgewiesen und wurden auch von Golem unabhängig zusammengefasst.

Der Aufpreis kommt nicht ohne zusätzliche Leistung. Im Standard-Tarif wächst der E-Mail-Speicher von 10 auf 20 Gigabyte, der Drive-Speicher von 5 auf 10 Gigabyte. Premium erhält künftig 50 statt 25 Gigabyte für E-Mails sowie 100 statt 50 Gigabyte im Drive. mailbox schaltet die höheren Kontingente nach eigenen Angaben schrittweise frei, weshalb sie nicht in jedem bestehenden Konto sofort sichtbar sein müssen.

Unverändert bleibt der Light-Tarif mit 2 Gigabyte E-Mail-Speicher und ohne Drive. Er kostet weiterhin 12 Euro jährlich, rechnerisch also 1 Euro pro Monat, und kann ausschließlich mit jährlicher Zahlung genutzt werden.

So lässt sich der bisherige Preis verlängern

Die Preisfixierung funktioniert nicht automatisch. Bestandskunden müssen spätestens am 31. August eine zusätzliche Zahlung vornehmen, die im Konto in weitere Vertragslaufzeit umgewandelt wird. mailbox beschreibt dafür folgenden Weg:

  1. In der mailbox Suite das Zahnrad-Symbol öffnen.
  2. „Alle Einstellungen“, anschließend „Vertrag und Zahlung“ und dort „Zahlung“ auswählen.
  3. Eine manuelle Zahlungsmethode wählen und den gewünschten Zeitraum im Voraus bezahlen.

Die FAQ nennen ausdrücklich eine Überweisung als Beispiel. Wer die Frist nutzen möchte, sollte nicht nur einen Zahlungsauftrag anlegen, sondern anschließend im Konto kontrollieren, bis zu welchem Datum die Laufzeit tatsächlich verlängert wurde. Gerade bei einer Überweisung am letzten Tag sollte berücksichtigt werden, dass die Verarbeitung nicht zwingend sofort erfolgt.

Auch mehrere Jahre lassen sich im Voraus bezahlen. mailbox weist darauf hin, dass dafür mehrere Jahreszahlungen nacheinander vorgenommen oder ein entsprechender Betrag eingezahlt werden kann. Während des vollständig bezahlten Zeitraums gelten die bisherigen Konditionen. Erst danach wird zum dann aktuellen Tarif abgerechnet.

Für den Standard-Tarif beträgt die Differenz zwischen altem und neuem Jahrespreis 6 Euro pro Jahr, bei Premium sind es 18 Euro. Drei im Voraus bezahlte Jahre würden somit 18 beziehungsweise 54 Euro gegenüber den jetzt bekannten neuen Jahrespreisen sparen. Ob eine längere Vorauszahlung sinnvoll ist, hängt allerdings davon ab, wie sicher man den Dienst weiter nutzen möchte.

ANZEIGE

Vorausbezahltes Guthaben wird nicht erstattet

mailbox arbeitet bei Privatkunden nach dem Prepaid-Prinzip: Eingezahltes Guthaben wird in Vertragslaufzeit umgewandelt. In seiner Preisübersicht weist der Anbieter ausdrücklich darauf hin, dass eine Erstattung des Guthabens nicht möglich ist. Wer mehrere Jahre im Voraus bezahlt und später doch zu einem anderen E-Mail-Dienst wechseln möchte, könnte deshalb ungenutztes Guthaben verlieren.

Eine möglichst lange Preisbindung ist daher nicht automatisch die wirtschaftlich beste Entscheidung. Wer mit dem Dienst zufrieden ist, eigene Domains oder mehrere Aliasse verwendet und einen langfristigen Wechsel für unwahrscheinlich hält, kann die verbleibende Frist nutzen. Wer ohnehin über einen Tarifwechsel nachdenkt oder nur wenig Speicher benötigt, sollte dagegen zuerst prüfen, ob sich eine mehrjährige Vorauszahlung wirklich lohnt.

Der zusätzliche Speicher ist ebenfalls kein Vorteil für jeden Kunden. Ein weitgehend leeres Postfach benötigt durch die Umstellung nicht plötzlich mehr Kapazität. Wer bereits zusätzlichen Speicher gebucht hat, kann dagegen kontrollieren, ob dieser nach der Verdoppelung des enthaltenen Kontingents noch gebraucht wird und gegebenenfalls reduziert werden kann.

Lastschrift und Preisfixierung sind zwei getrennte Schritte

Bei einem bestehenden Lastschriftmandat können die Zustimmung zur Tarifanpassung und die Verlängerung zum alten Preis leicht verwechselt werden. mailbox zeigt betroffenen Kunden in den Vertragseinstellungen einen Hinweis zu den neuen Konditionen an. Die dortige Schaltfläche „Zahlungspflichtig bestellen“ bestätigt nach Darstellung des Anbieters die Tarifänderung und erhält das Lastschriftverfahren, verlängert die Vertragslaufzeit aber nicht zum bisherigen Preis.

Für die Preisfixierung ist zusätzlich eine manuelle Einzahlung im Bereich „Zahlung“ notwendig. Das gilt auch für Kunden, die normalerweise per Lastschrift bezahlen. Nach dem Ende der vorausbezahlten Laufzeit kann die automatische Zahlung wieder zum dann geltenden Tarif greifen.

Wer keine Preisbindung möchte, muss laut Anbieter nichts zusätzlich einzahlen. Ein Wechsel in einen anderen Tarif ist möglich, ebenso eine Kündigung über die Kontoeinstellungen oder das Kündigungsformular. Vor einer Kündigung sollte allerdings geklärt werden, wie E-Mails, Kontakte, Kalender, Dateien, Aliasse und gegebenenfalls eine eigene Domain gesichert oder zu einem anderen Anbieter übertragen werden.

Auch Test- und Familienkonten sollten geprüft werden

Kunden, die sich vor dem 15. Juli 2026 registriert haben und noch in der Testphase befinden, dürfen den alten Preis ebenfalls bis zum 31. August durch eine Zahlung sichern. Für Registrierungen ab dem 15. Juli gelten bereits die neuen Preise.

Bei Familien-Accounts wird jedes kostenpflichtige Mitglied entsprechend seinem gebuchten Tarif berechnet. Sind mehrere Standard- oder Premium-Konten gemeinsam abgerechnet, erhöht sich der Gesamtbetrag deshalb für jedes betroffene Konto. Die jeweiligen Mitglieder sollen nach Angaben des Anbieters per E-Mail über die Anpassung informiert worden sein.

Light-Bestandskunden trifft keine Preiserhöhung. Sie können die Übergangsfrist allerdings nutzen, um noch zu den bisherigen Konditionen in Standard oder Premium zu wechseln und die gewünschte Laufzeit vorauszubezahlen.

Für Geschäftskunden gelten ab dem 1. September ebenfalls neue Preise. Standard steigt auf 4 statt 3 Euro netto je Postfach und Monat, Premium auf 12 statt 9 Euro netto. Der Light-Tarif sowie die separat angebotenen Servicepakete bleiben unverändert.

Was Bestandskunden jetzt kontrollieren sollten

Vor Ablauf der Frist genügt ein Blick in die Vertragseinstellungen: Dort stehen der aktuelle Tarif, die vorhandene Laufzeit und die hinterlegte Zahlungsart. Wer den bisherigen Preis verlängern möchte, muss die manuelle Einzahlung von der bloßen Zustimmung zur Tarifanpassung unterscheiden und anschließend prüfen, ob das neue Laufzeitende korrekt angezeigt wird.

Wer nicht vorausbezahlt, sollte zumindest den nächsten Zahlungstermin und den künftigen Jahres- oder Monatspreis kennen. Der Dienst wird nicht für alle Bestandskunden gleichzeitig am 1. September neu berechnet; maßgeblich ist das Ende der bereits finanzierten Laufzeit. Weitere Preis-, Vertrags- und Alltagsänderungen mit einer konkreten Frist ordnet GadgetChecks fortlaufend in Alltag Aktuell ein.

Stand der Recherche: 30. August 2026, 13:42 Uhr MESZ.

Hauptquellen

Aktuelle Angebote

Technik-Deals im Überblick

Ausgewählte Angebote und zeitlich begrenzte Preisaktionen rund um Technik und Gadgets.

Angebote ansehen
Mehr Technik bei gadgetChecks

Tests, Ratgeber, News und aktuelle Angebote

Alltag Aktuell bleibt dein Bereich für konkrete Veränderungen im täglichen Leben. Das vollständige Technikmagazin findest du weiterhin bei gadgetChecks.

Technikmagazin öffnen